Ich kann an Deinem Thread nicht vorbeilesen...
Erstmal tut es mir auch sehr leid, dass Du Dein Zwillingskind gehen lassen musstest.
Als selbst Betroffene mit Hashimoto kann ich Dir auch nur empfehlen, die Erkrankung ernst zu nehmen. SD-Unterfunktion allgemein wird oft so ein bisschen "abgetan" von den Ärzten. Ich bin damals mit THS im 2stelligen bereich gestartet und mein damaliger HA hat das alles auch als ziemlich lapidar angesehen. Er hat das am telefon so kurz gesagt, als ich wegen den Blutwerten engerufen habe und dass ich jetzt täglich eine Tablette nehmen muss. Ich fand das garnicht lapidar jeden Tag eine Tablette und hab erstmal geheult und danach meinen ersten mirgräne-Anfall bekommen. Im nachhinein kann ich natürlich sagen, dass es tausendmal schlimmere Diafnosen gibt. Ich war damals Medizinstudentin und hatte mich dann halt recht schnell eingelesen und dann auch recht schnell selbst in die Hand genommen. Bei jeder Blutabnahme meinte er die Werte wären "in Ordnung", trotzdem habe ich die Dosis jeweils gesteigert und war nach 2 Jahren dann bei 125µg. Hätte ich nach ihm gehandelt wäre es bei der 25µg-Einstiegsdodis geblieben. Klar war ich "beschwerdefrei", weil müde ist ja fast jeder Student, oder? Aber ich kann Dir garnicht sagen, was sich von da an alles geändert hat. Auch bei meinem HA am jetzigen Wohnort musste ich anfangs immer um die freien Werte kämpfen, weil eben die Kassen das anders sehen. Ich hab da dann immer mit Kinderwunsch etc. argumentiert und inzwischen kennen sie mich da halt und es geht ohne Diskussion. Gut, jetzt bin ich auch Kollegin, etwas einfachere Situation. Aber auch bei meiner Frauenärtin musste ich schon in der ersten Schwangerschaft und jetzt wieder kämpfen, dass es nur den TSH gibt.
Ich will nicht alle Ärzte schlecht machen, aber viele haben tatsächlich keine Ahnung. Und viele lassen sich halt auch ungern "aufklären".
Bei Dir kann es sicher sein, dass Du einen geringeren Hormonbedarf hast als während der Schwangerschaft hast, aber der trotzdem Vorhanden ist. zudem kann es passieren, dass es nach der Geburt zu einem kleinen Schub kommt (gern nach Hormonveränderungen, was nach der Geburt definitiv der fall ist) und dadurch die Unterfunktion zwischenzeitlich kaschiert ist. Das Ganze ist ja ein schlecihender Prozess. Man hat nicht direkt ne Unterfunktion, wenn man mal ne Woche keine Tabletten nimmt, daher kommt es oft vor, dass patienten das "ausprobieren", weil sie es einfach satt haben das Ding jeden tag zu nehmen. Und dann merken sie nicht gleich was und sind froh, dass es klappt. 2 Monate später, wenn es richtig zum Tragen kommt, bringen sie das garnicht mehr damit in Zusammenhang. Und von einer leichten UInterfunktion stirbt man ja auch nicht gleich oder fühlt sich total schlecht. Aber sie bewirkt auch Dinge, die einem shcleichend Schaden zufügen, wie z.B. ehöhte Cholesterinwerte. Ich lag z.B. immer an der oberen Norm oder knapp darüber, obwohl ich zumindest der Meinung war, dass meine Ernährung dahingehend eher positiv einzuschätzen wäre. Seit ich gut eingestellt bin sind die Werte viel besser. Also selbst wenn Du Dich beschwerdefrei fühlst, ist es nicht völlig bedeutungslos.
Zum Hashimoto-Forum möchte ich Dir gerne auch noch eine persönliche Meinung hierlassen. Ich habe mich dort zeitweise auch sehr oft aufgehalten, mir aber dann irgendwann selbst verboten dort zu lesen

Man bekommt dort sehr viele hilfreiche Informationen und mir hat es vor allem geholfen wachsam zu sein. Allerdings wenn man als Ärztin dort mitliest, stößt man eben auch immerwieder auf Geschichten, die die Sache zu eindimensional sehen. Der Mensch besteht eben nicht nur aus Schilddrüse und nicht jedes erdenkliche Symptom sollte der Schilddrüse zugeordnet werden, auch wenn eine Unterfunktion natürlich eine Reihe an Symptomen machen kann. Dort ist eben oft an allem Lebenunglüch die Schilddrüse schuld, mal überspitzt gesagt. Also v.a. weil Du Dich ja jetzt beschwerdfrei fühlst, lass Dich nicht durch ein Forum "krank machen". Ich muss gestehen, dass mir das phasenweise passiert ist. Foren werden ja generell mehr von Menschen besucht, die Probleme mit etwas haben und sind so eben nicht repräsentativ. Hier im Stillforum könnte man ja auch meinen, dass es ja wohl kaum Babys gibt, bei denen das Stillen problemlos klappt. Aber wie gesagt ich möchte es nicht schlecht reden und ich schau auch gelegentlich mal rein, wenn ich nach irgendetwas in die Richtung suche, weil z.T. auch gute Studien etc. verlinkt sind. Aber eben "wohldosiert"
Ich wünsch Euch noch eine tolle Stillzeit und ich kann mich meinen Vorrednerinnen nur anschließen. Mach Dir keine Vorwürfe...Du hast Dich ja sofort gekümmert, als Dir etwas aufgefallen ist. Und die Zeit mein Säugling ist ja wahrsclich nicht die einfachste im Leben

Ich bin in ne knackige Uberfunktion gerasselt, weil ich nicht darangedacht habe die Schwangerschaftsdosis wieder zu reduzieren...viel dann eben erst bei der Blutabnahme 6 Wochen nach der Geburt auf. EInzig komisch kam mir vor, dass mir die Babynächte so überhauptnichts ausgemacht haben

Warum die anderen babymamis so über Schlafmangel klagen?? TSH war nicht messbar...