@Nuala: Bin ich in einer Schleife?
Ich bin mir durchaus bewusst darüber, dass ich nicht alles kontrollieren kann und dass mein Einfluss "schon immer" nur begrenzt ist. Lisas "Essstörung" ist vorgeburtlich geprägt, denn sie ist in der 12. SSW fast verloren gegangen. Ein Teil der Fruchtblase hat sich abgelöst, woraus es für eine Weile im Mutterleib einen extremen Versorgungsnotstand gab. 14. SSW war sie 2 Wochen zu klein, 18. SSW auf einmal 2 Wochen zu groß, 38. SSW bekam ich den Befehl von oben, spätestens einen Tag nach ET im KH den Kaiserschnitt vollführen zu lassen, damit wir beide nicht sterben. (Sie kam dann zum Glück einen Tag vor ET.)
Natürlich war das Zufüttern ein Problem für mich, weil ja alle rund herum mich schuldig dafür gesprochen haben, denn ich konnte ja niemandem erzählen, dass sie voll gestillt wird, ich war hier nicht angemeldet bzw. dieses Forum gab es gar nicht. Ich weiß nur, dass sich die KiTa große Sorgen machte, weil Lisa nichts aß, aber trotzdem "so dick sei". Klar, ICH wusste ja, dass sie die ganze Nacht ihren Nahrungsrückstand aufgeholt hat, denn ich kroch auf dem Zahnfleisch. Eisenmangel hatte sie nie, wohl aber ich.

Und weil ICH das Problem hatte, wollte ICH auch, dass sie isst. Ich habe wirklich ALLES ausprobiert, damit der Brustjunkie von der Brust weg kam, aber gesunde Nahrung ging nicht. Irgendwann hatte ich die richtige Mischung aus Banane, selbstgebrautem Jogurt und Fruchtzucker gefunden und mein Kind aß, BIS meine Schwiegermutter mit Fruchtzwergen ankam (die es dann später in der KiTa auch regelmäßig gab!) - vorbei. Die Diskussionen darum, die ähnlich waren wie hier im Forum liefen darauf hinaus... Schreib ich ja schon.
Es zeigte sich, dass das Kind durchaus in der Lage war zu essen, aber immer nur EIN Lebensmittel. Damit findet man sich ab, bis das Kind selbst erkennt "Ich bin zu dick.", obwohl ich eben fleißig Hosen genäht habe, die einmal passten, aber auch gut kaschierten. Sie wurde in der Schule gehänselt, gemobbt, also mussten wir das Großelternfressen, in dem sie einmal in der Woche sich mit 36 Ketchuptoasts mit Käse überbacken und damals geschätze fünf Tafeln Kinderschokolade (auch bei Süßigkeiten isst sie vorzugsweise immer nur ein Produkt, was man dann einfach nie zu Hause haben musste!!!) wie im Mutterleib auch für eine Woche die nötigen Vorräte ansetzte, um den Rest der Woche "das schlechte Essen", nicht essen zu müssen. Wir haben es mit Disziplin und ähnlichen gesünderen Variationen dahin gebracht, dass das Vorratsfressen aufgehört hat. Sie ist immer noch kräftig, aber wird nicht mehr gehänselt. Der Einfluss ist also immer beschränkt und um ehrlich zu sein, hat der Papa manchmal mehr Probleme als ich, aber es IST ein Problem, nicht weg zu denken!
Und da wir schon mal bei der Schuldfrage sind. Natürlich kann mein kleines Kind immer noch nicht laufen und nur eingeschränkt sprechen, weil ICH sie schwingungstechnisch daran hindere! Ganz ehrlich, auch das ist vorgeburtlich geprägt und auch das weiß eigentlich jeder normalgebildete Mensch, ABER gerade die Spezialisten, spricht integrative Kindergärtnerinnen, aber auch Lehrer im Förderzentrum meinen, dass "die Mutter das Kind an der freien Entwicklung hindert". Bei dem Freund von Mara, der mit allen möglichen Hilfsmitteln ausgestattet ist, mag ich das ja glauben, aber auch hier ist die Druckmacherei von außen so stark gewesen (nehme ich mal an, sie wirkt immer mehr als angespannt), dass die Mutter sich unterworfen hat. Ich habe das nicht getan, weil jemand von den früheren Therapeuten gemeint hatte: "So viel wie nötig, so wenig wie möglich." (und wer sagt bitte schön, dass das wirklich richtig war?), wird jetzt im Förderzentrum auch umgekehrt.
Also wie auch immer man etwas tut, man macht es falsch und auch wenn man es richtig macht für SEIN Kind, es gibt immer wen, der es besser weiß! (Und es gibt nur einen Weg, den man gehen kann, kein Experiment kann herausfinden, was das Beste wäre!)
Daher liebe Heidi, war mein Erstbeitrag natürlich in Hinblick auf das, was Du im Anfangspost aus Sorge getippt hast provokativ verfasst, aber ich habe meine Geschichte deswegen so ausführlich hier breit getreten, um zu zeigen, dass man eben manchmal auch unkonventionelle Schritte gehen muss, um sie korrigieren zu dürfen, aber trotzdem nicht unbedingt immer das Optimum erreicht. Ich werde sicherlich immer wieder Angst bekommen, dass ich etwas falsch gemacht habe (immer und überall meine Kinder betreffend, was ich absolut für normal halte und das genauso wie bei der besten Freundin meiner Mutter, deren einer Sohn sich umgebracht hat, der andere nur mit Antidepressiva nicht umbringt sicherlich auch genug "Experten" gibt, die befinden, dass dies aussschließlich in der Verantwortung der Mutter liegt!), gerade wenn solche Diskussionen aufkommen, aber ich kenne meinen Weg und weiß, dass er so nötig war. Du gibst Dein Bestes und Du wirst Deinen Sohn bestens durch diese schwierige Situation bekommen, weil Du nachdenkst, nachfragst und bereit bist zu korrigieren. Ich wollte Dir zeigen, dass auch "Spezialisten" nicht immer den richtigen Rat geben können (hoffentlich hat das dieser Beitrag gezeigt) und das Du zum größten Teil auf Dein Bauchgefühl hören musst, denn es gibt immer mehr Leute, die es besser wissen, als solche, die akzeptieren, dass Du es gut kannst.
Was sagte ein ehemaliger Chef von mir: "Wenn Sie Kinder bekommen, behandeln sie sie immer wie fremde Kinder, denn bei fremden Kinder, weiß man immer alles besser."

Es ist verdammt schwer, aber vieles wird nie so heiß gegessen, wie es gekocht wird und ich danke für das PNtechnische Feedback, dass Lisa gar nicht so unnormal ist.