Claudi hat geschrieben:Giraeffchen hat geschrieben:Ah, danke, ja, das geht in die Richtung, wie ich es auch dachte.
Und wie dachtest du es?
Welche Margarine ist denn dann geeignet?
Was ist dein Ergebnis?

Das ist der entscheidende Teil (fettgedruckt von mir hervorgehoben):
Wer auf die Qualität seiner Nahrungsfette achtet, muß daher nicht überängstlich sein und kann bewußt gegensteuern. Durch den hohen Anteil an unraffinierten, nativen Ölen liefern die Naturkost-Margarinen reichlich Linolsäure und wertvolle Fettbegleitstoffe wie die biologisch wirksamen Glykolipide, die das Immunsystem beeinflussen. Außer Sojalecithin als Emulgator, Zitronensaft zur Steuerung des pH-Wertes und Karottensaft als Farbgeber sind keine weiteren Inhaltsstoffe notwendig. Und, die Zutaten der Streichfette aus dem Bioladen stammen inzwischen zu mehr als 95 Prozent aus kontrolliert biologischem Anbau. Dennoch müssen die Hersteller Kompromisse eingehen: Um die freien Fettsäuren zu begrenzen und unangenehme Färbungen zu vermeiden wird bei Palmkern- und Kokosfett auf die Raffination zurückgegriffen. Nicht-raffiniert sind die beiden festen Fette nur schwer erhältlich. Um die Mindesthaltbarkeit gewährleisten zu können, wird flüssiges Pflanzenöl einer schonenden Wasserdampfbehandlung bei maximal 140 Grad unterzogen.
Die im Naturkostladen angebotenen Margarinen sind zweifellos gesünder als konventionelle Ware, aber dennoch zum Teil verbesserungswürdig. Den für die Fett-Wasser-Verbindung unverzichtbaren Emulgator Sojalecithin beziehen noch nicht alle Firmen in kbA-Qualität. Nicht zuletzt wegen drohender Genmanipulation besteht hier Handlungsbedarf. Der Zusatz von Vitaminen ist zwar eher selten, doch sind auch synthetische Stoffe noch nicht gänzlich tabu. In einem Fall (ALSAN-S) enthält das zugesetzte künstliche Vitamin D außerdem Lanolin, das aus dem Wollwachs von Schafen gewonnen wurde. Die betreffende Margarine ist also nicht hundertprozentig vegan.
Mein Fazit: Besser als Rama, schlechter als echte, gute Butter.