Dir auch frohe Weihnachten!
Kurz zu Deinem Sohn: Falls die fehlende Beweglichkeit der Zunge Auswirkungen auf die Zahnstellung und/oder Sprachentwicklung hat, könntet ihr über Logopädie zur Normalisierung von Zungenlage und -beweglichkeit nachdenken. Man muss einen Logopäden finden der sich damit auskennt in diesem Alter, und ein gutes Händchen für Kleinkinder hat, aber dann kann es was bringen. (Aber wenn es keine Probleme macht, dann kann man es auch einfach so lassen.)
Die Brust abwaschen zwischen den Kindern musst Du nicht, solange beide gesund sind oder ihr alle die gleiche Infekte habt. Die Kleine ist ja kein winziges Neugeborenes mehr (selbst da gehen die Meinungen auseinander wie viel Reinigung notwendig wäre) und eure "Hauskeimflora" ist sowieso überall.
Wenn jetzt ein Kind eine fies ansteckende Infektion hätte - Soor, offener Herpes, gelb-grünes Dauergeschnodder, akut MD - dann könnte es Sinn ergeben, jedem Kind eine Brust zuzuteilen oder vor dem Wechsel kurz zu desinifzieren, das das will sehr gut überlegt sein, da es die Brust austrocknet und den natürlichen Keimschutz Deiner Haut negativ beeinträchtigt. Im Zweifel würde ich davon ausgehen, dass hochansteckendes sowieso bei euch rumgeht und es daher total egal ist.
Also auch das mit Wasser abwaschen würde ich der empfindlichen Haut zuliebe nicht machen. Ich gehe mal davon aus, dass Du sowieso alle 1-2 Tage mal duschst, das reicht.
Was Du von der Kleinen beschreibst klingt für mich nach der ganz "normalen" abendlichen Säuglingsunruhe. Manche Kinder schreien sich die Anspannung (ggf. stundenlang) heraus, andere clustern einigermaßen friedlich, und manche sind so wie Du es beschreibst einfach generell sehr unruhig.
Ihr könnt versuchen, ob es hilft, sie ca. 30 Minuten VOR dem normalen Unruhebeginn einmal komplett aus der Situation herauszunehmen und noch mal reizarm zum Schlafen oder Ruhen zu bringen. Das idealste wäre, wenn einer von euch beiden sie dann ins Tuch nimmt (oder gepuckt in den Kinderwagen) und wirklich raus geht an die frische Luft und dann einem strammen Spaziergang macht (bei Regen reichen natürlich 15 Minuten mit Regenschmirm und Cover, bei normalem Wetter am besten schon so 20-30 Minuten). Der andere könnte dann z.B. in der Zeit mit dem Großen zusammen in Ruhe das Abendessen vorbereiten. An der kalten frischen dunklen Luft eng eingepackt kommen auch unruhige Babys oft noch mal zur Ruhe, und ein solches Schläfchen kann das Abenddrama reduzieren. Probiert es mal drei Tage hintereinander aus, entweder habt ihr dann den Durchbruch oder ihr könnt die Idee in die Ecke werfen

(Netter Nebeneffekt: Wenn es gut läuft und das Kleine noch pennt nach dem Reinkommen, kann man als Familie mal zehn Minuten friedlich gemeinsam essen.)
Ansonsten bieten sich natürlich die klassischen "fussy baby"-Rituale an, wie sie z.B. bei Sears im 24-Stunden-Baby beschrieben werden, auch "normale" Baby profitieren davon.
Man kann auch darüber nachdenken, ob ein abendlicher Schnullergebrauch eine Lösung sein könnte. DIes wäre zu erwägen, wenn sie über 6 Wochen alt ist, insgesamt wirklich schon verlässlich ordentlich stillt, die Gewichtszunahme weiterhin dauerhaft gut ist, und es euch allen damit besser gehen würde. Falls ihr das versuchen wollt, wählt einen Schnuller mit sehr weichem sehr kleinen flachen symmetrischen Mudnstück (z.B. A*vent), setzt ihn sparsam ein und achtet in den ersten Wochen sehr genau auf Stilltechnik und Gewichtszunahme.
(Ich als entschiedene Schnullergegnerin in Bezug auf meine Kinder hatte beim jüngsten Kind zeitweilig einen Schnuller trotz mehrfacher "stillberaterischer" Kontraindikationen aus therapeutischen Gründen im Einsatz, und es entpuppte sich tatsächlich als ein sinnvolles Hilfsmittel für einen sehr begrenzten Zeitraum (nach wenigen Monaten hab ich den Anblick nicht mehr ertragen und ihn entsorgt), daher sollte man hier wie auch bei jedem anderen Hilfsmittel einfach offen nachdenken, ob es für einen passt oder nicht.)
Viele Grüße!