Ernährung/Gewicht im Schulalter

für die schwangere und/oder stillende Mutter (und ihre Familie)

Moderator: britje

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AnnaKatharina
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Re: Ernährung/Gewicht im Schulalter

Beitrag von AnnaKatharina »

Nachtblau hat geschrieben: 28.06.2021, 18:49 Freunde hat er nicht
War das schon immer so oder ist das jetzt durch Wechsel auf die Schule während Corona entstanden?
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Nachtblau
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Re: Ernährung/Gewicht im Schulalter

Beitrag von Nachtblau »

AnnaKatharina hat geschrieben: 28.06.2021, 19:53
Nachtblau hat geschrieben: 28.06.2021, 18:49 Freunde hat er nicht
War das schon immer so oder ist das jetzt durch Wechsel auf die Schule während Corona entstanden?
Das war schon immer so. (Mit fünf habe ich mal einen Thread zu dem Thema eröffnet.) Dass er Sozialkontakte knüpfte, fing kurz vor Corona erst an.
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Vögelchen
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Re: Ernährung/Gewicht im Schulalter

Beitrag von Vögelchen »

Ich denke eine Umstellung ist langwierig und du musst auch Geschrei und Protest aushalten können. Mit kommt es ein bisschen so vor, als würdest du auch Veränderungen etwas scheuen, auch im Sinne von zutrauen in die Fähigkeiten deines Sohnes.
Und ich finde deinen Sohn alt genug um langsan zu verstehen was nahrhaft und gesund für ihn bedeuten. Dass manche Dinge, wie weißes Toastbrot besser schmecken, wissen wir Erwachsenen ja auch, aber wir wissen auch was gesünder ist.
Ich denke, ein Gefühl dafür was "normal" an Kalorienbedarf für ein wachsendes Kind ist, ist nicht easy. Ich unterschätzte das auch leicht. Sicherheit kann dir tatsächlich nur ein Tracken der Kalorien geben. 1 Woche alles aufschreiben wäre sicher aufschlussreich. Aber das Schulessen?
Für eine sättigende Abendmahlzeit könntest du eine Art riesige Salatschüssel mit viel bunten Zutaten anbieten.
Viel!, also wirklich viel grüner Salat,
Kidneybohnen, weiße Bohnen, Mais, Radieschen Gurke, Tomate, Möhre geraspelt hart gekochte Eier, gekochte Hühnchenbrustteile, Käsewürfel, Avocado, Saaten und Nüsse.
Dazu Eiweißbrot oder Vollkornbrot. Ersteres ist meistens süßlich und knatschiger, das ist hier recht beliebt. Noch zusätzlich bestrichen mit selbst gemachten Kräuterquark. Das Brot ist auch nett als geröstete Brot Würfel im Salat . Oder ein paar Vollkorn Nudeln dazu oder im Salat.
Als Nachtisch (30 Minuten später?) selbst gemachter Quark mit etwas püriertem plus stückigem Obst, wenn zusätzlich gesüßt mit Erythrith oder Stevia.
Das ist insgesamt Eiweißlastig und echt sättigend.
Liebe Grüße, das Vögelchen
AnnaKatharina
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Re: Ernährung/Gewicht im Schulalter

Beitrag von AnnaKatharina »

Nachtblau hat geschrieben: 28.06.2021, 19:57
AnnaKatharina hat geschrieben: 28.06.2021, 19:53
Nachtblau hat geschrieben: 28.06.2021, 18:49 Freunde hat er nicht
War das schon immer so oder ist das jetzt durch Wechsel auf die Schule während Corona entstanden?
Das war schon immer so. (Mit fünf habe ich mal einen Thread zu dem Thema eröffnet.) Dass er Sozialkontakte knüpfte, fing kurz vor Corona erst an.
Was sagt KiA und Ergo dazu?
Wer hat eigentlich bei euch die ADHS Diagnostik gemacht? Was haben die dazu gesagt?

Kinder müssen ja nun echt nicht alle super extrovertiert sein und mit jedem klar kommen. Aber in verschiedenen Settings gar keine Freunde zu haben ist ja schon eher auffällig.
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Larala
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Re: Ernährung/Gewicht im Schulalter

Beitrag von Larala »

Körnerbrötchen ist ja nur Weißbrot mit Farbe und Körnern drin. Vollkornbrot macht echt viel besser satt. Ich persönlich finde auch Roggen(schrot)brot nochmal sättigender als Weizen.

Das Porridge kannst du mit gemahlenen Leinsamen, Chiasamen oder mit Nüssen anreichern, damit es nahrhafter wird und länger satt macht.
Zu der Brotmahlzeit am Abend könntest du Stücke Avocado und ein hartgekochtes Ei anbieten. Die kann man auch gut auf Vorrat kochen.
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AnnaKatharina
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Re: Ernährung/Gewicht im Schulalter

Beitrag von AnnaKatharina »

Was meine Kinder gerne essen und was süss istvund trotzdem den BZ nicht so Achterbahn fahren lässt, ist Bananenbrot.
Ich nutzevdas Chefkochrezept Bananebrot Kids
Allerdings ersetze ich einen Teil des Mehls durch gemahlenen Mandeln oder Nüsse und das restliche Mehl ist entweder komplett oder zur Hälfte Vollkorn.
Die Kinder bezeichnen es als Kuchen.

Kann man in Scheiben geschnitten einfrieren und dann entweder über Nacht auftauen oder wenn es schnell gehen muss auf dem Toaster.
K1 isst es ohne Butter, K2 manchmal mit.
Macht gut satt und befriedigt das Süssbedürnis. (Hat aber vermutlich auch viele Kalorien, also eher keine Zwischrnmahlzeit sondern statt Kuchen/Weissbrot)
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blauelagune
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Re: Ernährung/Gewicht im Schulalter

Beitrag von blauelagune »

Dein Sohn hat keine Freunde? Kein Sportverein, Chor, Instrument, Feuerwehr usw? Hat er mal was ausprobiert?

Das Abendbrot finde ich durchaus normal. Hab drei lange, dünne Jungs.
mit den drei Jungs (08/09) und (06/12) und (06/16)
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Re: Ernährung/Gewicht im Schulalter

Beitrag von Missie »

AnnaKatharina hat geschrieben: 28.06.2021, 20:25
Nachtblau hat geschrieben: 28.06.2021, 19:57
AnnaKatharina hat geschrieben: 28.06.2021, 19:53

War das schon immer so oder ist das jetzt durch Wechsel auf die Schule während Corona entstanden?
Das war schon immer so. (Mit fünf habe ich mal einen Thread zu dem Thema eröffnet.) Dass er Sozialkontakte knüpfte, fing kurz vor Corona erst an.
Was sagt KiA und Ergo dazu?
Wer hat eigentlich bei euch die ADHS Diagnostik gemacht? Was haben die dazu gesagt?

Kinder müssen ja nun echt nicht alle super extrovertiert sein und mit jedem klar kommen. Aber in verschiedenen Settings gar keine Freunde zu haben ist ja schon eher auffällig.
Ich finde ja, der Sprotterich zeigt ein ziemlich typisch autistisches Verhalten. Irgendwer schrieb vor ein paar Seiten, er erinnere sie an ihre autistisches Kind und ich kann das so unterschreiben.
Wurde er mal in Richtung Autismus-Spektrum-Störung diagnostiziert?

Mein autistisches Kind hat auch immer "Hunger", aber wir sprechen viel darüber, dass er das Gefühl oft verwechselt. Abends heißt "ich habe Hunger" eigentlich IMMER "ich bin müde". Es kann auch heißen, dass ihm langweilig ist, dass er sich einsam fühlt, dass er Durst hat.... (Meistens ist es aber Müdigkeit) und ich sage wirklich oft, quasi täglich den Satz: "Du hast keinen Hunger, du bist müde. Essen gibt es morgenfrüh zum Frühstück wieder.". Und das ist schon so seit er klein war, zwei bis drei Jahre vielleicht...
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Re: Ernährung/Gewicht im Schulalter

Beitrag von DerStoepsel »

Ich würde morgens auf jeden Fall auf Vollkorntoast wechseln. Marmelade kannst du auch gut selbst ohne Gelierzucker machen.
Rezept: 250g Reife Erdbeeren kochen und pürieren. Je nach Geschmack etwas Vanillemark und / oder Zitronenabrieb dazu. Dann 2-3EL Chiasamen dazu und 15 Minuten quellen lassen und in ausgekochte Marmeladengläser abfüllen. Das hält sich ca eine Woche im Kühlschrank.
Eis kannst du auch hervorragend selbst machen.
Zb Erdbeereis: Erdbeeren pürieren und mit Naturjoghurt mischen. Bei Bedarf mit etwas Xucker oder Erythritol süßen und in Eisformen einfrieren.
Als Nachtisch würde ich fertige süße Joghurts und Puddings komplett streichen und durch was gesundes ersetzen.
Ich glaube, dass euer Problem sicherlich komplexer ist, allerdings ist es gut einen Anfang zu haben. Und die Vorbildfunktion ist natürlich auch nicht zu unterschätzen. Vielleicht wäre für dich etwas wie Overnightoats eine Alternative? Das kann man leicht vorbereiten, ist lecker und macht genauso satt wie ein fertiger süßer Milchreis.
💚🧡💙💜♥️
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Nachtblau
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Re: Ernährung/Gewicht im Schulalter

Beitrag von Nachtblau »

Vögelchen hat geschrieben: 28.06.2021, 20:19
Also der Sprotterich ist, was einige Reaktionen angeht, nicht so ganz im Rahmen des normalen. Die Energie aufzubringen, um mit ihm mitzuhalten, ist nicht einfach. (Nur falls es sich jetzt für dich so las, als würde ich bei jedem Pieps einknicken. Das ist nicht so.) Salat isst er nicht (was ich jetzt auch nicht ungewöhnlich finde) ebenso wie einiges anderes. Das, was gegessen wird, kann ich im Hinterkopf behalten.

Larala hat geschrieben: 28.06.2021, 20:34 Körnerbrötchen ist ja nur Weißbrot mit Farbe und Körnern drin. Vollkornbrot macht echt viel besser satt. Ich persönlich finde auch Roggen(schrot)brot nochmal sättigender als Weizen.
Ich habe einfach mal mit ein bisschen was Gesünderem angefangen, von dem ich weiß, dass er es mag. Ich denke, kleine Schritte sollten erlaubt sein. Leinsamen kann ich probieren, die haben wir da.
blauelagune hat geschrieben: 28.06.2021, 21:02 Dein Sohn hat keine Freunde? Kein Sportverein, Chor, Instrument, Feuerwehr usw? Hat er mal was ausprobiert?
Sport haben wir noch vor der Schule mal ausprobiert. Wollte er nicht. Es fiel ihm schwer, sich dort an Anweisungen zu halten: Er hat dann Stunden nur auf der Bank sitzend verbracht. Inzwischen ist er durch die Schule so weit, dass ich ihm das zutrauen würde, aber: Corona. Er ist ja erst in der zweiten Klasse. Er war auch nie an Sozialkontakten zu andere Kindern interessiert. Im Kindergarten hat er immer Kontakt zu den Erwachsenen gesucht. Er war auch intellektuell sehr weit für sein Alter. Dass er an seinen Klassenkameraden Interesse hat, fing ja gerade erst an. Und dann wieder: Corona.

Missie hat geschrieben: 28.06.2021, 21:04
AnnaKatharina hat geschrieben: 28.06.2021, 20:25
Nachtblau hat geschrieben: 28.06.2021, 19:57

Das war schon immer so. (Mit fünf habe ich mal einen Thread zu dem Thema eröffnet.) Dass er Sozialkontakte knüpfte, fing kurz vor Corona erst an.
Was sagt KiA und Ergo dazu?
Wer hat eigentlich bei euch die ADHS Diagnostik gemacht? Was haben die dazu gesagt?

Kinder müssen ja nun echt nicht alle super extrovertiert sein und mit jedem klar kommen. Aber in verschiedenen Settings gar keine Freunde zu haben ist ja schon eher auffällig.
Ich finde ja, der Sprotterich zeigt ein ziemlich typisch autistisches Verhalten. Irgendwer schrieb vor ein paar Seiten, er erinnere sie an ihre autistisches Kind und ich kann das so unterschreiben.
Wurde er mal in Richtung Autismus-Spektrum-Störung diagnostiziert?
Kinderarzt wollte ihn ja zwanghaft in die ADHS-Schiene kriegen. Der hat ernsthaft nach den Ergebnissen der Schuleingangsuntersuchung gefragt und als ich sie dann brachte gemeint "Da steht ja gar nichts von den psychomotorischen Störungen". Äh, von bitte WAS? Hat er uns gegenüber nie erwähnt. Bzw. nur die Sprechstundenhilfe wollte mich überzeugen, dem Sprotterich mal was homöopathisches wegen der Unruhe zu geben. Aber die hatten auch einen ganz anderen Blick auf den Sprotterich als ich. Mein Blick - also eher sehr neugierig gepaart mit einer gewissen Distanzlosigkeit - wurde im Übrigen von der Psychologin, die ihn untersucht hat, bestätigt. (Und mir zum Glück, dass ich sehr klar kommuniziere. Ganz ehrlich, das Gespräch mit ihr hat mich echt beruhigt. Sie hat sogar zugegeben, dass sie ebenso wie ich zwischendurch mal lauter geworden ist. Einfach weil sie das Gefühl hatte, nicht durchzudringen. Danach ging es mir echt besser, weil ich ja doch die ganze Zeit dachte, ich mache was falsch. Auch die Sozialpädagogin hat uns im Gespräch nochmal bestätigt, dass wir schon viel, viel, viel richtig machen und wir vermutlich einfach durchhalten und abwarten müssen, dass es irgendwann besser wird.)

Autismus wurde (soweit ich weiß) nicht untersucht, von uns aber im Gespräch erwähnt. Also wir waren bei einer Kinder- und Jungendpsychiaterin, da hatten wir ein Gespräch zusammen, er eine Untersuchung mit der Psychologin und dann waren wir zur Auswertung da. Dabei kam eben raus, dass er zwar Anteile hat, die an ADHS erinnern, aber sich dafür untypisch gut konzentrieren kann. Er hat ein unglaubliches Allgemeinwissen und ein super Gedächtnis, vergisst aber auf dem Weg vom Bad ins Schlafzimmer, dass er sich den Schlafanzug anziehen soll. Und er hat Probleme, seine Impulsivität zu steuern. Interessiert ihn etwas, muss er da hin. Sofort. Ich vergleiche es immer mit einem Spaziergang mit einer unerzogenen Deutschen Dogge. So ungefähr fühlt sich mein Leben an...

Dieser Verwechslung von müde/durstig/gelangweilt/hungrig vermute ich eben auch. Nur dass der Satz mit dem "Du bist nicht ..." hier mit Geschrei à la "Doch bin ich" und "du kannst das ja gar nicht wissen" beantwortet wird. Ähm ja. Leider zu clever. :?


Ich habe heute auf jeden Fall mal gesünder eingekauft und werde Süßes möglichst reduzieren. Es ist halt bei ihm wirklich das Problem dass (Autismus like?) NUR das eine geht. Kein Ersatz. Nur das. Was anderes ist unmöglich, unessbar und ich eine scheißblöde Kackmama, die das morgen gefälligst sofort kauft. Nicht, dass ich das durchgehen lassen will, aber es geht an die Substanz.
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