Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen
Moderator: Giraeffchen
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darling
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen
Das interressante ist, der Typ, der diese grausame e
Einschlafmethode erfunden hat, selbst ein Riesenfan des Familienbettes ist, und dieses auch privat praktiziert.
Einschlafmethode erfunden hat, selbst ein Riesenfan des Familienbettes ist, und dieses auch privat praktiziert.
- Tragedings
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen
Meine - teilweise schrecklichen- Erfahrungen zum "Schreien lassen":
Mein Sohn, heute 5 1/2 Jahre alt, war ein Schreikind. Niemand und auch ich selbst konnte erklären, wieso er permanent schrie, damals- fast das komplette erste Lebensjahr hindurch.
Das einzige, was half war Tragen, Wiegen und 100% Aufmerksamkeit.
Ich dachte damals, das alles liegt nur an mir. Ich redete mir ein: "Du bist als Mutter eine absolute Versagerin, du allein bist schuld!" Ich hab ständig geheult, hatte keine Kraft und Energie für irgendwas anderes. Es war einfach furchtbar.
(5 Jahre später hab ich erfahren, dass er das KISS-Syndrom hatte. DAMALS sagte mir niemand was von Blockaden.)
Als er ca. 1 Jahr alt war, hatte ich die Nase voll davon, wirklich nie eine Auszeit zu haben und wollte geregelte Schlafenszeiten einführen- auch, weil mir jeder sagte: "Spätestens um SIEBEN lagen/liegen MEINE Kinder im Bett!" (mit dem dazugehörigen Naserümpfen). Jannis dagegen ging erst um 23 Uhr ins Bett- und dann musste ich noch minimum 30 Minuten Händchenhalten. Ich KONNTE ihn nicht schreien lassen, mir brach das Herz, wenn er schrie...niemals hätte ich nicht zu ihm gehen können!
Ich legte ihn also in sein Bett, so gegen halb neun/neun, sang ihm seine Schlaflieder vor, sagte Gute Nacht, ließ Schlummerlicht an und Türe auf und ging....
keine Minute später stand er auch schon wieder in der Küche.... und so ging das dann bis 23 Uhr eben (lach)
Irgendwann, nach gefühlten 100 Nächten und Erklärungen später, schob ich die entfernten Stangen wieder ins Gitterbett und dachte, ein neunmalkluger Autor und jede ach so kluge Mutter hier wisse sicher, was er/sie da schreibt/sagt und ließ ihn schreien....Ich litt mit ihm, war total traurig und hatte Tränen in den Augen.
Nach etwa 20 Minuten des hin und wieder Hingehens und beruhigend auf ihn Einreden gabs einen dumpfen Knall und hysterisches Geschrei. Ich rannte zu Jannis und er lag vor dem Bett, war kopfüber über das Gitter gefallen bei dem Versuch rauszuklettern.
Ich heulte und fluchte auf all die Tipps und nahm ihn wieder tröstend zu mir. Nun hatte ich noch mehr Schuldgefühle, weil ich daran nun WIRKLICH schuld war!
Nie wieder hab ich das gemacht! Trotzdem hat das Zubettgehen dann ca. 1/2 Jahr später ohne Probleme geklappt- eben als ER so weit war und nicht mehr so viel Mama brauchte zum Schlafen.
Lenya, unsere Kleine, hat von zu viel Nähe von selbst irgendwann das Schnäuzchen voll, fängt beim Tragen/Halten dann an zu quengeln und sobald man sie hinlegt, hört sie dann auf.
Mal sehen, wie das sich entwickelt, aber
wirklich NIE WIEDER werde ich ein Kind einfsch schreien lassen, sondern folge meinem Gefühl und gehe zu meinem Kind!
Mein Sohn, heute 5 1/2 Jahre alt, war ein Schreikind. Niemand und auch ich selbst konnte erklären, wieso er permanent schrie, damals- fast das komplette erste Lebensjahr hindurch.
Das einzige, was half war Tragen, Wiegen und 100% Aufmerksamkeit.
Ich dachte damals, das alles liegt nur an mir. Ich redete mir ein: "Du bist als Mutter eine absolute Versagerin, du allein bist schuld!" Ich hab ständig geheult, hatte keine Kraft und Energie für irgendwas anderes. Es war einfach furchtbar.
(5 Jahre später hab ich erfahren, dass er das KISS-Syndrom hatte. DAMALS sagte mir niemand was von Blockaden.)
Als er ca. 1 Jahr alt war, hatte ich die Nase voll davon, wirklich nie eine Auszeit zu haben und wollte geregelte Schlafenszeiten einführen- auch, weil mir jeder sagte: "Spätestens um SIEBEN lagen/liegen MEINE Kinder im Bett!" (mit dem dazugehörigen Naserümpfen). Jannis dagegen ging erst um 23 Uhr ins Bett- und dann musste ich noch minimum 30 Minuten Händchenhalten. Ich KONNTE ihn nicht schreien lassen, mir brach das Herz, wenn er schrie...niemals hätte ich nicht zu ihm gehen können!
Ich legte ihn also in sein Bett, so gegen halb neun/neun, sang ihm seine Schlaflieder vor, sagte Gute Nacht, ließ Schlummerlicht an und Türe auf und ging....
keine Minute später stand er auch schon wieder in der Küche.... und so ging das dann bis 23 Uhr eben (lach)
Irgendwann, nach gefühlten 100 Nächten und Erklärungen später, schob ich die entfernten Stangen wieder ins Gitterbett und dachte, ein neunmalkluger Autor und jede ach so kluge Mutter hier wisse sicher, was er/sie da schreibt/sagt und ließ ihn schreien....Ich litt mit ihm, war total traurig und hatte Tränen in den Augen.
Nach etwa 20 Minuten des hin und wieder Hingehens und beruhigend auf ihn Einreden gabs einen dumpfen Knall und hysterisches Geschrei. Ich rannte zu Jannis und er lag vor dem Bett, war kopfüber über das Gitter gefallen bei dem Versuch rauszuklettern.
Ich heulte und fluchte auf all die Tipps und nahm ihn wieder tröstend zu mir. Nun hatte ich noch mehr Schuldgefühle, weil ich daran nun WIRKLICH schuld war!
Nie wieder hab ich das gemacht! Trotzdem hat das Zubettgehen dann ca. 1/2 Jahr später ohne Probleme geklappt- eben als ER so weit war und nicht mehr so viel Mama brauchte zum Schlafen.
Lenya, unsere Kleine, hat von zu viel Nähe von selbst irgendwann das Schnäuzchen voll, fängt beim Tragen/Halten dann an zu quengeln und sobald man sie hinlegt, hört sie dann auf.
Mal sehen, wie das sich entwickelt, aber
wirklich NIE WIEDER werde ich ein Kind einfsch schreien lassen, sondern folge meinem Gefühl und gehe zu meinem Kind!
- Jill
- gut eingelebt
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen
Hallo,
mein erstes Kind war auch ein Schreikind - grauenvoll!!!
Das Schreien ging nachts alle zwei Stunden los, erst stillen, dann eine Stunde tragen, dann eventl. kurz schlafen. Tagsüber ging es nur im Kinderwagen oder BB. Das ganze ist jetzt 10 Jahre her.
Damals fühlte ich mich so hilflos und alleine gelassen (selbst der Kinderarzt wollte mir nicht glauben - das kann ja gar nicht sein, was Sie da erzählen...). Auch ich habe das Buch gelesen "Jedes Kind kann schlafen lernen" und es in meiner Verzweiflung angewendet. Einmal habe ich versucht ihn schreien zu lassen, da war er 5 Monate alt. Zwei Stunden und keine Besserung, dann habe ich aufgegeben und es nie wieder versucht. Dabei habe ich mich schrecklich gefühlt.
Zum Glück habe ich meinen Sohn nicht schreien lassen, dass habe ich nicht übers Herz gebracht. Dennoch hat er sehr viel geschrien (es war nicht zu vermeiden) - kein Vergleich zum weinen meiner Tochter, wenn sie mal schreit stehen wir gleich senkrecht im Bett (wie die Zinnsoldaten
), weil wir sowas von ihr gar nicht gewöhnt sind. Irgendwann wurde das Schreien weniger und als er mit 8 Monaten laufen konnte wurde es deutlich besser.
Mein Sohn und ich haben diese Zeit zum Glück gut überstanden, aber damals dachte ich, ich hätte ein total unglückliches Kind und ich konnte ihm nicht helfen.
mein erstes Kind war auch ein Schreikind - grauenvoll!!!
Das Schreien ging nachts alle zwei Stunden los, erst stillen, dann eine Stunde tragen, dann eventl. kurz schlafen. Tagsüber ging es nur im Kinderwagen oder BB. Das ganze ist jetzt 10 Jahre her.
Damals fühlte ich mich so hilflos und alleine gelassen (selbst der Kinderarzt wollte mir nicht glauben - das kann ja gar nicht sein, was Sie da erzählen...). Auch ich habe das Buch gelesen "Jedes Kind kann schlafen lernen" und es in meiner Verzweiflung angewendet. Einmal habe ich versucht ihn schreien zu lassen, da war er 5 Monate alt. Zwei Stunden und keine Besserung, dann habe ich aufgegeben und es nie wieder versucht. Dabei habe ich mich schrecklich gefühlt.
Zum Glück habe ich meinen Sohn nicht schreien lassen, dass habe ich nicht übers Herz gebracht. Dennoch hat er sehr viel geschrien (es war nicht zu vermeiden) - kein Vergleich zum weinen meiner Tochter, wenn sie mal schreit stehen wir gleich senkrecht im Bett (wie die Zinnsoldaten
Mein Sohn und ich haben diese Zeit zum Glück gut überstanden, aber damals dachte ich, ich hätte ein total unglückliches Kind und ich konnte ihm nicht helfen.
Sind so kleine Hände winzige Finger dran.
Darf man nie drauf schlagen, die zerbrechen dann...
Bettina Wegner
Darf man nie drauf schlagen, die zerbrechen dann...
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- corradomaus
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen
LESEZEICHEN
P. (01/82) mit dem Tasmanischen Teufel in Gestalt eines Minchen (03/08) und der kleinen Kämpferin die schon so viel mitgemacht hat (12/11)
Mein Herz schlägt sächsisch, und Lachen hat keinen Dialekt.
Mein Herz schlägt sächsisch, und Lachen hat keinen Dialekt.
- yihah86
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen
Hi,
ich denke hier passt das ganz gut rein, was ich mal erzählen möchte ... Es geht dabei nicht um mich und auch nicht um meine Tochter, sondern um meine Cousine, die mittlerweile 26 Jahre alt ist.
Als M. zur Welt kam, hatten sich meine Tante und mein Onkel natürlich "informiert", wie man das mit dem Schlafen und so denn wohl macht. Der Frauenarzt (und halt der Kinderarzt später) sagten, es sei für die Babyseele enorm wichtig, zwischendurch mal abschalten zu können - und das ganz allein (genau dies versuchte meine Tante, mir auch zu erklären, als ich gerade mit Lina aus dem Krankenhaus zu Hause war
). Also haben meine Tante und mein Onkel es mit M. so gemacht: Nach jeder Flasche (Stillen war natürlich gar kein Thema gewesen in der Familie) kam M. nach oben ins Kinderzimmer, für 1 ganze Stunde ins Bett, egal ob sie wach war, müde war, schlafen wollte oder nicht. Nachts war es genauso. Wenn sie wach wurde, bekam sie etwas zu trinken, und zurück ins Zimmer. Es gab keine kleine Lampe, denn das würde ja zu sehr "ablenken".
... als M. ein halbes Jahr alt war, hieß es, so langsam dürfe sie nachts auf keinen Fall etwas trinken (sie bekam schließlich genug zu essen und wurde ja schön sattgefüttert abends).
Also ging es so weiter: Abends nach dem Essen gab es noch eine Flasche (welch Luxus!) und dann wurde M. wach ins Bettchen gelegt. Die Tür wurde (komplett) geschlossen, sie lag also wach im stockdunkeln. Dann (jetzt wirds richtig schlimm find ich) zogen meine Tante und mein Onkel ihre Jacke an und gingen 1/2 Stunde spazieren. Wenn sie wiederkamen und M. war noch am schreien, so gingen sie eben eine Extrarunde. Schließlich sollte das Kind ja lernen, allein einzuschlafen.
Mir wird ganz schlecht bei dem Gedanken daran....
Die Situation vor 2 Jahren: M. litt immer stärker unter Verfolgungswahn. Sie konnte nicht alleine sein - war ihr Freund nicht zu Hause abends, so schlief sie bei einer Freundin, immer. Sie hat Panikattacken bekommen, wenn sie abends/nachts im dunkeln allein z.B. vom Bahnhof nach Hause laufen musste. Sie war 2 Jahre in psychologischer Behandlung, wird das ganze wohl nie ganz in den Griff bekommen, nahm sogar 6 Monate betreutes Wohnen in Anspruch.
Ob es da einen Zusammenhang gibt?
...
Meine Mutter hat damals so oft versucht, mit meiner Tante darüber zu reden... Meine Mutter hatte einen anderen Frauenarzt - und einen anderen Kinderarzt. Sie hatte schon im 4. Monat der ersten Schwangerschaft ein Tragetuch zu Hause liegen. Sie stillte meine älteste Schwester 2,5 Jahre, mich 2 Jahre, meine kleine Schwester 1,5 Jahre. Wir alle schliefen bei meinen Eltern im Bett, es war toll! Keiner von uns leidet heute unter Verfolgungswahn, keiner hat ein Problem damit, allein zu sein.
Ständig werde ich von meiner Tante gefragt, ob Lina ENDLICH durchschläft, ob sie ENDLICH mal in ihrem eigenen Zimmer schläft, und als ich ihr erzählt hab, dass Lina sich, als sie 14 Monate alt war, selbst abgestillt hat, sah sie aus als hätte sie am liebsten Champagner spendiert.
Ich diskutiere mittlerweile nicht mehr mit ihr. Soll sie glauben, dass Lina mit 15 Jahren immer noch in meinem Bett schläft und ohne meine Nähe nicht einschlafen kann.
Ich verstehe einfach nicht, wie sie sowas damals machen konnte - und scheinbar immer noch diese Meinung vertritt
Sorry, ist etwas länger geworden .....
Lg!
Hannah
ich denke hier passt das ganz gut rein, was ich mal erzählen möchte ... Es geht dabei nicht um mich und auch nicht um meine Tochter, sondern um meine Cousine, die mittlerweile 26 Jahre alt ist.
Als M. zur Welt kam, hatten sich meine Tante und mein Onkel natürlich "informiert", wie man das mit dem Schlafen und so denn wohl macht. Der Frauenarzt (und halt der Kinderarzt später) sagten, es sei für die Babyseele enorm wichtig, zwischendurch mal abschalten zu können - und das ganz allein (genau dies versuchte meine Tante, mir auch zu erklären, als ich gerade mit Lina aus dem Krankenhaus zu Hause war
... als M. ein halbes Jahr alt war, hieß es, so langsam dürfe sie nachts auf keinen Fall etwas trinken (sie bekam schließlich genug zu essen und wurde ja schön sattgefüttert abends).
Also ging es so weiter: Abends nach dem Essen gab es noch eine Flasche (welch Luxus!) und dann wurde M. wach ins Bettchen gelegt. Die Tür wurde (komplett) geschlossen, sie lag also wach im stockdunkeln. Dann (jetzt wirds richtig schlimm find ich) zogen meine Tante und mein Onkel ihre Jacke an und gingen 1/2 Stunde spazieren. Wenn sie wiederkamen und M. war noch am schreien, so gingen sie eben eine Extrarunde. Schließlich sollte das Kind ja lernen, allein einzuschlafen.
Mir wird ganz schlecht bei dem Gedanken daran....
Die Situation vor 2 Jahren: M. litt immer stärker unter Verfolgungswahn. Sie konnte nicht alleine sein - war ihr Freund nicht zu Hause abends, so schlief sie bei einer Freundin, immer. Sie hat Panikattacken bekommen, wenn sie abends/nachts im dunkeln allein z.B. vom Bahnhof nach Hause laufen musste. Sie war 2 Jahre in psychologischer Behandlung, wird das ganze wohl nie ganz in den Griff bekommen, nahm sogar 6 Monate betreutes Wohnen in Anspruch.
Ob es da einen Zusammenhang gibt?
...
Meine Mutter hat damals so oft versucht, mit meiner Tante darüber zu reden... Meine Mutter hatte einen anderen Frauenarzt - und einen anderen Kinderarzt. Sie hatte schon im 4. Monat der ersten Schwangerschaft ein Tragetuch zu Hause liegen. Sie stillte meine älteste Schwester 2,5 Jahre, mich 2 Jahre, meine kleine Schwester 1,5 Jahre. Wir alle schliefen bei meinen Eltern im Bett, es war toll! Keiner von uns leidet heute unter Verfolgungswahn, keiner hat ein Problem damit, allein zu sein.
Ständig werde ich von meiner Tante gefragt, ob Lina ENDLICH durchschläft, ob sie ENDLICH mal in ihrem eigenen Zimmer schläft, und als ich ihr erzählt hab, dass Lina sich, als sie 14 Monate alt war, selbst abgestillt hat, sah sie aus als hätte sie am liebsten Champagner spendiert.
Ich diskutiere mittlerweile nicht mehr mit ihr. Soll sie glauben, dass Lina mit 15 Jahren immer noch in meinem Bett schläft und ohne meine Nähe nicht einschlafen kann.
Ich verstehe einfach nicht, wie sie sowas damals machen konnte - und scheinbar immer noch diese Meinung vertritt
Sorry, ist etwas länger geworden .....
Lg!
Hannah
- corradomaus
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- Wohnort: Bei ... meine Perle
Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen
Liebe Hannah danke für diesen aufrüttelnden Beitrag
ich wünsche M. viel Kraft in ihrem Leben und vor allem dass sich für sie und ihre Seele/Gefühle doch noch ruhe einstellt
ich wünsche M. viel Kraft in ihrem Leben und vor allem dass sich für sie und ihre Seele/Gefühle doch noch ruhe einstellt
P. (01/82) mit dem Tasmanischen Teufel in Gestalt eines Minchen (03/08) und der kleinen Kämpferin die schon so viel mitgemacht hat (12/11)
Mein Herz schlägt sächsisch, und Lachen hat keinen Dialekt.
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- Rinoa84
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen
@Hannah ich glaub schon das es da einen Zusammenhang gibt, meine Mutter hat mich und meine beiden Schwestern auch schreien lassen (nicht immer aber oft) und alle drei leiden wir unter Verlustängsten und Panikattacken, als Kind weiß ich noch das ich nicht alleine sein konnte, meine Mutter hats dann mit der Radikalkur versucht und ist einfach gegangen... ich weiß noch wie viel Angst ich hatte und jedes Mal zum Kühlschrank gelaufen bin und nach Geld gesucht hab, weil ich Angst hatte zu verhungern (keine Ahnung wieso ich immer deswegen Angst hatte) ich konnte erst mit 18 Jahren alleine Zug fahren *vorher wurde mir schon bei dem Gedanken schlecht* und mit 15 bin ich in der Schule regelmäßig heulend zusammengebrochen
meine Schwestern können beide nicht alleine in ihrer Wohnung schlafen, wenn der Partner außer Haus ist übernachten sie entweder bei meiner Mutter oder bei der anderen Schwester
für meine Kinder möchte ich das auf keinen Fall, allerdings hatte meine "große" Tochter ziemliche Schlafprobleme, wir haben sie nachts stundenlang! (wirklich) rumgetragen oder neben ihrem Bett gesessen sie im Arm gehalten und gewiegt, bis ich im 8. Monat schwanger mit der Kleinen einfach nimmer konnte, nach Wochen und Monaten mit durchschnittlich 3-4 Stunden Schlaf pro nacht, einem Kind das auf meinem Arm nur etwa 25 Minuten Mittagsschlaf macht und den ganzen Tag völlig übermüdet ist
letztendlich hab ich einen abend nachdem wir sie ins Bett gebracht haben, sie weder Schmerzen hatte, noch Durst, noch zu wenig Nähe bekommen noch sonstwas in den Schlaf weinen lassen (sind allerdings immer wieder rübergegangen und haben ihr gesagt das wir da sind, das wir sie lieb haben und das sie keine Angst haben muss, haben sie gestreichelt etc) das ging 2 Tage so und ab da wurds besser
uns blieb leider nichts anderes übrig, hab zu dem Zeitpunkt alles durch gehabt, auch mit bei uns im Bett schlafen klappte nicht, sie schläft da einfach nicht, ich war wirklich verzweifelt und am Ende, ich hoffe mal sie hat dadurch keinen allzu großen Schaden genommen
lg Carina
meine Schwestern können beide nicht alleine in ihrer Wohnung schlafen, wenn der Partner außer Haus ist übernachten sie entweder bei meiner Mutter oder bei der anderen Schwester
für meine Kinder möchte ich das auf keinen Fall, allerdings hatte meine "große" Tochter ziemliche Schlafprobleme, wir haben sie nachts stundenlang! (wirklich) rumgetragen oder neben ihrem Bett gesessen sie im Arm gehalten und gewiegt, bis ich im 8. Monat schwanger mit der Kleinen einfach nimmer konnte, nach Wochen und Monaten mit durchschnittlich 3-4 Stunden Schlaf pro nacht, einem Kind das auf meinem Arm nur etwa 25 Minuten Mittagsschlaf macht und den ganzen Tag völlig übermüdet ist
letztendlich hab ich einen abend nachdem wir sie ins Bett gebracht haben, sie weder Schmerzen hatte, noch Durst, noch zu wenig Nähe bekommen noch sonstwas in den Schlaf weinen lassen (sind allerdings immer wieder rübergegangen und haben ihr gesagt das wir da sind, das wir sie lieb haben und das sie keine Angst haben muss, haben sie gestreichelt etc) das ging 2 Tage so und ab da wurds besser
uns blieb leider nichts anderes übrig, hab zu dem Zeitpunkt alles durch gehabt, auch mit bei uns im Bett schlafen klappte nicht, sie schläft da einfach nicht, ich war wirklich verzweifelt und am Ende, ich hoffe mal sie hat dadurch keinen allzu großen Schaden genommen
lg Carina
- KittyFantastico
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- Registriert: 14.11.2008, 08:34
- Wohnort: Potsdam
Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen
habe gerade diese thema hier gefunden und wollte mal kurz von einer freundin von mir berichten.
der kleine ist jetzt genau ein jahr alt und sie muß nächsten monat wieder arbeiten,sie stillt nun deshalb ab
was ich nicht ganz verstehe.und sie hat ihn jetzt mit hilfe des buches " jedes kind kann schlafen lernen"( ihr kinderarzt hat es ihr empfohlen) zum durchschlafen bekommen innerhalb von ein paar tagen.sie meinte er hat ja nur eine std. geschrien und sie ist ja auch immer wieder zu ihm gegangen.
gruselig oder?
ich hab ihr dazu meine meinung gesagt,ganz ruhig und sachlich.ich hab gsagt das es für mich an misshandlung grenzt und ich es grausam finde.ich habe es bei meinen beiden kindern nicht gemacht und die große schläft ohne probleme im eigenen zimmer und schläft auch durch und unsere lütte fängt jetzt an mal 5-6 std. am stück zu schlafen.
war ich zu direkt?
lg kitty
der kleine ist jetzt genau ein jahr alt und sie muß nächsten monat wieder arbeiten,sie stillt nun deshalb ab
gruselig oder?
ich hab ihr dazu meine meinung gesagt,ganz ruhig und sachlich.ich hab gsagt das es für mich an misshandlung grenzt und ich es grausam finde.ich habe es bei meinen beiden kindern nicht gemacht und die große schläft ohne probleme im eigenen zimmer und schläft auch durch und unsere lütte fängt jetzt an mal 5-6 std. am stück zu schlafen.
war ich zu direkt?
lg kitty
LG Kitty
mit großer Uschi 06/2003 und kleiner Uschi 08/2008 und Mini Uschi 08/2013
mit großer Uschi 06/2003 und kleiner Uschi 08/2008 und Mini Uschi 08/2013
-
TrageBell
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- Registriert: 29.10.2009, 19:14
- Wohnort: badische Rheinebene
Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen
Das ist so ähnlich wie das Thema mit dem Babybjörn...die Eltern, die ihn verwenden, stellen meistens auf stur, wenn sie auf "bessere" Trageweisen hingewiesen werden.
So sehe ich das auch mit dem Schreien lassen. Obwohl besonders die Mütter spüren, dass da was nicht mit rechten Dingen läuft und das nicht im Sinne der Natur sein kann, versuchen sie sich zu rechtfertigen. Eine solche Kritik kann für Eltern bedeuten, dass man sie in ihrem Elternsein kritisiert und sie als "unfähig" oder "herzlos" darstellt.
Sprich deine Freundin einfach nochmal auf das Thema an und sag ihr doch einfach, dass du es nicht böse gemeint hast, aber dass dich das Thema einfach bewegt, weil du mitfühlst.
Letztens habe ich mit einer Kundin über dieses Thema gesprochen - und habe versehentlich das Buch mit "Jedes Kind kann schreien lernen" betitelt...Freud'scher Versprecher oder was?
Liebe Grüße
Isa
So sehe ich das auch mit dem Schreien lassen. Obwohl besonders die Mütter spüren, dass da was nicht mit rechten Dingen läuft und das nicht im Sinne der Natur sein kann, versuchen sie sich zu rechtfertigen. Eine solche Kritik kann für Eltern bedeuten, dass man sie in ihrem Elternsein kritisiert und sie als "unfähig" oder "herzlos" darstellt.
Sprich deine Freundin einfach nochmal auf das Thema an und sag ihr doch einfach, dass du es nicht böse gemeint hast, aber dass dich das Thema einfach bewegt, weil du mitfühlst.
Letztens habe ich mit einer Kundin über dieses Thema gesprochen - und habe versehentlich das Buch mit "Jedes Kind kann schreien lernen" betitelt...Freud'scher Versprecher oder was?
Liebe Grüße
Isa
"Kind dabei - Hände frei!"
Trageberatung - Trageschule Dresden - Zertifizierte Trageberaterin seit 2010
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- clermontine
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen
Ich habe mir gerade einmal alle Beitraege durchgelesen und bin ehrlich gesagt ziemlich geschockt, dass es scheinbar tatsaechlich noch immer weit verbreitet ist "Schlaftrainngs" durchzufuehren.
Ich kann es ueberhaupt nicht nachvollziehen, wie man sein Kind schreien lassen kann.
Ich habe auch noch nie verstanden, warum ein Kind um eine bestimmte Uhrzeit allein schlafen und dann auch durchschlafen "muss". Wenn moeglich auch im eigenen Zimmer.
Ich persoenlich habe noch nie in meinem Leben durchgeschlafen, wache so zwei bis dreimal auf, moechte was trinken, etc.
Deshalb ist es fuer mich auch absolut normal, dass mein Sohn nicht durchschlaeft, trinken moechte oder einfach nur meine Naehe sucht.
Mein Sohn schlaeft auch immer erst zwischen 23-00 Uhr. Das war von Anfang an. Er schlaeft dann so bis 8-9 Uhr und das ist sein Rhythmus.
Manchmal kommt er zweimal, manchmal stuendlich nachts. Ich gehe da voll auf seine Beduerfnisse ein.
Es nervt mich auch staendig gefragt zu werden, ob er denn nun endlich (er ist jetzt gerade mal 7 Monate) durchschlaeft und um 6 ins Bett geht. Wenn ich dann verneine, ernte ich mitleidige Blicke, dabei habe ich gar kein Problem damit.
Natuerlich ist es manchmal anstrengend und ich koennte etwas mehr Schlaf gebrauchen, aber ist das nicht normal?
Warum muessen dir Kinder funktionieren damit die Eltern ihre Ruhe haben oder mehr Zeit fuer sich?
Ich werde es nie verstehen.
Dabei vergeht die Zeit so schnell und die Kinder werden eigenstaendiger. Man muss ihnen nur die Zeit geben zu reifen und sie begleiten. Davon bin ich ueberzeugt.
Funktionieren muessen sie in der heutigen Gesellschaft frueh genug.
Ich jedenfalls geniesse es mit meinem Kind am Abend schlafen zu gehen und am naechsten Tag wieder gemeinsam aufzuwachen.
Ich kann es ueberhaupt nicht nachvollziehen, wie man sein Kind schreien lassen kann.
Ich habe auch noch nie verstanden, warum ein Kind um eine bestimmte Uhrzeit allein schlafen und dann auch durchschlafen "muss". Wenn moeglich auch im eigenen Zimmer.
Ich persoenlich habe noch nie in meinem Leben durchgeschlafen, wache so zwei bis dreimal auf, moechte was trinken, etc.
Deshalb ist es fuer mich auch absolut normal, dass mein Sohn nicht durchschlaeft, trinken moechte oder einfach nur meine Naehe sucht.
Mein Sohn schlaeft auch immer erst zwischen 23-00 Uhr. Das war von Anfang an. Er schlaeft dann so bis 8-9 Uhr und das ist sein Rhythmus.
Manchmal kommt er zweimal, manchmal stuendlich nachts. Ich gehe da voll auf seine Beduerfnisse ein.
Es nervt mich auch staendig gefragt zu werden, ob er denn nun endlich (er ist jetzt gerade mal 7 Monate) durchschlaeft und um 6 ins Bett geht. Wenn ich dann verneine, ernte ich mitleidige Blicke, dabei habe ich gar kein Problem damit.
Natuerlich ist es manchmal anstrengend und ich koennte etwas mehr Schlaf gebrauchen, aber ist das nicht normal?
Warum muessen dir Kinder funktionieren damit die Eltern ihre Ruhe haben oder mehr Zeit fuer sich?
Ich werde es nie verstehen.
Dabei vergeht die Zeit so schnell und die Kinder werden eigenstaendiger. Man muss ihnen nur die Zeit geben zu reifen und sie begleiten. Davon bin ich ueberzeugt.
Funktionieren muessen sie in der heutigen Gesellschaft frueh genug.
Ich jedenfalls geniesse es mit meinem Kind am Abend schlafen zu gehen und am naechsten Tag wieder gemeinsam aufzuwachen.
LG Clermontine mit Sohn (09/09) und Tochter (04/12)



