Ist Mehrsprachigkeit unhöflich?

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LaLeMi
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Re: Ist Mehrsprachigkeit unhöflich?

Beitrag von LaLeMi »

Unterschreibe mal bei Maja und Co....
unsere Nichte und Neffe leben in Italien, die Kleine ist bereits dort geboren, der Große war ca. 3, als sie auswanderten.
Der Große hatte nie Sprachprobleme, weder mit der einen noch der anderen Sprache. Die Kleine tat sich teilweise mit der deutschen Grammatik etwas schwer - allerdings war dort der so ungefähr von Jusl geschilderte Fall gegeben, daß eine der Bezugspersonen - in dem Fall das tschechische Au-Pair-Mädchen - selbst nur halt gebrochen Deutsch mit den Kindern sprach. JEtzt ist die KLeine 8 und alles problemlos - allerdings gehen die Kinder inzwischen auch auf eine internationale Schule (zuvor italienischer KiGa/Schule).
Lieben Gruß von LaLeMi mit den beiden Maimäusen 2007 und 2010 und dem Septembermäuserich 2013

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cocotte
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Re: Ist Mehrsprachigkeit unhöflich?

Beitrag von cocotte »

hennnamae hat geschrieben: Fazit: Die Spielgruppe muss gesammelt zum Russisch-Unterricht gehen, damit diese Gruppe in Deutschalnd kommunizieren kann :roll:
Was soll denn diese Polemik? Warum ziehst du denn immer alles ins Lächerliche? Das macht mich wirklich sauer, wenn ich sowas lese...
S. mit großem Mädchen *04/08 und fast großem Mädchen *02/10 und kleinem Mädchen *12/14 und winzigem Sternenbübchen *+11/17 im Herzen

Nicht müde werden
sondern dem Wunder
leise
wie einem Vogel
die Hand hinhalten.

Hilde Domin
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Re: Ist Mehrsprachigkeit unhöflich?

Beitrag von EhMiws »

asujakin hat geschrieben:
@lala die Ausgrenzung ist ab dem Zeitpunkt schon da, wenn andere nicht verstehen was gerade gesprochen wird. Zack ist das gesprochene nur für die zugänglich, die die Sprache sprechen, man schafft sich einen kleinen Mikrokosmos für diese paar Minuten, bzw für das was gesagt wird. Klar ist das eine Abgrenzung, was denn sonst?

Mich kribbelts dabei irgendwie...
Was ist denn daran so schlimm wenn sich , wie in diesem Falle, Mutter und Kind, einen Mikrokosmos für ein paar Minuten schaffen?
Und wenn die beiden etwas besprechen und man außer Hörweite ist? Dann verstehe ich das doch auch nicht. Was geht es mich an was andere Mütter zu ihren Kindern sagen? Oder wenn ein Kind sagt :" Mami, datta nu!" Dann versteht doch auch keiner, dass das Kind stillen will.. :mrgreen: :wink:


Ich mag hier niemanden etwas unterstellen... aber ich hab bei solchen Aussagen immer die alleinstehende, kontaktarme Oma im Kopf , die mit dem Ohr an der Wand klebt, um jaaaa nichts zu verpassen, was die anderen Nachbarn sagen..Die könnten ja just in diesem Moment über sie reden :roll:


By the way, wenn ich es wirklich für so brennend interessant halte was dort eben besprochen wurde, dann FRAGE ICH HÖFLICH. Sicherlich wird mir die Mutter dann helfen, meine Kenntnisse der russ. Sprache zu verbessern...
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Re: Ist Mehrsprachigkeit unhöflich?

Beitrag von asujakin »

Ich finde diese "perfektionistische" Entwicklung was die Mehrsprachigkeit angeht irgendwie sehr anstrengend und verkopft. Ich habe beide Sprachen perfekt gelernt ohne konsequentes OPOL und kenne zig andere Fälle in denen das so ist. Wenn ich mir dazu anschaue was für grottisches Deutsch in deutschen Familien gesprochen wird (sei es nun bedingt durch den Bildungsstand oder den Dialekt)...Ich denke es gibt neben Spracherwerb, Wissenschaft und Co. noch andere DInge die einem beim Zusammenleben mit dem eigenen Kind wichtig sein sollten...wie schon gesagt wurde...Höflichkeit, Respekt, soziale Kompetenzen. Und ja, ich finde es wichtiger, dass mein Kind merkt ich bemühe mich, mich anzupassen...in die Gruppe einzufügen, dass alle uns verstehen wenn wir dabei sind weil ich es einfach höflicher finde, es ein schöneres Miteinander ist, als dass ich nun ganz konsequent auf diese Sprache achte, wenn ich das sowieso den Rest des Tages mache (und eine Mutter spricht i.d.R. ja genug mit dem Kind den lieben langen Tag).

Es ist ein Gesamtpaket...es sind so viele Dinge auf die es ankommt im Alltag, wenn die Mutter perfekt russisch mit dem Kind spricht, wird es nicht schlechter russisch sprechen, nur weil es die Mutter in der Spielgruppe deutsch sprechen hört...
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hennnamae
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Re: Ist Mehrsprachigkeit unhöflich?

Beitrag von hennnamae »

jusl hat geschrieben:
(ja, bei Englisch, Französisch, Niederländisch fühle ich mich auch "ausgeschlossen", obwohl ich diese Sprachen verstehe).
Magst Du beschreiben, warum? Wenn Du doch alles verstehst?
Weil es mir - wie schon mehrere Male erwähnt - nicht ums Verstehen geht. Mich gehts nicht an und mich interssierts nicht, was andere, vielleicht auch in meiner Gegenwart, reden. Aber oft kommen diese kleinen Anweisungen an die Kinder auch in Siutationen, wo Mutter zu Mutter kommuniziert. Das unterbricht den Kommunikationsfluss doch irgendwie viel mehr, als es eine deutsche Anweisung täte. Denn dieses Herausgehen aus der Sprache mit mir, zeigt, dass ich gerade nicht mehr Kommunikationspartner sein soll. Da muss man dann nach diesem kurzen Stolperer erst wieder rein finden. Auch nimmt es das Kind und die Mutter aus der Gruppe "heraus", selbst wenn alle die beiden verstehen. Denn dass man sich nicht zumindest bemüht, durchgehend in der Sprache der Gruppe zu sprechen ist für mich Ausgrenzung durch "Passivität", also durch mangelndes Einbringen.

Außerdem spricht sie ja in der Gruppensituation sowohl deutsch als auch russisch MIT dem Kind. Da wird das sprachwissenschaftliche Argument also total ohne Grund bemüht, weil es ohnehin schon futsch ist.

Wie gesagt, beim privaten Kaffeeplausch empfinde ich das auch weniger problematisch als in einer Gruppensituation mit fremden oder einem "offiziellen Kontext" - was so eine Spielgruppe, zu der man sich extra bemüht hat und die auch eine Leitung hat, ja schon irgendwie ist.

Auch muss da die Leitung ja wissen, was grad mit der Gruppe passiert. Und das geht nicht, wenn sie nicht versteht, was gesagt wird. So aus Leitungssicht.

@ cocotte: Nein, das wäre doch die Konsequenz, wenn man sich um eine gemeinsame Kommunikationsebene bemüht.
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coccolone
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Re: Ist Mehrsprachigkeit unhöflich?

Beitrag von coccolone »

hennnamae hat geschrieben: Ich find diese Einstellung reichlich kurz gedacht, da das ein Hauptproblem bei der Integration darstellt und es schwer macht, diese Kinder in der Gesellschaft so einzugliedern, wie es eigentlich ihren Fähigekeiten im Allgemeinen entspräche.

Sprache ist eine unsichtbare Grenze und mir läge sehr viel daran, diese gemeinsam mit meinen Kindern zu "überwinden", wenn wir in einem Land leben würden, in denen nicht unsere Muttersprache gesprochen wird. Mehr Sprache kann eine Bereicherung sein - aber nur, wenn man sich dadurch nicht ausgrenzt :?
Und da sind wir endlich beim eigentlichen Thema, der Integration. :roll: Ein Kind, das zu Hause mit einem (!) Elternteil nicht die Landessprache spricht ist also nicht richtig integriert?! So ein Schwachsinn. Sorry, aber ist doch wirklich so. Ja, ich weiss dein Beispiel war ein noch viel extremeres und es ist bestimmt so, dass die ein oder andere auslaendische Familie vielleicht weniger integriert ist als die meisten anderen. Aber das sind doch mit Sicherheit die Ausnahmen. Nur haengt sich die Boulevard Presse gerne an diesen Beispielen auf, was die Minderheit dadurch als Mehrheit erscheinen laesst.

Seien wir doch mal ganz ehrlich. Das Sprechen einer anderen (uns unbekannten) Sprache empfinden wir doch nur deshalb als unhoeflich, weil es uns Angst macht. Angst, dass da jemand in unserem Beisein ueber uns spricht. Oder auch Angst, dass unsere Kultur angegriffen wird, wenn unser Gegenueber sich nicht integriert.

Die Eltern sollen also immer nur in der Landessprache mit dem Kind sprechen. Gut. Spinnen wir das Szenario mal weiter. Sagen wir also Familie XY lebt in Frankreich. Papa ist Franzose, Mama Deutsche. Familiensprache ist natuerlich Franzoesisch, man passt sich an und integriert sich, nicht wahr? Die Kinder koennen kaum Deutsch, nur das, was sie waehrend der Urlaube bei den Grosseltern aufgeschnappt haben. Nun zieht die Familie nach ein paar Jahren nach Deutschland, in die Heimat der Mutter. Und nun?! Soll die ganze Familie auf einmal Deutsch sprechen anstatt Franzoesisch? Man will sich schliesslich anpassen und integrieren. Und so ein Umzug in das Heimatland des anderen Elternteils ist gar nicht so abwegig. Waere es da nicht einfacher gewesen, die Eltern haetten sich an OPOL (One Parent One Language) gehalten?!

Das nur mal als kleiner Denkanstoss. Und nochmals meine Frage wie haltet ihr es mit der Sprache im Urlaub? Wuerde mich wirklich sehr interessieren!
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coccolone
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Re: Ist Mehrsprachigkeit unhöflich?

Beitrag von coccolone »

hennnamae hat geschrieben:
jusl hat geschrieben:
(ja, bei Englisch, Französisch, Niederländisch fühle ich mich auch "ausgeschlossen", obwohl ich diese Sprachen verstehe).
Magst Du beschreiben, warum? Wenn Du doch alles verstehst?
Weil es mir - wie schon mehrere Male erwähnt - nicht ums Verstehen geht. Mich gehts nicht an und mich interssierts nicht, was andere, vielleicht auch in meiner Gegenwart, reden. Aber oft kommen diese kleinen Anweisungen an die Kinder auch in Siutationen, wo Mutter zu Mutter kommuniziert. Das unterbricht den Kommunikationsfluss doch irgendwie viel mehr, als es eine deutsche Anweisung täte. Denn dieses Herausgehen aus der Sprache mit mir, zeigt, dass ich gerade nicht mehr Kommunikationspartner sein soll. Da muss man dann nach diesem kurzen Stolperer erst wieder rein finden. Auch nimmt es das Kind und die Mutter aus der Gruppe "heraus", selbst wenn alle die beiden verstehen. Denn dass man sich nicht zumindest bemüht, durchgehend in der Sprache der Gruppe zu sprechen ist für mich Ausgrenzung durch "Passivität", also durch mangelndes Einbringen.
Es ist doch egal, ob die Anweisung an das Kind auf Deutsch, Spanisch, Franzoesich, Tuerkisch oder Russisch erfolgt. In dem Moment bist du nicht mehr der Kommunikationspartner der Mutter, voellig unabhaengig von der Sprache. Der Kommunikationsfluss ist so oder so unterbrochen und waere es auch, wenn die Mutter sich auf Deutsch ihrem Kind zuwendet. Ich verstehe deine Argumentation hier wirklich nicht.
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Seerose
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Re: Ist Mehrsprachigkeit unhöflich?

Beitrag von Seerose »

hennnamae hat geschrieben:Und Spracherwerb hin oder her. Wenn das Kind ein Elternteil in einer Sprache erleben soll, dann DARF das nicht-landessprachliche Elternteil also garnicht mehr vor die Tür?! Helft mir, es zu verstehen. Wenn ich jetzt in Amerika lebe und meine Kinder bilingual erziehe, muss ich die Kellnerin dann Deutsch ansprechen, wenn ich gemeinsam mit meinen Kindern Essen gehe?
Ich habe das Gefühl Du versuchst mit aller Gewalt ALLES mißzuverstehen. Es ging hier immer um die Kommunikation ZWISCHEN Mutter und Kind und nie um die Kommunikation zwischen Mutter und Kellnerin, Taxifahrer, Kassiererin, Ärztin etc. :roll:
Ich denke, wenn man dem Kind zugesteht, mit verschiedenen Personen unterschiedliche Sprachen zu verbinden, wird es auch schon Sprachkontexte differenzieren können.
Es ging auch nie darum was ein Kind zu leisten vermag und was nicht.
Mir ist es wichtiger, dass ich meinem Kind vermittle, was Höflichkeit ist
Damit stellst Du Deine Befindlichkeit (weil DU Dich ja ausgegrenzt fühlst) und Deine Wahrnehmung von Höflichkeit über die Freiheit eines jeden Elternteils mit seinem Kind in jeglicher Sprache zu kommunizieren welche bevorzugt wird, das empfinde ich als überaus empörend.
(und dazu gehört auch das Feingefühl, wie man sich in unterschiedlichen sozialen Situation verhält),
Siehst Du und hier würde ich wieder schreiben, daß ich Dir mangelndes Feingefühl unterstelle und zwar genau in der Situation wo sich Mutter und Kind unterhalten, wo auch immer und in welcher Sprache auch immer.

Wir müssen nicht einer Meinung sein, aber ich hoffe sehr, sehr, sehr, daß nicht viele Menschen so denken und empfinden wie Du hier in D. :?
__________________________________________________

Liebe Grüße,
Seerose
asujakin
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Re: Ist Mehrsprachigkeit unhöflich?

Beitrag von asujakin »

Hab mir nochmal Gedanken gemacht. Ich habe kein Problem damit, wenn Familien in ihrer Sprache miteinander sprechen. Im Bus, Restaurant, an der Kasse wo auch immer. Anders sehe ich das, wenn sie in einer Gruppe zusammen sind, die sich trifft um miteinander zu interagieren. Wie eben solche Spieltreffen. Ausserdem gibt es dort nunmal eine LEITUNG dh. diese Spielgruppe hat gewisse Regeln die evtl. anders sind als Zuhause.

Hier wurde gefragt wie wir das empfinden...Ich kann aus Erfahrung sprechen (sowohl deutsch im Ausland zu sprechen als auch englisch hier in D) und das ändert dennoch nichts an meinem Empfinden. Ich BIN betroffen und dennoch empfinde ich es als unhöflich, ja. Ganz wichtig finde ich den Punkt von hannamae von wegen "die die Mutter in der Spielgruppe ja eh auch deutsch spricht ist das Argument des konsequenten OPOL-systems hinfällig".

Kompromisslösung, die für mich (wäre ich in dem Fall betroffen) ok wäre, habe ich genannt. Die Leiterin kann ich verstehen, sie wird ihre Gründe haben. Und es ist nunmal...IHRE Spielgruppe...so als wenn man jmd Zuhause besucht und dort andere Regeln herrschen als Zuhause. Auch das dürfen Kinder lernen zu akzeptieren. Es geht ja nicht um irgendwelche Alltagssituationen (wie oben genannt, Kasse, Bus, Straßenfest) sondern um eine gezielte Gruppenaktivität.

Das kann man dann beliebig ausweiten... Die eine Mutter BESTEHT darauf weiterhin russisch mit ihrem Kind zu sprechen, die andere mag, dass ihr Sohn was anderes isst als alle anderen Kinder. Wieder eine andere will, dass ihr Sohn nicht schmutzig wird oder nicht läuft sondern lieber geschoben wird und schon hast du in einer Gruppe 20 Extrawürste nach denen man sich richten soll *grübel*
Maja
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Re: Ist Mehrsprachigkeit unhöflich?

Beitrag von Maja »

asujakin hat geschrieben:
Das kann man dann beliebig ausweiten... Die eine Mutter BESTEHT darauf weiterhin russisch mit ihrem Kind zu sprechen, die andere mag, dass ihr Sohn was anderes isst als alle anderen Kinder. Wieder eine andere will, dass ihr Sohn nicht schmutzig wird oder nicht läuft sondern lieber geschoben wird und schon hast du in einer Gruppe 20 Extrawürste nach denen man sich richten soll *grübel*
Das ist doch ganz was anderes. Deine anderen Beispiele bedeuten alle Mehrarbeit für die Erzieherin. Hingegen, wie die Mutter mit dem Kind spricht, macht für die Erzieherin aufwandsmäßig keinen Unterschied.

Was wäre eigentlich, wenn eine Mutter so starken Dialekt mit ihrem Kind spricht, dass Außenstehende es kaum verstehen können? Zum Beispiel tiefstes Bayrisch, Sächsisch, Plattdeutsch, etc. Es gibt ja durchaus Familien, in denen das der Fall ist, was ziemlich egal ist, solange man in Bayern oder Sachsen oder Schwaben oder wer-weiß-wo lebt (in Regionen mit starkem Dialekt wird ja Hochdeutsch in der Grundschule fast wie eine eigene Sprache eingeübt), aber ein Problem werden könnte, wenn man in eine andere Region zieht. Darf die Mutter ihr Kind dann in der Öffentlichkeit weiter in der familienüblichen Sprache und Ausdrucksweise ansprechen, oder sollte sie schleunigst ihr komplettes Leben auf Hochdeutsch umstellen, damit Außenstehende sich nicht ausgeschlossen fühlen oder andere Kinder ein Dialekt-Wort aufschnappen?
2004/2006/2014
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