Ja ich bin gespannt, wie es weitergeht. Ich werde jetzt immer, wenn es passt, draufsteigen. Also wenn ich das Gefühl habe, er ist zufrieden und cool und auf dem Hof ist es ruhig. Und ansonsten weiterarbeiten wie bisher. Bei seiner Größe und seinem Schwung ist ein Sturz halt gleich etwas heftiger, und ich bin definitiv nicht (mehr) sattelfest genug, um richtiges Buckeln sitzen zu können. Aber ich habe das Gefühl, er ist momentan wirklich zufrieden und entspannt. Wenn er überfordert wird, reagiert er leicht mal panisch, da ist er anscheinend echt sensibel. Vom Kopf her definitiv kein Turnierpferd, würde ich sagen. Aber er kann bei mir auch gerne ein ganz entspanntes Leben haben.

Ich habe ohnehin keine Lust auf Turniere - das ganze Theater mit Pferde fertig machen, hinfahren, den ganzen Tag da rumhängen... da habe ich auch gar keine Zeit zu.

Ich würde das ab und zu machen, wenn meine Kinder mit der Stute auf Turniere wollen. Aber nicht für mich. Noch geht der Kerl auch fast täglich auf die Weide, das entspannt natürlich auch sehr. Aber auch Zeit mit "seiner" Stute im Paddock tut ihm gut und das wird es auch im Winter geben.
Mir haben auch Geschichten aus unserm Stall Mut gemacht - da gibt es ein paar Leute, die sich echt monate- oder sogar jahrelang rangetastet haben mit ihren Problempferden und jetzt klarkommen. Ich würde halt einfach gerne einen so folgenreichen Sturz wie beim letzten Mal verhindern. Aber immerhin trage ich jetzt Sicherheitsweste, wenn ich draufsitze. Das schont die Nieren hoffentlich.