Der Waldorfthread

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Naturalbaby
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Re: Der Waldorfthread

Beitrag von Naturalbaby »

Ich bin auch allein und schaffe das. Elternarbeit ist ja meist einen Kuchen backen für eine Feier, alle drei Monate einmal putzen (am Wochenende - wo ich meinen Kinder mitnehme) oder ich bekomme mal die Handtücher zum waschen mit. Wurdest du wirklich vorher nicht darüber informiert?? Das ist nun mal ein Grundelement der Waldorfkindergärten und Waldorfschulen. Und ich habe mich zum Beispiel bewusst dafür entschieden und finde das gut. So kann ich nämlich auch einen Beitrag zum Erhalt unseres Vereins leisten. Hier kann man sich nämlich keine Putzfrau leisten - so putzen immer zwei Familien am Wochenende. Außerdem gibt es mal einen Frühjahrs - und Adventsputz. Den hatten wir erst das letzte Wochenende. Die Kinder haben gespielt und wir Erwachsenen haben Fenster geputzt. Danach gabs lecker Mittagessen und nach 3 Stunden sind wir wieder gegangen. Als "Arbeit" empfinde ich das meiste garnicht. Es macht Spaß und man kommt mit den anderen Eltern mal zusammen.
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liamadita
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Re: Der Waldorfthread

Beitrag von liamadita »

achso, das klingt irgendwie anders,als das was ich im kopf hatte.
größtes problem bei der elternarbeit sah ich darin,dass ich dann eine betreuung für meine tochter gebräucht hätte in der zeit und das wäre doof gewesen. wenn ich sie mitnehmen kann, wäre das in ordnung.
allerdings um ehrlich zu sein, würde ich persönlich sehr viel lieber etwas bezahlen.. zu hause bezahle ich zB jemanden , weil ichs einfach nicht schaffen würde.
ich kann mich nicht erinnern,dass ich darüber informiert wurde. aber daran solls jetzt nicht zwangsläufig scheitern. werde einfach nochmal anrufen und mich über den umfang informieren.
Miracleine
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Re: Der Waldorfthread

Beitrag von Miracleine »

Unser Kiga hat max. 7:30 bis 14:00 Uhr Betreuungszeit. Ohne Mittagessen bis 12:30 Uhr. Bei meinem Arbeitgeber würde ich es in der Zeit aufgrund meiner Fahrzeit auch nicht schaffen zu arbeiten. Mal schauen, was ich nächstes Jahr mache. So oder so sind meine Kinder um 12:30 Uhr platt, vor allem mein Großer. Ich wüsste gar nicht, wie der das packen sollte, länger in der Betreuung zu sein und dann womöglich auch noch in einer der unzähligen Riesen-Kitas mit offenem Konzept. Von daher haben wir uns bewusst dafür entschieden, dass ich halt nicht arbeite, wenn es nicht in die Betreuungszeit passt. Wir sind zum Glück momentan in der Lage uns das leisten zu können. Wenn das nicht mehr geht, müssen wir weiter schauen und neu überlegen.

Schließzeiten gibt es auch bei uns etwa vier Wochen im Jahr. Mehr dürfen sie von rechts wegen aber auch gar nicht, wurde uns gesagt. Es gibt zwar noch weitere Wochen Schließzeiten, aber da ist nur bedingt geschlossen, d.h. es gibt Feriengruppen für die Kinder, deren Eltern Betreuung benötigen.

Elternarbeit sind bei uns 9 Stunden pro Elternteil pro Kindergartenjahr, unabhängig von der Kinderzahl. Wir erledigen die Stunden meist an Arbeitssamstagen, wo wir mit der ganzen Familie anrücken. Da sind wir dann zweimal im Jahr dabei bei Putzen, Reparaturarbeiten, Gartenarbeit und dann sind die Stunden durch. Alternativ nähe ich ab und zu das eine oder andere und schaffe damit auch noch Stunden. Zusätzlich hat noch jede Familie ein- bis zweimal im Jahr Wäschedienst für die jeweilige Gruppe des Kindes (Kinderhandtücher, Geschirrtücher, Wischtücher).
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Centaureacyanus
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Re: Der Waldorfthread

Beitrag von Centaureacyanus »

Wie anthroposophisch sind eure Kitas und Schulen so? Viele Waldorfpädagogen sind ja nicht unbedingt überzeugte Anthroposophen, sondern sind einfach vom pädagogischen Ansatz begeistert. Und das finde ich meist irgendwie erfrischender, so sehr "versteinerte" Anthroposophen finde ich zum Teil ein bisschen anstrengend weil sie oft irgendwie so festgefahren und nicht wirklich flexibel sind... :oops:
Falls jemand von euch überzeugter Anthroposoph ist, bitte nicht persönlich nehmen! Ich möchte niemandes Weltanschauung angreifen und respektiere die Anthroposophie als solche auch. Mir kommt nur zuweilen das eine oder andere Bild aus meiner eigenen Schulzeit in Erinnerung...
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Re: Der Waldorfthread

Beitrag von kerstins »

Dazu möchte ich anmerken das Anthroposophie nicht = Waldorf ist. Waldorf ist nur eine anthroposophische Richtung und entspricht nicht mal in allen Punkten anthroposophischen Vorstellungen.
(Weiter möchte ich aber in die Diskussion hier gar nicht einsteigen ;). Ich finde deinen Ansatz gut!)
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Centaureacyanus
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Re: Der Waldorfthread

Beitrag von Centaureacyanus »

Du hast Recht, Kerstins, Waldorf ≠ Anthroposophie. Und das ist mir auch immer total wichtig, weil ich (so sehr ich die Anthroposophie auch respektiere) selbst einfach überhaupt kein Anthro bin. Und ich frage mich dann oft, wo und wie genau ich mich da verorten kann und muss, wenn ich gedanklich die Waldorfpädagogik aus der Anthroposophie herauslöse...
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Re: Der Waldorfthread

Beitrag von Fluse »

Huhu, darf ich mich hier dazusetzen? Auch ohne nun alles schon gelesen zu haben? :oops: Unser Großer wird hoffentlich (bitte Daumen drücken! :) ) einen Platz im Waldorfkindergarten in der Nachbargemeinde bekommen, Herr Fluse ist Waldorflehrer und ich eigentlich auch, irgendwie, bin aber natürlich gerade zuhause. Wir sind allerdings beide Quereinsteiger. Ich allerdings eher notgedrungen, da es in meinem Heimatkaff keine Waldorfschule gab. Meine Eltern sind aber ziemlich öko mit Müsli und Reformhaus und so, und ich fühle mich bei den Waldis sehr wohl und verstanden, habe beide Kinder in einer Anthro-Klinik bekommen und so ... hmm, das klingt jetzt etwas klischeebehaftet :lol:

Oh, Kind ist wach. Freue mich aber auf den Austausch!
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Nuala
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Re: Der Waldorfthread

Beitrag von Nuala »

Willkommen Fluse! :D
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Fluse
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Re: Der Waldorfthread

Beitrag von Fluse »

Dankesehr! 8)
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lalelu2
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Re: Der Waldorfthread

Beitrag von lalelu2 »

Hallo, ich geselle mich mal hierzu. Wir besuchen eine Waldorf eltern Kind gruppe als Vorbereitung auf den Platz in der Waldorfkita. Ich bin eigentlich ganz begeistert: Tolles Gebäude, nette Erzieherinnen, nette Eltern tolle Ausstattung und wir würden nächstes Jahr sicher den Platz bekommen.
Durch den Besuch der Eltern-Kind- Gruppe tun sich die Kinder i.d.R. leichter mit der Eingewöhnung, was für uns auch eine große Rolle spielt.
Allerdings ist der Anfahrtsweg 20km, für die ich (da über tausend Dörfer) locker 15 Min eine Fahrt unterwegs wäre. D.h. ich müsste täglich 80 Km fahren. An drei Tagen würde ich während der Kiga zeit nicht nach hause fahren, sondern auf die Arbeit, da ist der Weg etwas kürzer....
Ich bin mir nicht sicher, ob das für die vier Stunden Betreuung nicht zu umständlich und teuer wäre. Andererseits waren meine beiden großen in Regeleinrichtungen und ich habe mich häufig über viele Dinge geärgert, die eben in einem Waldorfkiga nicht vorkommen z.B. der verschwenderische Umgang mit Spielmaterial, Barbies in der Kita, Erzieherinnen, die sich mehr mit Dokus beschäftigen, als mit Kindern, die absolute offenheit der Räumlichkeiten und Angebote mit der unsere Kinder beide überfordert waren.
Ich bin ein wenig hin und hergerissen.
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