Re: stark untergewichtiges Baby mit 11,5 Monaten und wenig Interesse am Essen
Verfasst: 03.10.2016, 12:23
Ja, alle diese Tipps haben schon ihre Berechtigung - für die systematische Behandlung von definitiv nicht-organisch bedingten Fütterstörungen ansonsten gesunder Kinder.
Die Sache ist nur: davon kannst Du im Moment noch nicht sicher ausgehen. Es ist durchaus möglich, dass Emma aktuell einen Infekt hat, und es ist ebenso möglich, dass es ein grundsätzliches Problem gibt, z.B. in der neurologischen Reifung, welches für die Essprobleme und die Motorik verantwortlich ist und erst therapiert werden MUSS, bevor irgendwelche verhaltenstherapeutischen Maßnahmen ergriffen werden können bzw. Dürfen. Das, was Du bislang an gelaufener Diagnostik beschreibst, erscheint mir als eher unterdurchschnittlich im Blick auf Schwere und Dauer der Symptomatik. Gut, das kann bei einem fröhlichen, fitten Kind auch einem guten Arzt schon mal durchrutschen - aber jetzt besteht wirklich Handlungsbedarf!
Also, es ist immer schwer übers Netz Tipps zu geben, wenn man das Kind nicht sieht.
Aber rein von den Zahlen her: Emma hat gestern unter 500ml getrunken, nachts erbrochen, heute noch keine nennenswerten Mengen zu sich genommen und nimmt ab.
ich persönlich würde JETZT eine kleine Reisetasche für mich und mein Kind packen, in die Klinik fahren, die Lage beschreiben und sehr deutlich machen, dass ich erst dann die Klinik wieder verlasse, wenn a) mir ein Arzt sagt dass ich unbesorgt abwarten und so weitermachen kann wie bisher oder b) abschließend abgeklärt wurde, warum mein Kind nicht trinken mag und so dünn ist.
Und ich persönlich würde dafür tatsächlich in die nächste Klinik fahren, in der wirklich ALLE Diagnosemöglichkeiten/Spezialisten (z.B. auch Neurologe, logopädische Fachkräfte) vorhanden sind und nicht nur der Kinderarzt und/oder de Gastroenterologe drüberschaut. Daher würde ich, wenn es mein Kind wäre, direkt in die Uniklinik fahren. Praktischerweise natürlich dann in die in Düsseldorf, dann können die sich bei Bedarf unkompliziert die Unterlagen aus dem doch recht nahgelegenen SPZ besorgen.
Jenachdem, was die dann rausfinden oder auch nicht, werden die euch eh an eine spezialisierte Stelle weiterleiten. Das mag Münster sein oder es gibt auch im Ruhrgebiet noch was. Aber für die akute Diagnostik - die ich tatsächlich jetzt für notwendig halte - braucht ihr nicht so weit fahren und das sind auch keine Akutaufnahmestellen.
Das wäre das, was ich tun würde. Wie siehst Du das, und Dein Mann? Wie geht es Emma jetzt?
Die Sache ist nur: davon kannst Du im Moment noch nicht sicher ausgehen. Es ist durchaus möglich, dass Emma aktuell einen Infekt hat, und es ist ebenso möglich, dass es ein grundsätzliches Problem gibt, z.B. in der neurologischen Reifung, welches für die Essprobleme und die Motorik verantwortlich ist und erst therapiert werden MUSS, bevor irgendwelche verhaltenstherapeutischen Maßnahmen ergriffen werden können bzw. Dürfen. Das, was Du bislang an gelaufener Diagnostik beschreibst, erscheint mir als eher unterdurchschnittlich im Blick auf Schwere und Dauer der Symptomatik. Gut, das kann bei einem fröhlichen, fitten Kind auch einem guten Arzt schon mal durchrutschen - aber jetzt besteht wirklich Handlungsbedarf!
Also, es ist immer schwer übers Netz Tipps zu geben, wenn man das Kind nicht sieht.
Aber rein von den Zahlen her: Emma hat gestern unter 500ml getrunken, nachts erbrochen, heute noch keine nennenswerten Mengen zu sich genommen und nimmt ab.
ich persönlich würde JETZT eine kleine Reisetasche für mich und mein Kind packen, in die Klinik fahren, die Lage beschreiben und sehr deutlich machen, dass ich erst dann die Klinik wieder verlasse, wenn a) mir ein Arzt sagt dass ich unbesorgt abwarten und so weitermachen kann wie bisher oder b) abschließend abgeklärt wurde, warum mein Kind nicht trinken mag und so dünn ist.
Und ich persönlich würde dafür tatsächlich in die nächste Klinik fahren, in der wirklich ALLE Diagnosemöglichkeiten/Spezialisten (z.B. auch Neurologe, logopädische Fachkräfte) vorhanden sind und nicht nur der Kinderarzt und/oder de Gastroenterologe drüberschaut. Daher würde ich, wenn es mein Kind wäre, direkt in die Uniklinik fahren. Praktischerweise natürlich dann in die in Düsseldorf, dann können die sich bei Bedarf unkompliziert die Unterlagen aus dem doch recht nahgelegenen SPZ besorgen.
Jenachdem, was die dann rausfinden oder auch nicht, werden die euch eh an eine spezialisierte Stelle weiterleiten. Das mag Münster sein oder es gibt auch im Ruhrgebiet noch was. Aber für die akute Diagnostik - die ich tatsächlich jetzt für notwendig halte - braucht ihr nicht so weit fahren und das sind auch keine Akutaufnahmestellen.
Das wäre das, was ich tun würde. Wie siehst Du das, und Dein Mann? Wie geht es Emma jetzt?