Offiziell ist das das Zentrum für Kinder mit Regulationsstörungen. Ich finde keine Erfahrungsberichte im Internet. Naja, ich werde ja sehen wie die arbeiten. Wenn sie mir Schlaflernprogramme vorschlagen, pack ich meinen Jungen eh sofort wieder ein, sowas kommt mir nicht in die Tüte.
Zu euren Fragen:
Der kleine Mann war Sonntag genau 5 Monate alt.
Das Stillen klappt gut, also ich bin zufrieden. Beikostreife zeigt er so teilweise, wir wollten bei Gelegenheit mal nen Stück Banane oder so probieren, und wenns dann ganz soweit ist, mit BLW einsteigen, also eigentlich breifrei.
Das Witzige ist, mach ich alles so, wie es seinem Bedürfnis entspricht, dann weint er gar nicht.
Beruhigt wird er fast ausschließlich auf dem Pezziball, wenn wir zuhause sind. Unterwegs auch beim Tragen.
Es läuft so ab, dass ich ihn immer erstmal stille. Manchmal schläft er dabei ein, immer öfter sogar, aber sobald ich das Gefühl habe, das klappt nicht, wechsel ich auf den Ball oder bind ihn wieder ein und wir gehen spazieren. Klappt dann meist super ohne große Komplikationen.
Was mich am meisten belastet...hm...wahrscheinlich sind das mehrere Dinge in Kombination.
Die Einschlafsituation belastet mich gar nicht groß. Ich bin ja immer wieder froh, dass wir überhaupt Möglichkeiten haben, dass er so friedlich einschlummert und nicht mehr schreit, weil er nicht in den Schlaf findet.
Auslöser für den Termin in der Schreiambulanz war der gestrige Kinderarztbesuch. Muckel ist 6:40 aufgestanden. 8:30 sind wir los gefahren, da war er verständlicherweise schon müde. Im Auto fand er keine Ruhe (keine Ahnung, aber da schreit er in letzter Zeit viel, ob ihm die Babyschale zu eng wird?). Entsprechend schlecht gelaunt und brüllig kamen wir schon beim Doc an. Die Ärztin wollte wissen, warum er so schreit und ich antwortete, er sei müde. Sie fragte mich dann etwas entgeistert, ob wir noch keinen Rhythmus hätten. Ich meinte dann nur, dass das Zuhause alles gut klappt, wenn wir unseren Pezziball haben. Daraufhin wurde mir der Flyer in die Hand gedrückt, ich sollte mich da mal vorstellen, ich können ja nicht immer Ball hoppsen.
Im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich nicht klar gestellt habe, dass immer noch ich entscheide, wie lang ich was kann.
Auf der anderen Seite, ich kann es mir ja mal anhören, schadet nichts. Wenns nichts bringt, ists auch okay.
Leider begegnen mir fast täglich unschöne Kommentare, das Kind würde ein Mamakind bleiben, er müsse jetzt endlich mal zu anderen auf den Arm (was bislang etwas kritisch, aber nicht unmöglich ist), ich würde dafür sorgen, dass er verweichlicht und all solch Kram.
Schreien und alleine sein wäre wichtig für seine Entwicklung, und ich würde ihm mit dem Gehoppse die Fähigkeit nehmen, allein einzuschlafen. Das war so ein kleiner Auszug.
Und in Momenten, wo es dann wieder schwieriger wird, frag ich mich, ob ich vielleicht doch was falsch mache, man bekommt es ja immer aufs Butterbrot geschmiert.
Mir fehlt auch der Austausch mit anderen Müttern. Er ist zwar da, aber man fühlt sich auch etwas einsam. Ich trau mich wenig raus mit ihm, weil ich immer Angst habe, er könnte so schreien und ich bekomm ihn nicht beruhigt.
Ich treffe mich regelmäßig mit einer Mama aus meinem GVK zum spazieren gehen. Auch wollen wir in 4 Wochen zur Krabbelgruppe gehen.
Wenn ich mit anderen Eltern/Kindern mich treffe, habe ich von Anfang an das Gefühl, mein Kind ist irgendwie "anders".
Beispiel letzte Woche beim Treffen mit meinem GVK. Die Kinder brabbeln umher, strampeln, mein Kind liegt still da und guckt sich alles ganz genau an. Das Baby neben ihm juchzt etwas lauter, mein Kind fängt sofort an zu weinen, weil es sich erschrocken hat.

Die Schreckhaftigkeit fällt mir seit der Geburt eigentlich auf.
Und was mich auch belastet, dass es Momente gibt, wo ich ihm nicht helfen kann. Wenn wir zum Beispiel Auto fahren wie gestern und er brüllt. Auf der Rücktour wars das Gleiche, da ist er dann nach 5 Minuten eingeschlafen. Samstag Abend gabs auch so eine Situation. Da waren wir beim Geburtstag und auf der Rücktour brüllte er auch. Wir konnten im Dunkeln an der Landstraße und Autobahn ja auch nicht einfach anhalten. Ich konnte also nur seine Hand halten, bis er nach 10 Minuten brüllen auch eingeschlafen ist. Ich denk dann immer gleich, ich bin keine gute Mutter, wenn er sich in den Schlaf weint (und das passiert wirklich extrem selten, nur wenns gar nicht anders geht).
Die letzte Nacht war anstrengend. Er bekommt Zähne, dann gabs gestern auch noch die letzte Impfung, da war er alle Stunde wach, hat sich auf dem Arm nur beruhigt. Er bekam dann gegen frühen Morgen ein Fieberzäpfchen, weil er etwas Temperatur hatte und mit Unterbrechungen aber 2 minütigem Wieder-in-den-Schlaf-hoppsen hat er dann bis nach 9 geschlafen und ist seit dem gut drauf.
Heut bin ich wirklich müde und kaputt, aber eigentlich gehts mir gut.
Hach ich weiß auch nicht, meine Stimmung ist wechselhaft.
Ist jetzt doch etwas länger geworden.
