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Re: Weniger ist mehr - Konsum verringern, Chaos vermeiden, Dinge wertschätzen

Verfasst: 28.09.2023, 20:08
von GemeineEsche
Serafin hat geschrieben: 28.09.2023, 11:31 Zur Bücherei: wir bekommen drei Tage vorher ne Mail, dass die Bücher zurück gegeben werden müssen. Zudem kann man online verlängern (das war noch in Deutschland). Auch wenn man hin und wieder Gebühren zahlen muss ist das in der Regel immer noch deutlich billiger.
Würde ich trotzdem vergessen 🙈
Serafin hat geschrieben: 28.09.2023, 12:58 Kannst du nicht der Oma dann zu Geburtstag/Weihnachten Klamottenaufträge geben? Dann kommt da schon weniger Kram ins Haus.
Da frage ich mich oft, wie viel man sich einmischen kann. Weil ganz ehrlich, wenn ich die Großeltern beauftrage, "Schuhe" oder "eine Regenjacke" zu kaufen, kommen sie 100%ig mit etwas an, was wir - sorry - scheiße finden.
Wenn ich sage "hier der Link" oder "bitte kauft superöko xy, kein pink oder dunkle Farben, keine Herzchen pipapo", dann komme ich mir 1. Übergriffig vor, 2. finden die Omad das auch blöd bzw. sagen "hier hast das Geld"...

Re: Weniger ist mehr - Konsum verringern, Chaos vermeiden, Dinge wertschätzen

Verfasst: 28.09.2023, 20:10
von LariZZa
Wir haben den „Büchereisamstag“ eingeführt. Die Kinder fragen schon von alleine, ob Samstag ist und wir in die Bücherei gehen.😄Und sind traurig, wenn wir es nicht schaffen.

Re: Weniger ist mehr - Konsum verringern, Chaos vermeiden, Dinge wertschätzen

Verfasst: 28.09.2023, 20:29
von Batinka
Ich habe meinen Mann gerade vorgeschlagen, mal eine Zeit Onlineshoppingfasten zu machen. Es ist schon verführerisch einfach, den Verlockungen da nachzugeben, und ich glaube, dass sich da zumindest bei uns viel Wunsch vor den Bedarf schiebt.

Re: Weniger ist mehr - Konsum verringern, Chaos vermeiden, Dinge wertschätzen

Verfasst: 28.09.2023, 20:31
von pqr
Seifenblasenfrau hat geschrieben: 28.09.2023, 19:52 Wo findet man die 10% Regel zu Lebensmitteln denn? Wenn das pro Person gilt, passt das doch, also wenn man 2000€ netto verdient (in Vollzeit) und 200€ pro Person im Monat für Essen ausgibt, geht das voll auf. Wir zahlen für Essen und 1-2 mal Essen gehen oder bestellen im Monat meistens so 700-800€.

Die Regel, dass für neue Sachen etwas altes weichen muss, finde ich auch sehr gut. Irgendwie müssen Sachen ja regelmäßig ihren Weg aus dem Haus finden, damit man das Haus nicht mit Kram vollstellt. Ich schmeiße auch viel weg, weil es einfach niemanden gibt, der Zeug haben will.
Das ist in etwa "unser", sprich der deutsche Durchschnittswert.
(Die Deutschen geben im Vergleich weniger aus als andere Nationen, teils auch absolut, also unabhängig vom Einkommen).

https://www.destatis.de/DE/Themen/Laend ... nsumN.html

Re: Weniger ist mehr - Konsum verringern, Chaos vermeiden, Dinge wertschätzen

Verfasst: 28.09.2023, 20:32
von GemeineEsche
Onlineshopping Fasten hab ich tatsächlich schon gemacht :oops: amz boykottieren ist da schonmal ziemlich gut.
Oh, einen Tipp hab ich noch:
Wenn man etwas sucht, immer ein Budget für den Gegenstand vorher denken, am besten sogar bevor man auf den Preis guckt, und das streng einhalten.

Re: Weniger ist mehr - Konsum verringern, Chaos vermeiden, Dinge wertschätzen

Verfasst: 28.09.2023, 20:38
von Lösche Benutzer 25726
Wir überziehen auch regelmäßig, aber in der Summe ist das trotzdem günstiger, als alles selbst zu kaufen, die Sachen sind dann auch wieder weg und verstopfen nicht die Regale und die kleine (aber super sortierte) Stadtbücherei kann das Geld bestimmt gut brauchen.

Re: Weniger ist mehr - Konsum verringern, Chaos vermeiden, Dinge wertschätzen

Verfasst: 28.09.2023, 20:51
von Valeska
pqr hat geschrieben: 28.09.2023, 20:31
Seifenblasenfrau hat geschrieben: 28.09.2023, 19:52 Wo findet man die 10% Regel zu Lebensmitteln denn? Wenn das pro Person gilt, passt das doch, also wenn man 2000€ netto verdient (in Vollzeit) und 200€ pro Person im Monat für Essen ausgibt, geht das voll auf. Wir zahlen für Essen und 1-2 mal Essen gehen oder bestellen im Monat meistens so 700-800€.

Die Regel, dass für neue Sachen etwas altes weichen muss, finde ich auch sehr gut. Irgendwie müssen Sachen ja regelmäßig ihren Weg aus dem Haus finden, damit man das Haus nicht mit Kram vollstellt. Ich schmeiße auch viel weg, weil es einfach niemanden gibt, der Zeug haben will.
Das ist in etwa "unser", sprich der deutsche Durchschnittswert.
(Die Deutschen geben im Vergleich weniger aus als andere Nationen, teils auch absolut, also unabhängig vom Einkommen).

https://www.destatis.de/DE/Themen/Laend ... nsumN.html
Interessant.
Das steht aber nicht % des Nettoeinkommens, sondern % der Konsumausgaben.

Wir zumindest geben weniger Geld aus jeden Monat, als wir Nettoeinkünfte haben ...

Und was sind eigentlich Konsumausgaben? Einfach alle Ausgaben? Oder sowas wie Miete und Kinderbetreuung nicht, weil man das ja nicht konsumiert? Das sind bei uns mit Abstand die größten Posten der Monatsausgaben (mehr als die Hälfte ... wobei da das Essengeld der Kinder mit drin ist, müsste ich das in die Nahrungsmittelausgaben reinrechnen?). Aber von den restlichen Monatsausgaben sind dann Lebensmittel ein großer Posten, also 10% reicht da vorne und hinten nicht. 🤔⁉️

Re: Weniger ist mehr - Konsum verringern, Chaos vermeiden, Dinge wertschätzen

Verfasst: 28.09.2023, 20:57
von Valeska
Habe ein Glossar bei destatis gefunden:

"­Den größten Teil ihres ausgabefähigen Einkommens verwenden die privaten Haushalte für Konsum­ausgaben. Das sind im Einzelnen die Ausgaben für Essen, Wohnen, Bekleidung, Gesundheit, Freizeit, Bildung, Kom­munikation, Verkehr sowie Beherbergungs- und Gaststätten­dienst­leistungen."

https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesel ... leistungen.



Wir liegen dann eher bei grob gepeilt ... 20%? Und das, obwohl wir teuer wohnen und teuer Kinder betreuen lassen ...

Vielleicht taugen Zahlen von 2019 vier Jahre, viele Lockdowns und krasse Inflation später aber auch einfach nicht mehr viel ...

Re: Weniger ist mehr - Konsum verringern, Chaos vermeiden, Dinge wertschätzen

Verfasst: 28.09.2023, 21:49
von Kaba
Pelufer hat geschrieben: 28.09.2023, 16:07 Wir könnten theoretisch schon deutlich drunter bleiben, dafür müssten wir aber Abstriche machen beim Geschmack. Es gibt halt bestimmte Lebensmittel wo die Alternativen uns geschmacklich nicht überzeugt haben.
Ich glaube, gerade das ist der Punkt, der mich stört: ich weiß gar nicht, ob wir deutlich drunter bleiben könnten und ob wir dann Abstriche am Geschmack (oder der Vielfalt oder Gesundheit) machen müssten. Wenn ich sicher wüsste, wir brauchen so viel Geld, um "gut" essen zu können, wäre das für mich wahrscheinlich OK. Aber während ich mir bei einem Kleidungsstück für 100€ schon dreimal überlege, ob ich das wirklich brauche, schwindet das Geld an der Supermarktkasse einfach so dahin...(dass man Lebensmittel braucht und dir teuer sind, ist mir klar. Aber ich hätte gerne eine etwas bessere Vorstellung, wie viel ich da ausgebe).

Re: Weniger ist mehr - Konsum verringern, Chaos vermeiden, Dinge wertschätzen

Verfasst: 28.09.2023, 21:50
von Mambu
Valeska hat geschrieben: 28.09.2023, 20:57 Habe ein Glossar bei destatis gefunden:

"­Den größten Teil ihres ausgabefähigen Einkommens verwenden die privaten Haushalte für Konsum­ausgaben. Das sind im Einzelnen die Ausgaben für Essen, Wohnen, Bekleidung, Gesundheit, Freizeit, Bildung, Kom­munikation, Verkehr sowie Beherbergungs- und Gaststätten­dienst­leistungen."

https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesel ... leistungen.



Wir liegen dann eher bei grob gepeilt ... 20%? Und das, obwohl wir teuer wohnen und teuer Kinder betreuen lassen ...

Vielleicht taugen Zahlen von 2019 vier Jahre, viele Lockdowns und krasse Inflation später aber auch einfach nicht mehr viel ...
Es läuft gerade eine aktuelle Befragung dieses Jahr. Ich nehme daran teil und muss für drei Monate alle Aussagen nach Kategorien erfassen.
Die Zahlen von 2019 passen bestimmt nicht mehr...

https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesel ... nhalt.html