Danke, Kerstin und Talgaro, für eure Ausführungen. Mich würde noch interessieren, wie lange es jeweils gedauert hat bzw. wieviele Nächtees Geschrei gab - das Problem ist halt, daß meine Eltern Emily nicht länger als 3 Nächte am Stück nehmen können. Ich muß also schon etwas erarbeiten, was dann auch schnell greift.
Tja, was sagt Emily zu der Situation. Sie will nicht alleine schlafen, das kann sie sich wohl auch gar nicht vorstellen, daß das überhaupt möglich ist. Wie auch..? Sie würde auch nie länger liegenbleiben wenn ich aufstehe, oder schon früher ins Beett gehen. Aber auch tagsüber will sie immer im selben Raum sein wie ich, ich muß zB auch mit aufs Klo usw. Sie spielt auch gar nicht alleine, und wenn sie mal alleine malt oder so muß sie doch die ganze Zeit im Dialog mit mir sein. Wenn sie nachts weint und zum Einschlafen allgemein will sie meine Hand halten.
*seufz* Wenn sie alleine schlafen würde, wäre es so einfach. Dann könnte ich Jonathan einfach abdocken, wenn ich es nicht mehr ertrage. Da würde er sich dann schon dran gewöhnen. Aber so...
Also, ich bin zu 100% davon überzeugt, dass ALLE Kinder bei den Eltern schlafen wollen, das kein Kind allein schlafen will. Dass dies die natürliche, von der Natur für die Spezies Mensch vorgesehene Art ist, die Nacht zu verbringen. Meine Großens schlafen nur nicht m ehr im Familienbett,w eil sie sich ein Zimmer zum schlafen teilen (und ich gebe zu, ich fühle mich oft schlecht dabei, dass sie nicht bei uns schlafen, weil sie das schon ab und an möchten, aber der Platz fehlt in unserem Mini-Schlafzimmer und mein Mann möchte es nicht).
Ein Kind wird geboren, war immer körperlich verbunden - für mich ganz normal und richtig,d ass es mit Körperkontakt schlafen mag, dass es Nähe in der Nacht braucht.
Der Meinung bin ich, zumindest was die Theorie angeht, auch. Zumindest bis vor kurzem gewesen. Bei Emily war ich die ganze Zeit überzeugt davon, also daher können ihre Schlafprobleme nicht rühren.
Nun frage ich mich natürlich, warum dann meine Kinder oder allgemein viele FB-Kinder so schlecht schlafen. Wenn wirklich die Nähe der Mutter/der Eltern so Geborgenheit spendend und beruhigend wäre, warum weinen sie nachts überhaupt? Warum reicht Jonathan zB die Nähe nicht aus? Noch nicht einmal Körperkontakt reicht ihm, nein, es muß das Dauergenuckel sein. Bei Emily war es ganz genau so. Warum schlafen viele Kinder besser im eigenen Bett?
Das gemeinsame Schlafen wird sicher schon von Anbeginn der Menschheit so praktiziert, keine Frage. Das Dauernuckeln auch? Kann ich mir nicht vorstellen.
Es war lange, und ist noch heute teilweise überlebenswichtig, daß Babys und Kleinkinder in unmittelbarer Nähe einer Bezugsperson schlafen, ganz klar. Aber es ist auch immer schon überlebenswichtig gewesen, daß die Mutter genug Schlaf bekommt. Auch wenn das Baby "schubt", Zähne bekommt oder erkältet ist. Irgendetwas läuft also falsch. Meine Theorie: Wir haben uns in unserer gesamten Lebenssituation schon so weit vom "Urzustand" entfernt, daß einfach auch andere Dinge Gültigkeit haben können.
Und JA, auch "Mainstream"-Mamas jammern. Aber die jammern dann, weil ein Kind 3x wach wird

Das wäre ein Traum für mich!