Es ist ja nicht so, dass ich von Anfang an jetzt keine Kinder haben wollte, sondern einfach der Ansicht war (bin? war?), damit müsse ich mich halt noch ein paar Jahre gedulden. Insofern stört es mich gar nicht, dass die meisten hier pro-Kind schreiben wenn es ja denn doch der richtige Zeitpunkt sein sollte. Gut, der Threadtitel stimmt ja nun nicht mehr so wirklich, aber wer sich bis hierhin durchliest hat's auch verstanden. ^^
Ich möchte alles hören, was ihr zu geben habt. Zwingt mich ja auch keiner allem zuzustimmen.

Also nur weiter her damit! Auch und sicherlich natürlich auch Gründe, warum ihr noch keine Kinder wollt und eure Wege, damit umzugehen.
Es ist ja schliesslich nicht unwahrscheinlich, dass ich dank meines Freundes noch noch ein paar Jahre warten muss...
MaareMum hat geschrieben:Also bist du, wenn du jetzt Blockpraktikum hast und die Dr-Arbeit auch schon "fertig" ist (also Schreiben ist ein weitaus größerer Teil als man denkt, unterschätz das mal nicht, zumal du immer schön auf die Korrekturen warten darfst, u.U. monatelang), dann schätzungsweise jetzt so rund im 10. Semester? Also direkt vor dem PJ? Das fänd ich eigentlich nen guten Kinder-Zeitpunkt. Im PJ ist vermutlich ne regelmäßige Betreuung durch geregelte Arbeitszeiten besser zu organisieren als äwhrend nem normalen Semester, wo du zu den unmöglichsten Zeiten und völlig vertreut anwesenheitspflichtige Kurse hast. Ausserdem hast du im PJ eher Möglichkeiten, mal wegen krankem Kind freizunehmen/Urlaub zu nehmen, als bei nem Kurs, wo keine Fehlzeiten erlaubt sind.
Ich komme jetzt ins 9. Semester (Block), habe also noch ein Jahr bis zum PJ-Beginn. Was hier verwirren mag ist, dass der MSG Aachen regulär im 8. oder 9. Semester ein Freisemester einplant, in dem ich jetzt eben meine Doktorarbeit mache.
Ja, vom PJ hab ich schon einen großen Kinderansturm gehört. Es klingt wirklich verlocken...
MaareMum hat geschrieben:Was du beim Job-Beginn dann auch nicht vergessen darfst: Probezeit und ggf. erstmal ein Zeitvertrag. Wenn der Befristungsgrund "Weiterbildung" ist, ist das kein Problem und du hast die Verlängerung praktisch in der Tasche bzw. darfst nach Babypause um die Zeit der Babypause verlängern. Wenn der Befristungsgrund erstmal aber "Schwangerschaftsvertretung" ist, dann halt leider nicht. Da kann also u.U. nen Babypause blöd sein.
Das ist sehr gut zu wissen, ich werde es mir gleich hinter die Ohren schreiben!

An sich habe ich wie von vielen hier dargelegt da keine sonderlichen Sorgen. Spätestens in der Uro dürfte sich eine Stelle finden.
MaareMum hat geschrieben:Ausserdem ist man dann erstmal im Beruf, alles neu, alles spannend, das will man dann erstmal ne Weile machen, man verdient endlich mal ordentlich Geld und muss nimmer jeden Cent dreimal umdrehen und will das erstmal genießen, dann kommen die Kollegen dazu, die man vielleicht nicht im Stich lassen möchte mit den Nachtdiensten und Wochenenden, der Chef, der einem irgendwelche tollen Fortbildungsmaßnahmen verspricht,.......... es gibt wie gesagt nie den richtigen Zeitpunkt für Kinder

Wenn ich in Famulaturen bin gehe ich regelmäßig in der Station ganz auf, im positiven wie negativen Sinn. Ich genieße dann die Zeit dort durch und durch mache aber auch ohne mit der Wimper zu zucken 10-Stunden Tage. Wenn ich neben dem Studium im HiWi-Job eine Deadline habe auch gerne mehr. Ich liebe meine Arbeit aber merke dann auch, dass ich zu sehr drin versinke. Daher wäre es einerseits natürlich toll, die ersten Jahre unbekindert mich austoben zu können (=meine bisherige Argumentation) aber es würde mir wahrscheinlich mehr nutzen als schaden einen Grund zu haben auch mal nach Hause zu wollen (=immer mehr meine Argumentation). Zumal ich fürchte, den Absprung in die Babypause nicht zu schaffen, weil ich immer nur noch etwas länger voll arbeiten möchte. Das sähe mir ähnlich.
MaareMum hat geschrieben:Übrigens find ich auch, dass du dir das Ziel "OA mit eigenem Team" durchaus erstmal vorstellen darfst. Ich finde nicht, dass man nur wegen Kindern und Familie solche Vorstellungen und Ziele nicht haben darf. Ich hab auch Vorstellungen über meine berufliche Zukunft, die sind zwar im Moment in weiter Ferne, aber ich muss ja auch noch ziemlich viele Jahre arbeiten

Danke, das tut gut zu hören. Mich hat da wie gesagt auch der von dir verlinkte Artikel sehr beeindruckt. Er dreht die konventionelle Haltung mit einem Ruck auf den Kopf und kommt dabei doch zu einem sehr verlockenden Schluss. Ich werd ihn auch mal zu geeigneter Zeit meinem Freund zeigen...
Ich muss nochmal sagen, wie gut es mir tut mich hier austauschen zu können. Zum einen, weil hier Menschen mit so unterschiedlichen Biographien von "Ich merkte, ich will viel mehr Zeit mit den Kindern verbringen, jetzt bin ich zu Hause und alles ist gut." bis "Ich wusste, was ich beruflich wollte und da mussten Kinder erstmal hinten anstehen. Jetzt habe ich Karriere und Kinder und alles ist gut." Beides sind nicht meine Wege, aber von allen Erfahrungen kann man sich vielleicht eine Ecke mitnehmen.

Zum anderen, weil hier wenigstens nicht mein geliebter Spruch kommt "Kind, genieß dein Leben und mach es dir nicht kaputt, für Nachwuchs ist noch so viel Zeit!"
suri hat geschrieben:Anders kommen kann es eh immer.
Das sowieso. Aber planen macht viel mehr Spaß!
