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Re: Stillberaterin der IBCLC, LLL oder AFS

Verfasst: 04.08.2011, 16:03
von awa
aber nicht ohne ausbildung, oder? bzw. ich tät mich das unter den umständen gar nicht trauen, da fehlt mir einfach noch fachwissen

Re: Stillberaterin der IBCLC, LLL oder AFS

Verfasst: 04.08.2011, 16:13
von jackie-brown
das steht nirgends. da der begriff stillberaterin nicht geschützt ist und stillgruppe logischerweise auch nicht, kann jeder eine stillgruppe aufmachen.

ob du dir das zutraust, da du am anfang deiner ausbildung bist, steht auf einem anderen blatt.

wenn das für dich eine option wäre, vielleicht findet sich eine (erfahrene, ausgebildete) stillberaterin oder eine hebamme, die dich dabei unterstützen.

Re: Stillberaterin der IBCLC, LLL oder AFS

Verfasst: 04.08.2011, 16:30
von awa
du hast natürlich recht, geschützt ist der begriff nicht und daher wäre es machbar :)
ich denke noch ein bisschen darüber nach wie ich es am geschicktesten umsetze, bis jetzt habe ich mich weder für die afs noch die lll entscheiden können. mal schauen was sich ergeben wird :)
ich danke dir auf jeden fall für den hinweis

Re: Stillberaterin der IBCLC, LLL oder AFS

Verfasst: 04.08.2011, 19:34
von Igelfrisur
prinzesschenmama hat geschrieben:die IBCLC kostet - leider- um die 2000 Euro! Sie dauert glaub ich 2 jahre oder mehr und ist neben dem beruf zu absolvieren, wo man auch praxisstunden in der Stillberatung nachweisen muss.
Leider kommt das wohl für mich nicht an Frage da 1. zu teuer und 2 . auch zu weit weg, hier in der Nähe gibts garkeine Kurse und 3. momentan noch zu Zeitintensiv-
:(
Ich danke dir. 2000Euro...das ist heftig...
Stillen von Frühchen oder behinderten Kindern sollte da dann aber sicher auch mit thematisiert werden, oder?
Mir wäre die Beratung im medizinischen Bereich sehr wichtig...und ich weiß nicht, ob man mithilfe der Ausbildung bei lll oder afs fit genug ist um an ein kh zu gehen...*grübel*

Hat das vielleicht schonmal jemand gemacht von euch?

Wie läuft das denn dann mit der Ausbildung? übers Internet mit Präsenztagen?
Warte noch immer auf die Unterlagen...aber vielleicht kann ja hier jemand helfen.

GLG Kathy

Re: Stillberaterin der IBCLC, LLL oder AFS

Verfasst: 04.08.2011, 20:06
von jusl
Hallo, ausführliche Infos über die IBCLC-Ausbildung sind auf der Homepage des Ausbildungszentrums Laktation und Stillen zu finden:

http://www.stillen.de/

LG
Julia

Re: Stillberaterin der IBCLC, LLL oder AFS

Verfasst: 04.08.2011, 21:26
von awa
Verstehe ich das eigentlich richtig, dass die IBCLC-Ausbildung nur Personen mit medizinischem Beruf offensteht? Oder kann da jede 'Privatperson' teilnehmen, sofen sie natürlich das nötige Großgeld hat?

Re: Stillberaterin der IBCLC, LLL oder AFS

Verfasst: 05.08.2011, 00:23
von Altraia
Verstehe ich das eigentlich richtig, dass die IBCLC-Ausbildung nur Personen mit medizinischem Beruf offensteht?
Ja, grob gesagt ist das so.

Re: Stillberaterin der IBCLC, LLL oder AFS

Verfasst: 05.08.2011, 20:10
von lilly7686
IBCLC können nur Personen aus dem medizinischen Bereich machen. Stimmt.

Aber weil du schreibst von Frühchenstillen. Ich hab meine Ausbildung bei den AFS gemacht und beim Stillkongress in Köln dieses Jahr eine Fortbildung zum Thema "Stillen von Frühgeborenen".
Es gibt beim Kongress jedes Jahr eine ganze Menge an Fortbildungen, die man besuchen kann. Zu den verschiedensten Themen.

Eine Freundin, die mit mir zusammen die Ausbildung bei den AFS gemacht hat, ist Krankenschwester. Sie wurde bei der Jobsuche von einem KH bevorzugt behandelt aufgrund der AFS-Ausbildung. Ohne diese Ausbildung hätte sie vermutlich nicht auf der Geburten-Station anfangen dürfen zu arbeiten.
Also wenn du einen solchen Beruf hast, dann erleichtert die AFS-Ausbildung sicherlich die Aufnahme auf eine Wochenbettstation.

In einem Hebammenzentrum hier in der Nähe arbeitet eine LLL-Stillberaterin (ohne medizinische Ausbildung) als Stillberaterin mit den Hebammen zusammen. Sie leitet die Stillgruppe.

Ich denke also schon, dass du mit viel Glück die Möglichkeit hast, auch mit LLL oder AFS Ausbildung, im KH zu arbeiten. Das ist aber sicher in jedem KH unterschiedlich.

Re: Stillberaterin der IBCLC, LLL oder AFS

Verfasst: 05.08.2011, 21:41
von mayra
Altraia hat geschrieben:
Verstehe ich das eigentlich richtig, dass die IBCLC-Ausbildung nur Personen mit medizinischem Beruf offensteht?
Ja, grob gesagt ist das so.
Auf dem diesjährigen Kongreß wurde mir gesagt, dass unter Umständen auch Ausnahmen gemacht werden. Allerdings finde ich die Bedingung, 1000 (!!!!) Beratungsstunden nachzuweisen viel "hemmender", denn wer in aller Welt soll die zusammenkriegen, wenn er nicht im KH arbeitet???

Re: Stillberaterin der IBCLC, LLL oder AFS

Verfasst: 07.11.2011, 14:21
von Sakura
mayra hat geschrieben:Naja, der Teil in "Wir stillen noch" der sich mit der Fremdbetreuung befasst ist ziemlich krass ablehnend dieser gegenüber, sodass ich schon schwer daran zu knabbern hatte, weil ich eben SO früh wieder gearbeitet habe. Und meiner Freundin ging es nicht besser damit. Und das Buch wird ja von der LLL vertrieben, oder?
ich interessiere mich jetzt ebenfalls für eine ausbildung, und bin so auf diesen fred gestoßen. ich kenne das oben zitierte buch nicht, möchte aber trotzdem was dazu schreiben. ich gehe davon aus, dass dieses buch eine übersetzung eines amerikanischen originals ist? wenn ja, dann:

kein buch wird im luftleeren raum geschrieben, gleich gar kein ratgeber. wenn dieses buch eine übersetzung aus dem amerikanischen ist, so hatte die autorin zuallererst mal amerikanische mütter in ihrer konkreten, amerikanischen lebenssituation vor augen. dazu muss man sich einfach mal verdeutlichen, dass in den USA:
- die gesetzlich garantiere, bezahlte elternzeit in den meisten bundesstaaten NULL monate beträgt.
- unbezahlt eine frau in den meisten bundesstaaten 12 WOCHEN in elternzeit gehen kann. zwölf wochen insgesamt, wohlgemerkt. wenn sie also wegen SWS-beschwerden 4 wochen vor der entbindung zu hause bleibt, hat sie hinterher noch 8.
- das gesellschaftliche klima ein anderes ist. eine amerikanische freundin erzählte mir mal, in ihrer firma gab es zum thema urlaub den spruch: wenn wir zwei wochen ohne dich zurechtkommen, dann kannst du eigentlich für immer im urlaub bleiben.
- eine junge amerikanische familie beim ersten kind meistens noch an den college-krediten abzahlt (eine ausbildung kostet locker 40.000 bis 50.000$, nach oben hin sind keine grenzen. 150.000$ kreditschulden für das studium sind nicht unüblich. pro person, wohlgemerkt.
- eine junge amerikanische familie beim ersten kind oft gerade ein haus gekauft hat (wohnen zur miete ist in den USA die absolute ausnahme, und wenn dann auch nur in den großen städten), und auch für das haus kredite zahlt
- ein amerikanischer arbeitnehmer nicht den kündigungsschutz genießt, wie er in D gang und gäbe ist. und dank der hohen finanziellen belastung der kredite für ausbildung und haus ist ein amerikanischer arbeitnehmer auf das thema arbeitslosigkeit auch ganz anders zu sprechen als ein deutscher
- in den USA eine krankenversicherung an einem job hängt. kein job - keine krankenversicherung (jede hier stelle sich bitte vor, sie hätte keinen krankenversicherungsschutz fürs kind.... oder für sich selber...)
- es in den USA kein kindergeld, wohngeld, elterngeld, hartz-IV o.ä. gibt. arbeitslosengeld wurde seit der wirtschaftskrise enorm ausgeweitet - auf 99 tage. (ja. das sind reichlich ganze 3 monate)

daher gehen amerikanische frauen nach der entbindung meistens sehr schnell wieder arbeiten. was das für das stillen bei den meisten müttern bedeutet, kann sich hier jede selbst ausmalen. und daher ist die frage stillen und lzs in den usa ganz anders zu bewerten und auch viel polarisierender als in D, wo eine frau in der regel 1 jahr zu hause bleibt. und daher stellt sich auch die frage fremdbetreuung in den USA ganz anders. da geht es nicht um 1-jährige, vielleicht bereits laufen können. da geht es um neugeborene, um mütter, die mitten im wochenbett wieder auf arbeit gehen. keine ahnung, welche antworten das buch auf diese gesellschaftlichen fragen gibt, besonders auf die finanzielle seite. das buch versteht sich wohl als anwalt der kinder. und in den oben von mir skizzierten gesellschaftlichen grundbedingungen muss so ein buch dann wohl ein wenig polarisierender geschrieben sein, um eine mutter zum zu hause bleiben zu animieren.