Nein ich habe mein Kind nie auf den Bauch gelegt. Sondern es SCHRIE ununterbrochen, wenn es auf dem Rücken schlafen sollte. Er war ja eh ein Schreikind. Und das kann auch garnicht gesund sein. Übrigens wurden wir ohne Monitor entlassen und hatten auch nie einen Angelcare. Trotz Vorbelastung, Sorge und Lungenproblematik beim Zwerg hätte ich mir das Ding nie in's Haus geholt. Auch die Ärzte auf Station sagten dazu "Fenster auf und ganz weit rausschmeissen".
Das sieht ja jeder anders aber ich möchte mich nicht auf "Fremde" verlassen, wenn mein Instinkt das beste ist, was man mir mitgegeben hat. Einmal atmete er nicht mehr, und das länger als 15 sek. Ich schüttelte ihn etwas (er lag da noch, also ich habe die Hand aufgelegt und gerüttelt vorsichtig) aber keine Reaktion. Es war mitten in der Nacht und ich bin einfach aufgewacht. Ich bin mir SICHER, hätte er nicht neben mir geschlafen sondern im eigenen Zimmer oder im Bett in der Ecke des Zimmers wäre er jetzt tot. Daran habe ich keinen Zweifel.
Es gibt kein Patentrezept und keine Studie dieser Welt kennt MEIN KIND so gut wie ich als Mutter. Keine Studie kann so individuell sein wie eine Familie, jeder lebt anders, macht Dinge anders usw. Klar würde ich ein Neugeborenes nicht zum schlafen auf den Bauch legen, wenn es das aber MÖCHTE und auf dem Rücken NICHT schläft finde ich es besser es auf dem Bauch schlafen zu lassen, statt einen ungesunden Schlaf zu riskieren, bzw. zu riskieren, dass Mutter und Kind überhaupt nicht schlafen, weil das Kind nur schreit.
Studie hin oder her. Ich weiß, dass es ein Risikofaktor ist. Auch wir wurden eingehend darüber informiert vor der Entlassung. Gerade bei Frühchen (und dann auch noch ein Junge!) ist das Risiko sehr hoch. Wochen später, als wir wegen einer Infektion wieder in der Klinik waren schlief er bei mir im Bett - ohne Monitor. Wir hatten eine 90x190 Pritsche und keiner sagte was.
Man muss ja nicht ABSICHTLICH das Neugeborene in's eigene Zimmer auf den Bauch legen, Himmel über'm Bett, Bettdecke rein und bei der Gute-Nacht-Geschichte noch nebenher eine rauchen. Aber zu dogmatisch sollte man das auch nicht sehen, diese Verkrampftheit und diese Angst übertragen sich auf's Kind und vor allem überschattet es (und beeinflusst) es den gesunden Mutterinstinkt!
Und Studien...glaub mir in 10 Jahren heißt es wieder ganz anders, da ist es ein genetischer Defekt oder hat was mit der Nahrung zu tun oder oder oder. Man meint auch, heutzutage ALLES zu wissen, nur weil's die "neusten Erkenntnisse der Forschung" sind.

Sicherlich ist der Grundgedanke nicht schlecht aber man weiß es eben NICHT ganz genau...