Der Pferde-Fred

Basteltipps, Handarbeiten, sonstige Freizeitaktivitäten mit und ohne Kind(er)

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Elena
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Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von Elena »

Vielleicht Trauma/Schmerzen in Verbindung mit der Erkenntnis, dass es ja ganz einfach ist, den Reiter bei Bedarf loszuwerden? Vielleicht hat er das jetzt gelernt? Aber dass er nicht vorher sein Problem auf etwas zivilisiertere Weise zeigen kann...!
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SingtoMe
ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von SingtoMe »

Elena hat geschrieben: 03.09.2023, 19:29 Mein Psychopferd hat mich gestern abgebuckelt. :evil: Ich hatte schön mit ihm an der Hand gearbeitet, ausführlich longiert, er war locker und gut drauf. Ich bin aufgestiegen, im Schritt losgegangen, und nach 4 ruhigen Schritten ist er aus dem Nichts losgesprungen wie ein Bekloppter und ich bin runtergeflogen. Viel passiert ist nicht, mein einer Unterarm ist heftig geprellt und mein einer Fuß auch. Gestern dachte ich noch, der Arm ist gebrochen, weil er megaschnell angeschwollen ist. Aber er ist wieder weitgehend abgeschwollen und ich kann ihn fast normal benutzen. Blödes Vieh!!! Morgen rede ich mal mit der Trainerin drüber.
Hi Elena,

es tut mir leid, dass euch das passiert ist. Trotzdem muss ich leider schreiben, dass ich es nicht gut finde, dass du ihn als "Blödes Vieh" und als "Psychopferd" bezeichnest. Ich denke nicht, dass ein Pferd ohne Grund so heftig buckelt. Klar, du hast jetzt Arbeit und Verständnis für ihn rein gesteckt, aber vielleicht hat er doch ein unerkanntes gesundheitliches Problem oder es ist in der ausbildung etwas grundlegend falsch gelaufen?
Meiner Meinung nach hilft eine negative Einstellung dem Pferd gegenüber nicht weiter, sondern macht das problem eher noch schlimmer.

Viele Grüße Sing
Schnecki (2015) & Pfötchen (2018)
Elena
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Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von Elena »

SingtoMe hat geschrieben: 04.09.2023, 09:17
Elena hat geschrieben: 03.09.2023, 19:29 Mein Psychopferd hat mich gestern abgebuckelt. :evil: Ich hatte schön mit ihm an der Hand gearbeitet, ausführlich longiert, er war locker und gut drauf. Ich bin aufgestiegen, im Schritt losgegangen, und nach 4 ruhigen Schritten ist er aus dem Nichts losgesprungen wie ein Bekloppter und ich bin runtergeflogen. Viel passiert ist nicht, mein einer Unterarm ist heftig geprellt und mein einer Fuß auch. Gestern dachte ich noch, der Arm ist gebrochen, weil er megaschnell angeschwollen ist. Aber er ist wieder weitgehend abgeschwollen und ich kann ihn fast normal benutzen. Blödes Vieh!!! Morgen rede ich mal mit der Trainerin drüber.
Hi Elena,

es tut mir leid, dass euch das passiert ist. Trotzdem muss ich leider schreiben, dass ich es nicht gut finde, dass du ihn als "Blödes Vieh" und als "Psychopferd" bezeichnest. Ich denke nicht, dass ein Pferd ohne Grund so heftig buckelt. Klar, du hast jetzt Arbeit und Verständnis für ihn rein gesteckt, aber vielleicht hat er doch ein unerkanntes gesundheitliches Problem oder es ist in der ausbildung etwas grundlegend falsch gelaufen?
Meiner Meinung nach hilft eine negative Einstellung dem Pferd gegenüber nicht weiter, sondern macht das problem eher noch schlimmer.

Viele Grüße Sing
Oh Gott, das ist doch nicht ernst gemeint. :lol: Die Wörter sind nur mein Frustventil. Ich hänge total an ihm und tue nach wie vor alles, um zu verstehen, was da los ist. Ich habe schon sehr viel Zeit damit verbracht, verschiedene Dinge abzuklären und zu erwägen, aber auch die Fachleute, mit denen ich gesprochen habe, haben bisher keinen griffigen Ansatz. Deshalb mache ich weiter und entscheide letztendlich immer neu, wie es weitergeht. Aber frustrierend ist es, wenn man sich auf einem guten Weg wähnt und es dann so daneben geht! Leider riskiere ich ja mit manchen Dingen mein Leben, das hat mir mein mehrtägiger Aufenthalt auf Intensiv letztes Jahr gezeigt. Dazu bin ich nicht bereit, zumal ich eigentlich gar kein Pferd für mich wollte, sondern ein Familienpferd für die Kinder, das ich dann mal sporadisch mitreite. Ich dachte, ich bin dann 1-2mal pro Woche mit auf dem Hof und mache ein bisschen hier und da was. Jetzt verbringe ich täglich mehrere Stunden dort, damit es ihm gut geht. Diese Zeit habe ich eigentlich nicht so richtig, ich arbeite teilweise spätabends, habe ein Hobby gestrichen und vernachlässige Haushalt und Garten. :oops: Es wäre so toll auch für das Pferd, wenn wir reiten könnten - meinetwegen nur Schritt, nur Gelände, total egal. Durch das viele Spazierengehen habe ich mir in den letzten Monaten einen Fersensporn gelaufen, da muss ich auch etwas aufpassen. Ich muss ihn halt vernünftig auslasten können, und das wäre mit Reiten deutlich einfacher. Natürlich hat das extreme Buckeln einen Grund. Und ich werde weiterhin versuchen, den zu finden. Ich habe jetzt schon wieder zwei Nächte wach gelegen und gegrübelt. Es passt alles nicht so wirklich zusammen... :(
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Plueschwuschel
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Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von Plueschwuschel »

Elena hat geschrieben: 04.09.2023, 09:54 Ich habe schon sehr viel Zeit damit verbracht, verschiedene Dinge abzuklären und zu erwägen, aber auch die Fachleute, mit denen ich gesprochen habe, haben bisher keinen griffigen Ansatz. Deshalb mache ich weiter und entscheide letztendlich immer neu, wie es weitergeht. Aber frustrierend ist es, wenn man sich auf einem guten Weg wähnt und es dann so daneben geht! Leider riskiere ich ja mit manchen Dingen mein Leben, das hat mir mein mehrtägiger Aufenthalt auf Intensiv letztes Jahr gezeigt.
Hast Du Untersuchungen vornehmen lassen? Ich erinnere, dass er teuer war, wahrscheinlich liegen (ältere) Röntgenbilder vor, hast Du die selbst in Auftrag gegeben? Wenn nein, wäre das was, die Aufnahmen von den typischen Stellen (Rücken, HWS) in einer vertrauenswürdigen Klinik zu wiederholen?
Hinter so einem Verhalten können IMMER Schmerzen stecken, auch wenn die Person obendrauf vermeintlich "nur locker" gemacht hat, belastet sie den Bewegungsapparat inkl. Ausrüstung doch mit mindestens 60kg.

Was hältst Du von Osteopathie? Muss niemand Fan von sein, aber die Behandlungspreise liegen deutlich unter allem, was in den Tierkliniken passiert und die Therapeut:innen können tatsächlich Problemstellen aufspüren und Empfehlungen abgeben, wo man mal hinröntgen sollte (sind wohl klassische Erstentdecker:innen von Kissing Spines).

Draufsetzen würd ich mich da auch nicht mehr, verstehe Deine Bedenken vollkommen. Da der so völlig austickt, würde ich vielleicht sogar in Richtung Gehirntumor denken.
Aber die ganzen Abklärungen sind einfach sündsausackteuer :cry:

Unserem Pferdchen geht's ganz gut. Er ist weiterhin ein absolut lieber Guter. Reiten hakelt etwas - gleich habe ich Reitstunde, hoffentlich kommen wir dabei dem "Problem der Woche" auf die Spur. Eine halbe Stunde haben wir, die andere Hälfte wird meine Trainerin ihn reiten - sie ist ihn ja probegeritten und war seitdem einmal mit ihm im Gelände. Nun möchten wir ihn nochmal unter ihr auf dem Platz sehen - ich bin so gespannt!

Ein bisschen Chaos gibt's in der Haltergemeinschaft. Das gehört wohl dazu :roll: Zum Glück haben wir dort "unsere" Leute gefunden und fühlen uns insgesamt sehr wohl.
Eine kleine Sorge macht mir grad das Weidemanagement - das Gras ist auf der aktuellen Fläche seeeeehr frisch und fett und blitzegrün, Pferd ist sehr aufgeschwemmt. Mal gucken, ob der in Zukunft dauerhaft auf Gras stehen kann.
Nur drei können einander in die Mitte nehmen: Schulkind E. (12/11), Kindergartenkind H. (07/17), Baby P. (03/19)

und Sternenkind Jannis (07/10)
Francisam
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Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von Francisam »

:7:
Elena hat geschrieben: 04.09.2023, 09:54
SingtoMe hat geschrieben: 04.09.2023, 09:17
Elena hat geschrieben: 03.09.2023, 19:29 Mein Psychopferd hat mich gestern abgebuckelt. :evil: Ich hatte schön mit ihm an der Hand gearbeitet, ausführlich longiert, er war locker und gut drauf. Ich bin aufgestiegen, im Schritt losgegangen, und nach 4 ruhigen Schritten ist er aus dem Nichts losgesprungen wie ein Bekloppter und ich bin runtergeflogen. Viel passiert ist nicht, mein einer Unterarm ist heftig geprellt und mein einer Fuß auch. Gestern dachte ich noch, der Arm ist gebrochen, weil er megaschnell angeschwollen ist. Aber er ist wieder weitgehend abgeschwollen und ich kann ihn fast normal benutzen. Blödes Vieh!!! Morgen rede ich mal mit der Trainerin drüber.
Hi Elena,

es tut mir leid, dass euch das passiert ist. Trotzdem muss ich leider schreiben, dass ich es nicht gut finde, dass du ihn als "Blödes Vieh" und als "Psychopferd" bezeichnest. Ich denke nicht, dass ein Pferd ohne Grund so heftig buckelt. Klar, du hast jetzt Arbeit und Verständnis für ihn rein gesteckt, aber vielleicht hat er doch ein unerkanntes gesundheitliches Problem oder es ist in der ausbildung etwas grundlegend falsch gelaufen?
Meiner Meinung nach hilft eine negative Einstellung dem Pferd gegenüber nicht weiter, sondern macht das problem eher noch schlimmer.

Viele Grüße Sing
Oh Gott, das ist doch nicht ernst gemeint. :lol: Die Wörter sind nur mein Frustventil. Ich hänge total an ihm und tue nach wie vor alles, um zu verstehen, was da los ist. Ich habe schon sehr viel Zeit damit verbracht, verschiedene Dinge abzuklären und zu erwägen, aber auch die Fachleute, mit denen ich gesprochen habe, haben bisher keinen griffigen Ansatz. Deshalb mache ich weiter und entscheide letztendlich immer neu, wie es weitergeht. Aber frustrierend ist es, wenn man sich auf einem guten Weg wähnt und es dann so daneben geht! Leider riskiere ich ja mit manchen Dingen mein Leben, das hat mir mein mehrtägiger Aufenthalt auf Intensiv letztes Jahr gezeigt. Dazu bin ich nicht bereit, zumal ich eigentlich gar kein Pferd für mich wollte, sondern ein Familienpferd für die Kinder, das ich dann mal sporadisch mitreite. Ich dachte, ich bin dann 1-2mal pro Woche mit auf dem Hof und mache ein bisschen hier und da was. Jetzt verbringe ich täglich mehrere Stunden dort, damit es ihm gut geht. Diese Zeit habe ich eigentlich nicht so richtig, ich arbeite teilweise spätabends, habe ein Hobby gestrichen und vernachlässige Haushalt und Garten. :oops: Es wäre so toll auch für das Pferd, wenn wir reiten könnten - meinetwegen nur Schritt, nur Gelände, total egal. Durch das viele Spazierengehen habe ich mir in den letzten Monaten einen Fersensporn gelaufen, da muss ich auch etwas aufpassen. Ich muss ihn halt vernünftig auslasten können, und das wäre mit Reiten deutlich einfacher. Natürlich hat das extreme Buckeln einen Grund. Und ich werde weiterhin versuchen, den zu finden. Ich habe jetzt schon wieder zwei Nächte wach gelegen und gegrübelt. Es passt alles nicht so wirklich zusammen... :(
Das tut mir wahnsinnig leid!

Ich habe mir auch abgewöhnt, mein Pferd mit "Schimpfwörtern" zu versehen, aber irgendwas harmloses wie Blödmann oder so bekommt er schon mal ab, wenn ich genervt bin. Da ich ihn nicht strafe oder sonstwie über die Maße zurechtweise, kann er das gut aushalten, glaub ich.

Ich vermute, Elena hält das genauso :wink:


Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht wüsste, wie ich mit so einem Pferd und so einen unberechenbaren Verhalten umgehen würde. Spätestens nach dem zweiten (?) Abflug ohne erkennbaren Grund hätte ich einfach Angst mich da nochmal drauf zu setzen, und ich bin weder ausgemacht schissig noch unsicher im Sattel.


Ehrlich gesagt finde ich, dass man nicht seinen ganzen Alltag für etwas über den Haufen werfen muss, das man so nicht will und nicht wollte. Natürlich hat man die Verantwortung für das Pferd und der würde ich mich sicherlich auch nicht entledigen, aber es gibt ja noch Graustufen dazwischen.
Ich würde vermutlich einen All-inclusive-Rentnerplatz für ihn suchen und bis an sein Lebensende dafür zahlen, dass ich mich nicht weiter darum kümmern muss…
... mit Groß (2015), Mittel (2016) und Klein (2022)
Francisam
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Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von Francisam »

Der Still-Smiley ist natürlich Absicht :lol:
... mit Groß (2015), Mittel (2016) und Klein (2022)
Elena
Miss SuTiversum
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Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von Elena »

Plueschwuschel hat geschrieben: 04.09.2023, 10:14
Elena hat geschrieben: 04.09.2023, 09:54 Ich habe schon sehr viel Zeit damit verbracht, verschiedene Dinge abzuklären und zu erwägen, aber auch die Fachleute, mit denen ich gesprochen habe, haben bisher keinen griffigen Ansatz. Deshalb mache ich weiter und entscheide letztendlich immer neu, wie es weitergeht. Aber frustrierend ist es, wenn man sich auf einem guten Weg wähnt und es dann so daneben geht! Leider riskiere ich ja mit manchen Dingen mein Leben, das hat mir mein mehrtägiger Aufenthalt auf Intensiv letztes Jahr gezeigt.
Hast Du Untersuchungen vornehmen lassen? Ich erinnere, dass er teuer war,
Schon teuer für ein Freizeitpferd, aber nicht teuer genug, um Röntgenbilder zu fälschen, würde ich sagen. :lol:
wahrscheinlich liegen (ältere) Röntgenbilder vor, hast Du die selbst in Auftrag gegeben? Wenn nein, wäre das was, die Aufnahmen von den typischen Stellen (Rücken, HWS) in einer vertrauenswürdigen Klinik zu wiederholen?
Die Bilder waren zum Zeitpunkt des Kaufs 2 Monate alt und nicht von uns in Auftrag gegeben, aber wir haben sie mit unserm Tierarzt sehr gründlich angeschaut. Ich überlege tatsächlich, nochmal welche machen zu lassen und werde das mal mit dem Tierarzt besprechen, der bald wegen impfen wieder da ist.
Hinter so einem Verhalten können IMMER Schmerzen stecken, auch wenn die Person obendrauf vermeintlich "nur locker" gemacht hat, belastet sie den Bewegungsapparat inkl. Ausrüstung doch mit mindestens 60kg.
Ja, absolut. Das Konische daran ist, dass das Buckeln in so unterschiedlichen Situationen auftrat:

1. Situation: Meine Tochter hat mit ihm gearbeitet, lange warmgeritten, dann im Trab gelöst, linke Hand galoppiert, Handwechsel, rechte Hand galoppiert. Da wird er auf einmal schneller und schneller, sie kriegt ihn nicht eingefangen, er rast ein paar Runden durch die Halle, buckelt schließlich und sie fliegt runter.

2. Situation 2 Tage später: Ich steige auf (in derselben Halle) und er buckelt mich ab, bevor ich mich richtig hingesetzt habe.

3. Situation: Nachdem die Bereiterin über 3 Monate intensiv mit ihm gearbeitet hat, setzt sie sich Ende April drauf, arbeitet 40 min mit ihm, er läuft so gut und locker wie nie. Sie will noch einmal galoppieren, er buckelt los und sie fliegt runter. Das war auf einem anderen Hof.

4. Situation: Der Kerl ist 5 Monate lang nicht geritten worden. 5 Tage vorher habe ich ein paar Minuten (selbe Halle wie Situation 1 und 2) draufgesessen, die Trainerin hat mich geführt, alles total entspannt. 2 Tage vorher bin ich nach sorgfältiger Arbeit mit ihm aufgestiegen, eine Runde Schritt auf dem Platz geritten, wieder abgestiegen. Alles entspannt. An dem Tag mache ich es exakt genauso, nur flippt er aus.

Warum läuft er monatelang völlig unbuckelig unterm Reiter und flippt dann plötzlich aus?
Was hältst Du von Osteopathie? Muss niemand Fan von sein, aber die Behandlungspreise liegen deutlich unter allem, was in den Tierkliniken passiert und die Therapeut:innen können tatsächlich Problemstellen aufspüren und Empfehlungen abgeben, wo man mal hinröntgen sollte (sind wohl klassische Erstentdecker:innen von Kissing Spines).
Haben wir mit zwei verschiedenen probiert, während er im Beritt war. Die Bereiterin fand ihn nämlich gerade auf der rechten Hand recht fest, man sieht auch, dass seine Kruppe etwas schief ist. Nach Aussage der Bereiterin hat die zweite Osteopathin eine Verbesserung gebracht - aber 4 Wochen später ist er dann ausgeflippt. Ich bin eher skeptisch, aber nicht total abwehrend. Letztendlich werde ich alles irgendwie ausprobieren. Wahrscheinlich werde ich jetzt erstmal mit meiner Trainerin schauen - sie behandelt nach der Masterson-Methode, zu der ich zwar keine klare Meinung habe (habe ich auch wenig Ahnung von), aber immerhin hat sie sowas wie Verspannungen und Fehlstellungen auch im Blick.
Unserem Pferdchen geht's ganz gut. Er ist weiterhin ein absolut lieber Guter. Reiten hakelt etwas - gleich habe ich Reitstunde, hoffentlich kommen wir dabei dem "Problem der Woche" auf die Spur. Eine halbe Stunde haben wir, die andere Hälfte wird meine Trainerin ihn reiten - sie ist ihn ja probegeritten und war seitdem einmal mit ihm im Gelände. Nun möchten wir ihn nochmal unter ihr auf dem Platz sehen - ich bin so gespannt!
Oh spannend. Was ist denn das Problem der Woche?
Ein bisschen Chaos gibt's in der Haltergemeinschaft. Das gehört wohl dazu :roll: Zum Glück haben wir dort "unsere" Leute gefunden und fühlen uns insgesamt sehr wohl.
Das ist ja oft nicht so einfach. Zum Glück haben wir hier eine echt nette Stallgemeinschaft und fühlen uns auch sehr wohl, aber komische Leute sind natürlich auch dabei.
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Oh, doof. Wie ist denn das für den Winter etc. geplant? Ich habe gerade wegen unserer Stute überlegt. Sie ist sehr verfressen und frisst wirklich viel Stroh, verträgt das aber auch gut. Ich hatte überlegt, ihr mehr Heu zu geben. Aber mein Bruder (Tierarzt) hat mir vorgerechnet, dass sie mit der jetzigen Menge eigentlich gut hinkommen müsste, und da sie eher leichtfuttrig ist, riet er mir von mehr Heu ab. Er sagt, er hat ziemlich viele Rehepferde in Behandlung...
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Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von Elena »

Francisam hat geschrieben: 04.09.2023, 10:20
Ich habe mir auch abgewöhnt, mein Pferd mit "Schimpfwörtern" zu versehen, aber irgendwas harmloses wie Blödmann oder so bekommt er schon mal ab, wenn ich genervt bin. Da ich ihn nicht strafe oder sonstwie über die Maße zurechtweise, kann er das gut aushalten, glaub ich.

Ich vermute, Elena hält das genauso :wink:
Genau. Momentan nenne ich ihn zuhause meistens Buckelwal. Wenn ich neben ihm stehe, sage ich eher "mein Schatz". Er ist nämlich wirklich so ein lieber Kerl im Umgang! Schon sehr wach, aber zugewandt und interessiert und er arbeitet toll mit.
Ehrlich gesagt finde ich, dass man nicht seinen ganzen Alltag für etwas über den Haufen werfen muss, das man so nicht will und nicht wollte. Natürlich hat man die Verantwortung für das Pferd und der würde ich mich sicherlich auch nicht entledigen, aber es gibt ja noch Graustufen dazwischen.
Ich würde vermutlich einen All-inclusive-Rentnerplatz für ihn suchen und bis an sein Lebensende dafür zahlen, dass ich mich nicht weiter darum kümmern muss…
Das hatte ich ja ursprünglich auch gedacht. Das Problem ist, dass es nicht so leicht ist, etwas Passendes in nicht allzu großer Entfernung zu finden - und dann ist das ziemlich teuer. Der Kerl ist meiner Meinung nach nicht für 24h-Offenstall gemacht, sondern hat zumindest zeitweise gerne seine Ruhe in der Box. Und tagsüber Wiese o.ä. mit einer Stute seiner Wahl. :lol: Aber so ganz ohne Arbeit ist er als fitter Zehnjähriger vielleicht auch nicht richtig gefordert...

Der Hof jetzt ist nur einen km von uns entfernt und wir haben ja auch die Stute dort. Wir alle können uns also relativ einfach kümmern. Und ehrlich gesagt macht es mir natürlich auch Spaß, sonst hätte ich das schon anders geregelt. Ich bin gerne dort und ich habe in den letzten Wochen gesehen, wie gut ich mit ihm arbeiten und voran kommen kann (wenn ich mich nicht draufsetze :roll: ). Reiten würde es halt noch deutlich einfacher machen! Und der all-inclusive-Rentnerplatz ist noch nicht vom Tisch. :lol: Mal sehen.
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Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von Elena »

Wir hatten ein gutes Training heute und die Trainerin hat mir Mut gemacht, dass wir das hinkriegen. Sie sagt, bevor ich verzweifle und ihn in Rente schicke, soll ich ihn eine Weile zu ihrem Trainer in Belgien geben, Jossy Reynfoet. Der hätte schon viel problematischere Fälle hinbekommen. Vielleicht mache ich mal eine Woche dort Urlaub mit dem Kerl. :)
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Re: Der Pferde-Fred

Beitrag von Francisam »

Elena hat geschrieben: 04.09.2023, 17:53 Wir hatten ein gutes Training heute und die Trainerin hat mir Mut gemacht, dass wir das hinkriegen. Sie sagt, bevor ich verzweifle und ihn in Rente schicke, soll ich ihn eine Weile zu ihrem Trainer in Belgien geben, Jossy Reynfoet. Der hätte schon viel problematischere Fälle hinbekommen. Vielleicht mache ich mal eine Woche dort Urlaub mit dem Kerl. :)
Das klingt alles super! :D
Das ist bestimmt sehr erleichternd, wenn man von außen Zuversicht gespiegelt bekommt, oder? Das nimmt einem ein bisschen den Druck der alleinigen Verantwortung mit allem, was an Entscheidungen so dran hängt.
... mit Groß (2015), Mittel (2016) und Klein (2022)
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