Waldorfkindergarten-Frust

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asujakin
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Re: Waldorfkindergarten-Frust

Beitrag von asujakin »

Minchen ich für meinen Teil hab genug Waldorferfahrung. Nicht nur im engen Umfeld sondern mein Sohn war ja selbst dort. Das nur dazu (aber wahrscheinlich war ich gar nicht gemeint)

Für mich ist es ein Unterschied ob es schlichtweg gerade nicht geht oder ob ein Kind BEWUSST und aus pädagogischen Gründen klein gehalten wird, bzw gelenkt, beeinflusst und gebremst wird :wink:

Ich dachte auch, dass das stabile Grundgerüst Zuhause mein Kind dazu bringen würde solche Sachen "auszuhalten" aber 5 Std pro Tag 5x die Woche sind für Kinder doch ENORM viel Zeit in der halt einfach SEHR viel verinnerlicht wird. Das ist ja nicht nur bloße Betreuung von der nichts hängen bleibt.
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LaLeMi
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Re: Waldorfkindergarten-Frust

Beitrag von LaLeMi »

Genau. Und es waren hier doch einige mit teils umfangreicher Waldorferfahrung ? Auch beim Gespräch mit dem Schulvorstand sagte der uns damals, es könne passieren, dass ein Kind die schule verlassen muss, weil es mit den Eltern nicht klappt.
Ich glaube mittlerweile schon, dass n
Manches systemimmanent ist; auch wenn es natuerlich bessere und schlechtere Einrichtungen gibt.
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hennnamae
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Re: Waldorfkindergarten-Frust

Beitrag von hennnamae »

Minchen hat geschrieben:Es ist doch in jedem Kindergarten ganz unabhängig vom Konzept so, dass die Kinder nicht ALLES ZU JEDER ZEIT machen können - wie soll das mit so vielen Kindern auch funktionieren?!
Das kommt hinzu und ich finde es auch eigentlich ganz wertvoll, dass ein Kind lernt, dass nicht jeder Wunsch (wir reden nicht von Bedürfnis) nicht umgehend befriedigt werden kann und manche vielleicht sogar garnicht. Schimpft sich Frutrationstoleranz. (Ich brauch nicht erwähnen, dass die Basis dafür natürlich ist, dass das Kind erlebt, in seinen Wünschen ernst genommen zu werden)

@ LaLeMi: Aber wenn die Eltern nicht hinterm Konzept stehen, dann ist doch eigentlich nur die logische Konsequenz, dass man sich ein besser passendes Konzept sucht?! Ich versteh den Rummel darum ehrlich gesagt nicht :oops: Bei JEDER privaten Schule können Eltern und Schule doch schauen, ob sie vom Konzept, der Einstellung, etc. her zu einander passen. Wenn ich mein Kind auf eine konservativ katholische Schule schicken würde und mich dann gegen Reli-Unterricht auflehnen würde (der an privaten Schulen übrigens verbindlich für den Schulbesuch sein darf!!!) und Kreuze im Klassenzimmer ablehnen würde, weil ich fanatischer Atheist bin, dann wäre doch ein Schulwechsel sicher sinnvoll :wink:
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Muschelsucherin
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Re: Waldorfkindergarten-Frust

Beitrag von Muschelsucherin »

hennnamae hat geschrieben: @ LaLeMi: Aber wenn die Eltern nicht hinterm Konzept stehen, dann ist doch eigentlich nur die logische Konsequenz, dass man sich ein besser passendes Konzept sucht?! Ich versteh den Rummel darum ehrlich gesagt nicht :oops: Bei JEDER privaten Schule können Eltern und Schule doch schauen, ob sie vom Konzept, der Einstellung, etc. her zu einander passen. Wenn ich mein Kind auf eine konservativ katholische Schule schicken würde und mich dann gegen Reli-Unterricht auflehnen würde (der an privaten Schulen übrigens verbindlich für den Schulbesuch sein darf!!!) und Kreuze im Klassenzimmer ablehnen würde, weil ich fanatischer Atheist bin, dann wäre doch ein Schulwechsel sicher sinnvoll :wink:
Da Lalemi und ich von derselben Einrichtung schreiben, kann ich auch antworten.
Hier ist es aber so, dass man eben auch bei zu häufigen kritischen Nachfragen u.ä. nahegelegt bekommt, sich besser einen andere Einrichtung zu suchen.


@Minchen: Klar muss man sich immer und überall in Gruppen einordnen. Die Frage ist halt wie das durchgesetzt wird. In unserem Kindergarten geschieht das durch Strafen. Man muss alleine in der Garderobe sitzen oder eben alleine im Kämmerlein essen.
Wer bei der Eurythmie stört, muss die Stunde alleine in der Garderobe verbringen.
Liebe Grüße von B. mit Bär (März 2008), Maus (März 2010) und

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Lösche Benutzer 1828

Re: Waldorfkindergarten-Frust

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Das liegt doch aber nicht in erster Linie an der Pädagogik - das liegt an Menschen, die Kinder nicht wahrnehmen, die Kinder in Schablonen pressen wollen, Kinder nicht respektieren und nicht mit ihnen kommunizieren.
Das klingt schlimm - und kann sicher in Einrichtunger jedes pädagogischen Konzepts geschehen.
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Muschelsucherin
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Re: Waldorfkindergarten-Frust

Beitrag von Muschelsucherin »

Sandküste hat geschrieben:Das liegt doch aber nicht in erster Linie an der Pädagogik - das liegt an Menschen, die Kinder nicht wahrnehmen, die Kinder in Schablonen pressen wollen, Kinder nicht respektieren und nicht mit ihnen kommunizieren.
Das klingt schlimm - und kann sicher in Einrichtunger jedes pädagogischen Konzepts geschehen.
Klar, aber das in Schablonen pressen ist eben schon eher waldörflich.
Zudem ist Steiner (ich lese die Stelle gern nach und nenne die Quelle) ja selbst der Strafe und auch der körperlichen Züchtigung nicht abgeneigt. Er schreibt, das sei eben manchmal nötig.

Ihr hättet mal die Spielgruppenleiterin sehen sollen, als meine Tochter bereits mit 1 Jahr und 9 Monaten ICH sagte. Und zwar ganz bewusst in ganzen Sätzen angewandt.
Das könne gar nicht sein, das ist jetzt noch nicht dran, das ahmt sie noch nach und ist nur ein kurzes Aufblitzen.
Das Kind DARF das jetzt noch nicht können. Ich hätte da als Mutter etwas "falsch" gemacht, wenn das Kind jetzt schon ICH sagt. Jetzt hat sie in der 3. Person von sich zu reden.
Liebe Grüße von B. mit Bär (März 2008), Maus (März 2010) und

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ClauWi-Trageberaterin GK
asujakin
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Re: Waldorfkindergarten-Frust

Beitrag von asujakin »

Das ist das was ich meine Muschelsucherin. Im Grunde IST das ja Teil der Pädagogik. Kann man auch zur Genüge nachlesen.

Die liebevollen, respektvollen Einrichtungen sind dann aber die, die nicht mehr ganz so nah am Grundkonzept arbeiten, bzw noch andere Einflüsse (welcher Richtung auch immer) noch mit einfließen lassen.
Lösche Benutzer 1828

Re: Waldorfkindergarten-Frust

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Ich bin äußerst skeptisch, was Waldorf angeht - ich kenne diese Dinge auch vom Hörensagen......aber ich habe keine persönliche Erfahrungen.
Aber ich wollte halt sagen, dass es überall schlechte Umsetzung von div. Konzepten gibt.
Und wenn z.B. Minchen von ihrem KiGa erzählt, dann klingt das alles toll - es gibt also auch die gute Umsetzung, wo Kinder in einen liebevollen, respektvollen Rahmen Sein können.
Es tut mir sehr leid, dass ihr das so furchtbare Erfahrungen machen müsst!
asujakin
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Re: Waldorfkindergarten-Frust

Beitrag von asujakin »

Ich hab ja auch (hier im Thread schon ein paar Mal) betont, dass es durchaus gute Einrichtungen gibt und momentan fallen mir 2 Waldorferzieherinnen ein (evtl. +1) mit denen ich seeehr gut kann und weiß wie sie mit Kindern umgehen, welchen Blick auf Menschen sie haben usw. Ausserdem eine Einrichtung, in die ich mein Kind sofort schicken würde von dem was ich bisher weiß.

NATÜRLCH gibt es auch Ausnahmen, natürlich.
weepi
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Re: Waldorfkindergarten-Frust

Beitrag von weepi »

Ich arbeite in unserem Kiga auch im Vorstand mit und bin auch nicht erfahren in dem Konzept was unser Kiga macht...aber wir koennen mitbestimmen und das doch schon viel...
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