Gartenplanung 2022
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Doro31
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Re: Gartenplanung 2022
Das finde ich ja spannend, dass die Samen einen noch unbekannten Wirkstoff enthalten! Hätte ich in der heutigen Zeit nicht vermutet, dass es da noch etwas Unbekanntes gibt.
Doro mit den drei Blondschöpfen (11/09, 07/12 und 02/15)
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daisy
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Re: Gartenplanung 2022
Danke, Loreen
Giftzentrale ist vermutlich seriös.
Heute morgen hatte ich das hier https://www.gartenspring.de/blauregen-giftig/
Gefunden. Das klingt bedrohlicher. Wichtig zu wissen ist vermutlich, dass schon durch Berührung eine Vergiftung ausgelöst werden kann.
Giftzentrale ist vermutlich seriös.
Heute morgen hatte ich das hier https://www.gartenspring.de/blauregen-giftig/
Gefunden. Das klingt bedrohlicher. Wichtig zu wissen ist vermutlich, dass schon durch Berührung eine Vergiftung ausgelöst werden kann.
Daisy mit Herbstglück *2008 und Wintersonne *2012, Maikäferchen *2014 und zwei Sternchen
- Meerhuhn
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Re: Gartenplanung 2022
Ohne die Giftigkeit verharmlosen zu wollen: Blauregen ist in unmittelbarer Nähe zu Wohnhäusern recht verbreitet und man findet keine Todesfälle durch Blauregen.
Wenn man auf die Fußnoten klickt, steht in den Abstracts dann etwas davon, dass Erwachsene oder Kinder Samen zu sich genommen haben und wegen starkem Erbrechen ins Krankenhaus mussten. Oder eben etwas über Pflanzengifte allgemein.
Also man sollte schon vorsichtig sein und Kinder davon fernhalten und immer wieder erklären, dass davon nichts gegessen oder anderen (Tieren) gefüttert wird. Aber dass jemand davon so viel isst, dass er stirbt, ist eher unwahrscheinlich. Eine Vergiftung braucht natürlich nie jemand. Und hätte ich ein Kind, dass dazu tendiert sich alles in den Mund zu stecken an Pflanzen, würde ich diese Pflanze wohl erst mal verbannen.
Wenn man auf die Fußnoten klickt, steht in den Abstracts dann etwas davon, dass Erwachsene oder Kinder Samen zu sich genommen haben und wegen starkem Erbrechen ins Krankenhaus mussten. Oder eben etwas über Pflanzengifte allgemein.
Also man sollte schon vorsichtig sein und Kinder davon fernhalten und immer wieder erklären, dass davon nichts gegessen oder anderen (Tieren) gefüttert wird. Aber dass jemand davon so viel isst, dass er stirbt, ist eher unwahrscheinlich. Eine Vergiftung braucht natürlich nie jemand. Und hätte ich ein Kind, dass dazu tendiert sich alles in den Mund zu stecken an Pflanzen, würde ich diese Pflanze wohl erst mal verbannen.
Kleiner Professor - April 2015
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Re: Gartenplanung 2022
Ich bin jetzt keine Pharmakologin, aber nach dem, was ich als Laie von Giften verstehe, ist das ziemlicher Quatsch und reine Panikmache. Der Autor hat zwar versucht, seriös zu wirken und Quellen zu verlinken, aber er hat offenbar die Quellen nicht verstanden. Beispielsweise ist die Aussage "In den Samen und Hülsen ist Lektin enthalten" unsinnig, denn es gibt "das Lektin" nicht. Lektine sind eine grosse Gruppe an Proteinen. Einige davon sind giftig, andere sind für Menschen harmlos. Nur: die meisten Hülsenfrüchte enthalten auch Lektine, teils beachtliche Mengen, sind also in rohem Zustand ebenfalls giftig. Zwar sollte man deshalb auch keine rohen Erbsen oder Bohnen in grösserer Menge essen, aber niemand würde eine derartige alarmistische Gift-Warnung aussprechen für Garten- oder Sojabohnen aussprechen, wie sie im zitierten Artikel steht...daisy hat geschrieben: 05.05.2022, 13:15 Heute morgen hatte ich das hier https://www.gartenspring.de/blauregen-giftig/
Gefunden. Das klingt bedrohlicher. Wichtig zu wissen ist vermutlich, dass schon durch Berührung eine Vergiftung ausgelöst werden kann.
Über Wistarin ist nicht viel bekannt, man kennt nicht einmal die molekulare Struktur und kann auch zur Giftigkeit nichts genaueres sagen. Da die meisten starken Gifte erforscht sind, spricht das aus meiner Sicht eher gegen eine grosse Gefahr. Wenn man grössere Mengen an Samen schluckt, kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen. Allerdings sind bei einer kurzen Internetrecherche keine Hinweise auf Todesfälle bei Menschen durch Blauregen zu finden, auch das spricht sehr dafür, dass die Gefahr nicht sooo gross sein kann.
Und ja, bei Hautkontakt mit dem Pflanzensaft kann es zu Reizungen kommen. Auch hier wird im Artikel die Gefahr masslos übertrieben, daran ist noch nie jemand gestorben, in aller Regel gibt es Rötungen und Juckreiz. Und es KANN zu Reizungen kommen, muss aber nicht. Wie bei so vielen anderen Pflanzen auch... Handschuhe tragen beim Zurückschneiden ist sicher nicht verkehrt, aber eine grosse Gefahr sehe ich da jetzt nicht. Und in den 40 Jahren, die meine Eltern schon gegen den Wachstumsdrang einer stattlichen Glyzinie kämpfen, kann ich mich an keine derartigen Vorfälle erinnern.
Kurz gesagt: man muss den Kindern natürlich beibringen, dass die Samenkapseln giftig sind, dass sie keine Pflanzenteile in den Mund nehmen sollten und auch Haustiere nicht damit füttern dürfen. Aber darüber hinaus wäre ich bei einem Blauregen im Garten relativ gelassen.
Mit Maikäfer (2014) und Junikäferchen (2016)
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Tyaris
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Re: Gartenplanung 2022
Nochmal ein Bild zum Blauregen. Auch wenn er noch nicht blüht. 1Pflanze. Schon mehrfach zurück geschnitten. Ca. 8-10 Jahre alt.
Das Tankgitter hat er komplett gesprengt. Das Dach, was da eigentlich Mal war auch.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Tyaris mit der Löwin (9/19) und der kleinen Wölfin (6/23) an der Hand und dem kleinen Vögelchen (12/25) im Arm und einen Sternchen (4/21) im Herzen
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Re: Gartenplanung 2022
Ich kenne Blauregen auch mit einer solchen Wuchskraft. Meine Eltern wohnen sehr in eurer Nähe, Tyaris, da blüht der Blauregen auch noch nicht. Wir wohnen nordwestlicher und in unserer Straße blüht er schon sehr schön.
Wenn dieser Blauregen bleiben darf, kann der da ja erstmal fleißig wachsen. Ihr habt ja momentan genug zu tun...
Dann könnt ihr euch irgendwann darum kümmern, dass er ein den Dimensionen angemessenes Rankgerüst bekommt.
Wenn dieser Blauregen bleiben darf, kann der da ja erstmal fleißig wachsen. Ihr habt ja momentan genug zu tun...
Mama von drei wundervollen Kindern (Sommer 2016, Sommer 2019 und Januar 2024)
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Tyaris
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Re: Gartenplanung 2022
Der steht am alten Haus, der bleibt und darf wachsen. Ich finde ihn ja auch total schön, solange er weit genug vom Haus weg stehttravelmate hat geschrieben: 05.05.2022, 20:10 Ich kenne Blauregen auch mit einer solchen Wuchskraft. Meine Eltern wohnen sehr in eurer Nähe, Tyaris, da blüht der Blauregen auch noch nicht. Wir wohnen nordwestlicher und in unserer Straße blüht er schon sehr schön.
Wenn dieser Blauregen bleiben darf, kann der da ja erstmal fleißig wachsen. Ihr habt ja momentan genug zu tun...Dann könnt ihr euch irgendwann darum kümmern, dass er ein den Dimensionen angemessenes Rankgerüst bekommt.
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Elena
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Re: Gartenplanung 2022
Ich kenne das so, dass man den Blauregen nach der Blüte bzw. im Sommer sehr stark zurückschneidet, also praktisch alle Seitentriebe höchstens 50 cm lang lässt. Und im Winter schneidet man die dann nochmal etwas zurück. Wenn man das so macht, dann sprengt der natürlich nichts, aber es ist ein gewisser Aufwand. Wir haben unsern erstmal wachsen lassen, weil wir Schatten wollten. Und ab jetzt müssen wir genauer hinschauen. Ich habe jetzt vor der Blüte zurückgeschnitten, muss aber im Sommer nochmal systematisch ran und muss auch Triebe, die sich um die Pergola gewunden haben, lösen und anbinden. Durch das ungezähmte Wachsen entsteht einfach ein Gewirr aus Ranken, das dann auch nicht besonders toll aussieht. Mein Ziel ist es, 3-4 Hauptäste zu haben, an denen nur kurze Seitentriebe sitzen, aber kein Rankengewirr.
Hier gehts zu meinen Bewertungen:
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travelmate
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Re: Gartenplanung 2022
Hat irgendjemand von euch so richtige Wildstauden und -kräuter ganz bewusst in seinen Garten integriert? Wenn ja, wo und wie handhabt ihr das? Unterschiedliche Bereiche, in denen gejätet, wachsen gelassen oder vielleicht sogar ganz bewusst Wildkräuter gepflanzt werden? Ich meine sowas wie Spitzwegerich, Löwenzahn, Knoblauchsrauke, oder auch Giersch und Brennnessel.
Ich habe unseren Garten möglichst mit ökologisch wertvollen, für Insekten-, Vogel-, Tierwelt wichtigen und nährenden Pflanzen versucht auszustatten. Ich bin aber nicht dogmatisch. Es gibt auch die ein oder andere Pflanze, einfach, weil ich sie schön finde. Und ich pflanze auch nicht 100% ausschließlich einheimische Pflanzen.
In meinem Staudenbeet müsste ich jetzt keinen Spitzwegerich haben. Aber ich habe neulich nebenbei gelesen und schon wieder zu 3/4 vergessen, dass irgendein Insekt, evtl auch eine bedrohte Wildbienenart auf den Spitz- oder Breitwegerich spezialisiert ist und arg zu kämpfen hat, da er im Garten bekämpft wird und nicht vorkommt und ihm an Feld und Wiese die Monokultur auch langsam den Garaus macht.
Nun habe ich gestern wirklich wahnsinnig vitale, große Horste Spitzwegerich entdeckt in unserem Entwässerungsgraben, den wir aber wieder gangbar machen müssen und wollen, was dem Spitzwegerich an den Kragen gehen wird.
Auch bei Brennnesseln habe ich das schon öfter gedacht. Die müssen sich nun nicht über den ganzen Garten verteilen. Aber wo soll ich mit denen hin, damit sie da in Ruhe ihr Gutes tun können?
Ich habe unseren Garten möglichst mit ökologisch wertvollen, für Insekten-, Vogel-, Tierwelt wichtigen und nährenden Pflanzen versucht auszustatten. Ich bin aber nicht dogmatisch. Es gibt auch die ein oder andere Pflanze, einfach, weil ich sie schön finde. Und ich pflanze auch nicht 100% ausschließlich einheimische Pflanzen.
In meinem Staudenbeet müsste ich jetzt keinen Spitzwegerich haben. Aber ich habe neulich nebenbei gelesen und schon wieder zu 3/4 vergessen, dass irgendein Insekt, evtl auch eine bedrohte Wildbienenart auf den Spitz- oder Breitwegerich spezialisiert ist und arg zu kämpfen hat, da er im Garten bekämpft wird und nicht vorkommt und ihm an Feld und Wiese die Monokultur auch langsam den Garaus macht.
Nun habe ich gestern wirklich wahnsinnig vitale, große Horste Spitzwegerich entdeckt in unserem Entwässerungsgraben, den wir aber wieder gangbar machen müssen und wollen, was dem Spitzwegerich an den Kragen gehen wird.
Auch bei Brennnesseln habe ich das schon öfter gedacht. Die müssen sich nun nicht über den ganzen Garten verteilen. Aber wo soll ich mit denen hin, damit sie da in Ruhe ihr Gutes tun können?
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Re: Gartenplanung 2022
Wir haben einen Bereich, der komplett vom Rest unseres Gartens getrennt ist. Da wachsen Efeu, Waldmeister, Bärlauch, Buschwindröschen, Maiglöckchen und blaue Anemone.
Das wächst auch alles in den Garten der Nachbarn hinüber oder kommt von da, wer weiß.
Brennnessel verbreitet sich auch über die Wurzeln, von daher wäre ich da eher vorsichtig, aber eigentlich müsste sie sich doch am Rande einer Rasenfläche durchs mähen eindämmen lassen? Selbiges für Giersch, wenn du die beiden unbedingt haben willst.
Ich selber würde es eher lassen. Ich will jetzt nicht gerade sagen, dass das eine Entscheidung fürs Leben ist, aber fast.
Das wächst auch alles in den Garten der Nachbarn hinüber oder kommt von da, wer weiß.
Brennnessel verbreitet sich auch über die Wurzeln, von daher wäre ich da eher vorsichtig, aber eigentlich müsste sie sich doch am Rande einer Rasenfläche durchs mähen eindämmen lassen? Selbiges für Giersch, wenn du die beiden unbedingt haben willst.
Ich selber würde es eher lassen. Ich will jetzt nicht gerade sagen, dass das eine Entscheidung fürs Leben ist, aber fast.