Potsdame hat geschrieben:Seerose hat geschrieben:
Aber ich versteh das Mottenargement überhaupt nicht, also nicht im Zusammenhang mit dem Plastikthema. Das mit der Freundin und den Motten von den Realnudeln (wohlgemerkt in Plastikverpackung) war kein erfundenes Thema, nur damit ich was zu erzählen hab.

dass die motten irgendwie durch das plaste kommen, ok. das können wir nicht weiter prüfen, ich glaube ja eher, dass die während der produktion da reinkommen.
Das dachte wohl der Geschäftsführer auch. Laut meiner Freundin hat er spontan reagiert und ne ganze Palette rausbringen lassen.
worüber beschwert sich denn der verbraucher zuerst?
Gibt es DEN Verbraucher?
Ich denke nicht.
Die Leute gehen ja auch nicht alle im gleichen Laden einkaufen. Haben insofern auch nicht die gleichen Ansprüche.
Ist ja wie früher (Ende 80, Anf. 90) beim Bioobst. Die einen, denen Bio wichtig war und die die absoluten Außenseiter der Gesellschaft waren und auch so angeguckt wurden hatten den Anspruch so wenig Pestizide wie möglich in den Äpfeln zu haben und haben sich mit teuren angegammelten und runzligen Äpfeln aus dem Reformhaus begnügt. Das war für sie Luxus.
Die anderen, dessen Anspruch war schöne, farbig kräftige, womöglich noch glänzende Äpfel zu haben. Die gab's günstig(er) bei Tengelmann & Co. Aldi war früher m. E. kein Massenladen. Es wohl auch ne Minderheit die dort einkaufte. Sah ja auch früher aus wie ne Lagerhalle.
dass er von einem produkt irgendwann eine krankheit bekommen könnte
Na so ist's ja nicht, dann wär's einfach. 5x eingeschweißte Gurke essen und die Krankheit ist da... Ach, was wissen wir wer warum an Krebs gestorben ist?
Komisch auch daß immer mehr Menschen unfruchtbar werden...
deine freundin hat die nudeln auch zurückgebracht, anstatt sich über die natürlichkeit des produkts zu freuen

Also diese Freundin hat es so überhaupt nicht mit der Natürlichkeit.

Und wie ich sie kenne hat sie die Nudeln zurückgebracht weil sie erstens dort jede Woche Großeinkauf macht und zweitens womöglich auf ein "Danke schön" spekuliert hat.

Vermutlich ist sie von 100 Leuten die einzige die überhaupt jemals Nudeln zurückgebracht hat.
es gibt so viele dinge, die einfach nicht optimal laufen, aber auch nicht so einfach verändert werden können. bis neue ungiftige materialien auf dem markt sind bleiben keine alternativen.
Hmmm, das sehe ich ganz anders. Warten bis "ungiftige Materialien" auf den Markt kommen? Was sind denn ungiftige Materialien? Wir können immer nur den Status vom jeweiligen Zeitpunkt abgeben. Wer weiß was man in 10 Jahren wieder herausfindet? Von daher ist doch schonmal ganz schön man benügt sich mit dem Wissen das man jetzt hat und versucht so gut es geht die Risiken zu minimieren. Natürlich entkommen wir dem Ganzen nicht. Aber einfach resigniert abwarten und hoffen "die anderen werden das schon richtig machen"?

Ich glaub, da kann man lange warten. Es ist doch nicht wirklich im Interesse der Lebensmittelproduzenten die gesündesten Produkte herzustellen und das womöglich noch zu einem relativ günstigen Preis. Man will den größten Umsatz machen, da schaut man halt was gerade noch geht, Hauptsache die jeweiligen Grenzwerte werden nicht überschritten obwohl man es dort auf diesem Gebiet ja auch nicht so genau zu nehmen scheint. Und wo es keine Grenzwerte gibt, wo noch nicht einmal die Stoffe benannt werden, da kann man sich zum heutigen Zeitpunkt noch gut austoben. Bis wann? Ja bis jede Menge Leute den Plastebeitrag sehen und versuchen durch Kaufboykott ein kleines Umdenken zu bewirken. Und klar, vermutlich reicht der Plastebeitrag nicht. So wie die Gesellschaft heutzutage gepolt ist, richtet ein Beitrag wo junge Vögel mit Plastik im Bauch sterben wahrscheinlich mehr aus als sachlich fundierte Informationen in Ratgebersendungen. Egal, Hauptsache irgendwas bewirkt überhaupt irgendwas.