Masernausbruch in Berlin

Moderator: Marla84

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bienenmeister
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von bienenmeister »

Das Baby meiner allerbesten Freundin IST hochallergisch !!!!!! und kann nicht geimpft werden. genau wegen solcher Fälle liegt mir ein hoher Herdenschutz am Herzen!

Was du schreibst, trifft für mich ganz klar auf nicht impfbare Personen zu. Ist es so, dass die Mehrheit der impfkritischen Menschen aufgrund schwerer Allergie entscheiden?

Ich denke wir sind uns näher, als du annimmst.
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bienenmeister
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von bienenmeister »

Seerose hat geschrieben:
Vorallem, wenn es so einfach wäre, so schwarz-weiß wie Du schriebst, würden dann nicht alle mit Begeisterung bereits in den ersten Lebenswochen zum Kinderarzt stürmen und die ich-weiß-nicht-wievielfach-Impfung verlangen?

Wir lieben alle unsere Kinder und wollen sie so gut wie möglich schützen. Vor allen Dingen, die ihnen schaden können.
Zu den ersten Lebenswochen habe ich geschrieben - es gibt alternativen.

Sorry, aber zum zweiten Absatz habe ich schon vor etlichen Seiten extra nichts geschrieben, wenn es heißt, ja mei, es sterben auch Menschen an Grippe und Noro. Das klingt für mich nicht sehr motiviert. Ich war ja immer viel im impfkritischen Prenzlauer Berg unterwegs und sehr oft hatte ich das Gefühl, wer impft, ist Glucke / Übermutter und nicht lässig genug und kennt nicht DEN Homöopathen. Solang es keine Häufung von Krankheitsfallen gab, meine ich durchaus, dass Nichtimpfen mit Coolness und must have in der alternativen Elternszene verwechselt wurde. Ich sehe das längst nicht so entspannt.
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Giraeffchen
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von Giraeffchen »

Das mag sein. :D
Mir ging es sehr darum, einfach nochmal darauf hinzuweisen, dass es eben nicht nur die 'Krankheiten- durchmachen- müssen- Fraktion' ist, die nicht impft, sondern dass die meisten vermutlich die sind, die sich aufgrund persönlicher Umstände in Sachen Entscheidungsfindung nicht leicht tut.

Mein Kind ist, du ahnst es sicher schon, auch hochallergisch.
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Sakura
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von Sakura »

Giraeffchen hat geschrieben:Mein Kind ist, du ahnst es sicher schon, auch hochallergisch.
Aber gerade für die nicht-impfbaren Kinder ist es doch wichtig, dass alle impfbaren Kinder geimpft sind??????

Sandküste hat geschrieben:Wie gesagt, ich kenne keinen Masernfall in meinem Umfeld.
Sandküste hat geschrieben:aber wer nicht impft, tut das ja auch aus dem Grund, weil er eben Krankheiten eher gelassen gegenübersteht.
Solche Sätze finde ich in der Zusammenschau... sagen wir - spannend. Über welche "Krankheiten" redest Du? Schnupfen? Ich kenne persönlich mehrere ältere Menschen, die ihre eigenen Geschwister haben an Diphterie sterben sehen. Die sind bei dem Thema gar nicht entspannt. Eine Ärztin hier (Leelacoo?) schrieb mal, sie hat ein Kind an SSPE sterben sehen. Interessanterweise sind die, die viele Fälle kennen (nicht nur den EINEN, zufälligerweise unkomplizierten Fall) die, die weniger entspannt sind als die, die gar nicht wissen, wovon sie sprechen.
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Giraeffchen
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von Giraeffchen »

Sakura hat geschrieben:
Giraeffchen hat geschrieben:Mein Kind ist, du ahnst es sicher schon, auch hochallergisch.
Aber gerade für die nicht-impfbaren Kinder ist es doch wichtig, dass alle impfbaren Kinder geimpft sind??????


Ich schrieb ja auch, dass ich PRO Masernimpfung bin.
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Seerose hat geschrieben:Hach, danke Giraeffchen, Du schreibst mir aus der Seele.

Vorallem, wenn es so einfach wäre, so schwarz-weiß wie Du schriebst, würden dann nicht alle mit Begeisterung bereits in den ersten Lebenswochen zum Kinderarzt stürmen und die ich-weiß-nicht-wievielfach-Impfung verlangen?

Wir lieben alle unsere Kinder und wollen sie so gut wie möglich schützen. Vor allen Dingen, die ihnen schaden können.
Ganz genau! Und so treffen wir unsere Entscheidungen.
Und was heisst Furchtlosigkeit? Ich bin durchaus nicht furchtlos in Bezug auf Krankheiten. Aber eben auch nicht furchtlos in Bezug auf Impfungen. Und damit muss ich halt meine Entscheidungen treffen.
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Capesider
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von Capesider »

In Karlsruhe sind nun auch ein paar Masernfälle aufgetaucht. Da begann es wohl auch in einem Flüchtlingslager. Es scheint also tatsächlich auch hier im Süden weiterzugehen. Da bin ich doppelt froh, dass meine Kinder nun wenigstens die erste MMR haben. Ich hoffe sehr, dass es hier nicht auch so einen Brandherd wie in Berlin gibt. In unserer Stadt sind sehr sehr viele impfkritisch oder gänzlich ungeimpft.
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von MaareMum »

Also in Karlsruhe und Stuttgart gibt es wohl bisher Fälle NUR in den Flüchtlingsunterkünften. Und auch nicht zum ersten Mal, und bisher immer mit sofortigen Riegelungsimpfungen im Griff. Da hoffe ich jetzt mal sehr drauf, denn das ist näher bei uns dran als Berlin.

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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von MaareMum »

Ach so, bezüglich der Zahlen in Berlin wollte ich noch schreiben:
Knapp 700 Erkrankte auf 3 Mio. Einwohner klingt nicht viel. Aber da muss man auch alle die abziehen, die schon die Masern durchgemacht haben und alle die, die geimpft sind (und einmal geimpft reicht ja in 90% der Fälle). Da bleiben nicht mehr so arg viele übrig, die es überhaupt noch bekommen können, und dann ist vermutlich 700 schon ne ordentliche Zahl. Zumal man ja weiß, dass die Masern höchst ansteckend sind.
Von daher finde ich die Sichtweise "ich kenn hier niemanden von den wenigen Hundert" schon etwas seltsam.

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Lösche Benutzer 1828

Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Und warum kommen jetzt hier Schuldzuweisungen? Darum habe ich schon gar keine Lust mehr auf solche Diskussionen.
Jeder sieht das anders. Ich finde die Panik merkwürdig - aber gegen Angst kann man schwer was tun. Soll jeder so leben, wie er es verantworten kann.
Dann findest Du mich halt seltsam. Ich finde 700 auf ganz Berlin nicht viel. Wenn man de Zeitungen glauben würde, würde halb Berlin gerade entweder an Masern oder Grippe dahinsiechen. Und demnächst an Windpocken. Für mich spiegelt das eben nicht meinen erlebten Alltag wider.
Hier herrscht auf beiden Seiten so traurig wenig Willen, eine andere Sichtweise verstehen zu wollen.
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