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Re: Stillberaterin der IBCLC, LLL oder AFS
Verfasst: 26.09.2012, 10:30
von Mondenkind
Ja, da kann jeder teilnehmen, meine ich.
Re: Stillberaterin der IBCLC, LLL oder AFS
Verfasst: 03.10.2012, 19:07
von Katha
klimaforscherin hat geschrieben:Aus Interesse!
"Beratungsfähigkeit" setzt ja noch viel mehr voraus als Fachwissen.
Zweiter Punkt: eine noch ungewisse Zukunft (also Zeitresourcen für evt. Beratung), aber zumindest die Möglichkeit, die Ausbildung in der EZ zu machen.
An der Stelle kreisen meine Gedanken auch

Und bzgl. Beratung habe ich Angst, dass ich mittlerweile "zu" SuT und AP bin, dass nicht mehr unvoreingenommen die Mutter pro Stillen beraten könnte, wenn sie dann nach 6Monaten abstillen will (ich weiß, jeder Tag zâhlt) etc. Bzw. Dann zu missionarisch werde
Wie schafft Ihr das?
Re: Stillberaterin der IBCLC, LLL oder AFS
Verfasst: 03.10.2012, 19:16
von Mondenkind
Die Frage verstehe ich nicht. Warum sollte ich sie in so einem Fall nicht beraten? Soll sie lieber nach 2 Monaten mangels Hilfe abstillen? Da ist es doch besser, sie stillt 6 Monate und trifft dann nach 6 Monaten eine eigenständige Entscheidung.
Re: Stillberaterin der IBCLC, LLL oder AFS
Verfasst: 03.10.2012, 19:42
von Katha
Mondenkind hat geschrieben:Die Frage verstehe ich nicht. Warum sollte ich sie in so einem Fall nicht beraten? Soll sie lieber nach 2 Monaten mangels Hilfe abstillen? Da ist es doch besser, sie stillt 6 Monate und trifft dann nach 6 Monaten eine eigenständige Entscheidung.
Genau!
Hab mich wohl unklar ausgedrückt:
Hab irgendwie Befürchtungen, dass ich das nicht vorurteilsfrei hinbekomme, genau weil ich finde 6 Monate sind besser als 2.
Und wenn ich bei anderen Sachen beraten habe, ging es nie um das Wohl eines Kindes (max. um etwas mehr Geld zB). Da hânge ich wohl auch etwas.
Re: Stillberaterin der IBCLC, LLL oder AFS
Verfasst: 03.10.2012, 19:57
von Mondenkind
Ich habs immer noch nicht verstanden

. Kannst Du mir nochmal erklären, für Doofe, wo genau für Dich das Problem wäre in dieser Beratungssituation? Sorry...
Re: Stillberaterin der IBCLC, LLL oder AFS
Verfasst: 03.10.2012, 20:34
von Atlasnaja
Ich glaube Katha meint, dass sie dann wenn die Mutter mit 6 Monaten abstillen will, sie in dieser Entscheidung nicht mehr beraten könnte, weil das ihren persönlichen Ansichten zuwider läuft.
Re: Stillberaterin der IBCLC, LLL oder AFS
Verfasst: 03.10.2012, 20:43
von Mondenkind
Ach so. Aber es läuft auch meinen persönlichen Ansichten zuwider, dass eine Mutter nach kurzer Zeit aufgibt, weil sie keine Hilfe bekommt, obwohl sie 6 Monate stillen wollte.
Aber der Punkt ist letztlich ein anderer: wenn ich jemanden beraten möchte, egal wofür, dann muss ich mich von dem Gedanken frei machen, dass ich weiß, was für diese Person das Richtige ist. Das weiß jeder nur für sich selbst. Ich stelle als BEraterin das FAchwissen und die ERfahrung zur Verfügung. Was die Ratsuchende daraus macht, ist ihre Sache. Ganz wichtig in meinen Augen: man darf nicht missionieren wollen.
Mal davon abgesehen habe ich es schon mehrfach erlebt, dass Mütter nur eine bestimmte Zeit stillen wollten. Und als es dann erstmal lief, haben sie doch viel länger gestillt

Re: Stillberaterin der IBCLC, LLL oder AFS
Verfasst: 03.10.2012, 21:36
von Katha
Mondenkind hat geschrieben:Aber der Punkt ist letztlich ein anderer: wenn ich jemanden beraten möchte, egal wofür, dann muss ich mich von dem Gedanken frei machen, dass ich weiß, was für diese Person das Richtige ist. Das weiß jeder nur für sich selbst. Ich stelle als BEraterin das FAchwissen und die ERfahrung zur Verfügung. Was die Ratsuchende daraus macht, ist ihre Sache. Ganz wichtig in meinen Augen: man darf nicht missionieren wollen.
Genau das würde ich wollen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich das auch hinkriege.
Habe auch großen Respekt davor, dass Ihr das so toll macht
@Atlasnaja: Danke fürs "Übersetzen", bin wohl gerade etwas durch und damit unklar.
Re: Stillberaterin der IBCLC, LLL oder AFS
Verfasst: 03.10.2012, 21:40
von Atlasnaja
Liebe Mondenkind, Du hast wahrscheinlich recht, dass man sich von dem Missionierenwollen freimachen muss oder wenn man das nicht kann, vielleicht besser nicht beraten sollte. Das ist glaube ich auch der Grund, warum ich z.B. meine Hebamme bewundere, die auch Familienhebamme ist. Sie sieht vieles, was ich nur schwer zu ertragen fände, aber sie muss/will beraten und begleiten, damit es für das jeweilige Kind besser wird, auch wenn es dann oft noch weit weit von gut entfernt ist. Aber ohne wäre es halt noch schlechter. Nur ICH könnte das nicht. Aber ich finde es toll, dass es so Menschen gibt.
Als Stillberaterin hat man - jedenfalls bilde ich mir das ein- den Vorteil, dass die Frauen freiwillig kommen und beraten werden wollen.
Aber wenn ich ehrlich mit mir bin, dann könnte ich mich nicht genug distanzieren und abgrenzen, deswegen wäre es für mich wohl leider nichts, auch wenn es mich interessieren würde und ich gern zur Verbesserung der "Stillkultur" in Deutschland beitragen würde.
Re: Stillberaterin der IBCLC, LLL oder AFS
Verfasst: 03.10.2012, 21:53
von Mondenkind
Katha hat geschrieben:Genau das würde ich wollen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich das auch hinkriege.
Daher nehmen die Themen, die gute Beratungstechniken und Kommunikation und pipapo behandeln, in der Ausbildung so einen großen Raum ein. In der Ausbildung zur IBCLC jetzt nicht soo viel (da kommen ja aber auch alle aus einem med. Grundberuf und gewisse Grundkenntnisse/Erfahrungen bzgl. Beratungssituationen werden angenommen), aber bei der AFS zB schon, wie Jusl ja schrieb. Aber auch in der Ausbildung zur Still- und Laktationsberaterin haben diese Themen durchaus einen gewissen Umfang. Man wächst da auch rein, zu einem gewissen Grad. Aber eins muss einem schon wirklich klar sein:
BERATEN ungleich ÜBERREDEN. Sonst wird man weder mit den Beratungen Erfolg haben, noch wird man dabei glücklich. Ich finde es völlig legitim, sich das zu fragen, ob das ok ist für einen.
Mich macht Stillberatung glücklich. Ernsthaft. Ich habe sooo viele tolle Erlebnisse dabei. Und ja, mich macht es glücklich, wenn eine Frau mit ganz kleinem Baby mit meiner Hilfe ihre Stillprobleme überwindet, um dann 6 Monate voll zu stillen, und dann abzustillen. Das Baby wird 6 Monate voll gestillt, wie toll ist das denn! Die Frau hat Verantwortung für sich und ihr Kind übernommen, hat sich Hilfe geholt und geht jetzt ihren Weg, mit dem sie sich gut und kompetent fühlt. Wie supertoll ist das denn!?
Aber dass es mich glücklich macht, heißt wie immer nicht, dass es jeden glücklich macht

. Evtl. hilft da nur ausprobieren. Wenn es nicht Deins ist, dann haste wenigstens was über Dich gelernt. Auch was wert
