Der steinige Weg zum Vollstillen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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hesa1985
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Re: Der steinige Weg zum Vollstillen

Beitrag von hesa1985 »

Hebamme und Stilberaterin sind verschiedene Personen. Erstere ist in der Tat nicht so bewandelt beim Thema Stillen.
Die Beraterin halte ich für sehr gut, sie ist sowohl beim AFS als auch beim BDL aktiv.
Und es ging ihr bei der Flaschenlösung in erster Linie um die Entlastung meiner Psyche.
Ich habe kaum noch Vertrauen in mich, meine Brüste und mein Kind und dazu kam dann mit der Fontanelle die akute Angst, mit dem Wunsch nach einer funktionierenden Stillbeziehung die Gesundheit der kleinen gefährdet zu haben.
Ich fand diese Lösung für mein Bauchgefühl gut.

Ich bin nämlich wirklich ziemlich am Ende. Seit 20.00 versuche ich jetzt, das Kind satt und zufrieden zu bekommen, und es gelingt mir nicht. Habe mittlerweile schon 90ml zugefüttert, als wolle sie alle Mahlzeiten nachholen, in denen sie weniger brauchte, und sie sucht immer noch.
Es ist zum verzweifeln.
Einsteiger-Erstlings-Mama von Motti (16.03.16)
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Brianna
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Re: Der steinige Weg zum Vollstillen

Beitrag von Brianna »

Hast du mal probiert, sie anders zu beruhigen? Meine beiden Kinder waren anfangs unruhig. Mit J sind wir abends in der Trage spazieren gegangen. L habe ich im Sling drinnen getragen und wenn es ganz schlimm war, musste ich mit ihr im Sling rhythmische halbe Kniebeugen machen und weißes Rauschen abspielen. Babys sind Abend ist unruhig, auch wenn sie satt sind. Nach 90 ml zufüttern und stillen würde ich eher an abendliche Schreistunden denken als an Hunger. (Bei meinen eigenen Kindern viel mir das auch schwer.) Es ist anstrengend und man denkt, es geht nie vorbei.
Jetzt ist L gerade einfach beim Spielen auf der Coch eingeschlafen. Es wird besser.
J 05/13 L 12/15
hesa1985
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Re: Der steinige Weg zum Vollstillen

Beitrag von hesa1985 »

Sie schreit ja noch nicht mal, zumindest zu Anfang nicht.
Sie hängt einfach auf meinem Arm, wirft den Kopf suchend hoch und runter , lutscht an ihren Händen und stöhnt. Gebe ihr die Brust zur Beruhigung, wird sie unruhig, weil nichts mehr raus kommt.

Die "Ablenkungen" Trage, Kinderwagen, umher tragen, mache ich tagsüber.
Acer irgendwann will man ja selbst man zumindest eine Stunde am Stück schlafen.
Einsteiger-Erstlings-Mama von Motti (16.03.16)
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Brianna
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Re: Der steinige Weg zum Vollstillen

Beitrag von Brianna »

Oh ja, dass verstehe ich gut. L begann die Nachtruhe anfangs gegen zwei, halb drei. Nuckeln wollte sie nicht. Es musste tragen sein. Ich war einige Male nicht nett zu meinem Mann. :oops: Nur Hunger muss es nicht sein.
J 05/13 L 12/15
FrecheGans
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Re: Der steinige Weg zum Vollstillen

Beitrag von FrecheGans »

Das klingt wirklich anstrengend bei euch. Ich habe allerdings anfangs auch die ersten Monate mit Kind von Ca 16:00-1:30 stillend/nuckelnd im Bett verbracht. In dieser Zeit war sie unruhig, schlief immer wieder ein um dann doch wieder an die Brust zu wollen und wehe ich wollte aufstehen! Irgendwann verlagerte sich die einschlafzeit von 1:30-2:00 auf Mitternacht und schließlich auf 21-22:00 Uhr. mittlerweile ist P. 6 Monate alt und wir sind bei 21-23:00. auch reicht ihr - wenn sie richtig müde ist- 15-20 Minuten Einschlafstillen. Es gibt aber auch Tage da schläft sie nach einer Stunde noch nicht, dann docke ich sie ab und gehe mit ihr nochmal ins Wohnzimmer.

Abende teilweise im Wohnzimmer verbringen kann ich auch erst seit kurzem wieder. Seit sie agiler ist und sich die stillmahlzeiten verkürzt haben (vom anfangs über einer Stunde auf jetzt 10-20 Minuten). P. Kennt weder Schnuller noch Flasche und so hab ich ihr die Zeit gegeben an meiner Brust ihr Nuckelbedürfnis zu stillen.

Weißt du was mir am besten geholfen hat? Die Situation anzunehmen wie sie ist, Uhr weg packen, im Bett gemütlich machen (die ersten Wochen habe ich oft sogar dort gegessen :D ) und dem Kind und meinem Körper Vertrauen dass beide wissen was zu tun ist.
Auch wenn mir das anfangs schwer gefallen ist weil wir ja dank nicht so optimalem Stillmenagement ewig gebraucht haben bis sie ihr geburtsgewicht wieder hatte. Aber sie hat anschließend immer 200-300g/Woche zugenommen bis vor kurzem. Die Waage hat mir da viel Sicherheit gegeben, dass es kein Hunger ist, der sie antreibt.

Vielleicht ist es bei deiner kleinen ja ähnlich?
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NataschaZ
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Re: Der steinige Weg zum Vollstillen

Beitrag von NataschaZ »

Manchmal sind Babys an der Brust unruhig, weil Milch kommt und sie nur nuckeln wollen, und das Trinken aus der Flasche ist kein Beweis für Hunger, denn die Flasche reizt den Reflex viel mehr, so dass Babys trinken "müssen". Mausi ist abends ab 5 immer noch knatschiger als vorher, irgendwann hilft nur noch rumtragen. Evtl. Schlafmangel gleiche ich durch Vormittags- oder Mittagsschlaf aus. Kann dein Mann abends auch mal eine Stunde oder so mit eurem Baby in der Trage spazieren gehen, so dass Du etwas Ruhe hast?
Gruß Natascha
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Re: Der steinige Weg zum Vollstillen

Beitrag von Mondenkind »

Hi, ich kann nur kurz, bin bis Samstag nicht in Deutschland: das klingt sehr anstrengend und Du scheinst sehr besorgt. Das tut mir leid. Ohne eine genaue Übersicht ist es mir leider aber nicht möglich, dich wirklich zu beraten. Ich hab auch Sorge, dass dich ZU VIELE Leute beraten. Das kann auch verwirren...Das Spucken nach der Flasche gibt es oft. Die Kinder trinken an der Flasche zu viel. Ich bin zu blöd mit dem Handy zu verlinken. Auf stillkinder.de gibt es einen guten Artikel dazu. Vielleicht kann das jemand mal machen?! Heißt “Trinkt ein sattes Baby noch aus der Flasche“ oder so ähnlich. Osteopathie ist sicher nicht falsch.
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung
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Re: Der steinige Weg zum Vollstillen

Beitrag von Mondenkind »

Hab nochmal zurück gescrollt. Das Gewicht ist ja nicht systematisch erhoben. “Rasante“ Zunahmen bei zugefütterten Kindern kann natürlich auch für zu hohe Zufüttermengen sprechen. Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung
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Re: Der steinige Weg zum Vollstillen

Beitrag von Samantha79 »

hesa1985
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Re: Der steinige Weg zum Vollstillen

Beitrag von hesa1985 »

Danke für die interessanten Infos zum Thema Flasche!

Wir hatten hier einen Erfolg, musste schon zwei Nächte lang nicht zufüttern.

Zur Mitte der Nacht bin ich so voll, dass ihr eine Seite reicht. Ich Pumpe dann nachher noch ab.

Tagsüber fühle ich mich nie so "bereit". Die Beraterin war nochmal da, sie meint jetzt schon, dass ich genug Milch hätte.
Und ich weiß auch, dass die Brüste irgendwann nicht mehr so prall sind. Aber es fühlt sich noch nicht rund an.
Nachts trinkt sie dann auch viel besser, ist mehr bei der Sache.

Ein Drama ist noch die Waage. Die neue bestellte zeigt überhaupt nicht zuverlässig an, es sei denn, Madame würde absolut ruhig liegen. Was sie nicht tut.
Gleiches bei dem Modell aus der Apotheke.
Mondenkind, soll ich jetzt erstmal mit der Beurer arbeiten, was meinst du?
Einsteiger-Erstlings-Mama von Motti (16.03.16)
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