Re: Persistierender asymmetrischer tonischer Nackenreflex
Verfasst: 21.12.2013, 12:00
Hallo Nelly,
Uff, soviele verschiedene Meinungen machen einem das Leben natuerlich nicht leichter. Zu den koerperlichen Aspekten kann ich nichts sagen. Bei unserem Schlechtschlaefer haben sowohl Kinderaerztin als auch Osteopathin ein koerperliches Problem damals ausgeschlossen (und ich eigentlich auch, da seine koerperliche Entwicklung wirklich vollkommen unauffaellig war).
Ich habe den Piraten nie geferbert, lehne das Konzept aber auch nicht so vehement ab, wie viele hier. Ich denke, es ist ein Mittel fuer Familien, bei denen wirklich nichts mehr geht. Wenn das Kind alt genug ist, um ein bisschen zu verstehen, was passiert (ich wuerde sagen etwa ab einem Jahr), alle sanfteren Methoden versagt haben, und die Eltern absolut am Ende sind, dann finde ich Ferbern besser als weitermachen bis zum Zusammenbruch. Es ist einfach so, dass Ferbern praktisch immer funktioniert. Warum, das ist eine andere Frage, aber wenn man an einem Punkt ist, wo es einfach nicht mehr geht, wo die koerperliche und/oder seelische Gesundheit der Eltern auf dem Spiel steht, dann finde ich die Anwendung legitim.
So, nun muss ich aber zugeben, dass ich es nicht gemacht habe. Ich konnte die Verzweiflung meines Kleinen einfach nicht aushalten. Dazu haette ich ins Hotel ziehen und das Ferbern dem Vater ueberlassen muessen (der das wahrscheinlich begeistert getan haette). Bei mir war der Leidensdruck also wohl noch nicht gross genug. Allerdings haette der Pirat sich auch NIEMALS durch meine Anwesenheit beruhigen lassen, ohne dass ich ihn aus dem Bett genommen haette. Mich sehen, aber nicht auf den Arm duerfen? Dabei tickt er erst so richtig aus! Bei anderen Kindern mag das besser klappen.
Mit etwa 15 Monaten wurde das Schlafverhalten des Piraten dann langsam besser und seit er etwa 18 Monate alt ist, ist es OK fuer mich. Ich stile ihn jetzt nacht nicht mehr, und wenn er aufwacht, sucht er mich (schlaeft im angebauten Kinderbett neben mir), kuschelt sich an, meckert ein bisschen im Halbschlaf und schlaeft mit Koerperkontakt weiter.
Zusammengefasst wuerde ich sagen, dass ich zwar nicht glaube, dass Ihr Eurer Tochter die Moeglichkeit, stark und selbstaendig zu werden, verweigert, wenn ihr sie nicht ferbert (ich bin sicher, es gibt in ihrem und Eurem Leben noch genug andere Situationen, in denen sie Frustration aushalten und sich selbst regulieren muss), aber ich finde auch, dass ihr durchaus ueber die Anwendung eines Schlafprogramms nachdenken koennt, ohne Euch deshalb schuldig zu fuehlen. Ausgeruhte Eltern bringen auch viele Vorteile fuer die Entwicklung des Kindes.
Uff, soviele verschiedene Meinungen machen einem das Leben natuerlich nicht leichter. Zu den koerperlichen Aspekten kann ich nichts sagen. Bei unserem Schlechtschlaefer haben sowohl Kinderaerztin als auch Osteopathin ein koerperliches Problem damals ausgeschlossen (und ich eigentlich auch, da seine koerperliche Entwicklung wirklich vollkommen unauffaellig war).
Ich habe den Piraten nie geferbert, lehne das Konzept aber auch nicht so vehement ab, wie viele hier. Ich denke, es ist ein Mittel fuer Familien, bei denen wirklich nichts mehr geht. Wenn das Kind alt genug ist, um ein bisschen zu verstehen, was passiert (ich wuerde sagen etwa ab einem Jahr), alle sanfteren Methoden versagt haben, und die Eltern absolut am Ende sind, dann finde ich Ferbern besser als weitermachen bis zum Zusammenbruch. Es ist einfach so, dass Ferbern praktisch immer funktioniert. Warum, das ist eine andere Frage, aber wenn man an einem Punkt ist, wo es einfach nicht mehr geht, wo die koerperliche und/oder seelische Gesundheit der Eltern auf dem Spiel steht, dann finde ich die Anwendung legitim.
So, nun muss ich aber zugeben, dass ich es nicht gemacht habe. Ich konnte die Verzweiflung meines Kleinen einfach nicht aushalten. Dazu haette ich ins Hotel ziehen und das Ferbern dem Vater ueberlassen muessen (der das wahrscheinlich begeistert getan haette). Bei mir war der Leidensdruck also wohl noch nicht gross genug. Allerdings haette der Pirat sich auch NIEMALS durch meine Anwesenheit beruhigen lassen, ohne dass ich ihn aus dem Bett genommen haette. Mich sehen, aber nicht auf den Arm duerfen? Dabei tickt er erst so richtig aus! Bei anderen Kindern mag das besser klappen.
Mit etwa 15 Monaten wurde das Schlafverhalten des Piraten dann langsam besser und seit er etwa 18 Monate alt ist, ist es OK fuer mich. Ich stile ihn jetzt nacht nicht mehr, und wenn er aufwacht, sucht er mich (schlaeft im angebauten Kinderbett neben mir), kuschelt sich an, meckert ein bisschen im Halbschlaf und schlaeft mit Koerperkontakt weiter.
Zusammengefasst wuerde ich sagen, dass ich zwar nicht glaube, dass Ihr Eurer Tochter die Moeglichkeit, stark und selbstaendig zu werden, verweigert, wenn ihr sie nicht ferbert (ich bin sicher, es gibt in ihrem und Eurem Leben noch genug andere Situationen, in denen sie Frustration aushalten und sich selbst regulieren muss), aber ich finde auch, dass ihr durchaus ueber die Anwendung eines Schlafprogramms nachdenken koennt, ohne Euch deshalb schuldig zu fuehlen. Ausgeruhte Eltern bringen auch viele Vorteile fuer die Entwicklung des Kindes.