Dann lebe ich hier zum Glück in einer großen, gut informierten Blase. Das tut mir wirklich leid, dass du das so im Umfeld erlebst.Grizzly hat geschrieben: 13.12.2021, 14:01 Meine Wahrnehmung geht auch eher mit Serafin. Das meiste, was ich höre, ist völlig uninformiert oder leichtfertig.
Ich dem einzigen Kurs, den ich mit Bärchen mitgemacht hatte, hat eine Mutter mit 6 Wochen abgestillt, obwohl sei keine Stillprobleme hatte, weil es ihr zu anstrengend war mit zweitem Kind zuhause. Ich stelle mir Flasche geben anstrengender vor. Nein, ihr Mann hat sie nicht unterstützt. Der hat tags gearbeitet und nachts geschlafen.
Die zweite Mutter meinte, sie müsse dann demnächst ja auch abstillen, wenn ihr Baby nicht mehr in den Babybalkon passe. Dann müsse es nämlich ins eigene Zimmer. Nein, im Schlafzimmer sei kein Platz für ein Beistellbett. Dann müsste der Nachttischschrank des Mannes weichen und das finde der sicher nicht so super.
Ich konnte mich kaum zusammenreißen... Die Kursleiterin war auch sehr irritiert und hat viele Lösungen vorgeschlagen, die scheinbar alle nicht umsetzbar waren.
Weitere Kurse hab ich in dieser Runde nicht gebucht.
Meine Arbeitskollegin meinte zu mir: Ach, wenn du dann nach 6 Monaten wieder kommst, dann musst du abstillen! (Selbst keine Kinder) Ich: Ach, muss ich das? (Zum Glück erklärt ihr mir hier ja, dass und wie ich das keinesfalls muss).
Von Freunden hat das Baby seit Geburt im eigenen Bett im eigenen Zimmer geschlafen. Der Mann wollte das so. Begründung war nichts bis vielleicht Liebesleben. Die Mutter hat sich einfach gefügt und ist eben ständig nachts aufgestanden und rübergeschlichen, um zu schauen, ob es dem Baby gut geht. Eine Bekannte hat nach ein paar Wochen abgestillt, weil sie einmal erkältet war. Dann durfte sie auch endlich wieder Alkohol trinken.
Meine Freundin hat überlegt, mit 6 Monaten abzustillen, weil ihre Hebamme ihr gesagt habe, das mache man so. Ich hab ihr gesagt, sie soll auf ihr Gefühl hören. Sie stillt nun weiter neben Beikosteinführung. Eine andere Freundin "zieht" ihr Baby immer ein wenig zwischen den Mahlzeiten. Es "kommt" zu oft, sagt die selbe Hebamme. Die Abstände müssten größer sein. Das wird völlig unreflektiert übernommen. Nach dem Motto, wenn es die Hebamme sagt, dann muss es ja richtig sein. Und leider sind das schon die gebildeten, gut situierten.
Wenn jemand sich ausreichend informiert und dann ganz bewusst für dieses oder jenes entscheidet und dabei auch auf dem Schirm hat, dass die Entscheidung eben auch bzw. manchmal vorrangig das Kind betrifft, kann ich das viel wohlwollender betrachten, als wenn ein einzelner Ratschlag oder ein "das haben wir immer so gemacht" von den Alten völlig unreflektiert übernommen oder eine Entscheidung leichtfertig ohne weiteres Durchdenken der Konsequenzen getroffen wird. Nur sind die informierten, reflektierten und durchdachten Entscheidungen nach meiner Wahrnehmung in der absoluten Unterzahl![]()
Kommentare zum Stillen...
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Re: Kommentare zum Stillen...
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Re: Kommentare zum Stillen...
Ich finde meine Erfahrungen in der Beschreibung von Grizzly absolut wieder. Und mich ärgert das auch. Sehr sogar. Dennoch muss sich niemand vor mir rechtfertigen, denn das wünsche ich mir ja auch, das ich das nicht muss.Krachbum hat geschrieben: 13.12.2021, 14:09Dann lebe ich hier zum Glück in einer großen, gut informierten Blase. Das tut mir wirklich leid, dass du das so im Umfeld erlebst.Grizzly hat geschrieben: 13.12.2021, 14:01 Meine Wahrnehmung geht auch eher mit Serafin. Das meiste, was ich höre, ist völlig uninformiert oder leichtfertig.
Ich dem einzigen Kurs, den ich mit Bärchen mitgemacht hatte, hat eine Mutter mit 6 Wochen abgestillt, obwohl sei keine Stillprobleme hatte, weil es ihr zu anstrengend war mit zweitem Kind zuhause. Ich stelle mir Flasche geben anstrengender vor. Nein, ihr Mann hat sie nicht unterstützt. Der hat tags gearbeitet und nachts geschlafen.
Die zweite Mutter meinte, sie müsse dann demnächst ja auch abstillen, wenn ihr Baby nicht mehr in den Babybalkon passe. Dann müsse es nämlich ins eigene Zimmer. Nein, im Schlafzimmer sei kein Platz für ein Beistellbett. Dann müsste der Nachttischschrank des Mannes weichen und das finde der sicher nicht so super.
Ich konnte mich kaum zusammenreißen... Die Kursleiterin war auch sehr irritiert und hat viele Lösungen vorgeschlagen, die scheinbar alle nicht umsetzbar waren.
Weitere Kurse hab ich in dieser Runde nicht gebucht.
Meine Arbeitskollegin meinte zu mir: Ach, wenn du dann nach 6 Monaten wieder kommst, dann musst du abstillen! (Selbst keine Kinder) Ich: Ach, muss ich das? (Zum Glück erklärt ihr mir hier ja, dass und wie ich das keinesfalls muss).
Von Freunden hat das Baby seit Geburt im eigenen Bett im eigenen Zimmer geschlafen. Der Mann wollte das so. Begründung war nichts bis vielleicht Liebesleben. Die Mutter hat sich einfach gefügt und ist eben ständig nachts aufgestanden und rübergeschlichen, um zu schauen, ob es dem Baby gut geht. Eine Bekannte hat nach ein paar Wochen abgestillt, weil sie einmal erkältet war. Dann durfte sie auch endlich wieder Alkohol trinken.
Meine Freundin hat überlegt, mit 6 Monaten abzustillen, weil ihre Hebamme ihr gesagt habe, das mache man so. Ich hab ihr gesagt, sie soll auf ihr Gefühl hören. Sie stillt nun weiter neben Beikosteinführung. Eine andere Freundin "zieht" ihr Baby immer ein wenig zwischen den Mahlzeiten. Es "kommt" zu oft, sagt die selbe Hebamme. Die Abstände müssten größer sein. Das wird völlig unreflektiert übernommen. Nach dem Motto, wenn es die Hebamme sagt, dann muss es ja richtig sein. Und leider sind das schon die gebildeten, gut situierten.
Wenn jemand sich ausreichend informiert und dann ganz bewusst für dieses oder jenes entscheidet und dabei auch auf dem Schirm hat, dass die Entscheidung eben auch bzw. manchmal vorrangig das Kind betrifft, kann ich das viel wohlwollender betrachten, als wenn ein einzelner Ratschlag oder ein "das haben wir immer so gemacht" von den Alten völlig unreflektiert übernommen oder eine Entscheidung leichtfertig ohne weiteres Durchdenken der Konsequenzen getroffen wird. Nur sind die informierten, reflektierten und durchdachten Entscheidungen nach meiner Wahrnehmung in der absoluten Unterzahl![]()
Aber ja: Insbesondere für das Kind ist das auch aus meiner Sicht oft nicht schön, was Grizzly beschreibt. Da fällt es mir in der Tat auch schwer, das für mich innerlich dann nicht zu "verurteilen". Toleranz ist echt so eine Sache, wenn man zu einem Thema eine ganz, ganz andere Einstellung hat...
kleiner Kaiser 09/15
Prinzessin 10/20
"Und bis du Kinder hast, weißt du nicht, wie diese Kinder dein Herz in Besitz nehmen und deine Entscheidungen beeinflussen."
(Michelle Obama)
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Serafin
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Re: Kommentare zum Stillen...
Ich bin ja erstaunt, dass die Frauen sich das von ihren Männern bieten lassen. Ich hätte meinen ja auf den Pott gesetzt
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Re: Kommentare zum Stillen...
Ja, das fand ich eigentlich auch noch die schlimmeren Punkte. Wo die Mutter eigentlich für sich und das Kind etwas anderes, aus meiner Sicht besseres wollte, aber der Mann das torpediert hat.
Meiner hat auch ungläubig geguckt, als ich ihm das erzählt hab. Abgesehen davon, dass er so einen Stuss niemals wollte, hätte ich dem auch was erzählt...
Meiner hat auch ungläubig geguckt, als ich ihm das erzählt hab. Abgesehen davon, dass er so einen Stuss niemals wollte, hätte ich dem auch was erzählt...
Grizzly mit Bärchen (07/2021)
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Re: Kommentare zum Stillen...
Ich erlebe das auch leider eher so wie Grizzly und finde es super schade. Passend zur Diskussion muss ich mir hier jetzt mal Luft machen zu einer Situation letzte Woche.
Mein Cousin ist vor 2 Wochen zum zweiten Mal Papa geworden. Ich frage ihn, wie es läuft mit dem Baby und er meinte: ist ok, es ist schon etwas fitter als das Erstgeborene, aber wird bestimmt in ein, zwei Wochen entspannter, wenn es einen Rhythmus hat
dann rief seine Frau an und ich habe mitbekommen, wie sie sich beschwert hat, dass sie in der Nacht, jeden Mucks vom Baby gehört hätte und sie daher das Kinderzimmer doch lieber in der unteren Etage hätte, statt neben dem elterlichen Schlafzimmer. Außerdem musste sie 2x aufstehen Flasche machen (stillt nicht, weil zu stressig und will zeitnah wieder regelmäßig reiten und auf Turniere). Ich hab fast angefangen zu heulen, weil das 2 Wochen alte Würmchen mir so leid tat.
Mein Cousin ist vor 2 Wochen zum zweiten Mal Papa geworden. Ich frage ihn, wie es läuft mit dem Baby und er meinte: ist ok, es ist schon etwas fitter als das Erstgeborene, aber wird bestimmt in ein, zwei Wochen entspannter, wenn es einen Rhythmus hat
mit Waldwichtel 06/2019 und Zwergi 11/22
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Re: Kommentare zum Stillen...
Es gibt den Zusammenhang zwischen Stillerfolg und Unterstützung des Partners. Wundert mich nicht. Und gegen den Willen des Partners zu gehen ist sicher schwer, besonders in einer Situation, wo man als Frau ohnehin sehr empfindsam ist.
Ich bin tolerant und fordere das auch für mich ein. Mich hat aber auch geärgert, als ich den Großen noch Zufüttern musste, dass ich da auch teils von stillenden Frauen und deren Schwiegervätern(!) geschulmeistert wurde ... mit super Ratschlägen. Die waren aber auch nie mit einem saugverwirrten Säugling konfrontiert.
Und ich habe immer noch die Mutter im KH vor Augen, die mit Flasche um drei Uhr morgens versucht hat, ihrem zehn Tage alten Säugling genug einzuflößen, damit sie zu ihren sechs anderen Kindern nach Hause kann. Baby hat geschlafen und sie geheult.
Es kommt schon sehr auf die Lebenssituation an. Ich habe mir dieses Mal geschworen, Anfangs möglichst alles richtig zu machen, damit ich mir das Pumpen erspare. Hat geklappt. Mit Kleinkind ist das für mich nicht vorstellbar und ich finde es unglaublich, was viele Frauen hier leisten! Ich selbst hatte ja das Glück, dass meine Babys Nahrung vehement eingefordert haben. Da kann man eigentlich nicht viel falsch machen, wenn man sich an die grundlegenden Regeln hält. Da sind selbst Ratschläge wie z.B. Stillabstände größer zwei Stunden kein wirkliches Problem. Die Empfehlung hat man mir oft gegeben und nach vier Monaten sind wir da auch ungefähr hingekommen.
Mit dem Kleinen habe ich mir aber dann die Freiheit genommen viel öfter dann zu Stillen, wann ich wollte. Z.B. vor dem Aus dem Haus gehen und wenn ich zu Bett gegangen bin / gehe. Damit kann man es sich schon ziemlich entspannt machen. Diese Erfahrung gebe ich auch gerne weiter. Sonst halte ich mich in meinem Freundes und Bekanntenkreis eher zurück. Hier sind irgendwie fast nur Hardliner auf beiden Seiten und ich sehe mich wirklich in der Mitte. Die stillenden Hardliner sehen mich jetzt schon schief an "Was, DU stillst immer noch?" so als ob ich das nicht dürfte, weil ich nicht "genug" überzeugt bin und die Flaschenmamas verstehen nicht, wieso ich jetzt den Kleinen länger stille als den Großen. Die verstehen nicht, dass das Abstillen damals so nicht geplant war. "Da bist du aber easy aus der Nummer (dem Stillen) rausgekommen! XY wollte ja ewig Abstillen und es hat nicht geklappt. Der Horror!"
Ich bin tolerant und fordere das auch für mich ein. Mich hat aber auch geärgert, als ich den Großen noch Zufüttern musste, dass ich da auch teils von stillenden Frauen und deren Schwiegervätern(!) geschulmeistert wurde ... mit super Ratschlägen. Die waren aber auch nie mit einem saugverwirrten Säugling konfrontiert.
Und ich habe immer noch die Mutter im KH vor Augen, die mit Flasche um drei Uhr morgens versucht hat, ihrem zehn Tage alten Säugling genug einzuflößen, damit sie zu ihren sechs anderen Kindern nach Hause kann. Baby hat geschlafen und sie geheult.
Es kommt schon sehr auf die Lebenssituation an. Ich habe mir dieses Mal geschworen, Anfangs möglichst alles richtig zu machen, damit ich mir das Pumpen erspare. Hat geklappt. Mit Kleinkind ist das für mich nicht vorstellbar und ich finde es unglaublich, was viele Frauen hier leisten! Ich selbst hatte ja das Glück, dass meine Babys Nahrung vehement eingefordert haben. Da kann man eigentlich nicht viel falsch machen, wenn man sich an die grundlegenden Regeln hält. Da sind selbst Ratschläge wie z.B. Stillabstände größer zwei Stunden kein wirkliches Problem. Die Empfehlung hat man mir oft gegeben und nach vier Monaten sind wir da auch ungefähr hingekommen.
Mit dem Kleinen habe ich mir aber dann die Freiheit genommen viel öfter dann zu Stillen, wann ich wollte. Z.B. vor dem Aus dem Haus gehen und wenn ich zu Bett gegangen bin / gehe. Damit kann man es sich schon ziemlich entspannt machen. Diese Erfahrung gebe ich auch gerne weiter. Sonst halte ich mich in meinem Freundes und Bekanntenkreis eher zurück. Hier sind irgendwie fast nur Hardliner auf beiden Seiten und ich sehe mich wirklich in der Mitte. Die stillenden Hardliner sehen mich jetzt schon schief an "Was, DU stillst immer noch?" so als ob ich das nicht dürfte, weil ich nicht "genug" überzeugt bin und die Flaschenmamas verstehen nicht, wieso ich jetzt den Kleinen länger stille als den Großen. Die verstehen nicht, dass das Abstillen damals so nicht geplant war. "Da bist du aber easy aus der Nummer (dem Stillen) rausgekommen! XY wollte ja ewig Abstillen und es hat nicht geklappt. Der Horror!"
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Mau
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Re: Kommentare zum Stillen...
Klingt fast so, als könnte ich froh sein, dass ich wegen Corona noch in keinem Babykurs war
Ich kenne nicht so viele Leute mit Kindern, aber was ich auch von Verwandten und so gehört habe, klingt gar nicht so. Vielleicht nicht 100% so wie ich es mache, aber auf jeden Fall nicht so wie manche Geschichten hier.
Am schockierendsten finde ich die Aussagen mancher Hebammen. Es gibt wirklich welche, die dazu raten mit 6 Monaten abzustillen?
Ich hatte neulich den vermutlich vorletzten Termin mit meiner Hebamme. Sie meinte wir hätten nich 4 Termine übrig, aber würden die ja vermutlich nicht brauchen. Da habe ich eher als Witz vorgeschlagen, dass ich Mini ja auch stillen könnte bis sie 5 ist und sie einmal im Jahr zu quatschen vorbei kommt oder sowas. So stellte sich heraus, dass meine Hebamme ihre Tochter bis 4,5 gestillt hat
Das erzählt sie wohl aus gutem Grund nur Leuten, die langes Stillen nicht komisch finden. Wirklich überrascht bin ich aber nicht, sie würde im vieler Hinsicht voll gut hierher passen. 
Ich kenne nicht so viele Leute mit Kindern, aber was ich auch von Verwandten und so gehört habe, klingt gar nicht so. Vielleicht nicht 100% so wie ich es mache, aber auf jeden Fall nicht so wie manche Geschichten hier.
Am schockierendsten finde ich die Aussagen mancher Hebammen. Es gibt wirklich welche, die dazu raten mit 6 Monaten abzustillen?
Ich hatte neulich den vermutlich vorletzten Termin mit meiner Hebamme. Sie meinte wir hätten nich 4 Termine übrig, aber würden die ja vermutlich nicht brauchen. Da habe ich eher als Witz vorgeschlagen, dass ich Mini ja auch stillen könnte bis sie 5 ist und sie einmal im Jahr zu quatschen vorbei kommt oder sowas. So stellte sich heraus, dass meine Hebamme ihre Tochter bis 4,5 gestillt hat
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Re: Kommentare zum Stillen...
Zusammenhang zwischen Stillerfolg und Unterstützung des Partners kann ich unterschreiben!
Mein Mann hat uns wirklich überragend unterstützt und tut es immer noch. Das ist aus seiner Sicht absolut selbstverständlich, wo er für seinen Sohn doch nur das beste will und das sei eben Stillen.
Bei der Empfindsamkeit sehe ich es aber so, dass man vieles doch eher vor der Geburt und nicht erst im Wochenbett bespricht, wie man es grundsätzlich handhaben möchte. Da ist man noch nicht sooo empfindsam und dann merkt man ja, ob man gleiche Ansichten hat und kann die Dinge evtl. noch ausdiskutieren.
Und ansonsten können Männer ihre Wünsche doch auch zurückstellen. Ist doch auch zeitlich alles begrenzt.
Mein Mann hätte auch schon lieber, dass Bärchen in seinem offen drangestellten Gitterbettchen schläft und wir beide im Ehebett. Er hat aber auch gemerkt, dass Bärchen das nicht will und es mir zu dritt auf 1,80 zu eng wird - weil ich eben immer am wenigsten vehement Platz einfordere. Und so hat er selbst das Familienbett um 90 cm erweitert, auf denen er jetzt schläft, auch wenn er sich ein bisschen abgeschoben fühlt. Hauptsache, Bärchen und ich haben es nachts bequem und können gut stillen.
Was ich damit eher sagen will: mich wundert es, dass in dieser modernen Gesellschaft, das Stillen meistens noch ausschließlich Sache der Frau ist, wo doch Männer in so vielen Punkten unterstützen könnten.
Dann darf ich wohl sehr dankbar für mein Exemplar sein.
Mau: gruselig! Da bin ich zwischen heulen und fluchen. Das Würmchen!
Mein Mann hat uns wirklich überragend unterstützt und tut es immer noch. Das ist aus seiner Sicht absolut selbstverständlich, wo er für seinen Sohn doch nur das beste will und das sei eben Stillen.
Bei der Empfindsamkeit sehe ich es aber so, dass man vieles doch eher vor der Geburt und nicht erst im Wochenbett bespricht, wie man es grundsätzlich handhaben möchte. Da ist man noch nicht sooo empfindsam und dann merkt man ja, ob man gleiche Ansichten hat und kann die Dinge evtl. noch ausdiskutieren.
Und ansonsten können Männer ihre Wünsche doch auch zurückstellen. Ist doch auch zeitlich alles begrenzt.
Mein Mann hätte auch schon lieber, dass Bärchen in seinem offen drangestellten Gitterbettchen schläft und wir beide im Ehebett. Er hat aber auch gemerkt, dass Bärchen das nicht will und es mir zu dritt auf 1,80 zu eng wird - weil ich eben immer am wenigsten vehement Platz einfordere. Und so hat er selbst das Familienbett um 90 cm erweitert, auf denen er jetzt schläft, auch wenn er sich ein bisschen abgeschoben fühlt. Hauptsache, Bärchen und ich haben es nachts bequem und können gut stillen.
Was ich damit eher sagen will: mich wundert es, dass in dieser modernen Gesellschaft, das Stillen meistens noch ausschließlich Sache der Frau ist, wo doch Männer in so vielen Punkten unterstützen könnten.
Dann darf ich wohl sehr dankbar für mein Exemplar sein.
Mau: gruselig! Da bin ich zwischen heulen und fluchen. Das Würmchen!
Grizzly mit Bärchen (07/2021)
- Meerhuhn
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Re: Kommentare zum Stillen...
Jeder hat seine Ansichten, was das Beste für die eigene Familie ist und man sollte nicht voreilig unterstellen, dass Menschen, die es anders handhaben als man selbst, deswegen schlechtere Eltern sind.
Niemandem ist geholfen, wenn eine Mutter unter innerer Abwehr ihr Kind länger stillt als sie das selbst will. Klar, gibt es gesundheitliche Vorteile. Aber für die Bindung wäre dieses Szenario eher hinderlich. Auch Flaschenkinder können sehr liebevoll begleitet werden.
Nicht jedes Kind, dass im eigenen Kinderzimmer schläft/nicht getragen wird/... tut sich damit schwer.
Jede Familie ist individuell und (bis auf wenige Ausnahmen) wollen alle das Beste für ihr Kind und ihre Familie. Die Hintergründe dazu sind komplex. Nicht jeder hat die Kraft sich gegen seine Sozialisation zu stellen und es anders als das eigene Umfeld zu machen, nur so als Beispiel.
Wenn ich als Erzieherin derart werten würde, könnte ich keine gute Elternarbeit machen.
Niemandem ist geholfen, wenn eine Mutter unter innerer Abwehr ihr Kind länger stillt als sie das selbst will. Klar, gibt es gesundheitliche Vorteile. Aber für die Bindung wäre dieses Szenario eher hinderlich. Auch Flaschenkinder können sehr liebevoll begleitet werden.
Nicht jedes Kind, dass im eigenen Kinderzimmer schläft/nicht getragen wird/... tut sich damit schwer.
Jede Familie ist individuell und (bis auf wenige Ausnahmen) wollen alle das Beste für ihr Kind und ihre Familie. Die Hintergründe dazu sind komplex. Nicht jeder hat die Kraft sich gegen seine Sozialisation zu stellen und es anders als das eigene Umfeld zu machen, nur so als Beispiel.
Wenn ich als Erzieherin derart werten würde, könnte ich keine gute Elternarbeit machen.
Kleiner Professor - April 2015
- Krachbum
- Prof. Dr. SuT
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- Registriert: 25.12.2018, 07:14
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Re: Kommentare zum Stillen...
Danke! Ich habe das nicht so schön auf den Punkt bringen können.Loreen hat geschrieben: 13.12.2021, 19:47 Jeder hat seine Ansichten, was das Beste für die eigene Familie ist und man sollte nicht voreilig unterstellen, dass Menschen, die es anders handhaben als man selbst, deswegen schlechtere Eltern sind.
Niemandem ist geholfen, wenn eine Mutter unter innerer Abwehr ihr Kind länger stillt als sie das selbst will. Klar, gibt es gesundheitliche Vorteile. Aber für die Bindung wäre dieses Szenario eher hinderlich. Auch Flaschenkinder können sehr liebevoll begleitet werden.
Nicht jedes Kind, dass im eigenen Kinderzimmer schläft/nicht getragen wird/... tut sich damit schwer.
Jede Familie ist individuell und (bis auf wenige Ausnahmen) wollen alle das Beste für ihr Kind und ihre Familie. Die Hintergründe dazu sind komplex. Nicht jeder hat die Kraft sich gegen seine Sozialisation zu stellen und es anders als das eigene Umfeld zu machen, nur so als Beispiel.
Wenn ich als Erzieherin derart werten würde, könnte ich keine gute Elternarbeit machen.