vegane kinder

für die schwangere und/oder stillende Mutter (und ihre Familie)

Moderator: britje

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Teazer
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Re: vegane kinder

Beitrag von Teazer »

Sandküste hat geschrieben:Und wie kann ich mich hinstellen, und dann z.B. dieses Volk als dumm bezeichnen?
Dass würde ICH niemals tun. Im Unterschied zu uns töten die traditionell lebenden Inuit die Tier aber auch selbst und nur so viele wie sie zum Überleben brauchen.

Ich finde es schade, dass solche Threads häufig auf dieses Thema hinauslaufen und die eigentliche Frage untergeht. :( Das finde ich wäre ein eigenes Thema. :!:
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

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Meli 307
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Re: vegane kinder

Beitrag von Meli 307 »

mich stört einfach der Fanatismus, in jeder form.
und einen solchen Link bzw seine Aussagen kann ich nicht unkommentiert stehen lassen.
auch wenn es an der Ausgangsfrage vorbeigeht.
vielleicht kann ein Mod den fred teilen?
Gruß Meli
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darkdragonsoule
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Re: vegane kinder

Beitrag von darkdragonsoule »

huhu

ja jetzt hats dann doch ne ganz andere richtung genommen.und ich glaube dass man da wirklich sehr doll streiten kann,und das mag ich lieber nicht.ich glaube auch nicht dass der mensch schon immer rein vegan gelebt bzw gegessen hat.ich schätze auch dass er ab und zu insekten aß.aber so ein rohes kaninchen oder andere kleintiere kann ich mir jetzt nicht vorstellen.aber das ist ja nur meine eigene vorstellung.und auch wenn es so wäre dass wir diesen freifahrschein zum fleischessen hätten,würde ich ihn dennoch nicht mehr einlösen wollen weil wir und heute vegan ernähren können und dabei sehr gesund sein können (und das auch ohne fremde muttermilch und eier usw).
ohne kuhmilch leben wir (ich schon vorher aber vorallem jetzt mein mann und die kinder) seid wir den vortrag von dem prf. walter veith gehört haben (risikofaktor milch).das ist so einleuchtend erklärt dass man garnicht mehr daran zweifeln kann;vorallem ist es alles belegt.


ich weiss nicht so genau ob man veganismus als fanatismus bezeichnen kann.wie in dem einen artikel den ich verlinkt habe (wo der familienvater erklärt wie er dazu kam veganer zu verstehen) ist es so dass veganer einfach das bedürfnis haben etwas richtig zu stellen was eigentlich jeder im inneren weiss.und sie vielleicht so energisch weil sie augen öffnen wollen und einfach sauer sind weil sie die tiere schützen wollen.
aber ich meine auch dass niemand das recht hat jemanden zu beleidigen und den als mörder und so betiteln darf.ich finde halt dass es so wichtig wäre dass jeder mensch die selben und ungeschminkten informationen haben sollte.dann kann man sich ja entscheiden und sich doch gegen veganismus entscheiden.

oder wie seht ihr das?oder sollen wir das tatsächlich in einem anderen thread diskutieren (friedlich) ?
mir fallen noch die plakate auf der autobahn ein.kennt ihr die?wo man zb eine frau mit ihrem kind sehen kann,die ein bild vom papa in der hand hält der bei einem unfall ums leben kam?die sollen ja auch abschrecken.ich find das jetzt aber nicht fanatisch.aber ich weiss ja was ihr meint,ihr meint die leute die beleidigend werden.
die kleine ruft..
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Tofuwurst
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Re: vegane kinder

Beitrag von Tofuwurst »

Lila hat geschrieben:was mich an diesem ganzen vegetarisch-veganem-wahn nervt ist dieser absolutismus.

eigentlich finde ich den sprich "wer intelligent ist, isst nichts was augen hat" o.s.ä.
auf der anderen seite finde ich es eine so bescheuerte anmaßung.

der mensch hat schon immer fleisch gegessen, schon immer die milch eines säugenden tieres für sich genommen. früher ganz klar nicht in derartigem ausbeuterischem, kommerziellen dimensionen.

der mensch ist per se kein 100%iger vegan lebendes wesen. tierfelle und -häute waren immer schon wichtig. aber der mensch hat es früher nicht so perfide und egoistisch getan, sondern zum überleben.

von daher, ich mache meiner katze keinen vorwurf, wenn sie eine maus tötet und gucken mit den kindern filme wo wölfe hirsche angreifen und reißen. das ist das leben. genauso wie kein wolf aus gier tötet, sondern aus notwendigkeit, spreche ich auch intelligenten menschen das recht zu bewusst zu töten und produkte von einem anderen lebewesen zu nehmen. auch wenn ich für mich entschieden habe, dass ich vegetarisch leben will (kurzzeitig vegan ernährt mit dem versuche vegane lebensweise - scheiterte spätestens bei den schuhen für mich, aber ich habe eh sehr wenige schuhe, aber ich könnte nur schwer eine ledertasche haben, etc.).

dieser moralisierende abgehobene wahn führt doch dazu, dass viele menschen nur mit den köpfen wackeln. viel besser wäre es, sie zu sensibilisieren bei dem was sie konsumieren und ihnen alternativen zu bieten z.b. tierversuchsfreie kosmetik und fleischprodukte von tieren denen es gut geht und ja, die dürfen dann auch MAL geschlachtet werden, von mir aus können sich die fleischfresser auch vorher in steinzeitkluft schmeißen und das schwein auf offenem feld erlegen.

der mensch ist keine kuh! der mensch ist ein alles fresser, der mäßig tierische produkte konsumiert hat und wenn alle menschen nur noch 1-3x pro woche tierische produkte konsumieren würden wäre vieles im gleichgewicht.

aber schwarz und weiß denken ist ja schon immer leichter gewesen. :roll:
Ich finde diesen Beitrag sehr anmaßend. Mal ganz abgesehen davon, dass ich es total überflüssig finde, in einen Thread über vegane Kinder reinzugehen und da eine Grundsatzdiskussion über Veganismus vom Zaun zu reißen, finde ich es gerade zu unverschämt, vegan lebenden Menschen zu unterstellen, es sich leicht zu machen, indem sie schwarz weiß denken. Ich finde, Du machst es Dir da mit diesem Urteil sehr leicht.

Für mich spielt es keine Rolle, ob der Mensch in seiner evolutionären Entwicklung Fleisch gebraucht oder Leder getragen hat. Wir brauchen heute kein Fleisch, um uns gesund und lecker zu ernähren und wir brauchen keine Tierhäute, um uns warm und schön zu kleiden. Da ist es meiner Ansicht nach gerade zu ein moralischer Imperativ, keine Tiere zu töten - wir brauchen es schlicht nicht. Und wer diese Dinge trotzdem konsumiert, der handelt egoistisch, egal in welchen Größenverhältnissen. Was ist das für ein Argument "Tierhäute waren schon immer wichtig." Lies Dir bitte mal den Artikel zu weiblicher Beschneidung an, ich finde, Deine leere Argumentation gleich erschreckend derer, die es für "wichtig" halten, Frauen die Genitalien zu verstümmeln: http://www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 88,00.html - es sind schlicht leere Argumente.

Du machst Deiner Katze keinen Vorwurf, wenn sie Mäuse isst? Was bedeutet das denn schon wieder? Willst Du Katzen und Menschen vergleichen? Fleischesser, die sich dieser Argumentationsstruktur bedienen legen sich die Dinge wie sie wollen: In einem Moment ist der Mensch dem Tieren überlegen, was ihm erlaubt, das Tier zu unterjochen. Im nächsten Moment wird der Mensch archaisiert und mit dem Tier auf eine Stufe gestellt, indem man seinen Fleischkonsum mit dem von Raubtieren vergleicht. Ja was denn nun? FYI: Die meisten Menschen haben im Unterschied zum Tier die Möglichkeit moralische Entscheidungen zu treffen. Sie können sich überlegen: Fange ich jetzt diese Maus und esse sie auf, oder tue ich es nicht? Finde ich Gewalt okay? Finde ich Ausbeutung okay? Wie halte ich es mit Herrschaft? Tiere stellen sich diese Fragen nicht. Die Möglichkeit, das Können, moralische Entscheidung zu treffen, verpflichtet den Menschen geradezu dazu. Wenn Du einen armen Mann hast und einen reichen - von wem würdest Du erwarten, anderen Menschen finanziell zu helfen? Der reiche Mann kann doch nicht sagen "Der arme Mann spendet doch auch nix, also mach ich das auch nicht."
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tragidy
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Re: vegane kinder

Beitrag von tragidy »

Hallo Jessi,
wir haben auch schonmal in nem anderen Fred geschrieben ;)
Schade, dass es so abgedriftet ist, hier.
Ich wollte Dir nur sagen, dass ich Dir in allem was Du schreibst voll und ganz zustimme. Da Du auch sehr souverän den Fred kommentierst, bin ich überzeugt, dass Du in Deiner Famile bald eine friedliche Lösung finden wirst. Du bist Ihnen ein gutes Vorbild und früher oder später werden sie auch für sich selbst die Weichen stellen.
Grüßle von Marion mit den Zwillis (8) und


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kja1985

Re: vegane kinder

Beitrag von kja1985 »

Ich hab jetzt nicht alles gelesen, drum würd ich gern fragen wie lang ihr schon vegetarisch, bzw. vegan lebt?

Ich denke dass die Eltern (gerade wenn sie zusammen wohnen) eine gemeinsame Vereinbarung zur Ernährung der Kinder treffen sollten. Aber ich fände es schon übel wenn deine Kinder vegan ernährt werden wenns ich dein Mann nebenbei ein Schnitzel rein haut. Wenn dein Mann noch nicht so weit ist darauf zu verzichten dann würde ich die Entscheidung auch den Kindern überlassen. Dein Großer ist ja schon alt genug das Dilemma des Fleischkonsums zu erfassen. Meine Fünfjährige verzichtet auch oft bewusst auf Fleisch.
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darkdragonsoule
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Re: vegane kinder

Beitrag von darkdragonsoule »

danke für die weiteren beiträge :D

danke dir auch tragidy :D

kja,also ich habe mich vor yves geburt imemrmal wieder vegan ernährt.dann wieder richtig als er so ein jahr alt rum war und dann bis doro schwanger war.jetzt fühlt es sich entgültig an.achja,seid september letzten jahres ist das so.
seid ein paar tagen ist es nun so dass mein mann das vor den kindern nicht mehr isst.ich warte noch auf seine entscheidung.

ich habe yves zwar schon erklärt dass wenn jemand tot ist,er niemehr wieder kommt und einfach nicht mehr da ist.aber ich glaub dass ist einfach viel zu weit weg für ihn.wir gehen morgen auf einen gnadenhof und da kann man tieren ganz nahe kommen.
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darkdragonsoule
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Re: vegane kinder

Beitrag von darkdragonsoule »

waaah ich wollte schreiben bis ich mit doro schwanger war.
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mrbutton
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Re: vegane kinder

Beitrag von mrbutton »

kaum erwähnt jemand achim stößer, gibts streit...
ich finde die vorwürfe von fanatismus und wahn!?? absolut daneben, deutlicher kann man wohl gar nicht mehr schreiben,wie offen und "mainstreamorientiert" hier soweit ich gelesen habe alle anwesenden veganer sind.
ich bin aber auch genervt davon, dass man nicht einfach einen stößer seine vergleiche schreiben lassen kann. er vergleicht eben nur und selbst wenn er es in übertragenem sinne ähnlich sieht, ob man kindern fleisch gibt oder drogen, dann heißt es eben immer noch nicht, dass "ich also ein junkie bin, der seinen kindern drogen gibt". das sagt doch etwas darüber aus, dass der mann das grundsätzlich nicht verantwortungsvoll findet und nicht dass fleischesser junkies sind, was zu unterscheiden der wohl auch noch in der lage ist. im zusammenhang mit fleischkonsum/veganismus sind vergleiche per se schlecht, weil die angesprochenen es irgendwie erfahrungsgemäß nie schaffen zu abstahieren.
btw find ich den vergleich mit den plakaten an der autobahn ganz gut :)

ich werde meinen kindern kein fleisch/milch geben, das könnte ich moralisch nicht rechtfertigen. würde ich denken es geht nicht kinder vegan zu ernähren, hätte ich keine (dann hätte ich eben nie erfahren, wie schön das ist). es ist ja völlig klar, dass kinder ab einem gewissen alter selbst entscheiden, was sie essen wollen. wie sollte man das einfach durch verbote verhinden? das ist doch unmöglich. ich habe zum beispiel nie fleisch gegessen und wollte auch als kind keins probieren - meine geschwister haben mal probiert, aber dabei blieb es dann auch.
bis jetzt ist der kleene zu klein, um irgendetwas zu erklären, deshalb kann ich da noch nicht mitreden. bei einem "tag der offenen tür in der legebatterie" zu ostern hab ich mir aber vor knapp 10 jahren von einem 6-jährigen veganem kind sehr viele erklärungen angehört :)

lg von sarah (die gerade ziemlich genervt ist, weil sie freiwillig gar nicht mehr mit dem thema veganismus anfängt und letzte woche bei einem vorstellungsgespräch so diskriminiert wurde wie sie es vor jahren nur von pubertierenden schülern wurde - und das für nichts - und das von leuten, die behaupten, dass es niemanden angeht, was SIE essen.)
Ich mit L. (03.10) und A. (08.11) und M. (06.14)
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tragidy
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Re: vegane kinder

Beitrag von tragidy »

Hallo Sarah,

ich mag Achim Stößer und ich hab mir auch meinen Teil gedacht, aber es ist nicht nur ein schwieriges Thema, das Internet ist auch ein recht "anonymes" Medium und vielleicht wirkt einiges beim Lesen anders als vom jeweiligen Autor angedacht.

Früher wurde ich auch oft regelrecht angefeindet, obwohl ich nie Diskussionen in die Wege geleitet oder gar andere wegen ihrer Ernährung zur Rechenschaft aufgefordert habe (In letzter Zeit ist mir das allerdings weniger passiert und auch meine Kinder werden bislang unangefeindet respektiert).
Es scheint als gäbe es ein ungeschriebenes Verbot, gesellschaftliche Traditionen zu hinterfragen.
Ich bin froh, dass es mittlerweile offensichtlich dennoch immer mehr tun!
Grüßle von Marion mit den Zwillis (8) und


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