In den Kindergarten ferbern?
- rhapsody
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Re: In den Kindergarten ferbern?
Noch vergessen: Vielleicht für Dich interessant: Link zur sanften Eingewöhnung. Mir hat es in meiner Entscheidungsfindung sehr geholfen und mir den Rücken gestärkt, auf mein Kind zu hören. Bzw auf mein Bauchgefühl zu hören und das sagt, dass es auch ohne Tränen gehen muss.
Rhapsody mit Koboldsohn 10/2008, Koboldtochter 06/2011 und Babykobold 02/2014
Trageberatung in Stuttgart (Clauwi GK)
Wenn Kinder mit einer Bitte kommen, wollen sie immer zwei Dinge gleichzeitig: Das Eis und Kontakt. Sie kommen gut ohne das Eis aus, aber nicht ohne Kontakt." Jesper Juul
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BabyElf
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Re: In den Kindergarten ferbern?
Alles klar!asujakin hat geschrieben:BabyElf hat geschrieben:liebe asu,
ich hatte gerade noch einen gedanken, der vielleicht etwas abwegig ist, den ich dir aber mitteilen wollte!
ich will dir nicht zu nah treten-bin nicht so besonders foren-erfahren und noch nicht lange hier-und vor allem hab ich hab keine ahnung von deiner familie.
ich habe aber viel patchwork- und trennungskind-erfahrung, und mir ist gerade was aufgefallen.
dein mann und du lebt getrennt, oder?
irgendwo habe ich das herausgelesen...
kann es sein, dass dein sohn unbewusst einen konflikt zwischen mama und papa auslebt?
also, dass er spürt, dass papa will, dass er geht, du aber irgendwie nicht so recht sicher bist, und nun spiegelt er diese ambivalenz und "darf" sich nicht wohlfühlen?
oder ist das ist nicht zu weit hergeholt?
wenns dich nicht weiterbringt, dann denk einfach nicht drüber nach und vergiss meinen kommntar ganz schnell wieder.
glg, niki
Papa und ich haben im Grunde keine Konflikte in der Richtung, ausser dass er eben weiter versuchen will, nicht zu schnell "aufgeben" will aber davon weiß mein Sohn gar nichts. Wir reden nicht vor dem Kind über solche Dinge. Wir haben auch zwischen uns keinerlei Konflikte mehr, wir sind wieder zusammen
Dann lag ich wohl daneben...
Bin etwas betriebsblind-hier ist dieses Thema unser täglich Brot...
Im Grunde kannst du dir die Entscheidung, die du sowieso schon getroffen hast, ja ganz einfach herleiten:
1. Mag dein Sohn die Erzieher?
2. Hast du den Eindruck, dass die Erzieher deinen Sohn mögen?
3. Magst/Schätzt du die Erzieher?
4. Glaubst du, die Erzieher mögen/schätzen dich?
Wenn du nur eine Frage mit "nein" beantwortest, dann würde ich sagen, dass er da definitiv raus sollte.
Aber das hast du ja sowieso schon entschieden!
LG, Niki (die schon jetzt schweissgebadet ist, wenn sie an das Thema Kita denkt...)
Liebe Grüsse von
Niki mit dem Elfenjungen 11/11 und Mandarinchen 8/13
*ein zarter Wind wiegt mein verzaubertes Herz*
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- malandrinha
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Re: In den Kindergarten ferbern?
[quote="Gwen"]Huhu,
ich bin der Meinung, dass Kindern durchaus ein Abschiedsschmerz zugestanden werden darf. Ich habe meinen Sohn, nachdem er die Erzieherinnen gut kannte und ich wusste, er vertraut ihnen und lässt sich trösten, auch weinend da gelassen. Ich wusste, er wird getröstet und findet dann ins Spiel. Wenn ich zum Abholen kam war alles ok.
So geht es mir auch. Mir ist das im KiGa, in den unser Sohn jetzt seit Mitte März geht, bisher allerdings erst einmal so gegangen, dass er beim Abschied geweint hat (da war das normale Abschiedsritual nicht möglich, weil andere Kinder dazwischenfunkten). Die Erzieherin hat ihn dann auf den Arm genommen, sie haben mir gewunken und als ich zu Hause war, war schon eine Nachricht auf dem AB, dass er sich beruhigt hätte. Das fand ich klasse, sie hatte gesagt, sie würde sich so oder so melden, also wenn er sich beruhigt, wenn nicht aber erst recht.
Bei uns darf man auch immer mit reinkommen zum Abschied.
Mittags ist der Große immer fröhlich und fragt, wann er wiederkommen kann.
Ich war letztens bei einem Elternabend, da hat die Frau, die ihn gemacht hat, gesagt, wenn ein Kind vorher weint, kann es auch eine sog. Schwellenangst sein, jedenfalls dann, wenn die Kinder nachher fröhlich und zufrieden sind (Bsp. was Kinderturnen). Wenn die Kinder aber nach dem Turnen bspw. immer noch schlecht drauf sind, dann würde sie für Rausnehmen plädieren. Fand ich ganz nachvollziehbar. Wobei sich das in diesem Thread geschilderte Beispiel ja schon eher so liest als wie es bei uns war.
ich bin der Meinung, dass Kindern durchaus ein Abschiedsschmerz zugestanden werden darf. Ich habe meinen Sohn, nachdem er die Erzieherinnen gut kannte und ich wusste, er vertraut ihnen und lässt sich trösten, auch weinend da gelassen. Ich wusste, er wird getröstet und findet dann ins Spiel. Wenn ich zum Abholen kam war alles ok.
So geht es mir auch. Mir ist das im KiGa, in den unser Sohn jetzt seit Mitte März geht, bisher allerdings erst einmal so gegangen, dass er beim Abschied geweint hat (da war das normale Abschiedsritual nicht möglich, weil andere Kinder dazwischenfunkten). Die Erzieherin hat ihn dann auf den Arm genommen, sie haben mir gewunken und als ich zu Hause war, war schon eine Nachricht auf dem AB, dass er sich beruhigt hätte. Das fand ich klasse, sie hatte gesagt, sie würde sich so oder so melden, also wenn er sich beruhigt, wenn nicht aber erst recht.
Bei uns darf man auch immer mit reinkommen zum Abschied.
Mittags ist der Große immer fröhlich und fragt, wann er wiederkommen kann.
Ich war letztens bei einem Elternabend, da hat die Frau, die ihn gemacht hat, gesagt, wenn ein Kind vorher weint, kann es auch eine sog. Schwellenangst sein, jedenfalls dann, wenn die Kinder nachher fröhlich und zufrieden sind (Bsp. was Kinderturnen). Wenn die Kinder aber nach dem Turnen bspw. immer noch schlecht drauf sind, dann würde sie für Rausnehmen plädieren. Fand ich ganz nachvollziehbar. Wobei sich das in diesem Thread geschilderte Beispiel ja schon eher so liest als wie es bei uns war.
Malandrinha mit Großem (05/09), Kleinem (11/11) und ganz Kleiner (04/15).
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asujakin
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Re: In den Kindergarten ferbern?
Also ich hab mir die Definition zum Begriff "Schwellenangst" angeschaut und da ist eher die Rede davon, dass Menschen aus Angst/Unsicherheit vor dem Unvertrauten/Neuen Angst haben zB ein Geschäft, öffentliche Einrichtung etc zu betreten. NEU ist das bei meinem Sohn ja gaz und gar nicht, er ist da seit fast einem Jahr! Und es ging ja immer bis zum Januar.
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Lila
- alter SuT-Hase
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Re: In den Kindergarten ferbern?
meiner Meinung nach gibt es sehr viele Gründe warum sich Kinder so verhalten können.
Ich kenne dich nicht, nicht deine Art, nicht deine Prioritäten, nicht deine Art Beziehungen zu leben (zu deinem Partner, deinen Tieren und deinem Kind) ... daher ist es ganz schwer etwas dazu zu sagen.
Wenn du der pädagogischen Kompetenz der Erzieherinnen traust und erlebst, dass sie nicht Schema F machen, sondern wirklich individuell Situationen betrachten, dann würde ich mich ihnen anvertrauen und mit ihnen differenziert darüber sprechen, vielleicht erkennen sie eine Dynamik, die dir so nicht bewusst war ... ich glaube jedoch, dass so etwas selten anzutreffen ist.
Ansonsten glaube ich, dass Kinder einfach oft kooperieren ... ich meine genauso wie es ziemlich selten ist, dass ein Baby beim Ferbern "gewinnt", d.h. so lange brüllt, dass es sein vegetatives Fortbestehen hinten anstellt und damit die Eltern zum reagieren zwingt, werden die wenigsten Kinder im Kindergarten so massiv und anhaltend verweigern, dass die Eltern angerufen werden müssen, irgendwann werden sie mitmachen (d.h. nach dem Abschiedsschmerz ins "Spiel" oder ins "Ausharren" verfallen).
Daher ist es gar nicht leicht herauszufinden, ob dahinter tatsächlich steht ... "hey, bei dir ist es schön, die Großgruppenbetreuung finde ich schlechter, lass mich bei dir".
Ich habe mein großes Kind erst mit 5,5 Jahren richtig in den Kiga geben und selbst dann noch mal die Einrichtung gewechselt, sodass es erst mit knapp 6 für ein knappes Jahr in den Kiga kam, alles vorher war nix. Es hat mitgemacht, weil es mit Mama kooperiert, aber es hat sich dort nich wohl gefühlt.
Das kleine Kind musste in den Kiga, da ich arbeiten musste ... ich konnte beim besten Willen nicht noch länger pausieren ... als es mit 4,5 Jahren dann ohne Großkind in einen Kiga kam, ging es ihm dort nicht gut. Es machte mit und kooperierte, aber es weinte am Anfang auch mal und sagte sehr klar, dass es nicht dort sein will und ich musste es dort lassen, das war aus meiner Sicht falsch und schrecklich, aber es gab keine andere Lösung (keinen anderen Kiga-Platz und keine Option auf eine andere "Eingewöhnung", wobei bei einem so großen Kind mMn eine Eingewöhnung am "richtigen Ort" kaum nötig ist ... entweder sie fühlen sich wohl und haben einen Draht zu den Erwachsenen oder nicht). Mein Kind musste dort 7 Monate bleiben und wurde dann vorzeitig eingeschult (also in die nullte Klasse mit 5J3Mo noch ein Jahr länger dort wäre nicht gegangen). Ich bin davon überzeugt, dass es meinen Kindern besser getan hätte in einer Gesellschaft zu leben, die mit Kindern anders umgeht. Auch jetzt ging es meinem Kind deutlich besser, als ich in der Schule hospitiert habe.
Meine Kinder sind selbstständig, autonom, sie bekommen viel alleine gebacken und bewegen sich auch in einem großen Radius alleine, aber das starre System von Kiga oder Schule erfordert schon eine gewisse "Leidensfähigkeit" oder eben eine super Einrichtung oder ein dickes Fell. (mal ganz platt gesagt)
Wenn dein Kind in die Betreuung muss hängt mMn viel auch von deiner Haltung und deinem Signal aus, wenn dies eigentlich nicht zwingend ist, würde ich abbrechen und ggf. zu einer Tagesmutter mit größeren Kindern geben oder eben einen anderen Kiga suchen. Wie alt ist dein Kind denn, 3,5 Jahre?
Dass du mit deinem Ex-Partner wieder zusammen bist, ist schön! Und gleichzeitig bedeutet aber auch so was, für die Kinder wieder eine Veränderung, die auch aufwühlen kann, selbst wenn sie positiv ist, dann habt ihr noch einen Hund ... d.h. es passiert ja auch viel mit dir und manchmal spiegeln dann die Kinder die Veränderung durch verstärktes Klammern.
Schläft er bei dir im Bett? Wenn nicht, würde ich ihn wieder zurückholen, d.h. ich würde viel Basis anbieten und gleichzeitig aber z.B. auf gewisse Grenzen / Regeln bestehen (z.B. auf meine eigenen Grenzen).
LG (ach ja, ich habe nur die ersten zwei Seiten gelesen ... falls ich voll am Thema vorbei sein sollte)
Ich kenne dich nicht, nicht deine Art, nicht deine Prioritäten, nicht deine Art Beziehungen zu leben (zu deinem Partner, deinen Tieren und deinem Kind) ... daher ist es ganz schwer etwas dazu zu sagen.
Wenn du der pädagogischen Kompetenz der Erzieherinnen traust und erlebst, dass sie nicht Schema F machen, sondern wirklich individuell Situationen betrachten, dann würde ich mich ihnen anvertrauen und mit ihnen differenziert darüber sprechen, vielleicht erkennen sie eine Dynamik, die dir so nicht bewusst war ... ich glaube jedoch, dass so etwas selten anzutreffen ist.
Ansonsten glaube ich, dass Kinder einfach oft kooperieren ... ich meine genauso wie es ziemlich selten ist, dass ein Baby beim Ferbern "gewinnt", d.h. so lange brüllt, dass es sein vegetatives Fortbestehen hinten anstellt und damit die Eltern zum reagieren zwingt, werden die wenigsten Kinder im Kindergarten so massiv und anhaltend verweigern, dass die Eltern angerufen werden müssen, irgendwann werden sie mitmachen (d.h. nach dem Abschiedsschmerz ins "Spiel" oder ins "Ausharren" verfallen).
Daher ist es gar nicht leicht herauszufinden, ob dahinter tatsächlich steht ... "hey, bei dir ist es schön, die Großgruppenbetreuung finde ich schlechter, lass mich bei dir".
Ich habe mein großes Kind erst mit 5,5 Jahren richtig in den Kiga geben und selbst dann noch mal die Einrichtung gewechselt, sodass es erst mit knapp 6 für ein knappes Jahr in den Kiga kam, alles vorher war nix. Es hat mitgemacht, weil es mit Mama kooperiert, aber es hat sich dort nich wohl gefühlt.
Das kleine Kind musste in den Kiga, da ich arbeiten musste ... ich konnte beim besten Willen nicht noch länger pausieren ... als es mit 4,5 Jahren dann ohne Großkind in einen Kiga kam, ging es ihm dort nicht gut. Es machte mit und kooperierte, aber es weinte am Anfang auch mal und sagte sehr klar, dass es nicht dort sein will und ich musste es dort lassen, das war aus meiner Sicht falsch und schrecklich, aber es gab keine andere Lösung (keinen anderen Kiga-Platz und keine Option auf eine andere "Eingewöhnung", wobei bei einem so großen Kind mMn eine Eingewöhnung am "richtigen Ort" kaum nötig ist ... entweder sie fühlen sich wohl und haben einen Draht zu den Erwachsenen oder nicht). Mein Kind musste dort 7 Monate bleiben und wurde dann vorzeitig eingeschult (also in die nullte Klasse mit 5J3Mo noch ein Jahr länger dort wäre nicht gegangen). Ich bin davon überzeugt, dass es meinen Kindern besser getan hätte in einer Gesellschaft zu leben, die mit Kindern anders umgeht. Auch jetzt ging es meinem Kind deutlich besser, als ich in der Schule hospitiert habe.
Meine Kinder sind selbstständig, autonom, sie bekommen viel alleine gebacken und bewegen sich auch in einem großen Radius alleine, aber das starre System von Kiga oder Schule erfordert schon eine gewisse "Leidensfähigkeit" oder eben eine super Einrichtung oder ein dickes Fell. (mal ganz platt gesagt)
Wenn dein Kind in die Betreuung muss hängt mMn viel auch von deiner Haltung und deinem Signal aus, wenn dies eigentlich nicht zwingend ist, würde ich abbrechen und ggf. zu einer Tagesmutter mit größeren Kindern geben oder eben einen anderen Kiga suchen. Wie alt ist dein Kind denn, 3,5 Jahre?
Dass du mit deinem Ex-Partner wieder zusammen bist, ist schön! Und gleichzeitig bedeutet aber auch so was, für die Kinder wieder eine Veränderung, die auch aufwühlen kann, selbst wenn sie positiv ist, dann habt ihr noch einen Hund ... d.h. es passiert ja auch viel mit dir und manchmal spiegeln dann die Kinder die Veränderung durch verstärktes Klammern.
Schläft er bei dir im Bett? Wenn nicht, würde ich ihn wieder zurückholen, d.h. ich würde viel Basis anbieten und gleichzeitig aber z.B. auf gewisse Grenzen / Regeln bestehen (z.B. auf meine eigenen Grenzen).
LG (ach ja, ich habe nur die ersten zwei Seiten gelesen ... falls ich voll am Thema vorbei sein sollte)
Lila mit zwei Kindern (*2003 und *2006)
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asujakin
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Re: In den Kindergarten ferbern?
Vielen vielen lieben Dank für deinen ausführlichen Beitrag!
Nein er schläft nicht mehr bei mir im Bett, ist aber freiwillig nach und nach ausgezogen und kommt Nachts immer zu mir in's Bett was ok ist. Wenn er mal gleich Abends bei mir bleiben mag ist das auch ok natürlich aber er findet SEIN Zimmer und SEIN Bett jetzt viel "cooler"
Ja wir haben (GsD) andere Möglichkeiten und es tut so gut endlich einen Begriff für sein "vemeindliches Wohlfühlen" in der Einrichtung zu haben: Er kooperiert. Ganz genau das tut er. Er macht halt mit weil er merkt es geht nich anders.
Gerade ist er draussen aus dem Kindergarten. Wir haben morgen ein Elterngespräch in der aktuellen Einrichtung aber da muss schon echt ein Wunder geschehen, dass man das noch retten könnte. Im Grunde haben wir uns aber schon entschieden und wenn wirklich alles klappt (im Grunde passiert alles so wie es kommen soll, also vertrauen wir mal), dann wird er in den freien Kindergarten und anschließend in die freie Schule gehen.
Nein er schläft nicht mehr bei mir im Bett, ist aber freiwillig nach und nach ausgezogen und kommt Nachts immer zu mir in's Bett was ok ist. Wenn er mal gleich Abends bei mir bleiben mag ist das auch ok natürlich aber er findet SEIN Zimmer und SEIN Bett jetzt viel "cooler"
Ja wir haben (GsD) andere Möglichkeiten und es tut so gut endlich einen Begriff für sein "vemeindliches Wohlfühlen" in der Einrichtung zu haben: Er kooperiert. Ganz genau das tut er. Er macht halt mit weil er merkt es geht nich anders.
Gerade ist er draussen aus dem Kindergarten. Wir haben morgen ein Elterngespräch in der aktuellen Einrichtung aber da muss schon echt ein Wunder geschehen, dass man das noch retten könnte. Im Grunde haben wir uns aber schon entschieden und wenn wirklich alles klappt (im Grunde passiert alles so wie es kommen soll, also vertrauen wir mal), dann wird er in den freien Kindergarten und anschließend in die freie Schule gehen.
- malandrinha
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Re: In den Kindergarten ferbern?
Sorry, mein letzter Satz war etwas unverständlich: Ich wollte eigentlich schreiben, dass sich Deine Erfahrung anders liest als solch eine (kurzfristige) Schwellenangst. Hab mich vertippt.asujakin hat geschrieben:Also ich hab mir die Definition zum Begriff "Schwellenangst" angeschaut und da ist eher die Rede davon, dass Menschen aus Angst/Unsicherheit vor dem Unvertrauten/Neuen Angst haben zB ein Geschäft, öffentliche Einrichtung etc zu betreten. NEU ist das bei meinem Sohn ja gaz und gar nicht, er ist da seit fast einem Jahr! Und es ging ja immer bis zum Januar.
Malandrinha mit Großem (05/09), Kleinem (11/11) und ganz Kleiner (04/15).
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asujakin
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Re: In den Kindergarten ferbern?
rhapsody, jetzt habe ich endlich Zeit gefunden deinen Beitrag ganz zu lesen. Und ja mir kommt ganz viel total bekannt vor!
Ein "Zombiekind" ist der Zwerg ja nicht. Anscheinend spielt er ja dann auch mit, wenn ich dann weg bin usw. Ja, mir wurde auch gesagt ich soll ihn nicht fragen, was er morgens spielen will/tun will, wenn ich ihn bringe. Damit sei er überfordert (und das, wo mein Kind hier den ganzen Tag Dinge allein entscheidet), ebenso soll ich nicht fragen, ob es ok ist, dass ich gehe sondern eine klare Linie fahren und sagen "ich gehe jetzt".
Angerufen wurde ich 1x, da hatte er sich die Lippe blutig aufgeschlagen. Ein anderes Mal wurde mir beim Abholen gesagt ich müsse zum Arzt wg. dem Stein in der Nase, das war 30min vorher passiert, da haben sie nicht extra angerufen weil sie wussten ich komme ja gleich.
Ich weiß, dass er zB vor 2-3 Wochen mal 2-3x über den Vormittag nach mir geweint hat. Angerufen wurde ich nicht, er hat sich schließlich ja "trösten lassen".
Das Gespräch ist jetzt nachher und ich bin sehr gespannt. Mittlerweile ist mein Mann soweit, dass er bereit ist knapper zu haushalten, damit wir das Darlehn für den freien Kindergarten selbst stemmen können. Ihm ist einfach nur wichtig, dass es dem Zwerg gut geht und er GERN hin geht, sich wohl fühlt. Und so wie du sagst...ich glaube nicht, dass das im aktuellen Kindergarten nochmal was wird, dazu ist es zu festgefahren.
Ein "Zombiekind" ist der Zwerg ja nicht. Anscheinend spielt er ja dann auch mit, wenn ich dann weg bin usw. Ja, mir wurde auch gesagt ich soll ihn nicht fragen, was er morgens spielen will/tun will, wenn ich ihn bringe. Damit sei er überfordert (und das, wo mein Kind hier den ganzen Tag Dinge allein entscheidet), ebenso soll ich nicht fragen, ob es ok ist, dass ich gehe sondern eine klare Linie fahren und sagen "ich gehe jetzt".
Angerufen wurde ich 1x, da hatte er sich die Lippe blutig aufgeschlagen. Ein anderes Mal wurde mir beim Abholen gesagt ich müsse zum Arzt wg. dem Stein in der Nase, das war 30min vorher passiert, da haben sie nicht extra angerufen weil sie wussten ich komme ja gleich.
Ich weiß, dass er zB vor 2-3 Wochen mal 2-3x über den Vormittag nach mir geweint hat. Angerufen wurde ich nicht, er hat sich schließlich ja "trösten lassen".
Das Gespräch ist jetzt nachher und ich bin sehr gespannt. Mittlerweile ist mein Mann soweit, dass er bereit ist knapper zu haushalten, damit wir das Darlehn für den freien Kindergarten selbst stemmen können. Ihm ist einfach nur wichtig, dass es dem Zwerg gut geht und er GERN hin geht, sich wohl fühlt. Und so wie du sagst...ich glaube nicht, dass das im aktuellen Kindergarten nochmal was wird, dazu ist es zu festgefahren.
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asujakin
- Power-SuTler
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- Registriert: 25.03.2009, 13:43
Re: In den Kindergarten ferbern?
Achja und auch wenn seit dem letzten Kindergartenbesuch nur 5 Tage liegen, habe ich das Gefühl er hat wirklich verstanden, dass er da nicht hin MUSS, das habe ich ihm ja versprochen. Er spielt auch wieder allein im Garten (wenn auch nur kurz), er beschäftigt sich allein usw, vergewissert sich aber ständig, dass ich noch da bin, kuschelt viel aber alles in allem ist er offener. Und nachdem er ja im Kindergarten ein paar Mal auf dem Klo war (die gehen da alle zur gleichen Zeit, immer 2 Kinder zusammen und alle nacheinander) und hier NICHTS zu machen war in die Richtung, sagte er heute, dass er lieber eine Unterhose anziehen mag (zum aller ersten Mal) und ging auch auf Toilette.
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asujakin
- Power-SuTler
- Beiträge: 6376
- Registriert: 25.03.2009, 13:43
Re: In den Kindergarten ferbern?
So, DAS Gespräch haben wir nun hinter uns.
Es wurde klar, dass wir ganz grundlegend unterschiedliche Sichtweisen vertreten.
Mein Vorschlag, wenn es noch klappen sollte: ein paar Wochen Pause, dann eine sanfte Eingewöhnung von Grund auf.
Deren Vorschlag: Er kommt ab morgen wieder, wird kurz und knapp übergeben, auch wenn er weint, das würde ihm Sicherheit bieten wenn er merkt, dass es immer gleich läuft.
Ich machte ganz klar, dass ich ihn NIE wieder heulend da lassen werde (dass das später in ner anderen Einrichtung evtl. passieren wird, weil ich arbeiten MUSS kann ich nicht ausschließen) während sie ganz klar sagten dass sie es nicht für gut halten, wenn ich ihn wieder mit Heim nehme und ihm somit die Gleichmäßigkeit fehlt.
Auch der Vorschlag von er Heilpädagogin ein festes Ritual für den Zwerg einzuführen,was wirklich regelmäßig und zuverlässig über Wochen eingehalten werden muss, wurde abgelehnt, sei nicht wirklich umsetzbar.
Am Ende saßen wir alle ratlos da. Wir haben beschlossen, dass wir Eltern uns erst nochmal austauschen und dann melden, evtl. nochmal ein Gespräch mit den Erzieherinnen führen werden usw. (Das Gespräch war von vorn herein zeitlich knapp kalkuliert, weil die Leiterin noch andere Termine hatte aber mein Mann nur heute dabei sein konnte)
So und nun? Schon im Auto war klar: Noah wird nicht mehr hingehen. Wir nehmen ihn raus.
Da ich aber nach wie vor den Druck habe vom Amt, arbeiten zu müssen, werde ich mich nun um einen anderen Platz kümmern müssen. Wenn wir wirklich Glück haben und es gut läuft, darf er in den freien Kindergarten, was ich schön finde aber da müssen wir sehen wie es läuft usw. Einen Schnuppernachmittag MIT dem Zwerg wird es bald geben. Ansonsten hat es noch andere Einrichtungen, die eine sanfte Eingewöhnung unterstützen und auch sonst in Ordnung sind.
Unabhängig davon sind wir uns einig, dass wir für den Zwerg noch anderweitig Hilfe möchten. Sei es nun ein Psychologe oder sonst was. Irgendwas begleitet ihn von Anfang an und zieht ihn jetzt halt wieder in ein großes Tief, bzw war nicht so hilfreich in der momentanen Situation. Wir wollen das GRUNDproblem ja auch angehen, das sich bei ihm ja nicht nur im Kindergarten äußert. Ihm einfach helfen "klar zu kommen". Mit der Gesellschaft, mit der Familie und vor allem mit sich selbst.
Es wurde klar, dass wir ganz grundlegend unterschiedliche Sichtweisen vertreten.
Mein Vorschlag, wenn es noch klappen sollte: ein paar Wochen Pause, dann eine sanfte Eingewöhnung von Grund auf.
Deren Vorschlag: Er kommt ab morgen wieder, wird kurz und knapp übergeben, auch wenn er weint, das würde ihm Sicherheit bieten wenn er merkt, dass es immer gleich läuft.
Ich machte ganz klar, dass ich ihn NIE wieder heulend da lassen werde (dass das später in ner anderen Einrichtung evtl. passieren wird, weil ich arbeiten MUSS kann ich nicht ausschließen) während sie ganz klar sagten dass sie es nicht für gut halten, wenn ich ihn wieder mit Heim nehme und ihm somit die Gleichmäßigkeit fehlt.
Auch der Vorschlag von er Heilpädagogin ein festes Ritual für den Zwerg einzuführen,was wirklich regelmäßig und zuverlässig über Wochen eingehalten werden muss, wurde abgelehnt, sei nicht wirklich umsetzbar.
Am Ende saßen wir alle ratlos da. Wir haben beschlossen, dass wir Eltern uns erst nochmal austauschen und dann melden, evtl. nochmal ein Gespräch mit den Erzieherinnen führen werden usw. (Das Gespräch war von vorn herein zeitlich knapp kalkuliert, weil die Leiterin noch andere Termine hatte aber mein Mann nur heute dabei sein konnte)
So und nun? Schon im Auto war klar: Noah wird nicht mehr hingehen. Wir nehmen ihn raus.
Da ich aber nach wie vor den Druck habe vom Amt, arbeiten zu müssen, werde ich mich nun um einen anderen Platz kümmern müssen. Wenn wir wirklich Glück haben und es gut läuft, darf er in den freien Kindergarten, was ich schön finde aber da müssen wir sehen wie es läuft usw. Einen Schnuppernachmittag MIT dem Zwerg wird es bald geben. Ansonsten hat es noch andere Einrichtungen, die eine sanfte Eingewöhnung unterstützen und auch sonst in Ordnung sind.
Unabhängig davon sind wir uns einig, dass wir für den Zwerg noch anderweitig Hilfe möchten. Sei es nun ein Psychologe oder sonst was. Irgendwas begleitet ihn von Anfang an und zieht ihn jetzt halt wieder in ein großes Tief, bzw war nicht so hilfreich in der momentanen Situation. Wir wollen das GRUNDproblem ja auch angehen, das sich bei ihm ja nicht nur im Kindergarten äußert. Ihm einfach helfen "klar zu kommen". Mit der Gesellschaft, mit der Familie und vor allem mit sich selbst.