Hallo allerseits
Ich melde mich nun nach unserem Urlaub. Der Post könnte lang werden...
Urlaub war grundsätzlich toll aber mein Mann hat mich hinsichtlich Fütterung unserer Tochter beinahe in den Wahnsinn getrieben. Alle 1-2 Stunden meinte er, sie müsse jetzt am BES trinken, sie hätte bestimmt Hunger, sie sei ja eh ein Fliegengewicht, warum ich so selten und so wenig mit dem BES stille, das sei ja alles viel zu wenig... sobald sie nur einen Mucks von sich gegeben hat "ah, du hast Hunger, gell? Na dann geben wir dich doch zur Mama, damit sie dir eine Milch zubereiten kann"
Ende vom Lied: es gab Tage, da habe ich wohl gegen die 600 ml zugefüttert (ich habe die genaue Menge nicht notiert - zum Vergleich: vor unserem Urlaub waren es durchschnittlich 370 ml pro Tag) und oft in 100-ml-Mahlzeiten statt wie bisher 45-60 ml pro Mahlzeit.
Ich war und bin immer noch wütend, warum er kein Vertrauen hatte und sich ständig einmischen musste. Seit heute ist er wieder auf Arbeit und siehe da - 400 ml haben ihr gereicht.
Sorry, ich musste mir das mal kurz von der Seele schreiben.
Ich habe mir vor Ort ein BES von Medela gekauft aber jedes zweite Mal tropft es unten raus, was mich auch schon einige Nerven gekostet hat. Was mache ich falsch? Drehe ich den Verschluss zu fest zu? Auch die Reinigung finde ich suboptimal. Wenn ich unterwegs bin und das BES nur mit Wasser spüle, kriege ich es später zu Hause nicht mehr richtig sauber.
Dann war ich bei einer Stillberaterin IBCLC. Folgendes ist dabei rausgekommen:
- mit meinen Brüsten ist soweit alles in Ordnung
- Vasospasmus liegt vor; ich soll wieder wie während der Schwangerschaft 3x täglich Magnesium einnehmen und dann Schritt für Schritt reduzieren. Vasospasmus könnte ein Grund für einen verzögerten Milchspendereflex sein
- Anteriores Zungenband ausgeschlossen, posteriores möglich, zur eindeutigen Diagnose wäre aber das Aufsuchen eines Spezialisten (250 km entfernt) nötig gewesen, was wir nicht getan haben
- verkürztes Lippenband vorhanden, was aber kein wesentliches Problem darstelle
- Stillposition optimal, Andocken gut
Wir waren eine gute Stunde bei der Beratung und haben eigentlich alles Mögliche angeschaut und besprochen. Die Stillberaterin meinte abschliessend, dass möglicherweise aufgrund von Stress/einem einschneidendem Ereignis meinerseits oder einer stressigen Stillsituation für meine Tochter die Stillbeziehung gestört sein könnte; d.h. das Baby sich erst wieder daran gewöhnen muss, das Stillen mit etwas Positivem zu verbinden.
Im Zuge der Beratung haben wir unsere Tochter auch wiegen lassen, die Beraterin meinte allerdings, dass einfach so “ins Blaue raus” wiegen nicht unbedingt aussagekräftig sei. Ohne Kleidung und ohne Windel zeigte die Waage 5800 g (Stand 26.10.). Da dieser Wert nicht unserer normalen Wiegeroutine bei uns zu Hause entspricht, nehme ich ihn mal nicht in die Liste auf.
Ich wollte eigentlich heute bei uns zum Wiegen fahren aber mein Mann fand es nicht nötig, also werde ich noch ein paar Tage warten und dann ein Gewichtsupdate machen.
Wir haben übrigens mit Beikost begonnen und sie isst auch schon etwa 100 g Brei. Bisher haben wir allerdings nur Pflaumen-, Apfel- und Kürbisbrei gegeben (mehr zum Testen, wir waren überrascht, dass sie gleich so viel essen mochte). In den nächsten Tagen gehts dann hoffentlich langsam an hochkalorische Breivarianten.