Ich koche hier auch keine Innereien, obwohl ich die gerne mag. Aber ich koche eben normal und ausgewogen. Merke ich, dass ein Kind zu viel von dem "Schlechten" isst, dann kaufe ich das einfach nicht mehr und ja, da sage ich schonmal ganz klar: "Entweder Du isst das jetzt oder Du gehst hungrig ins Bett. Das ist ganz allein Deine Entscheidung.". Ist mir völlig wurscht ob das "unerzogen" oder "authoritär" ist und was andere dazu sagen. Das ist Erziehung a la Zierbanane.

(Das Problem ist ja auch, je mehr Kinder man hat, desto weniger Zeit und Nerven hat man für ständige Extrawürste) und eines kann ich sagen, es werden, je älter der Kleine wird, noch ganz andere Phasen auf Dich zukommen, Phasen bei denen Du immer wieder an Deine Grenzen stoßen wirst und oft ein Umdenken erforderlich ist. Da hilft alles innerliche Winden in alten Idealen nichts.
Was bezweckst Du indem Du eine Hütte baust oder Ausstecherle hernimmst? Du manipulierst. Da finde ich es schon beinah ehrlicher einfach nichts ungesundes mehr im Haus zu haben wenn es Dich so sehr stört und ihm ein gutes Essen, aus dem er wählen kann was er wovon und wieviel isst, vorsetzt und ehrlich sagst es gibt nichts anderes und im Notfall das Jammern erträgst. GANZ schwer. Ich weiß! Ich brauchte DREI Kinder bis ich so weit war das zu (er)tragen, weil man natürlich mitleidet. Aber das geht vorbei.
Es ist gut und schön, Deine Idealvorstellung von "nicht Erziehung" (auch in punkto Ernährung) und ich bin mir sicher, dass Du als Mutter alles gibst, aber die Realität sieht eben oft anders aus. Ich lese bei Dir auch oft sehr viel eigene Kindheit raus und viele, viele Wünsche und Erwartungen bezogen auf die Entwicklung Deines Kindes. Aber auch das ist Druck und auch das spürt er. Mir geht/ging es hier genauso beim Thema Schule: "Du sollst es einmal besser haben!". Aber auch dieses "gut sein wollen" erzeugt einen enormen Druck im Kind. Was hatte ich für tolle Vorstellungen vom Idealzustand als mein Sohn noch klein war. Vergiss es!!! Mindestens 50% kannst Du auf gut deutsch gesagt mit der Zeit "abessen", weil das LEBEN eben oft GANZ anders läuft als es ein Buch oder die eigene Vorstellung vom Idealzustand beschreibt.