Ja, ich sehe das auch so wie du, asujakin.
Ich habe das Gefühl, dass das tendentiell Leute wollen, die selber nur einsprachig sind, quasi.
Hm. Vielleicht etwas blöd ausgedrückt, aber so paar Fälle kenne ich auch. Eine gute Freundin meinte auch, sie überlegen es sich, wenn sie mal Kinder haben mit denen englisch zu reden -keiner von beiden hat Englisch als Muttersprache, gar muttersprachliche Kompetenzen! Sei es Grammatik, Vokabular oder Aussprache (da ist mein Englisch gar bei Weitem besser

). Oder meine Schwägerin -die wollte ihr Kind uuuunbedingt mehrsprachig erziehen. Und zwar gleich dreisprachig.
Gut, das zweisprachig würde prinzipiell gut funktionieren, da sind in England lebt, sprich; (Schweizer)Deutsch mit dem Kind reden könnte. Da sie aber mal für paar Jahre in Chile war, wollte sich auch unbedingt auch auf spanisch mit dem Kind reden. Es sah so aus, dass sie nach der Geburt schweizer-deutsch, hochdeutsch, spanisch und englisch abwechselnd/in einem Satz wechselnd mit dem Kind sprach (Vater gab es zu der Zeit nicht, alleinerziehend). So ging es lange Zeit, bis sie angefangen hat sich ein deutsches Au-Pair zu holen und nur noch auf hochdeutsch mit dem Kind zu reden. MIt einem 1 1/2 Jahren kam dann ein spanisches Au-Pair ins Haus. Zu der Zeit gab es eine neue Vaterperson, englischsprechend. Und die Mutter in dem Falle deutsch und spanisch, wechselweise, sprechend. Das Kind konnte kein Stück spanisch, deutsch nahezu gar nicht. Mit dem spanischem Au-Pair haben sie es mittlerweile gelassen, mit der Spanisch auch.
Das Kind kann aber selbst jetzt nicht so gut deutsch. Am meisten hat es durch das Au-Pair gelernt.
: / ich finde, in dem Falle ist selbst hochdeutsch eine Art "Fremdsprache". Schweizer-deutsch und hochdeutsch ist ja doch nicht das selbe.
Und die Frau redet mit ihrer Familie nur auf schweizer-deutsch. Auch, wenn meine Schwiegermutter hochdeutsch redet. Ich denke, das trägt auch dazu bei, dass das Kind sprachlich nicht so gefestigt ist.
Lange Rede, kurzer Sinn. Ich meine beobachtet zu haben, dass v.a. Leute, die nur einsprachig aufgewachsen sind -und sich vielleicht gar nicht dessen bewusst sind, was eine Muttersprache alles ist/mit sich bringt- auf die Idee kommen ihrem Kind einfach so mal eine zweite Sprache beizubringen, selbst ohne muttersprachlichem Hintergrund.
Ich selber käme nie auf die Idee mit meiner Tochter auf irgendeiner Sprache zu reden, die ich als Zweitsprache lernte -egal, wie flüssig ich mich darin fühle.
Ich meine, solche Kinder lernen die Sprache auch nicht "richtig". Der emotional-identitäre Bezug ist doch wahnsinnig wichtig.
Und es gibt einfach sehr viele Sachen, die man nicht übersetzen kann. Ausdrücke, Tropen, Gefühle -all das ist doch von Sprache zu Sprache unterschiedlich.