Mich wundert nur, dass man offensichtlich die Gewichte aus der Zeit der Zufütterung, der Reduktion und der ohne Zufütterung in einen Topf werfen kann. Es handelt sich ja um unterschiedliche Bedingungen unter denen die Werte entstanden sind. Insgesamt mag die Zunahmen der ersten 8 Wochen ja stimmen, aber kommt es für uns nicht nur auf die Entwicklung unter der Reduktion und ohne Zufüttern an? Verstehe ich nicht.
Für mich ist es sicher besser, bald nicht mehr zu wiegen. Hab mich trotz besseren Wissens ständig stimmungsmäßig davon beeinflussen lassen. Andererseits hätte ich gern mehr Sicherheit und würde vielleicht das Wiegen lieber ausschleichen wollen. Z.B. erst 2x pro Woche, dann 1x pro Woche, dann alle 2 Wochen. Da hältst Du bestimmt nichts von?
Michaela
mit Prinzessin *3/2010 und Minichef *1/2015
Natürlich kann man die Werte nicht 1:1 vergleichen. Es geht bei den WHO-Zahlen dennoch um den Durchschnittswert. Dabei ist es erst einmal egal wie das Baby in diesen Wochen ernährt wurde. Es kann z.B. sein, dass bei Zufütterung stärker zugenommen wird als es dem biologischen Bauplan entspricht. Dann ist eine Verlangsamung der Zunahme ohne Zufütterung völlig normal. Deshalb wiegt man auch zwei Wochen lang unter Vollstillen. Dann wird das Bild nämlich klarer.
Wenn die Zunahme passt, macht weiteres Wiegen außerhalb der Us keinen Sinn mehr, denn es ist belegt, dass das Baby an genügend Milch kommt. In welchem Verlauf es dann zunimmt, ist egal. Und ab jetzt wird die Zunahme immer weniger werden, von Natur aus. Da sind Stagnationen normal.
Nein, von Ausschleichen halte ich nichts, denn ein Wert hat immer nur dann Bestand, wenn er abgesichert ist. Und das dauert bei größeren Intervallen entsprechend länger. Wozu sich damit stressen, wenn gesichert ist, dass die Zunahme passt?
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)
"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul) AP estab. 2009, 2011 & 2014