Ja, das gleiche hat mir meine hebamme auch gesagt (und anfangs das Gewicht des Drachentöter extra engmachig kontrolliert, damit wir icher wussten, dass er genug bekommt).
So langsam frage ich mich fast, ob das nicht eher die Regel als die Ausnahme ist.

Eine Bekannte von mir, die auch Stillberaterin ist, sagte mir mal, dass das Material früher wohl dicker war und das darum noch vor ein paar Jahren tatsächlich gestimmt hat, aber bei den neueren dünneren silikonhütchen nicht mehr? Keine Ahnung.
Für uns (!) hat es gepasst, mit Hütchen zu stillen und lange mit Hütchen zu stilllen. Aber Ich würde immer empfehlen:
Wenn du noch eine Chance hast, probiere es ohne Hütchen. Anlegen üben, Dinge wie Zungenbändchen kontrollieren und es wenigstens versuchen.
Für mich waren die Hütchen nach 4 Wochen höllischen Schmerzen, Pumpen, in Fetzen hängenden Brustwarzen,...die Rettung. Ich hätte sonst pumgestillt oder abgestillt. Aber einfacher und bequemer ist es definitiv ohne und ich würde es auch beim nächsten Kind auf jeden Fall erst mal ohne versuchen.
Selbst wenn die Milch nicht zurückgeht, haben Stillhütchen halt ihre Nachteile:
- man muss sie immer mitnehmen. Immer dabei haben. Was hab ich für Ängste ausgestanden, sie unterwegs mal zu vergessen!
- das Reinigen ist zwar nicht aufwändig, aber ich hab mindestens zwei Töpfe mit Nuckis und Hütchen zum Auskochen anbrennen lassen

- zumindest ich muss zu m Stillen mit Hütchen ziemlich blank ziehen. Mal ebn so von schief nach schräg unten aus dem T-Shirt raus ging nicht (und die meisten Stilloberteile auch nicht), weil der Stoff dann das Hütchen runter wischt
- nachts muss man sich überlegen, wo man das Ding hin tut (meine Lösungen: in die Ritze zwischen Eltern und beistellbettmatratze oder eine Schlafanzughose mit Taschen ;- )) und amn muss zumindest wach genug werden, um das Hütchen drauf zu machen. Das kann man zwar irgendwann auch im dunkeln, aber dieses "Kind dockt an, ohne das Mama wirklich wach wird" ging hier zumindest nicht.
Länger Rede wenig Sinn:
Stillhütchen sind nicht zu verteufeln, sie sind ein wertvolles Werkzeug und können Stillbeziehungen (wie bei uns) retten.
Sie haben aber auch Ihre Tücken und wenn man die Chance hat, ohne sie auszukommen, sollte man das zumindest versuchen.