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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Verfasst: 07.10.2018, 22:34
von deidamaus
Es kann gut sein, dass sie jetzt deutlich kürzer zum Stillen braucht, als mit Hütchen. Ohne Hütchen zu stillen ist deutlich weniger anstrengend und die meisten Babys sind dann schneller satt, als mit Hütchen. Biete ihr häufig die Brust an (mind. 10-12 mal in 24 h), dann wird sie sich die Milch holen, die sie braucht.
Liebe Grüße
deidamaus
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Verfasst: 08.10.2018, 01:18
von Roxy89
Hallo,
Mein Mann hat starke LWS Beschwerden und ich hab ihn mit voltaren eingecremt. Ich stille meine 9 Monate alteTochter noch viel und mache mir nun sorgen ob ich lieber Handschuhe fürs nächste mal besorgen soll ?! Es kann über meine Hände ja auch in mein Blut oder
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Verfasst: 08.10.2018, 08:11
von pqr
Hallo Roxy
Der Übertritt ins Blut wird wohl über die Hände nicht so riesig sein.
Schmerzmittel der Wah mit Stillkind wäre Ibuprofen, wenn Du selber Tabletten nähmest. Gelegentliche oder kurzfristige Anwendung als Tablette (Tablette führt quasi immer zu höheren Spiegeln im Blut als Gel, Creme oder Salbe) wäre aber laut embryotox akzeptabel. Problematisch war das Cremen also nicht. Es kann aber nichts schaden, das nächste Mal mit Handschuhen zu cremen.
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Verfasst: 08.10.2018, 08:14
von pqr
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Verfasst: 08.10.2018, 08:26
von delfinstern
Der Zwerg musste mit 2 Wochen ohne Hütchen auskommen. Er war deutlich schneller satt. Ich habe weiterhin auf häufiges Stillen geachtet. Am einfachsten wars für mich, mir die Uhrzeit vom Anfang zu merken und 2h drauf zu rechnen. Dann hatte ich min. 10-12x/24h.
Voltaren ist in der Stillzeit auch ok. Habe ich als Salbe auch selber benutzt.
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Verfasst: 08.10.2018, 14:47
von Lämpchen
Hallo zusammen, ich hab auch noch mal eine kurze Frage, da ich gerade etwas verunsichert bin: Ist es normal, dass sich bei einem voll gestillten Baby der Stuhlgang plötzlich von meist 1-2x täglich eine große Menge zu ca. 6x täglich eine nur recht kleine Menge ändert? Ich bin plötzlich nur noch am wickeln

Außerdem riecht der Stuhl schlechter als der übliche MuMiStuhl und ist auch meist etwas dunkler/grünlicher als sonst ... Ist seit einer guten Woche ständig so, ungefähr in der Zeit war die Kleine auch erkältet, kann das zusammenhängen? Sie hat dadurch etwas häufiger und dafür kürzer getrunken wegen der verstopften Nase, aber dadurch sollten sich doch nicht Farbe oder Geruch ändern? Oder was kann sonst sein? Das Baby ist gute 5 Monate alt, mit Beikost wurde noch nicht begonnen, und ich habe an meiner Ernährung auch nichts verändert (höchstens etwas weniger Milchprodukte wegen Milchstauneigung).
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Verfasst: 08.10.2018, 15:07
von delfinstern
Es kann sich immer ändern... Gerade bei Erkältungen wars beim Zwerg deutlich anders, oft schleimiger, wie als wenn er massenhaft Rotz schluckt.
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Verfasst: 08.10.2018, 15:10
von bluestar
Liebe Alle,
und ich melde mich auch noch mal mit ner Frage. Bin nicht sicher ob das hier passt, aber im Beikostforum fand ich es auch nicht so 100 pro richtig. Wir leben im Ausland und unser amerikanisch ausgebildeter Kinderarzt meint bei vollgestillten Kindern sollte man ab 6 Monaten (also vollendet) Eisentropfen geben wenn sie noch keine grossen Mengen Beikost essen weil dann die Eisenreserven aufgebraucht sind und in der MuMi nicht mehr genug enthalten.
Ich hab die Tropfen jetzt beim letzten Europa-Aufenthalt vorsichtshalber mal mitgenommen, bin aber unsicher ob das wirklich nötig ist? Das schlägt doch auch auf den Magen im Zweifelsfall. In Deutschland ist das nur bei Frühchen üblich sagt meine Recherche im Netz...
Meine Kleine ist 5,5 Monate, wir bieten seit dem WE Beikost an, sie wird aber bestimmt in den nächsten 2 Wochen nicht anfangen nennenswerte Mengen zu sich zu nehmen. Laut seiner Empfehlung müsste ich ihr dann die Tropfen geben. Kennt sich da jemand aus?
Danke im Voraus und liebe Grüsse!
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Verfasst: 08.10.2018, 15:17
von Lösche Benutzer 22277
Muttermilch enthält Lactoferrin, welches vom Körper sehr gut aufgenommen wird, so dass die Eisenspeicher des Kindes so schnell nicht leer werden. Der Eisengehalt der Muttermilch ist über die gesamte Stillzeit stabil.
Im Einzelfall kann es sein, dass ein Kind schon mit unzureichend vollem Eisenspeicher zur Welt kommt. Wie erwähnt bei einer Frühgeburt, da die Speicher des Fötus am Ende der Schwangerschaft gefüllt werden. Oder wenn die Mutter im dritten Trimenon eine Eisenmangelanämie hatte (oder einen Speichereisenmangel).
Ein Kaiserschnitt kann auch zu einem Mangel führen, da ja die Nabelschnur nicht auspulsieren kann (es wird diskutiert, ob man das ggf nicht doch auch beim Kaiserschnitt machen kann, ist aber noch nicht Standard). Bei auspulsierter Nabelschnur haben die Babys signifikant mehr Eisen im Körper.
Bei Verdacht auf Eisenmangel würde ich erst einmal Ferritin und CRP bestimmen lassen (CRP, weil bei einer Entzündung der Ferritinwert falsch hoch sein kann).
Meine große Tochter hatte mit acht Monaten einen exzellenten Ferritinwert, obwohl sie zu dem Zeitpunkt nur winzige Mengen Beikost aß.
Fazit, im Einzelfall kann ein Eisenmangel beim Kind auftreten, es gibt aber wenig Gründe, pauschal jedem Kind Eisen zu supplementieren (aufgrund der Nebenwirkungen).
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Verfasst: 08.10.2018, 15:23
von Lösche Benutzer 22277
PS, da laut Mutterschaftsrichtlinien der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe in der Schwangerschaft nur der Hämoglobinwert und nicht der Ferritinwert routinemäßig erhoben wird, kann es leider leicht passieren, dass ein Speichereisenmangel nicht entdeckt wird. Viele Patientinnen haben noch gute Hämoglobinwerte bei gleichzeitig geleerten Speichern (bei mir ist das schon oft der Fall gewesen).