Schlumpfine32 hat geschrieben: 11.09.2023, 11:34
Naja, also ich stehe so gegen 6:30 recht verstrahlt auf. Fahre gegen 8:00 dann zur Arbeit. Ich habe leider eine Stunde Fahrtweg der sich nicht vermeiden lässt. Ich arbeite grob bis 16:30/17 Uhr und bin dann 70:30 bis 18 Uhr Zuhause. Dann spiele ich ein bisschen mit der Mutzmaus und mein Freund macht schnell etwas Haushalt und genißt eine Pause vom Kind.
Gegen 19 Uhr koche ich dann. So um 19:30 gibts dann Essen. Dadurch, dass wir so versetzt Essen müssen und immer einer das Baby bespaßen muss, dauzert das Essen immer irgendwie ewig. Wir sind fast nie vor 20:15 fertig mit Essen. Dann startet auch schon das Abendprogramm. Einer badet das Kind, cremt es ein etc.pp. wegen ihrer Neurodermitis ist das auch immer etwas aufwendiger. Der andere räumt schnell die Küche auf. Meist übernimmt mein Freund das Abendprogramm vom Kind. Ich husche grob durch die Küche und mache mich dann selber bettfertig. Um 21 Uhr beginnt dann das Einschlafstillen.
Ich habe null Idee wie ich da für mehr Ausgleich für mich sorgen kann. Mein Freund hat ja die Maus von 6:30 bis 17 Uhr und während des Kochens und zwischen 20 und 21 Uhr. Der braucht ja auch mal ne Pause.
((Schlumpfine))
Ich glaube, ihr habt da "einfach" ein sehr besonderes Kind "erwischt".
Und Du hast ein echt irres Tages-Pensum.
Respekt.
Besonders die Abende, die Du beschreibst, finde ich schon beim Lesen total anstrengend. Ich gewinne den Eindruck, dass dieses Programm schon für euch Erwachsene heftig ist, aber vermutlich für die Mutzelmade erst recht.
Mit Nr. 1 war das ja ähnlich anstrengend, und mit Nr. 2 ist es total anders, und ich glaube so langsam, dass Nr. 1 - wie manche Vorschreiberinnen schon beschrieben haben - ziemlich gut darin war, ihre Überforderung zu "übertönen". Nr. 2 ist viel besser darin, seine Bedürfnisse klar zu machen (oder wir sind nun besser darin, seine Zeichen zu interpretieren). Mit der Erkenntnis haben wir mal beobachtet, wann Nr. 1 heute am entspanntesten ist, und wann sie total durchdreht. Und unser Fazit ist: Sie braucht ein gewisses Maß an Langeweile, die wir nicht füllen dürfen. Dann sucht sie sich irgendwann selbst eine ruhige Beschäftigung (Zeichnen, Bügelperlen, konzentriertes Rollenspiel mit Playmo, etc.). Solange wir ihr dafür die Luft lassen, sind moserfreie Abend- (oder Mittagessen), relativ einfache Einschlafbegleitung und die dollsten Gespräche und Späße möglich. Nach stressigen Phasen rastet sie aus. Der Stress muss raus. Irgendwie. Außerdem hat sie selbst kein gutes Gespür dafür, wann sie hungrig oder müde ist.
Jobmäßig ist das bei mir ähnlich - ich arbeite knapp 30 h / Woche. Allerdings sind meine Arbeitswege nicht so lang, daher komme ich i.d.R. mittags nach hause (reguläre Pause + Stillpausen nach Mutterschutzgesetz = 1,5 h Mittagspause). Und ich habe die 30 h auf vier Arbeitstage verteilt (OK, mit Baustelle nicht so einfach...)
Könntet Ihr irgendwo in Eurem "Regelprogramm" mehr Ruhe einbauen? Z.B. nach dem Heimkommen Kuscheln statt Spielen? Das hilft Dir auch - Du musst sicher ja innerlich erst mal ankommen? Und / Oder mal testen, was passiert, wenn Ihr weniger Zeit und Kraft für die Zubereitung des Abendessens aufbringt? Z.B. mal eine Woche lang nur Aufwärmen, belegte Brote etc.? Im anderen Thread hat jemand empfohlen, die Mutzelmade während Eurer Mahlzeiten nebendran spielen zu lassen - wär das denkbar? Und mindestens der Mutzelmade viel früher einen Imbiss oder so machen? Mutzelmade früher ins Bett bringen?* Nr. 1 war einfach viel hungriger und müder als sie und wir grundsätzlich dachten...
Wir haben übrigens an den Wochenenden die stillschweigende Vereinbarung, dass ich am Samstag und mein Mann am Sonntag ausschlafen darf (naja, das heißt dann, bis 9.00 h statt bis 6.00 h schlafen dürfen, aber hey, das sind drei Stunden!), und das tut soooo gut. Außerdem geht mein Mann (der gerade auch in Elternzeit ist) ein bis zweimal pro Woche abends in die Sauna / zum Sport / Freunde treffen. Und ich habe manchmal einen ganzen Sonntag kinderfrei (ich brauche das vor allem, bevor oder während ich meine Tage habe), und die paar Stunden sind die drei anderen bei Oma und Opa, so dass mein Mann dann nicht alleine für die Kids zuständig ist. Und für Speis' und Trank ist dort bestens gesorgt
By the way: Hier sieht es stellenweise aus wie Sau. Ist so. Wir kriegen es ohne Riesenanstrengung momentan nicht besser gebacken. Ändert sich wieder. Prios sind gerade einfach woanders.
Es geht vorbei, aber bis dahin ist es verdammt anstrengend.
*Ich weiß, ich weiß, sie braucht den Körperkontakt, und das würde für Dich mindestens zeitweise einen noch kürzeren Feierabend bedeuten, aber evtl. würde sie sich noch mehr entspannen? So dass Du mittelfristig mehr Luft gewinnst?