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Re: Was ist schlimm an einem laufenden Täufling?
Verfasst: 23.03.2012, 23:00
von Claudi
Imkerin hat geschrieben:
Ich würde entgegnen:
"Echt, das findest Du merkwürdig?
Jesus konnte doch sogar schon lange, lange laufen, als er von Johannes getauft wurde!"
Perfekt!!
Ich bin leider auch nicht Bibelfest, aber ich merke das ich mit meinem Kind da wieder reinwachse und habe das Gefühl, das Kinder einem den Glauben wieder näher bringen können.
Man darf es dann annehmen und als Chance sehen für sich selbst
Ich glaube schon das der Glauben auch selbstbewusst macht und wirklich Kraft und Vertrauen gibt.
Deshalb finde ich es gut, das ein Kind dann selbst entscheiden kann und seinen Weg geht.
Und allein durch die Schule kommt es ja damit in Berührung, wenn die Eltern nicht religiös sind und den Weg verloren haben, dann ist das doch toll wenn man wieder was dazulernen darf!
Taufen nur weil alle es so machen ist wie der Kirchgang nur zu Weihnachten, das ist oberflächlich.

Re: Was ist schlimm an einem laufenden Täufling?
Verfasst: 24.03.2012, 00:09
von Clara
Ich habe jetzt nicht die anderen Beiträge gelesen, aber ich finde es sowas von egal, ob der Täufling schon laufen kann oder nicht.
Worüber sich manche Leute Gedanken machen...
Re: Was ist schlimm an einem laufenden Täufling?
Verfasst: 24.03.2012, 08:30
von Roana
Also unser großer wurde "so wie es sich gehört"'(Achtung Ironie!) mit 3 Monaten getauft. Passte super, war Ende September und der geburtstag meiner Mutter. Diese Taufe wurde in den normalen sonntags Gottesdienst eingebunden (evangelisch) und ich fand es viel schöner als eine extra Zeremonie am Samstag, was hier in der Gegend das übliche ist.
Unsere kleine Maus möchte ich auch lieber zur Sommerzeit taufen lassen, und da wird sie auch ca. 1jahr sein.
Wegen dem taufkleid, naja unser Sohn trug das welches mein Mann damals trug mit dem Taufband meines Bruders und unsere Tochter Nähe ich einfach eins mit meinem Taufband. Ich find das einfach für uns wichtig das es etwas persönliches ist.
Ich bin schon gespannt wie das wird, die Taufe mit einem einjährigen Kind, unser Sohn hatte damals auch ganz lieb alles verschlafen, ich denke diesmal wird's mehr Aktion geben, was mich übrigens nicht stresst, weil so sind Kinder doch einfach.
Re: Was ist schlimm an einem laufenden Täufling?
Verfasst: 25.03.2012, 22:22
von hannajo
Habe den Thread nur überflogen...
Unsere Tochter war bei der Taufe 15Monate alt - und ich fand das ideal:
Konnte sie mit Keksen bestechen

, sie kein einziges Mal geweint und ist nach der Taufe ganz alleine nach vorne zum Pfarrer marschiert und hat in den Kirchenraum zurückgeblickt - das war wie eine kleine Vorstellungsrunde vor der Gemeinde.
Da sie ein sehr "anspruchsvoller" und nur mit der Brust zu beruhigender Säugling war, hätte ich vorher nie und nimmer taufen wollen.
Re: Was ist schlimm an einem laufenden Täufling?
Verfasst: 26.03.2012, 02:44
von Seerose
Zum Thema:
Heute im Kindergottesdienst vor Ort wurden ein wenige Monate alter L. und eine 14 Jahre alte N. getauft.
Ersterer konnte garantiert noch nicht laufen und lachte und quiekte den halben Gottesdienst lang, fand es also recht lustig.
Zweiterer war es glaub ich etwas peinlich und sie wär anscheinend am liebsten im Boden versunken... Das lag aber weniger dran, daß sie schon laufen konnte, sondern eher daran, daß sie vermutlich konfirmiert werden wollte und die Taufe vor allen Leuten wohl eher als unangenehme Begleiterscheinung empfunden hat. Ich fühlte mich ein bißchen an mich selbst erinnert und war damals auch froh, daß der Pfarrer meine Taufe kurz vor der Konfirmation nicht im Gottedienst vollzogen hat sondern quasi abends mal so nebenbei.
Meine Tochter, die neben dem Taufbecken stand und alles hautnah miterlebte meinte im Nachhinein zu mir: Du, Mama, wenn ich getauft werde, dann möcht ich das nicht im Gottesdienst machen lassen sondern bitte ohne Publikum.
Das "Schlimme" an laufenden Täuflingen ist also eher die Tatsache, daß sie mit fortgeschrittenem Alter den Mund aufmachen und Wünsche äußern.

Re: Was ist schlimm an einem laufenden Täufling?
Verfasst: 05.04.2012, 09:14
von 4tiere
Hallo Sakura,
unsere Grösste wurde getauft als sie 11 Monate alt war und nur krabbeln konnte. Sie stolperte immer über den Kleidersaum.
Daher lieber ein laufendes Kind taufen!

Re: Was ist schlimm an einem laufenden Täufling?
Verfasst: 12.04.2012, 18:08
von Morphetetis
Mein kleiner Bruder wurde nur getauft, weil unsere Oma meinte, mit dem kleinen Heiden geht sie nimma spazieren. Er konnte bei der Taufe dann auch schon gehen
Ich wollte eigentlich gar nicht taufen lassen. Aber ich mag einfach Riten und Feiern und das kleine Leben will ich schon in der Familie willkommen geheißen haben. Deshalb plane ich jetzt doch eine Art von Taufe, die mein Papa leiten wird. Dann gibts auch eine festliche Tafel, eine Torte, Einladungen und was mir am wichtigen ist, die Zeremonie!
Also mir ist das Ritual an sich wichtig, es ist halt schade, dass nur getauft weil und wann es sich gehört. Ich hab mit Gott nix am Hut, aber das heißt nicht, dass es so was wie eine Taufe nicht geben darf. Und wenn das Kind dabei schon größer ist, macht es viel mehr Spaß, weil es auch mehr teilhaben kann.
Re: Was ist schlimm an einem laufenden Täufling?
Verfasst: 13.04.2012, 22:20
von blauelagune
Ich hatte einen laufenden Täuflinge. Er war genau 2 Jahre. Es hat schlichtweg nicht eher geklappt. Es war eine schöne Taufe, er hat klasse mitgemacht, wäre fast ins Taufbecken gehüpft

, für uns hat das einfach gepasst.
Re: Was ist schlimm an einem laufenden Täufling?
Verfasst: 13.04.2012, 23:00
von youtee
Meine Tochter war fast 2 (Sohn ist immer noch nicht getauft) und konnte so was von laufen! Ich habe ihr Kleidchen selbst genäht und sie hat es ganz stolz getragen. Und das Beste war, als der Pfarrer "ich taufe dich..." intoniert hat, hat sie "nein!" gesagt! Hihi. (taufen ist ja eh etwas, das nur mein Mann will

) Er hat aber völlig unbeirrt weitergemacht, leider.
Re: Was ist schlimm an einem laufenden Täufling?
Verfasst: 14.04.2012, 11:23
von Elchnase
Hallo ihr Lieben,
unsere Kleine wird dieses Jahr mit fast 22 Monaten getauft, und mir ist es ziemlich wurscht was die Welt darüber denkt!
Ich habe eben etwas länger, dafür aber auch recht intensiv, darüber nachdenken müssen was ich/wir überhaupt wollen und vorallem: Warum eigentlich?!
Wir sind glücklich damit, und das allein zählt doch.
Liebe Grüße