Hallo ihr Lieben
Ja, mit dem Stillhütchen hat er wirklich kein Problem - es ist ja auch einer der genauso geformt ist wie sein über alles geliebter Schnuller
Bei dem Thema, also Schnullerentwöhnung, wäre ich sehr dankbar für noch mehr gute Tipps und vielleicht auch positive Erfahrungsberichte bei ähnlich lange und begeistert schnullernden Babys. Hat jemand von Euch das nach 3,5 Monaten oder mehr INTENSIVEN schnullerns doch noch ohne geschafft? Das würde mir wirklich Mut machen..Denn die Schnullerentwöhnung klappt bei uns derzeit leider am allerwenigsten.
Um es nicht zu lang zu machen: ich bin da seit ein paar Tagen WIRKLICH hinterher und habe schon ganz vieles ausprobiert (auch Deine Tipps, danke liebe @Koalina), aber: länger als höchstens 30 Minuten kann ich ihn selbst mit vollem Arsenal aus Tragen, Schunkeln, Finger/Stoffpüppchen/Schnüffeltuch als Ersatz NICHT vertrösten. Er fängt dann irgendwann an zu weinen und zu schreien (nicht bloss meckern), vor allem wenn er müde ist und schlafen möchte mit schon ganz rot geriebenen Augen
Was auch nicht gerade hilft: meinen Mann konnte ich von der Bösartigkeit des Schnullers nicht wirklich überzeugen.
1. weil die ansonsten sehr kompetenten Hebammen aus unserem GH den Schnuller regelrecht angepriesen hatten, und auch die IBCLC das nicht als Problem sah (ist hier in der Schweiz wohl die gängige Ansicht)
2. wir sind nur von saugverwirrung-resistenten Kindern umgeben!!! Der Neffe (jetzt 2) z.Bsp. wurde die ersten 3 Lebenswochen NUR per Flasche ernährt (HELLP-Syndrom bei der Mutter), wechselte anschliessend PROBLEMLOS an die Brust und wurde ca. 1 Jahr vollgestillt und nachher auch noch weiter gestillt...und solche "Wunderkinder" haben wir fast nur im Umfeld!!
3. Ich war ja selbst nach anfänglicher Skepsis lange voll pro Schnuller, und jetzt eine 180 Grad Kehrtwende "weil jemand im Internet den für schlecht hält" - ist nicht bös gemeint von ihm, er kennt Eure tolle Arbeit hier einfach nicht wirklich auch wenn ich ihm immer vorschwärme davon.
Immerhin konnte ich ihn soweit überzeugen, dass der Schnuller im besten Fall weg muss, für den Fall dass die Pro-Schnuller-Fachleute sich doch irren, damit das Stillen klappt und ICH nicht mehr 4-5 Stunden am Tag pumpen muss. Nun machen wir es so, dass er bei der Papizeit den Schnuller nicht mehr als 1. oder 2. Wahl gibt sondern nur wenn alles andere nicht geht. Das bringt aber leider wenig, denn alles andere bringt fast immer nichts wenn Nico erstmal den Schnuller möchte. Und das ist oft:( Dann gibt er ihm den Schnuller doch. Und das kann ich meinem Mann auch nicht wirklich verübeln - ich kann und werde dem Nico den Schnuller auch nicht mit "Gewalt" (würdet Ihr alle ja auch nicht gutheissen!) abgewöhnen, also ihn dafür weinen und schreien lassen und hoffen, dass er irgendwann aufgibt, den Schnuller zu verlangen und das Plastikteil vergisst.
Ich empfinde es in etwa so: WIR haben den Fehler gemacht und ihm den Schnuller vor 3,5 Monaten gegeben und jetzt ist er für ihn wirklich wichtig geworden zum beruhigen, einschlafen und sein Saugbedürfnis stillen, da kann ich IHN unseren Fehler nicht einfach ausbaden lassen und für die Schnullerentwöhnung leiden lassen, weil ICH wieder stillen möchte...wisst ihr was ich meine?
Ich probiere es auf jeden Fall immer weiter und gebe nicht auf und hoffe sehr, dass Nico noch eine Schnuller-Alternative für sich finden und akzeptieren wird. Sowas braucht sicher einfach Zeit, vor allem da er den Schnuller schon so lange hat, die will ich ihm und auch uns geben.
Ach ja...wenigstens läuft alles andere sehr vielversprechend, vor allem die Kuschel-, Nuckel- und manchmal sogar Trinkzeiten an der Brust. Gestern hatte Nico sogar noch beim Schmusen neugierig nach meinen nackten Brustwarzen ganz zart mit dem Mündchen geschnappt und sie für 2-3 Sekunden im Mund behalten, ohne wie sonst sofort ein Saure-Zitronen-Gesicht zu machen
