Dann würde ich vorschlagen: Du ruhst Dich jetzt schön aus über den Rest des Tages, und morgen früh starten wir gemeinsam mit einer "ganz normalen" Umgewöhnung von der Flasche zur Brust.
Das Umgewöhnungsprogramm ist ursprünglich für Adoptivbabys gedacht gewesen und funktioniert mit kleinen Lernschritten, die im Wesentlichen so aussehen:
1. ein oder zwei Saugerwechsel, damit sich das Baby an ein neues Mundgefühl gewöhnt (welche Saugermarke ist praktisch wurscht)
2. Flaschefüttern in Stillposition
3. Nutzen des Flaschensaugers als Brusthütchen
4. Wechsel auf ein richtiges Brusthütchen
5. Abgewöhnung des Brusthütchens.
Die Schritte 3. - 5. werden mit dem Brusternährungsset begleitet, einem Stillhilfsmittel, das das Zufüttern WÄHREND des Stillens erlaubt und das Saugen unmittelbar durch prompten Milchfluss "belohnt".
Es gibt keine zeitlichen Vorgaben, wie lange jeder dieser Lernschritte dauert - das können 2 Stunden oder 2 Wochen sein. Man richtet sich da komplett nach dem Tempo des Kindes. Die Lernschritte sind nicht festzementiert, manchmal wählt man einen leicht veränderten Ablauf; das hängt von der individuellen Sitation ab, d.h. vor allem mit der Frage, womit das Baby die größten Schwierigkeiten hat.
Hier gibt es eine empfehlenswerte, kostengünstige Broschüre mit dem Titel "Umgewöhnung von der Flasche zur Brust", in der diese Schritte bebildert beschrieben werden.
Konkret hieße das: Morgen den Saugerwechsel angehen, und sobald Dein Baby den neuen Sauger akzeptiert (Marke egal, irgendein Weithals-Sauger), Flaschensauger incl. BES als Brusthütchen benutzen.
Zur BES-Nutzung bitte unbedingt noch die
Elterninfo Stillen mit dem Brusternährungsset besorgen; der Beipackzettel allein reicht nicht. Die Elterninfo kann ebenfalls unter dem Link oben bestellt werden.
Bereit?
LG
Julia