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Re: Diskussionsthema vegan
Verfasst: 30.09.2015, 21:51
von Yvi19
Klar, das betrifft auch Reis und andere Produkte. Ich sage ja, dass es für mich vom verstand auch vertretbar ist aber gefühlt keine Lösung. Ich fühle mich mit Produkten die ich im Urzustand anfassen konnte wohler. Esse aber auch Süßigkeiten und da habe ich ja null Kontrolle. Was ich eigentlich meine ist, dass die fortschreitende Technologiesierung des Essens, durch Verarbeitungsmogkeiten aber auch durch neue Züchtungen, Gärtnern unter kunstlicht usw. Mir suspekt ist, gleichzeitig aber auch interessant. Ich weiss noch nicht, wie ich dazu stehe. So eine produktionsfabrik in der Millionen Salate in Regalen übereinander stehen und weder Sonne noch Wind kennen ist schon irre irgendwie.
Re: Diskussionsthema vegan
Verfasst: 30.09.2015, 22:05
von Teazer
Aber das liegt ja in meiner Hand. Ich muss keine hoch verarbeiteten Produkte oder Artikel kaufen, bei denen ich einen Chemiker zum entziffern der Inhaltsstoffe brauche. Oder Gemüse von unbekannter Quelle. Das ist unbequem, aber lohnt sich.
Vegan kann naturbelassen oder künstlich sein. Genauso wie omnivore Ernährung. Ich habe vor meiner Umstellung nie geguckt was bei den Zutaten stand. Erst durchs vegan leben habe ich gelernt was für einen Mist ich teilweise vorher gegessen habe. So ein Zeug käme mir heute nicht mehr auf den Tisch, da könnte es so vegan sein wie es will.
Re: Diskussionsthema vegan
Verfasst: 30.09.2015, 22:47
von Yvi19
Darum ging es doch nicht? Das hat ja mit vegan nichts zu tun, es ging mir nur um das Thema "Lösungen der welternährung". Und da können Farmen in denen Grünzeug in nährlösungen wächst eben einen Teil beitragen und so die vegane Ernährung der ganzen Welt theoretisch ermöglichen.
Re: Diskussionsthema vegan
Verfasst: 30.09.2015, 23:30
von xiongmao
Ich kenne mindestens ein Sojafeld "um die Ecke". Inwiefern das nun genfrei ist, kann ich nicht sagen, aber regional ist es. "Immer" wird es also nicht *irgendwo* angebaut.
Re: Diskussionsthema vegan
Verfasst: 01.10.2015, 07:51
von Lösche Benutzer 1828
Yvi19 hat geschrieben:Klar, das betrifft auch Reis und andere Produkte. Ich sage ja, dass es für mich vom verstand auch vertretbar ist aber gefühlt keine Lösung. Ich fühle mich mit Produkten die ich im Urzustand anfassen konnte wohler. Esse aber auch Süßigkeiten und da habe ich ja null Kontrolle. Was ich eigentlich meine ist, dass die fortschreitende Technologiesierung des Essens, durch Verarbeitungsmogkeiten aber auch durch neue Züchtungen, Gärtnern unter kunstlicht usw. Mir suspekt ist, gleichzeitig aber auch interessant. Ich weiss noch nicht, wie ich dazu stehe. So eine produktionsfabrik in der Millionen Salate in Regalen übereinander stehen und weder Sonne noch Wind kennen ist schon irre irgendwie.
Man kann für die Masse an Menschen nicht alles auf freiem Feld anbauen. Passiert ja jetzt schon nicht mehr. Und es ist gut, dass da geforscht wird. Die Menschheit wird immer zahlreicher, Anbaugebiete sind begrenzt.
Re: Diskussionsthema vegan
Verfasst: 01.10.2015, 08:10
von Teazer
Yvi19 hat geschrieben:Darum ging es doch nicht?
Sorry, mein Hirn war wohl zu müde und hing beim Antworten noch weiter vorne im Thread. [emoji38]
Re: Diskussionsthema vegan
Verfasst: 01.10.2015, 08:40
von reininglady
ich lebe größtenteils vegan. ab und zu esse ich käse und auch beim unterwegs essen bin ich nicht ganz so wählerisch. fleisch esse ich garnicht. kochen kann man ja super mit pflanzensahne oder pflanzenmilch. schmeckt auch besser. backen ist ohne tier auch sehr einfach. meine große tochter (9,5 jahre) isst von sich aus kein fleisch mehr, da sie viele fragen gestellt und für sich selbst das entschieden hat. sie ist sehr empathisch. mein freund & mein sohn (7) essen ab und an auswärts fleisch oder mal salami auf die pizza. ich persönlich bereite kein fleisch mehr zu. meine kleine maus (10 monate) wird größtenteils vegan aufwachsen. mit fleisch & milch möchte ich nicht anfangen ehe sie es nicht selbst entscheiden kann.
wir supplementieren b12 und vit d. das supplementieren aber ohnehin viele leute, auch fleischesser, da die vegane/vegetarische ernährung ausgewogener ist und man sich da finde ich deutlich mehr gedanken über ernährung machen. eisenmangel etc gibt es hier nicht, wir machen regelmäßig blutbilder.
Re: Diskussionsthema vegan
Verfasst: 01.10.2015, 08:41
von Yvi19
Sandküste hat geschrieben:Yvi19 hat geschrieben:Klar, das betrifft auch Reis und andere Produkte. Ich sage ja, dass es für mich vom verstand auch vertretbar ist aber gefühlt keine Lösung. Ich fühle mich mit Produkten die ich im Urzustand anfassen konnte wohler. Esse aber auch Süßigkeiten und da habe ich ja null Kontrolle. Was ich eigentlich meine ist, dass die fortschreitende Technologiesierung des Essens, durch Verarbeitungsmogkeiten aber auch durch neue Züchtungen, Gärtnern unter kunstlicht usw. Mir suspekt ist, gleichzeitig aber auch interessant. Ich weiss noch nicht, wie ich dazu stehe. So eine produktionsfabrik in der Millionen Salate in Regalen übereinander stehen und weder Sonne noch Wind kennen ist schon irre irgendwie.
Man kann für die Masse an Menschen nicht alles auf freiem Feld anbauen. Passiert ja jetzt schon nicht mehr. Und es ist gut, dass da geforscht wird. Die Menschheit wird immer zahlreicher, Anbaugebiete sind begrenzt.
Ja, sehe ich auch so. Mein Gefühl ist aber noch nicht so überzeugt. Je technologischer das ganze, desto höher ist auch die Gefahr, dass einige wenige die Kontrolle über die Lebensmittel Versorgung gewinnen. Und wie umweltfreundlich diese nährlösungen sind weiss ich aucg nicht.
Re: Diskussionsthema vegan
Verfasst: 01.10.2015, 08:52
von feuerdrache
Yvi19 hat geschrieben:Sandküste hat geschrieben:Yvi19 hat geschrieben:Klar, das betrifft auch Reis und andere Produkte. Ich sage ja, dass es für mich vom verstand auch vertretbar ist aber gefühlt keine Lösung. Ich fühle mich mit Produkten die ich im Urzustand anfassen konnte wohler. Esse aber auch Süßigkeiten und da habe ich ja null Kontrolle. Was ich eigentlich meine ist, dass die fortschreitende Technologiesierung des Essens, durch Verarbeitungsmogkeiten aber auch durch neue Züchtungen, Gärtnern unter kunstlicht usw. Mir suspekt ist, gleichzeitig aber auch interessant. Ich weiss noch nicht, wie ich dazu stehe. So eine produktionsfabrik in der Millionen Salate in Regalen übereinander stehen und weder Sonne noch Wind kennen ist schon irre irgendwie.
Man kann für die Masse an Menschen nicht alles auf freiem Feld anbauen. Passiert ja jetzt schon nicht mehr. Und es ist gut, dass da geforscht wird. Die Menschheit wird immer zahlreicher, Anbaugebiete sind begrenzt.
Ja, sehe ich auch so. Mein Gefühl ist aber noch nicht so überzeugt. Je technologischer das ganze, desto höher ist auch die Gefahr, dass einige wenige die Kontrolle über die Lebensmittel Versorgung gewinnen. Und wie umweltfreundlich diese nährlösungen sind weiss ich aucg nicht.
Ihr wisst schon dass im Moment etwa 75% der WEltbevölkerung nicht aus industrieller Landwirtschaft mit Lebensmitteln versorgt wird sondern von Kleinbetrieben und urban Gardening?
Das System der Permakultur und des traditionellen Anbaues in Afrika bringt deutlich höhere Erträge als in industrialisierten Betrieben in derselben Gegend. Nachteil: wesentlich mehr Handarbeit. Höhere Kosten damit auf 1 kg des geernteten Produktes.
Von daher sehe ich kein Problem die Bevölkerung zu ernähren. Wenn alle ein wenig weniger wegschmeissen, alle etwas verantwortlicher mit der Umwelt umgehen dann geht sich das locker aus. Aber wenn ich mir nach den Unterlagen der Statistik Austria rausrechne, dass in vielen Jahren nicht mal 50% des geernteten Gemüses am Teller landet, der Rest muss am Acker bleiben oder wird weggeworfen weil er optisch nicht entspricht- dann zweifle ic hein wenig an der Bereitschaft des Menschens an der Sache. Und da sind wir noch immer nicht bei vegan.
Allerdings ist das eine Zukunft, in der jeder dann in seinem Garten halt Gemüse statt englischem Rasen hat. Und keine importierten Schnittblumen, keine Erdbeeren zu weihnachten und kein Spargel aus Peru.
Re: Diskussionsthema vegan
Verfasst: 01.10.2015, 08:59
von Yvi19
Feuerdrache, ich sagte ja, dass ich die Zukunft in weniger erwerbsarbeit und mehr Zeit für die Beschaffung und Verwertung von Nahrung sehe. Aber trotzdem finde ich die neue Technik spannend. Und gleichzeitig beängstigend. Auf dem Land sehe ich auch irgendwie keine versorgungsengpässe. Aber in der Stadt wird es mit regional nunmal schwierig. Die Entsorgung von Gemüse ist eine Katastrophe aber Möhren mit zwei Beinen verkaufen sich hakt schlecht. Das liegt doch gar nicht so sehr daran, dass man perfektes aussehen will. Aber man hat viel mehr verschnitt. Kostet aber genau so viel wie eine gerade Möhre.