Schalte ich mich hier auch mal ein.
Ich habe ja den direkten Vergleich. Meine Tochter ist seit einem Jahr in der städtischen Krippe hier im Nachbarort, wir sind jetzt seit einigen Monaten in dem Waldorfkindergarten, in dem Baba auch ist, in einer Spielgruppe und wahrscheinlich wird meine Tochter ab dem nächsten Jahr dorthin in den Kiga gehen. Und ja klar überlegen wir dann auch die Möglichkeit, daß sie dort auch in die Schule geht.
Die städtische Krippe (mit ÜBergang in den städtischen Kiga direkt nebendran) ist 2 km entfernt, der Waldorfkindergarten 14 km.
Meine Tochter und dann ja vermutlich auch das zweite Kind und mit Nachmittagsbetreuung wegen des Arbeitens (weil die ordentlich extra kostet) dorthin zu schicken, wird uns viel viel Geld kosten. Dieses haben wir wahrlich nicht übrig, und wir werden dafür auf Anderes verzichten müssen. Zuschüsse werden wir nicht bekommen, denn es liegt ja nicht daran, daß der Verdienst zu gering wäre, sondern die Fixkosten (Haus etc) sind halt neben dem KiGa auch noch da
Wären wir Hartz4-Empfänger, alleinerziehend oder würden zumindest in der Waldorfkigastadt wohnen, sähe das anders aus. So - Pech gehabt, Privatproblem. Ist ja auch ok. Sagittaria, unsere Fahrtkosten sind übrigens auch Privatproblem
Anderswo ist Monte sozial, hier in der Region total elitär.
So.
Aber ich habe nun in der Tat den direkten Vergleich. Und die Leitung und die Pädagogen auch im städtischen KiGa geben sich wirklich Mühe. Einfach die Eltern und dann auch die Kinder sind halt anders drauf. Es gibt im Kiga schon anderes Spielzeug und in den heimischen Wohnzimmern erst recht. Einmal im Monat gibt es Spielzeugtag, an dem Spielzeug mitgebracht werden darf, damit die Kinder teilen und tauschen lernen. Oft genug führte dies zu "schneller-höher-weiter", wenn Ihr wißt, was ich meine.
Sicher wird mein Kind nicht plastikfrei aufwachsen, hier gab es auch schon Hochzeiten irgendwelcher Quietschteile, aber bisher landeten die immer wieder auch in der Ecke. Derzeit sind die Ostheimertiere am beliebtesten
Und es ist einfach Fakt, daß es manche Sachen im Waldikiga nicht gibt und bei den Familien dort auch zumidnest weniger als anderswo.
Und NATÜRLICH haben wir als Eltern darauf Einfluß, womit unser Kind spielt und was es mag, alles andere wäre doch Humbug !
Und das Umfeld, die Freunde, die Spielkameraden...
Was Kinder und TV/PC betrifft, so empfehle ich Lektüre wie v.a. Prof. Manfred Spitzers "Vorsicht Bildschirm !" zum neurobiologischen Einfluß auf Kinder < ca7 J.
Daß ein Wissenschaftler da dasselbe sagt wie die Waldis, mag wohl Zufall sein
Ehe ich hier in die Gutmenschenecke (gegen die ich im Zweifel auch nix habe) komme...
Wir haben nur eine Blueberry, das ist ne Überhose
Mit nachhaltigem Leben beschäftigen wir uns ja schon seit Jahren.
Das Nachhhaltigste sind Dinge, die nicht extra hergestellt werden müssenn - was Lara an neu gekauften Klamotten hat oder je hatte, kann ich an einer Hand abzählen. Und ich habe quasi kein Geld für Kleidung meines Kindes ausgegeben; der Stoff für genähte Sachen war teurer.
Die Sachen halten ansonsten ja z.T. auch viel länger und -konsequent gemacht- braucht man auch weniger. Ich denke da z.B. an Whoopsy, die ihrer Tochter ja rein nur Wollsachen anzieht.
ISt das gleiche wie mit dem Biokram - wir haben ja schon seit vielen Jahren ne Biokiste, und mit Achten auf regional, saisonal usw kaufe ich nicht teurer ein als beim Discounter
Glückwunsch, wer bis hier gekommen ist.




