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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Verfasst: 04.09.2012, 12:24
von milkshake
greenie bird hat geschrieben:ich denke auch, es gibt eben sprachtalente und Kinder, die sich nicht dafür interessieren sondern eben nur benutzen. es gibt auch Kinder, die erst "sammeln" also anfangs kaum sprechen und spät anfangen, dann aber auch wortgewaltig.


ǝlıqoɯ ɯoɹɟ ʇuǝs
War bei meiner 'Tochter auch so. Anfangs hat sie nur zugehört, ich war schon megafrustriert, und dann - plötzlich - brabbelte sie los, mit relativ gutem englischen Wrotschatz!

Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Verfasst: 04.09.2012, 22:23
von inselkind08
Habt ihr eure Kinder eigentlich in biligualen Kitas? Wie wichtig/ sinnvoll findet ihr das?

Unsere Chancen in so einer Kita einen Platz zu bekommen sind wohl eher schlecht, denn wir sind ja keine wirklich zweisprachige Familie (die werden meist bevorzugt). Aber es steht fest das wir möglichst bald (spätestens in 3,5Jahren) ins englischsprachige Ausland ziehen wollen.
Ich spreche deutsch und englisch mit meinem Sohn. Aber ich hätte so gern das er mehr Englisch hört und es eben auch anderswo als mit Mama benutzen kann.
(Da wir wohl bald umziehen werden suche ich gerade nach einer neuen Kita).

Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Verfasst: 04.09.2012, 22:33
von christina
Bei uns nein. Gibt eh keine deutsch-slowenischen KiGä. ;)

Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Verfasst: 04.09.2012, 23:42
von MarinaG
Sinnvoll finde ich bilinguale KiTas schon, leider haben wir keine in der Nähe.

Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Verfasst: 04.09.2012, 23:56
von clermontine
Unser Sohn ist nun gerade drei Jahre alt geworden. Sein Wortschatz erweitert sich langsam, aber er spricht nicht wirklich und ich mache mir schon Gedanken, ob das noch im Rahmen ist. Wir werden entscheiden, wie sich die Sprachentwicklung mit Beginn der Schule entwickelt.
Die Woerter, die er neu spricht sind alle franzoesisch, obwohl er eigentlich den ganzen Tag mit mir deutschsprachig ist. Was Papa sagt, versucht er seit neuesten alles nachzusprechen. Ich denke, dass viel daran liegt, dass ich ihn auch so verstehe und er nicht wirklich gezwungen zum sprechen ist.
Ich hoffe trotzdem, dass das Deutsch noch etwas zulegt. Am liebsten spricht er aber seine "eigene" Sprache, die weder Aehnlichkeit mir deutsch, franzoesisch oder englisch (auch wenn das nur noch selten zur Anwendung kommt) hat. Irgendwie komisch.

Bilingual ist hier nichts, hier gibt es wenig Auslaender und wenn dann eher aus dem arabischen Bereich.

Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Verfasst: 05.09.2012, 09:11
von milkshake
@Inselkind, wohnst Du in HH? Dort gibt es ja ein paar engl-dt-Kitas, allerdings kann ich den im Norden nicht empfehlen. :wink: Da war Töchterchen ein paar Tage zum testen und ich war erschreckt, wie schlecht das Englisch der Mitarbeiter war.

Ich finde eine bilinguale Kita/Schule nur dann wirklich sinnvoll, wenn der Lehrer die Sprache auf einem muttersprachlichen Niveau beherrscht oder optimalerweise eben Muttersprachler ist.

Sicherlich bin auch ich Kompromisse eingegangen, ich war ja anfangs auch die einzige, die Englisch mit meiner Tochter gesprochen hat und ich bin auch keine Muttersprachlerin (allerdings spreche ich sehr gut Englisch, sog. "verhandlungssicher". :wink: ).

Eine Möglichkeit ist ja auch, zb einen ausländischen Studenten stundenweise zu engagieren, der dann eben mit dem Kind in der Sprache spricht, schreiben beibringt etc.

Meine Tochter hatte ja eine bilinguale Vorschule besucht, allerdings waren wir beide davon sehr enttäuscht, da der Lehrer besser russisch als engllisch sprach und wirkliche Sprachhemmungen hatte - insofern wurde im Endeffekt fast ausschließlich deutsch gesprochen. In der Grundschule wäre es dann zwar so gewesen, daß mindestens 75% des Unterrichts tatsächlich auf 'Englisch stattfindet, aber ich habe mich dann aus div. Gründen gegen die Schule entschieden (u.a. auch weil es keine muttersprachlichen Lehrer dort gab).

"Toll" bzw. eine gute Alternative hätte ich für uns noch die Internationale Schule gefunden, allerdings ist sie finanziell unerschwinglich und im ganz anderen STadtteil. :wink:

Ich finde, eine Sprache muss etwas Lebendiges sein, sie soll gelebt werden. Unser Kompromiss besteht nun darin, englische Bücher und Filme zu lesen/sehen, mit Papa wöchentlich zu skypen und ansonsten eben im Alltag so viel wie möglich Englisch zu sprechen.

Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Verfasst: 05.09.2012, 09:57
von Nusserl
nein meine mädels werden zuahuse von einer (ungarischen) nanny betreut. nun lernen sie auch noch ungarische kinderlieder.
eine italienische krippe habe ich nicht gefunden. eigentlich wollten wir eine italienisch sprechende nanny, aber das hat auch nicht geklappt.
und letzte woche habe ioch in der zeitung gelesen, dass die italienische regierung nun auch bei den auslandsitalienern spart. bisher gab es für die schulkinder am samstag immer gratis italienisch kurse, damit sie auch das schreiben und lesen richtig gut lernen. für dieses schuljahr wurden die finanzierung doch noch sicher gestellt, aber danach werden die lehrer wahrscheinlich entlassen.

momentan spricht die grosse als hauptsprache schwitezrdütsch. von mir hört sie hochdeutsch und von meinem gg italienisch. hochdeutsch wird sie wahrscheinlich irgendwann auch sprechen. italienisch ist durch den papa einfach zuwenig. sie versteht zwar alles, aber ihr aktiver wortschatz ist ziemlich gering.
und wenn ich besser italienisch lernen würde, könnte ich zwar mehr vorlesen, aber das ist ja nicht wirklich gut, wenn sie es von mir lernen würde. denn so bekommt sie ja meine fehler mit.
ich find es grad nur echt blöd.

Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Verfasst: 05.09.2012, 19:10
von youtee
Hier auch nein zum bilingualen Kiga.
Nächse Woche wird sie eingeschult, und zwar in die Waldorfschule, wo sie von Anfang an Englisch hat, aber von einem Nichtmuttersprachler. Als ich ihn das erste Mal gehört habe, war ich hell entsetzt :shock: , und hätte sie nur aus diesem Grund fast nicht in diese Schule getan :roll: , aber dann habe ich gedacht, daß es ja an anderen Schule auch nicht automatisch besser ist... Mal sehen, wie sich DAS entwickelt :roll: :roll: :roll:

Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Verfasst: 05.09.2012, 19:14
von Angora
Mein Kleiner geht in eine Kita in der ein englischer Pädagoge arbeitet und der auch nur englisch mit den Kindern spricht und das ganze auch auf spielerische Art (auch mit ner Handpuppe, die aus England kommt). Am Anfang hatte ich Angst, dass das mein Kind verwirren könnte, aber dem ist nicht so (er wächst ja frz/dtsch auf) und mittlerweile nach 2 1/2 Jahren hat er sogar schon nen passiven englischen Wortschatz!

Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Verfasst: 06.09.2012, 14:09
von sajonc
Ich bin zwar recht neu hier, aber mich interessiert das auch : )
Zwar sind wir noch weit entfernt vom Sprechen, aber ich mache mir doch große Gedanken um die Zukunft -ich selber bin in Deutschland aufgewachsen, spreche also einwandfrei deutsch. Meine Familie kommt aber aus Polen und dies ist auch meine Muttersprache, mit der ich ausschließlich mit unserem Töchterchen rede.
Ansonsten spricht das Umfeld größtenteils Deutsch -der Papa selber spricht mit ihr hochdeutsch, mit seiner eigenen Familie aber schweizer-deutsch und der Schwiegervater auch hin und wieder mit ihr. Meine Eltern, die wir mehrmals im Monat sehen, sprechen mischmasch mit ihr. Wenn sie untereinander sind, nahezu nur polnisch -wenn mein Freund zbsp da ist, reden sie viel deutsch.

Ich selber habe aber nicht einwandfreies polnisch -wie sehr ihr das? Eigentlich fühle ich mich irgendwo schlecht dabei, da ich doch nicht so ein sauberes polnisch lerne, wie Leute, die dort aufwuchsen und zur Schule gingen. Aber andererseits finde ich die Sprache viel liebevoller und natürlicher für mich persönlich und ich wünsche mir, dass sie es auch mal lernt.

Und ein zweisprachiger KiTa/Schule wäre echt super.
Wobei ich auch hier den Aspekt des Lehrers mit Muttersprach-Niveau (bzw. eben Muttersprachler) wichtig finde. #
Und natürlich wäre mir was polnisch-sprachiges am liebsten, da es mir nicht darum geht, dass mein Töchterlein mehrsprachig aufwächst, sondern eben polnisch/deutsch -da es für uns jeweils die Muttersprachen sind. Da sind für mich andere Sprachen vorerst nicht so interessant, wobei wir auch viel Kontakt zu der englischen Sprache haben (Verwandte seiner- und meinerseits).