Moin,
bei den Tierarztkosten konnte ich ja auch sehr schnell anfangen, mitzureden...
Immerhin bekommen wir die Wolfszahn-OP von der OP-Versicherung erstattet.
Die Rechnung für die erste Lahmheitsuntersuchung und Behandlung ist noch nicht da - wir behandeln aktuell weiter auf Verdacht eine Entzündung, weil es nach den ersten Medikamentengaben deutlich besser wurde. Laufanalyse ist ohne Halle und geräumte Straße unmöglich, darum warten wir nun auf gutes Tauen, ehe der TA wieder kommt um dann ggf. auch zu röntgen usw.
Bei uns im Stall erlebe ich leider z.T. ganz deutlich mit, dass TÄ aufgrund der Kosten verteufelt und nur im ärgsten Fall gerufen werden.
Pferdeosteopathinnen haben wir mittlerweile allein drei am Stall, alle sehr unterschiedlich (kompetent).
Super spannendes Feld - habe gelernt, das Pferde Kompensationskünstler sind, die suboptimalen Umgang (Haltung, Belastung) durchaus für das menschliche Auge lang "aushalten". Aber dann setzt irgendwann der Verschleiß ein und niemand kann es sich erklären, weil, lief doch jahrelang so gut.
Von unserer Haltung bin ich weiterhin überzeugt, bei -10 Grad und einer Woche Schnee am Stück haben wir glücksstrahlende, sehr ausgeglichene Pferde, die lieber draußen schlafen als im (tollen!) Weidezelt auf den gefegten Gummimatten. Sie spielen viel und sind gegenüber den Menschen vom Verhalten her nicht anders als sonst. 2ha haben sie über den Winter zur Verfügung.
Was das gesunderhaltende Reiten betrifft, bin ich verzagter. Dahingehend stehen wir echt alle noch am Anfang. Mal sehen, wann wir dieses "Problem" wieder haben, erstmal die Lahmheit überstehen.
Eine Reitbeteiligung haben und wollen wir übrigens nicht. Ich hätte keine ruhige Minute

Unser Pferd hatte vor ein paar Wochen einen Unfall mit dem Anbindebalken - weil eine Stallkollegin ihn laaaaaaang angebunden hatte

Wir sind nicht perfekt, aber unsere Fehler, die größere Konsequenzen nach sich ziehen (Kosten, Traumata) machen wir lieber selbst. Um wenigstens einmal am Tag kurz hinzufahren, reicht es bei uns immer. Und wenn wirklich nicht mehr Zeit da ist, ist Herr Pferd auch nicht traurig - er hat ja ein vollständiges Privatleben mit seinen Kumpels
In der Hinsicht ein echter, echter Glücksgriff: Diese Ausgeglichenheit! Er "steht" seit nahezu zwei Monaten fast durchgehend (Gesichtsverletzung in Halfter- und Gebisslage, Zahn-OP, Lahmheit) und ist immer angenehm und ruhig im Umgang.
Drückt mir die Daumen für sein Bein...