also ich muss gestehen, dass die Fakten an sich aus zwei ö-r. Dokus kommen.
Aber da das in die wissenschaftliche Literatur passt, die ich kenne, sollte das hinhauen (immerhin hatte die DDR bis zu ihrem Ende auch bei Butter, Fleisch, etc. immer wieder Versorgungsengpässe, aber seit ca. Ende der 50er Jahre war klar, dass Rationierungen das System instabil machen würde. Daher wurde da immer wieder viel gebastelt. Gute Überblick, allerdings über die 50er/60er ist der Sammelband "Wunderwirtschaft"
http://www.amazon.de/Wunderwirtschaft-I ... 3412083968
Das habe ich auf die schnelle bezüglich Kaffee gefunden:
Dieser Mangel wurde von Partei und Regierung sehr genau analysiert und in höchsten Gremien diskutiert – sogar im Ministerium für Staatssicherheit beschäftigte man sich mit diesem Thema.
http://www.bundesstiftung-aufarbeitung. ... igmund.pdf
http://www.bundesstiftung-aufarbeitung. ... -2290.html
Die Diss ist noch am Laufen, aber für eine Analyse brauchte die Stasi halt Daten, die sie eh en masse gesammelt hat.
ah, jetzt habe ich doch noch da einen Hinweis gefunden:
Auch die stets so misstrauisch beäugten Westpakete aus der Bundesrepublik wurden angesichts der krisenhaften Situation ganz bewusst von der Parteiführung für die Kaffeeversorgung der Bevölkerung mit eingeplant. (Aus einer Analyse des Geschenkverkehrs mit Westdeutschland geht hervor, dass in den Jahren von 1975 bis 1977 20 bis 25 Prozent des gesamten Kaffeeverbrauches der DDR aus dem Westen stammte).
ebd.
Und immerhin hat die DDR wg. der Kaffeekrise den Kaffeeanbau in Vietnam initiiert
http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/blog-k ... te100.html
da finde ich es irgendwie nicht seltsam, dass die Stasi - die eh jedes Paket aufgemacht und kontrolliert haben - die Kaffeepäckchen gezählt haben soll