Phytolacca hat geschrieben: 19.01.2018, 16:53
Wegen der Mikrowelle wir haben das Schlafzimmer am Wohnzimmer dran. Und das Wohnzimmer ist eine Wohnküche. Und wir haben eigentlich die Tür immer nen Spalt offen um schnell genug zu sein wenn er wach wird, weil er immer so schlecht wieder einschlief und ein Babyfon nur so platziert werden konnte, dass er den Stecker leicht sehen konnte und immer wieder auf stand um diesen zu ziehen.
Es ist quasi so als liege er mit auf der Couch oder am herd.
Wie gesagt, normalerweise wachen Kinder bei monotenen Summ- Brumm- Plätschergeräuschen nicht so leicht auf. Habt ihr mal versucht, mit einem alten Smartphone und euren Smartphones und eines "Babyphone-App" so eine Art Videoüberwachung zu schalten? Dann könntet ihr steckerfrei mit geschlossenen Türen mehr Freiheit genießen
Wir haben jetzt noch eine andere Baustelle, mein Sohn hat die letzten Tage so schlecht geschlafen. Es fühlt sich so an als ob er nichts verpassen will was wir mit dem Baby machen, ich habe ihn gefühlt dreimal vorm Mittagsschlaf und dreimal vorm abendschlaf in den Schlaf gestillt bevor er nicht mehr aufstand. Das zog sich so ewig hin, dass ich keine Lust mehr hatte, sich meine Brust elektrisiert angefühlt hat und ich den Eindruck bekam, dass ich das Baby weniger habe als ihn.
Nun habe ich beschloßen, kein einschlafstillen mehr zu betreiben und er verweigert, dass schlafen nun bis er von alleine umfällt.
Ich stille, beende wenn alle und biete eine Alternative an.
Tja Alternative wird angenommen, Buch angesehen, die Müdigkeit schwingt im Raum und dann muss man doch nochmal zu Papa schauen.
Dieses Schlafverhalten klingt für mich nach einer klassischen Reifungsphase im Gehirn. Anstrengend, aber liegt nicht an euch.
Muss man Mittag und Nachtschlaf gleichzeitig umstellen. Muss der Ort des Stillens gewechselt werden? Wenn sie Papa näher geht er körperlich aggressiv vor (das war schon immer so)
Mittag- und Nachtschlaf kann man mit ganz unterschiedlichen Ritualen kombinieren. Das ist kein Problem. Wie bei jeder Umstellung ist es allerdings ziemlich sinnvoll, 14 Tage konsequent einen Modus mit einer Situation zu verknüpfen, anschließend kann man das dann lockererlassen, wenn es im Gehirn verankert ist.
Muss man dann immer andocken bevor das Kind einschläft, heute wäre er in Folge der letzten Tage beim stillen gleich eingeschlafen, ich habe dann abgedockt und er hat 4 std und eine Kiwa
Fährt gebraucht. Ich weis nicht ob ich übers Ziel hinaus bin.
Und er hat heute begonnen am Daumen zu nuckeln
Theoretisch müsste man immer abdocken, wenn man dauerhaft einschlafen ohne Einschlafstillen machen will, ja. Aber mitten im Entwicklungsschub mit schlechtem Schlaf kann das natürlich etwas kontraproduktiv sein, wie Du leider gemerkt hast

Wie war das, ein Wasserfläschchen oder sowas nimmt er nicht als Ersatz?
Es kommt ein bisschen drauf an. Wenn das Ritual z.B. so ist:
1. Im Bett sitzend stillen mit noch Licht an; 2. Abdocken und alternatives Ritual machen (z.B. Vorlesen mit Licht an, dann Singen mit Licht aus; 3. Gemeinsam im dunklen Zimmer einschlafkuscheln, ggf. während Du ein eBook liest oder die Schwester stillst
Und er schläft dann ausnahmsweise bei 1. schon ein, würde ich persönlich es so lassen, also ihn tief einschlafen lassen, ablegen, vorsichtig abdocken bzw. noch kurz warten und dann abdocken.
Daumen nuckeln ist wahrscheinlich eine Übergangssache, lass ihn machen, kommentier es nicht, sonst wird es nur interessanter. Oder biete ihm aktiv ein Mulltuch, Zipfeltuch, Kuscheltier zum Rumkauen an, wenn Dir das lieber ist.
Er stillt besser rechts, daher stille ich oft rechts mit ihn und sie bekommt öfter links als rechts. Das ist ja schlecht für das ausgeglichene Motorik lernen bei so kleinen. Muss es bei ihr exakt 50:59 sein?
Achso. Nein, das ist nicht so wichtig, die meisten Babys haben eh eine Lieblingsseite an der sie öfter stillen als an der anderen. Lediglich bei Babys die nur noch eine Brust trinken ist es ganz gut dann mal die Positionen zu wechseln in den Vollstillmonaten. Aber so ein Baby liegt ja auch viel rum, übt Bewegungen, wird mal so und mal so getragen, ... also mach Dir keine Gedanken, passt schon.
Wegen der Überforderjng/Angst, daher ich wenn. Ich habe das und auch die Geburt schon mit verschiedenen Ansätzen bearbeitet und bin da echt weitergekommen. Nur dein Anstoß hat mir vor Augen geführt, wo ich immer Koch in dem Muster sitze. Ich wollte eh für Februar einen Termin ausmachen und die jetzige Geburt zu besprechen.
Ich denke ich reagiere vielleicht auch gerade so sensibel weil er so nölig ist.
Gefühlt steht er schon müde und unzufrieden auf, kreischt sich durch den Tag und es wird nicht besser. Man muss sehr viel Energie aufwenden um ihn bei Laune zu halten oder Grenzen zu etablieren.
Und wir Lasten ihm die meisten Tag echt gut aus
Gut, dass Du an dem Thema dran bist und jetzt auch wieder drangehen möchtest. Man braucht Geduld, um einschneidende Erfahrungen zu verarbeiten und Muster zu verändern.
Und vermutlich ist gerade wirklich die Kombi aus "Entwicklungsschub beim Kleinkind" und "Erschöpfung bei der Mutter" ungünstig für Deine Nerven. Versuch weiterhin täglich an ein paar bewusste Atemübungsmomente und ans Lockerlassen des Körpers zu denken, am besten Du verteilst noch ein paar Post-Its an die Küchenfläche, den Badspiegel, die Wohnzimmerwand, neben die Krabbeldecke und wo Du sonst noch oft hinguckst

Muss ja nur "Atmen! Loslassen" draufstehen
