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Re: Vom "Pumpstillen" doch noch zum Stillen?
Verfasst: 24.04.2015, 23:15
von ElliBelli
Geht es anatomisch nicht oder macht er es bloß nicht? Liegt die Zunge über seiner Kauleiste? "Nichts auffällig" bei fehlendem Vakuum zu sagen, macht mich sprachlos. Kannst Du das bitte etwas genauer beschreiben?
Ich glaub es ist anatomisch. Der Unterkiefer ist recht stark zurückgesetzt, schicke Dir gleich mal ein Foto. Die Zunge liegt beim Trinken direkt am Sauger und ja, sie reicht über die Kauleiste hinaus. Er macht schon eine Art Vakuum, aber eben "nur" eins mit Zunge und Oberlippe und nicht mit Ober- und Unterlippe. Kann nochmal meine Mama diesbezüglich fragen, sie ist Zahnärztin und ab Donnerstag wieder zu besuch bei uns. Könnte Dir aber auch ein Video mit ihm beim trinken machen.
Ich war auch erstaunt, dass dem niemand von den vielen Fachleuten Bedeutung beigemessen hat..Am Anfang hatte ich ja massig Milch, und meine allererste Vermutung bei unseren Stillproblemen war, dass er aufgrund irgendwelcher organischer/anatomischer Besonderheiten nicht richtig bzw. stark genug saugen kann. Er hatte ja auch an der Flasche eine ganze Zeitlang Probleme. Mir kommt es so vor, als hätte er mittlerweile aber rausgefunden, wie er damit doch recht gut trinken kann. Hoffe, das langt zum genug aus der Brust herausholen.
Bei der Umstellung solltest Du nachts spätestens nach 4h (gerechnet vom letzten Stillbeginn) stillen. Das nächtliche Stillen ist wichtig für Nicos gedeihen und Deine Milchbildung. Mit der Zeit wird sich Dein Kleiner dann selbst öfter melden.
Aber erst wenn er an der Brust trinkt? Oder schon vorher? Bis vor kurzem kam er ja nachts noch, also hatte so im Schnitt 3 Stunden Pause von Anfang zu Anfang der Mahlzeit, das mit dem Durchschlafen ist recht neu, jetzt trinkt er dafür abends mehr. Für mich wäre es kein Problem, kriege so ja auch nicht mehr Schlaf als früher wegen meinem Nächte-Durchmachen
Ich bin auch so.

Okay, ich liege eingequetscht zwischen zwei Kindern und surfe oder sehe zu lange fern. Meist nach zwei Wochen bröselt es mich dann zusammen. Baden klingt himmlisch.

Mach was Dir gut tut und lege Dich tagsüber mit Deinem Baby hin. Das ist ein Luxus, den man nur beim ersten Kind hat.

Hihi, bin ich in dem Fall nicht die Einzige...ja, ab und zu klappe ich auch zusammen, gehe dann für eine Zeitlang früh genug ins Bett und dann beginnt das Spielchen von vorne. Probiere dann tagsüber mit dem Nico etwas zu schlafen, das klappt manchmal sogar zu gut und dann kriege ich abends wieder Energie und gehe wieder umso später schlafen
habe mich auch schon gefragt, wie die anderen Mamis das alles bloss mit 2, 3 oder mehr Kindern schaffen

Re: Vom "Pumpstillen" doch noch zum Stillen?
Verfasst: 24.04.2015, 23:59
von ElliBelli
so noch schnell die Daten:
07.01. 2700 g, GH
11.01. 2460 g, GH, niedrigstes Gewicht
21.02. 4000 g, KA
21.03. 4910 g, KA
24.04. xxxx g, 8 x Flasche, 775 ml MuMi, 5x Pipi, 0x Stuhl
eigentlich sind es sicher 6 x Pipi, aber kurz vorm letzten Windelwechseln sind die beiden Männer schon beim Schmusen im Bett eingeschlafen, will den Kleinen jetzt nicht mehr wecken...
Re: Vom "Pumpstillen" doch noch zum Stillen?
Verfasst: 25.04.2015, 00:05
von ElliBelli
hallo Koalina
oh je, nicht wieder einschlafen können ist doof, das kenne ich auch. wenn ich Nico morgens um 4-5 gefüttert habe, muss ich ja noch pumpen und dann kann ich meist auch nicht mehr einschlafen, obwohl hundemüde. Tagschlaf ist super und meine einzige Rettung:) So, jetzt aber ab ins Bett mit mir.
Re: Vom "Pumpstillen" doch noch zum Stillen?
Verfasst: 25.04.2015, 07:46
von Teazer
Guten Morgen Elli!
ElliBelli hat geschrieben:Ich glaub es ist anatomisch. Der Unterkiefer ist recht stark zurückgesetzt, schicke Dir gleich mal ein Foto. Die Zunge liegt beim Trinken direkt am Sauger und ja, sie reicht über die Kauleiste hinaus. Er macht schon eine Art Vakuum, aber eben "nur" eins mit Zunge und Oberlippe und nicht mit Ober- und Unterlippe. Kann nochmal meine Mama diesbezüglich fragen, sie ist Zahnärztin und ab Donnerstag wieder zu besuch bei uns. Könnte Dir aber auch ein Video mit ihm beim trinken machen.
Ja, schicke mir bitte ein Video.
Ich war auch erstaunt, dass dem niemand von den vielen Fachleuten Bedeutung beigemessen hat..
Das wundert mich auch sehr. Wurde denn irgendetwas therapeutisch gemacht? Wurden Optionen besprochen?
Am Anfang hatte ich ja massig Milch, und meine allererste Vermutung bei unseren Stillproblemen war, dass er aufgrund irgendwelcher organischer/anatomischer Besonderheiten nicht richtig bzw. stark genug saugen kann. Er hatte ja auch an der Flasche eine ganze Zeitlang Probleme. Mir kommt es so vor, als hätte er mittlerweile aber rausgefunden, wie er damit doch recht gut trinken kann. Hoffe, das langt zum genug aus der Brust herausholen.
Das werden wir sehen. Wäre es für Dich eine Option, Dir noch eine zusätzliche Fachmeinung zu holen? Oder stresst Dich das sehr?
Aber erst wenn er an der Brust trinkt? Oder schon vorher? Bis vor kurzem kam er ja nachts noch, also hatte so im Schnitt 3 Stunden Pause von Anfang zu Anfang der Mahlzeit, das mit dem Durchschlafen ist recht neu, jetzt trinkt er dafür abends mehr. Für mich wäre es kein Problem, kriege so ja auch nicht mehr Schlaf als früher wegen meinem Nächte-Durchmachen
Mach es, wenn wir aufs BES umsteigen.
eigentlich sind es sicher 6 x Pipi, aber kurz vorm letzten Windelwechseln sind die beiden Männer schon beim Schmusen im Bett eingeschlafen, will den Kleinen jetzt nicht mehr wecken...
Nein, das wäre nicht nett.

Re: Vom "Pumpstillen" doch noch zum Stillen?
Verfasst: 25.04.2015, 11:30
von ElliBelli
Hallo Teazer
ja konnte nur 1 Foto schicken, die anderen waren zu gross..
probiere nachher noch was aussagekräftiges beim füttern per Foto/Video hinzukriegen.
Hmm, was Fachmeinungen angeht, habe ich ja schon einiges durch von dem was es bei uns hier gibt:
-IBCLC: sie war 3 X da, meinte beim ersten mal während Vollstillen, also noch vor dem Zufüttern (Nicos 4. LW oder so), das Anlegen sieht gut aus, ich solle nur probieren ihn öfter anzulegen und zu wecken (da kam er nur 5-6 x /24h). hatte das mit der unteren lippe registriert und empfohlen, sie beim stillen rauszuziehen.
- die Male 2 und 3 war einiges später, da war er schon an der Flasche. Sie hat mir die Stillhütchen gezeigt und wie ich per Hand den saugschluss beim flasche trinken verbessern kann. Hat uns weiterhin die Flasche empfohlen, alles andere wäre zu stressig/aufwändig und für unsere grossen Zufüttermengen ungeeignet, und meinte Schnuller wäre kein Problem. Fand ich ehrlich gesagt gut in dem Moment, das hat uns allen wirklich viel Ruhe & Entspannung gebracht nach dem ganzen Drama..
- Cranio-Sacral-Frau, ist auch Hebamme: meinte er hat keine Blockaden o.ä. und hat auch sonst nichts gefunden als Ursache für unsere Stillprobleme. Fand aber die Mahlzeiten-Dauer von 1-2 stunden bedenklich.
-Logopädin/ Castillo-Morales-Frau: dass das Kinn so weit zurück gesetzt ist, hat sie erst gemerkt als ich sie darauf angesprochen hatte. Meinte dann aber, es könnte schon ein Grund sein für Schwierigkeiten beim saugen. Hat uns 3 Übungen gezeigt, um das Ausstülpen der Unterlippe besser anzubahnen und den Saugschluss zu fördern. Mache sie eigentlich auch regelmässig, findet der Nico noch lustig.
-der KiA hatte Nico auf meine Bitte hin nochmal genau im Mund inspiziert und nichts auffälliges gefunden a la kurzes Zungenbändchen. Hat ber auch gesagt, er kenne sich mit Stillen nicht aus und könne nicht ausschliessen, dass doch etwas da ist was er aber übersieht.
Hatte noch überlegt, eine telefonische Beratung bei Frau Marta G.-G. zu machen, was meinst Du?
Re: Vom "Pumpstillen" doch noch zum Stillen?
Verfasst: 25.04.2015, 14:28
von ElliBelli
Noch ein Nachtrag:
Wäre es für Dich eine Option, Dir noch eine zusätzliche Fachmeinung zu holen? Oder stresst Dich das sehr?
Es wäre für mich in jedem Fall eine Option, aber hier in der Gegend weiss ich wirklich keine vielversprechenden Kandidaten mehr. Und was mich dabei etwas stört ist die laut oder auch nur zwischen den Zeilen kommunizierte Ansicht, dass ich es jetzt am besten doch mal "gut sein lassen" soll.
Nach dem Motto: Stillen ist das Beste, und wenn es nicht klappt kann man 1-2 Sachen ausprobieren. Wenn es dann auch noch nicht klappt, soll es halt nicht sein und das soll man am besten einfach akzeptieren und sich da nicht "verrennen". Und überhaupt, der Nico kriegt ja 100% Muttermilch, ist doch alles super, wo ist überhaupt mein Problem? Bald ist er ja eh im Beikostalter".
Vielleicht interpretiere ich da was rein, aber so habe ich es bis jetzt bei fast bei allen unseren Fachpersonal-Erfahrungen mehr oder minder empfunden. Und je älter Nico wird, umso weniger Verständnis wird uns bzw. mir in meinen Bemühungen entgegengebracht. Einfach mein Eindruck.
Re: Vom "Pumpstillen" doch noch zum Stillen?
Verfasst: 25.04.2015, 15:34
von Teazer
Puh, da hast Du wirklich einige Fachleuten durch. Wäre es für Dich okay, wenn ich die Bilder einer Logopädin zeige? Die könnte ich dann löchern und weiß 100%-ig, dass sie pro Stillen ist.
Re: Vom "Pumpstillen" doch noch zum Stillen?
Verfasst: 25.04.2015, 23:18
von ElliBelli
Wäre es für Dich okay, wenn ich die Bilder einer Logopädin zeige?
Ja das wäre super, vielen Dank! Konnte heute leider noch kein Filmchen machen, aber morgen dann!
Heute war Nico 2 x an der Brust, einmal nur kurz genuckelt, aber das andere Mal hatten wir einen guten Moment erwischt, da hat er richtig getrunken

und mich dann selig angegrinst
07.01. 2700 g, GH
11.01. 2460 g, GH, niedrigstes Gewicht
21.02. 4000 g, KA
21.03. 4910 g, KA
24.04. xxxx g, 8 x Flasche, 775 ml MuMi, 5x Pipi, 0x Stuhl
25.04. xxxx g, 9 x Flasche, 765 ml MuMi, 5x Pipi, 1x Stuhl
Schlaft gut!
Re: Vom "Pumpstillen" doch noch zum Stillen?
Verfasst: 25.04.2015, 23:22
von ElliBelli
P.S. war beide Male mit Stillhütchen an der Brust, das längere Mal ca. 10 Minuten. Probiere auch den Schnuller zu reduzieren, aber das ist schwierig...Er kann halt an nichts anderem wirklich nuckeln, kriegt bei allem anderen einen Würgereflex, sogar bei seinen eigenen Fingern

sieht irgendwie voll süss und lustig aus, aber ist natürlich für unser Vorhaben nicht so dolle:(
Re: Vom "Pumpstillen" doch noch zum Stillen?
Verfasst: 26.04.2015, 07:42
von koalina
ElliBelli hat geschrieben:...Er kann halt an nichts anderem wirklich nuckeln, kriegt bei allem anderen einen Würgereflex, sogar bei seinen eigenen Fingern

sieht irgendwie voll süss und lustig aus, aber ist natürlich für unser Vorhaben nicht so dolle:(
Krümel nuckelt mal am Finger (er mag meinen Ringfinger lieber als den kleinen

), aber bei seinen Händen hat er regelmäßig nen Würgereflex. Was auch ab und an ganz gut geht ist das geknotete Ende von nem Schnuffeltuch.
Immer mal wieder vorsichtig den Finger Richtung Gaumen schieben.
Alles Gute euch!
koalina
p.s. Manchmal kann man nur das Schreien begleiten und trösten. Das ist hier oft abends der Fall...