Langsam abstillen funktioniert nicht! Ich mag nicht mehr.

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Lalune
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Re: Langsam abstillen funktioniert nicht! Ich mag nicht mehr.

Beitrag von Lalune »

So, ich wollte doch noch einige Dinge direkt kommentieren.
olle hat geschrieben:Hallo Lalune,
ich hab mal ein paar Gedanken für dich:
Lalune hat geschrieben:Aber er kann im Halbschlaf nur pieseln, wenn ich ihn andocke, damit er entspannen kann. Durch einige Umstände im Urlaub konnte ich ihn jetzt nachts nicht mehr abhalten und zog ihm eine Windel an. Da weiß ich jetzt gar nicht, was ich machen soll.
Kannst du ihm tags ein Signal geben, das ihr dann mit in die Nacht nehmt, oder stillst du ihn tags auch, wenn er mal muss?
Tagsüber haben wir ein Signal, wobei er es da nicht mehr braucht, wenn er zu mir kommt und aufs Klo will. Nur nach dem Aufwachen (morgens und Mittagsschlaf) ging es nur mit Stillen. Gestern und heute habe ich ihn jetzt aber zum pieseln in die Badewanne gestellt. ER hat zwar ein bißchen gemeckert, aber es ging.
Lalune hat geschrieben:Wie soll ich die Mahlzeiten nachts denn reduzieren? Jedes zweite Mal Wasser anbieten? Und was, wenn er aufs Stillen besteht?
Habt ihr schon versucht, die Schlafplätze zu verändern? Er schläft neben deinem Mann und seinem Bruder, du dann neben deinem großen Kind. Nächtliche Veränderungen würde ich an Wochenenden beginnen oder im Urlaub bei sowieso veränderter Umgebung, funktioniert häufig ganz gut.[/quote]

Er schläft immer zwischen der Wand und mir. In der Mitte legt er sich quer und keiner kann schlafen.
Lalune hat geschrieben:Ich habe immer selbst gekocht, nie Gemüsegläschen gekauft. Vor ein paar Wochen habe ich dann eines geschenkt bekommen und hab's mal ausprobiert, als er unser Essen nicht mitessen wollte. Und, obwohl es mir persönlich gar nicht gefällt, hat er davon gegessen. Nach einem drittel der Menge wollte er aber nicht mehr. Da er den gekaufen Brei scheinbar lieber essen mag, hab ich nun doch ein paar Gläschen gekauft, aber er ißt immer nur max 2/3 der Menge. Ich hoffte eben, daß er, wenn er satt ist, nicht mehr so viel bei mir trinkt.
Ich finde diese Menge bei einem Kind in dem Alter normal, vor allem dann, wenn er vorher noch nie "richtige" Mengen gegessen hat. Soweit ich weiß wissen Stillkinder schon, wann sie satt sind und das Stillen im Anschluss würde ich als Nachtisch werten.
Dann ist es aber auch so, dass reine Gemüsegläschen weniger Kalorien haben als Muttermilch, mich wundert nicht, dass er dann noch trinken möchte. Er wird auch Kohlenhydrate brauchen!
.[/quote]


Sorry, ich meinte schon die Menüs mit Kartoffeln, Gemüse und Fleisch.
Lalune hat geschrieben:Mein Mann ist inzwischen auch schon extrem genervt, weil der Kleine immer nur zu mir will. ER klebt den ganzen Tag an mir. Wir waren nun im Urlaub und ich konnte keine 2 Schritte von ihm weggehen, ohne Geschrei.
Mich würde interessieren, wie du reagierst, wenn er schreit. Läufst du gleich wieder zu ihm hin, oder hat dein Mann auch die Chance, zu versuchen, ihn zu beruhigen? Stillkinder brauchen ihren Vater! Ich habe die Beobachtung gemacht, dass viele Mütter immer gleich zu ihrem Kind rennen, wenn es brüllt, obwohl es beim Vater (die zweitwichtigste Person innerhalb der Familie) ist. Auch dieser ist in der Lage das Kind zu beruhigen. Manchmal dauert es länger und sie machen es auf eine andere Art als Mütter, aber sie brauchen auch eine Chance![/quote]

Mein Mann hat da oft kein Verständnis für das "Geschrei" und ist oft der Meinung, daß er gar keinen Grund zum Weinen hat. Da ich mir das aber nicht ansehen will, gehe ich natürlich hin. Mein Mann kann mit unserem Großen auch erst gut zurechtkommenseit er so 2 oder 2,5 Jahre alt ist. Ich find's schade, aber hab's akzeptiert. Deshalb muß ich auch beim Abstillen alles alleine hinkriegen.
liebe Grüße,

Bianca mit drei Söhnen (05/05), (11/07), (10/10)
und Sternchen (12/09)

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Lalune
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Re: Langsam abstillen funktioniert nicht! Ich mag nicht mehr.

Beitrag von Lalune »

Sabsi hat geschrieben: Weswegen ich aber eigentlich schreibe: Wer sagt denn, dass Dein Sohn weniger an Dir klebt, wenn Du abstillst? Vielleicht klammert er dann erst recht, weil er Angst hat, Dich ganz zu verlieren, wo Du ihm die Brust ja schon weggenommen hast. Ob er sich von Deinem Mann trösten lässt, hat mit dem Stillen nichts zu tun. (Meine Tochter lässt sich vom Papa trösten, schläft sogar in letzter Zeit oft mit ihm ein.) Auch dass er besser schläft ohne Stillen ist eine gewagte Annahme, auf die ich nicht bauen würde. Ganz ehrlich: In Deiner Situation - mit der kleinen Klette daheim - würde ich es mir sehr gut überlegen, ob ich ein neues Baby verkraften würde. Wenn ich mir in schlimmen Nächten (da stillen wir teilweise alle ein, zwei Stunden - es wird aber zum Glück immer seltener, dass wir "schlimme Nächte" haben...) vorstelle, ich müsste jetzt neben der Süßen auch noch ein kleines Baby versorgen, stillen, zum (wieder ein-)Schlafen bringen... Nee danke, da bin ich mit der einen echt ausgelastet. Erst jetzt, wo wir immer mehr Nächte haben, in denen ich zwischen 23 und 7:30 einfach nur schlafen kann und nicht stille, Rücken kratze, kuschele, kann ich mir vorstellen, auch ein zweites Kind versorgen zu können, ohne dabei ganz auf dem Zahnfleisch zu gehen. In der Situation, dass ich schon mit den vorhandenen Kindern am Limit laufe und genervt bin, würde ich mir sicher nicht noch ein drittes Kind "antun". Nimms mir nicht übel, aber das waren meine spontanen Gedanken beim Lesen Deiner Posts.

Liebe Grüße,
Sabsi
Hallo Sabsi,

ich finde das Stillen an sich nicht zu anstengend, auch nciht nachts. Ich stehe ja auch mehrmals mit ihm pro Nacht auf, um ihn pieseln zu lassen, da er überweigend windelfrei ist. Ich denke auch nicht, daß er sich dann mehr von mir löst. Ist ja auch gar nicht mein Ziel. Das einzige, was ich möchte, und wobei ich etwas ratlos und alleine bin ist das Abstillen. Bin unter meinen FReundinnen, die alle gestillt haben, mit 20 Monaten sowieso schon ein Exot. Deshalb frage ich hier. Ich fühle mich auch nicht überfordert. Schließlich habe ich ja auch noch ein 4 jähriges Kind und weiß, daß ich auch wegen ihm noch so manches Mal nachts aufstehen muß - und das hat dann auch nichts mehr mit Stilen zu tun. Ich fühle mich durchaus bereit für ein drittes Kind

Jetzt zu Hause klebt er auch nicht so an mir. Seit zwei Tagen nimmt ihn sogar sein großer Bruder mit zum Spielen ins Spielzimmer.

So, das wollte ich noch loswerden.. Ist aber nicht böse gemeint. OK?
liebe Grüße,

Bianca mit drei Söhnen (05/05), (11/07), (10/10)
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jusl
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Re: Langsam abstillen funktioniert nicht! Ich mag nicht mehr.

Beitrag von jusl »

Hallo,

ich habe jetzt nicht alle Antworten gelesen, deshalb gleich sorry, wenn ich jetzt jemanden wiederhole:

Mein Eindruck ist, dass Du sowohl Deine Gefühle als auch die Deiner Kinder sehr gut wahrnehmen kannst. Du konntest analysieren, was genau Dich stört und was nicht.
Ich hätte nun zwei Ideen für Dich:

Möglichkeit 1. Ihr habt lange gestillt - viele LZS-Mütter finden es schade, wenn die Stillzeit dennoch nicht "harmonisch und natürlich" zu Ende geht, sprich: das Abstillen vom Kind aus abläuft. Falls Dir eine natürliches Ende der Stillzeit etwas bedeutet, dann könntest Du weiterstillen, und die Gefühle, die Du dabei hast, AKZEPTIEREN lernen. Einen Schritt aus sich heraus machen, merken "ich mag das hier gerade nicht", aber es dennoch tun, weil Dein Kind noch so dran hängt. Du weißt, es ist nicht Deine gewünschte Situation, aber Du weißt auch, sie ist vorübergehend.

Möglichkeit 2. "Still einfach ab." Jetzt sofort, ab jetzt gibt's keine Mumi mehr - ganz viel Mama, ganz viel FB, aber keine Mumi. Punkt aus Schluss. Dein Kind wird traurig und wütend sein, aber Du hilfst ihm über Trauer und Wut hinweg. Du bist die Mutter, Du schaffst die Rahmenbedinungen für das Leben Deiner Kinder; und die Rahmenbedingungen sind ab jetzt mumi-frei! Ich bin sicher, dass sich Dein Kind an diese veränderte Situation (vermutlich unter Suchen und Finden irgendeines Ersatzes) anpassen wird.

Vielleicht ist etwas davon hilfreich?

LG;
Julia
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Re: Langsam abstillen funktioniert nicht! Ich mag nicht mehr.

Beitrag von Lalune »

Hallo Julia,

Deine 2. Option hat mich aufatmen lassen. Es ist ein Gedanke, den ich schon tief in mir hatte, aber immer wieder verdrängt habe. Was ist besser für mein Kind?

Wenn ich ihm erkläre, daß wir ab jetzt nicht mehr stillen, er aber jederzeit zum kuscheln kommen kann oder auch zum Tragen, etc. Ja, er wird wohl sehr traurig sein, aber wenn es so endgültig ist, ist es vielleicht auch einfacher für ihn und wir sind da schneller durch.

Wenn ich versuche, weiterhin langsam abzustillen, dann zieht sich diese Traurigkeit vielleicht länger hin und ist somit schwieriger für ihn.

Julia, Du denkst wirklich, daß ich "nicht grausam" bin, wenn ich mit einem glatten Schnitt unsere Stillzeit beende?

Dann werd ich mich mal mit Salbeitee eindecken.
liebe Grüße,

Bianca mit drei Söhnen (05/05), (11/07), (10/10)
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Altraia
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Re: Langsam abstillen funktioniert nicht! Ich mag nicht mehr.

Beitrag von Altraia »

Ich bin zwar nicht Julia, aber ich finde es nicht grausam. Eigentlich wollte ich mit meiner ersten Antwort genau das sagen: Wenn Du nicht mehr willst, ist das so, und das ist in dem Alter doch absolut okay!
Liebe Grüße,
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)
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Re: Langsam abstillen funktioniert nicht! Ich mag nicht mehr.

Beitrag von Emilia Sonderbar »

Julia hat genau den Punkt getroffen! So sehe ich es auch. Wenn du langsam abstillst, ziehst du die Situation ja nur unnötig in die Länge. Du möchtest ja nicht beim reduzierten Stillen stehenbleiben, sondern letztendlich so schnell wie möglich abstillen. Warum solltest du dann erst die Zwischenschritte durchsetzten, wenn es deinem Kleinen so schwer fällt? Und es wird dir auch einfacher fallen, dies durchzusetzten und hinter deiner Meinung zu stehen, weil es dass ist, was du letztenendlich möchtest.
Liebe Grüße von Emilia mit Sohn (02/06) und Tochter (10/08)
Lalune
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Re: Langsam abstillen funktioniert nicht! Ich mag nicht mehr.

Beitrag von Lalune »

Altraia hat geschrieben:Ich bin zwar nicht Julia, aber ich finde es nicht grausam. Eigentlich wollte ich mit meiner ersten Antwort genau das sagen: Wenn Du nicht mehr willst, ist das so, und das ist in dem Alter doch absolut okay!
Hallo Christine,

das hatte ich gar nicht so eindeutig aus Deiner Antwort herausgelesen. Hatte es eher auf das Gefummel bezogen. :wink:
liebe Grüße,

Bianca mit drei Söhnen (05/05), (11/07), (10/10)
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Re: Langsam abstillen funktioniert nicht! Ich mag nicht mehr.

Beitrag von Lalune »

Emilia Sonderbar hat geschrieben:Julia hat genau den Punkt getroffen! So sehe ich es auch. Wenn du langsam abstillst, ziehst du die Situation ja nur unnötig in die Länge. Du möchtest ja nicht beim reduzierten Stillen stehenbleiben, sondern letztendlich so schnell wie möglich abstillen. Warum solltest du dann erst die Zwischenschritte durchsetzten, wenn es deinem Kleinen so schwer fällt? Und es wird dir auch einfacher fallen, dies durchzusetzten und hinter deiner Meinung zu stehen, weil es dass ist, was du letztenendlich möchtest.
Vielen Dank für die Unterstützung.

Wir schaffen das! Ich werde euch dann berichten.
liebe Grüße,

Bianca mit drei Söhnen (05/05), (11/07), (10/10)
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Re: Langsam abstillen funktioniert nicht! Ich mag nicht mehr.

Beitrag von Altraia »

das hatte ich gar nicht so eindeutig aus Deiner Antwort herausgelesen. Hatte es eher auf das Gefummel bezogen.
Ja, ich meinte auch vor allem das Gefummel, weil MIR gar nicht so klar war, dass Du eigentlich gar nicht mehr willst. Aber meine Kernaussage sollte sein, dass Du in dem Alter das Stillen so gestalten sollst, dass es auch DIR guttut. Und wenn es sich so gestalten soll, dass Du eben abstillst, dann hast Du auch dazu natürlich das Recht!
Liebe Grüße,
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)
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Re: Langsam abstillen funktioniert nicht! Ich mag nicht mehr.

Beitrag von lunettchen »

@mzw
mzw hat geschrieben: Ich muss übrigens auch xknäckebrotx darin beipflichten, dass es schon ein wenig mit Erziehung zu tun hat, wenn man einem Kind etwas versagt, was es nicht unbedingt "braucht", sondern furchtbar gern haben möchte. Sicher ist Muttermilch tausendmal besser als Schokolade, aber das ist m.E. nach nicht Argument genug dafür, dass diese 24h am Tag fließen muss.
Nur war dein Kind 7 Monate alt, als du es *erziehen* wolltest. 7 Monate! Und du weißt nicht, dass dein Baby da keine Milch mehr brauchte. Traurig ist das.


@Bianca
Du schaffst das schon. Ich musste sofort an Jesper Juul denken, als ich deinen Beitrag las. Du scheinst mir Probleme haben DICH abzugrenzen. Hast du Juul mal gelesen? Zum Beispiel *Nein aus Liebe* passt auf eure Situation. Von der Art wie du schreibst erscheinst du mir etwas unsicher. Kannst du schwer *Nein-Sagen*, wenn dich Jemand um etwas bittet? Lässt du dein Kind selbstständig Dinge tun oder nimmst du ihm zuviel ab? Juul sagt immer, dass Kinder kooperieren. Das starke Klammern deines Sohnes könnte damit begründet werden, dass er fühlt, dass du ihn nicht mit gutem Gewissen *verlassen* kannst. Oder was sagen andere hier zu dem Gedankengang?
Liebe Grüße, lunettchen mit Schätzchen 5/08 und 9/11.
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