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Re: Tochter 14 Monate verweigert plötzlich komplett die Brust😩

Verfasst: 12.12.2021, 22:29
von Krachbum
Ich glaube so kam das auch rüber :D

Re: Tochter 14 Monate verweigert plötzlich komplett die Brust😩

Verfasst: 12.12.2021, 22:31
von Sommermama2017
Eine Oma, um die 60-70 Jahre alt, aus dem alten Osten: "Schön, dass du noch stillst , ich hab ja meine Kinder auch lange gestillt." Fand ich richtig toll. Ich hab das noch nie persönlich gehört von Älteren. 😍
(und selbst wenn "lange" in ihrem Kontext "nur" 1 Jahr wäre, hat sie das ja trotzdem positiv kommentiert.)


Andererseits: Neues Patenkind vom Mann "nimmt zu schnell zu". 2 Wochen alt, wird vollgestillt. Zwei(!) Hebammen raten zu Stillabständen von min. 1,5 Stunden und nur eine Seite pro Mahlzeit. Was soll das?? :roll: :evil:

Re: Tochter 14 Monate verweigert plötzlich komplett die Brust😩

Verfasst: 13.12.2021, 08:25
von deidamaus
Hallo Herbstmädchen,

so ein Stillstreik ist ganz schön belastend für Mutter und Kind. Nicht nur emotional, sondern auch körperlich.

Du hast hier ja schon einige Tipps bekommen, d.h. es ist wichtig, die Brust immer mal wieder zwanglos anzubieten (z.B. einfach mal oben ohne dem Kind vorlesen, kuscheln, spielen). Du kannst auch gerne mal den Milchspendereflex auslösen, wenn dein Kind in der Nähe deine Brust ist und ein paar Tropfen Milch ausstreichen, so dass sie die Milch riecht. Vielleicht mag sie ja dem Duft folgend und nochmal probieren.

Die Mittelohrentzündung ist mittlerweile abgeklungen, d.h. Schmerzen hat sie im Moment nicht mehr (das war wahrscheinlich der Auslöser für den Stillstreik), oder? Wenn du gerne weiterstillen möchtest, ist es wichtig, die Milchbildung aufrecht zu erhalten. Du kannst dies durch Abpumpen machen oder durch Ausstreichen. Wenn du es immer zur gleichen Zeit machst, dann gewöhnt sich deine Brust da gut daran.

Ansonsten würde ich nachts kein Essen anbieten, sondern nur Wasser. Es ist dauerhaft für die Zähne sehr schlecht. Besonders Saft ist da sehr ungünstig. Biete Wasser aus dem Becher an oder/und die Brust. Sprich mit deinem Kind darüber, wie es dir geht (es merkt es eh), das hilft euch beiden, die Situation zu verarbeiten.

Ob dein Kind es wieder zurück an die Brust schafft, kann ich nicht sagen, das ist sehr unterschiedlich. Gerade dann, wenn Stillen mit Schmerzen verknüpft ist, macht es es deinem Kind nicht einfach, wieder vertrauensvoll an die Brust zu gehen. Das braucht Zeit.

Liebe Grüße und danke allen Mitschreibern,
deidamaus

PS: Bitte in so Fällen den Beitrag früh melden, wir lesen nicht immer alle Beiträge so schnell durch und bei längeren Beiträgen, liegt die Vermutung von uns dann u.U. nahe, dass schon genug Hilfe durch die anderen Userinnen gegeben wurde.

Re: Tochter 14 Monate verweigert plötzlich komplett die Brust😩

Verfasst: 13.12.2021, 08:47
von ShinyCheetah
Du weißt, dass du auch stillend durchaus mit deiner Freundin mal einen Wein trinken gehen kannst, oder?

Ungeübt schaffst du es vll auf 0,5 Promille ;) und dann hätte deine Milch auch etwa 0,5 Promille. Der Alkoholgehalt in einer reifen Banane ist unter Umständen höher ;)

Re: Tochter 14 Monate verweigert plötzlich komplett die Brust😩

Verfasst: 13.12.2021, 11:06
von Lösche Benutzer 27615
Herbstmädchen hat geschrieben: 12.12.2021, 22:00
Solina hat geschrieben: 12.12.2021, 16:07 Ich glaube auch, dass es völlig normal ist, dass man sich schlecht fühlt, wenn das Baby nicht stillen will. Es ist ja nicht nur emotional belastend, sondern auch körperlich.
Ja, das stimmt total!! Hab auch irgendwie das Gefühl, meine Hormone spielen verrückt bzw. stellen sich vielleicht einfach schon auf „Nicht-mehr-Stillen“ um😔.
Solina hat geschrieben: 12.12.2021, 16:07 Ich bin ja damals beim Großen nicht "draufgeblieben, als der nicht mehr wollte. Das war aber eher ein schleichender Prozess und nicht so plötzlich wie bei euch jetzt.
Wie alt war denn dein Großer damals? Unsere Großen sind ja aus dem gleichen Monat 😊. Und auch unsere Kleinen sind zeitlich nah beieinander!
Solina hat geschrieben: 12.12.2021, 16:07 Du wirst sicher bald gut beraten. Ich drücke euch die Daumen und es freut mich, dass deine Kleine auch schon wieder fitter ist und durchs Bett turnt!
Dankeschön!

Ich bin auch sehr froh, dass sie wieder fitter ist und auch recht ordentlich Appetit hat!
Der Große war damals gut ein Jahr und ich habe Fehler im Stillmanagement gemacht damals ... also z.B. nach der Kita nicht sofort gestillt. Dann hat er Durchgeschlafen und ausgestrichen oder gepumpt habe ich nicht. Er war aber so zufrieden, sodass es für mich dann OK war ... es hat aber gedauert und ich hätte wahrscheinlich dann auch anders gehandelt, wenn ich nicht doch relativ schnell ein zweites Kind hätte haben wollen.
Ja, sie sind ungefähr im selben Alter! :D Ich finde den Abstand gut, obwohl mir weniger auch Recht gewesen wäre.
Ich bin auch gespannt, wie es beim Kleinen jetzt weiterläuft. Er ist ein anderer Typ und stillt, auch tagsüber, gerne. Also er nimmt sich die Zeit und ist dann nicht abgelenkt, was beim Großen ein Problem war.

Ich drücke euch die Daumen, dass ihr die Tipps von deidamaus gut umsetzen könnt!

Re: Tochter 14 Monate verweigert plötzlich komplett die Brust😩

Verfasst: 14.12.2021, 21:15
von Herbstmädchen
Danke, deidamaus für deine Zeit, die wertvollen Tipps sowie deine Einschätzung und Erklärung der Lage.

Ja, die Mittelohrentzüdung war der Auslöser für den Streik.
Der Aspekt, dass sie das Stillen mit Schmerzen verknüpft und das Vertrauen in die Brust verloren hat, klingt zwar grauenvoll in meinen Ohren, aber erklärt die Situation sehr treffend.
Und macht mir noch mal ein wenig deutlicher, dass es nicht meine Schuld war oder ich etwas falsch gemacht habe. Wenn die blöde Mittelohrentzündung nicht gewesen wäre, würden wir jetzt noch entspannt weiter stillen, bis ihr (und mein) Bedürfnis entscheiden, die Stillbeziehung zu beenden. Mein Mann versucht mir auch immer wieder klarzumachen, dass ich es nicht „verbockt“ habe.


Geduld ist wichtig? Oh je, ich werde ja leider nicht ewig abpumpen wollen und daher liegt all meine Hoffnung auf den folgenden Tagen bis zum Wochenende…

Nachdem sie über eine Woche nicht in der Kita war, hab ich sie gestern und heute wieder gebracht.
Sie ist ja soweit wieder fit und wir müssen natürlich auch beide arbeiten…
Heute kam dann um 14 Uhr ein Anruf, dass sie nach dem Mittagsschlaf wieder verklebte Augen hatte- Bindehautentzündung. So wie vor knapp zwei Wochen auch schon. Morgen Früh um 08:30 sind wir beim Kinderarzt, Augen anschauen lassen und vor allem die Ohren.
Ich weiß nicht, ob und wie gut die Entzündung abgeklungen ist, das Antibiotikum haben wir ihr Sonntag das letzte Mal nach sieben Tagen Einnahmedauer gegeben.
Ich hoffe, die Paukenergüsse sind mittlerweile zurück gegangen.

Re: Tochter 14 Monate verweigert plötzlich komplett die Brust😩

Verfasst: 15.12.2021, 00:30
von Mino93
Hallo liebes Herbstmädchen,

Ich kann so gut nachempfinden, dass es dir mit dem Streik gar nicht gut geht und du traurig bist. Meine Tochter ist auch schon 18 Monate und trotzdem hänge ich gefühlt mit jedem Monat mehr an der Stillbeziehung. Ich möchte gar nicht Recht, dass sie ohne stillen einschlafen will bzw kann.

Ich kenne das traurige oder verzweifelte Gefühl, wenn sie Mal nicht wie gewohnt Stillen möchte oder sich zb vor dem Einschlafen umgedreht hat.
Deshalb denk ich, dass ich mich ganz ähnlich wie du fühlen würde! Ich wäre sehr traurig und verzweifelt!
Wahrscheinlich würde ich echt ne Zeit abpumpen, damit ich zumindest noch Milch hätte...

Ich bin sehr der Meinung, dass deine Tochter echt ein paar Tage Schmerzen hatte (vllt kennst du das vom Zahnen auch?) und dann auch frustriert und verzweifelt war und sich aus Not eben andere Wege gesucht hat, einzuschlafen oder am Tag sich abzulenken...
Jetzt hat sie sich vllt an diese Situation gewöhnt, aber erst hat sie ja auch viel geweint. Sie wollte bestimmt und konnte nicht recht. Kenne das zb auch von Erkältungen, nur ging es dann Gott sei Dank doch teilweise und beim schlafen..

Mit Zwang wird es wohl nicht gehen. Sie spürt bestimmt deine Traurigkeit und angespanntheit.. ich würde es wohl auch mit reden versuchen. Sie Verstehen schon so viel.
Und dann wirklich anbieten und vllt auch sagen, dass du dann Milch abpumpst, weil die raus möchte und damit sie nicht alle wird oder so, falls sie noch weiter trinken möchte usw..

Mit Krankheiten und Kita(räumlicher) und der emotionalen Trennung zwischen euch scheint es für mich Zusammenhänge zu geben. Du schreibst auch, dass du sie nicht gern in die Kita gehen wolltest.. das weiß sie bestimmt auch. Ich bin auch Befürworterin des "möglichst langen bei Mama bleibens " und hab auch schon gelesen, dass Krankheiten in dem Alter auch mit der Psyche zu tun haben können.
Leider können sie in dem Alter noch nicht sagen , was sie wie finden und denken.. das ist ein anderes Thema, fiel mir nur noch auf.

Ich wünsche euch wirklich sehr, dass es doch weitergeht mit der Stillbeziehung und vor allem gesundheitlich alles gut wird !

LG und Umarmung wenn du magst,
Mino 93

Re: Tochter 14 Monate verweigert plötzlich komplett die Brust😩

Verfasst: 15.12.2021, 22:53
von Herbstmädchen
Hallo mino93,

wow, was für eine liebe und verständnisvolle Nachricht- mir sind beim Lesen wirklich die Tränen gekommen… Ich danke dir sehr für deine Worte und natürlich die Umarmung, ich bin nach wie vor emotional sehr angeschlagen und traurig.

Es ist aber sehr schön und tröstlich, auf so viel Mitgefühl zu stoßen und das von „fremden“ Menschen, die nichts dafür bekommen oder haben wollen.

Hört sich jetzt vielleicht kitschig an, aber hier wird echt Nächstenliebe gelebt und anderen ein wahres Geschenk gemacht: Zeit, zuzuhören (mitzulesen) und Mühe, darauf einzugehen, Mut zu machen, Hilfestellung zu geben. Sorry, wenn es jemandem too much ist, aber irgendwie passt das gerade so richtig schön zur Weihnachtszeit und macht mir die dunklen Tage etwas heller und wärmer🙂!

Es ist, wie du schreibst: Ich bin nach wie vor verzweifelt und habe auch schon mit meiner Tochter gesprochen und ihr alles erklärt. Mehrmals. Sie bleibt jedoch bei ihrem Nein und ich werde wohl am Montag die Pumpe zurück zur Apotheke bringen.

Möglicherweise gibt es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen Kita, Trennung und Krankheit??

Der Kinderarzt ist leider mit ihren Ohren noch nicht zufrieden, die Paukenergüsse sind noch beide da, ein Trommelfell ist nach wie vor gerötet und vorgewölbt. Er hat uns jetzt eine Überweisung zum HNO mitgegeben, der soll sich das mal anschauen. Ggf. sollen auch die Polypen raus, evtl. Flüssigkeit abgesaugt oder Paukenröhrchen eingesetzt werden. Er möchte nicht noch ein Antibiotikum drauf geben, da ihm die Gefahr der Resistenzbildung zu groß ist.

Also ist das Ganze scheinbar noch eine Weile nicht ausgestanden und je mehr Zeit vergeht, desto unwahrscheinlicher fühlt sich eine Rückkehr unserer Stillbeziehung an… 😢

Re: Tochter 14 Monate verweigert plötzlich komplett die Brust😩

Verfasst: 16.12.2021, 01:08
von Mino93
Hey,

freut mich wirklich sehr zu lesen, dass du dich über meine Antwort gefreut hast :). Ich bin bei dem Thema einfach auch total emotional und mich hat dein Thema deshalb sehr berührt. Macht mich auch voll traurig zu lesen, dass sie das Stillen so verweigert :(.

Wenn sie immernoch mit den Ohren zu tun hat, kann es ja auch echt sein dass sie deshalb nicht stillen möchte. Vllt ist es unangenehm oder noch schmerzhaft?
Ich weiß ja nicht, wie lange da noch Chancen bestehen bzw wann sie zumindest gesund ist, aber willst du wirklich schon Montag die Pumpe Abgeben?
Pumpen ist bestimmt auch aufwendig und nervig, aber vllt Regst du wenigstens ein paar Mal am Tag noch die Milchproduktion an , damit es noch möglich bleibt?
Sonst hab ich hier ja schon von relaktation gehört, aber damit kenn ich mich nicht aus und ist bestimmt schwieriger als jetzt zu pumpen.

Auf jedenfall sehe ich das so wie du: Es ist hier echt richtig schön im Forum. Es wird meistens sehr liebevoll und hilfreich geantwortet und man selbst kann sich alles von der Seele schreiben. Das tut gut. Dafür ist das Internet wieder ein Segen.
Nächstenliebe und Weihnachten passt natürlich auch gut :).

Re: Tochter 14 Monate verweigert plötzlich komplett die Brust😩

Verfasst: 16.12.2021, 06:49
von Vögelchen
Hallo Herbstmädchen,
Ich möchte wieder hauptsächlich zu den Ohren etwas schreiben.
Erstens, es gibt sich virale Infektionen, die zu einem Flüssigkeitsansammlung und Paukenerguss führen.
Die bakterielle Entzündung (Rotes Trommelfell) kommt oft erst später oben drauf.
Paukenergüsse entstehen, wenn die Flüssigkeit nicht ablaufen kann. Dies ist bei Kindern problemlematisch, da ihre Eutstachische Röhre noch schmal und vor allem geneigt ist. Wenn dann noch eine Schwellungen hinzu kommt, dauert es unter Umständen sehr lange, bis zu ein paar Wochen bis die Flüssigkeit sich verringert.
Man kann aber tatsächlich mit Schleimlöseren, viel trinken und bei älteren Kindern durch starke Kaubewegungen (Kaugummi, Möhre) durch die Kieferbewegung den Abfluss unterstützen.
Zudem hilft es, eine Art Lymphdrainage hinter der Ohrmuschel zu machen. Achtung bei den Lymphknoten, die können schmerzhaft sein. Auch Übungen mit Kiefer aufklappen und Zunge raus rechts links bringen Bewegung in die Eustachische röhre
Es gibt Anleitungen im Internet.

https://m.youtube.com/watch?v=NIYfApRGf1Q

https://m.youtube.com/watch?v=1-SZ1r1dnho

Beim ersten Paukenerguss mit Mittelohrentzündung schon mit OP zu überlegen,ist meiner Meinung nach sehr übertrieben. Mein Sohn hatte sehr früh und sehr viele Paukenergussepisoden. So viele, daß man Angst vor Sprachentwicklungsstörungen hatte. Er hatte aber keine bakteriellen Entzündungen. Das Trommelfell blieb immer intakt und das wollte ich auch nicht durch eine OP verändern.
Schnitte ins Trommelfell und Röhrchen waren für uns und den HNO die allerletzte Option.

Es ist im Übrigen alles in Ordnung mit dem Gehör und der Sprache.

Aber bei den leisesten Ohrenschmerzen muss ich bei meinen Kindern immer noch massieren.,das haben beide unter Abhilfe abgespeichert. 👍