Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob der Preis für mein Aushalten nicht zu hoch war/ist. Ich merke bei jeder schmerzahften Stillmahlzeit wie ich innerlich wütend werde auf meine Tochter und habe da auch immer weniger Geduld bzw. Bereitschaft die Schmerzen auszuhalten. Mir kommt dann immer der Gedanke, dass sie es doch auch besser kann und ich werde ärgerlich dass sie es nicht auch tut. Das ist natürlich Quatsch, sie macht es ja nicht mit Absicht, aber während der Schmerzen kann ich da nicht rational denken. So vermießt mir das die Zeit mit meiner Tochter natürlich schon ganz schön...
Deshalb ersetze ich momentan bereits zwei Stillmahlzeiten durch Brei, ich brauche einfach zumindest etwas Pause von den Schmerzen am Tag. Da war ja auch meine Frage, ob es langfristig möglich ist nur noch abends und nachts zu stillen und tagsüber Brei, feste Nahrung und Wasser zu geben? Apfel-Dinkelbrei hat sie übrigens auch quasi inhaliert
Weiterhin so zu stillen wie bisher kann ich mir nicht vorstellen. Im Moment habe ich zwar bis auf die eine, seit Wochen nicht abheilende Wunde/Kruste keine Verletzungen an der Brustwarze und die Zeit zwischen den Mahlzeiten ist so ok bis schmerzfrei. Aber die Stillmahlzeiten selbst sind einfach noch zu häufig äußerst schmerzhaft und die Hoffnung auf eine dauerhafte Besserung habe ich aufgegeben. Selbst die gut aushaltbaren Mahlzeiten traue ich mich kaum zu genießen, aus Angst dass es wieder schlechter wird.
Wir stillen momentan immer in der gleichen Position. Kreuzgriff mit dem amerikanischen Umschnall-Stillkissen. Ich habe zwischendurch auch mal andere Positionen ausprobiert, was aber entweder gar nicht aushaltbar ist vom Schmerz (Liegeposition) oder zu neuen Wunden an anderer Stelle der Brustwarze führt (Footballhaltung). So wird natürlich immer die selbe Stelle vom Unterkiefer bearbeitet, das ist ja wahrscheinlich auch nicht so richtig hilfreich oder? So ganz heimlich hoffe ich natürlich bei aller Resignation immer noch auf DIE eine Postion bzw. DEN einen Trick mit dem auf einmal alles super klappt
Atsitsa, vielen Dank für deine Hilfe! Mir hat eine Stillberaterin (ich war mittlerweile ja bei 3 verschiedenen) gesagt, dass sie es auch unheimlich frustrierend findet mir nicht wirklich weiterhelfen zu können, bzw. keine Lösung zu finden. Ich hoffe ich frustriere dich also nicht allzusehr
Vielleicht kannst du mir noch etwas zu dem Problem mit dem Langziehen der Brustwarze sagen? Sie streckt wie gesagt beim Trinken den Kopf immer weiter in den Nacken und rutscht dabei gleichzeitig immer mehr mit dem Unterkiefer zu. Dabei zieht sie dann die Brust bzw. Brustwarze lang und das tut natürlich sehr weh an der Stelle des Unterkiefers. Was kann der Grund dafür sein? Zu wenig Milch? Ich halte dann im Moment mit der freien Hand gegen ihren Hinterkopf um das zu unterbinden, aber muss dabei teilweise ganz schön feste Gegendruck ausüben. Kann ich das machen oder kann ich ihr damit schaden?
Phytolacca, deinen Thread verfolge ich auch, du hast ja auch schon eine lange Schmerzgeschichte hinter dir und tapfer durchgehalten! Das Zahnen habe ich im Moment auch etwas in Verdacht, sie kaut an allem rum, hat rote Bäckchen, sabbert viel... Allerdings ist es oft nur auf einer Seite so und die andere geht besser, wobei die gute Seite immer wieder mal wechselt.