...hat ein Laufrad und liebt es.
...ist damit inzwischen so schnell, dass man zu Fuss fast nicht mehr hinterherkommt.
...ist heute unterwegs mit dem Opa ein Stück voraus und ausser Sicht gefahren und hat alleine einen Zebrastreifen überquert.
...beschert mir damit gerade eine schlaflose Nacht mit Gedankenkarussell und Horrorvorstellungen
Das Maikind ist gestern auch mit dem Laufrad ohne zu warten über eine kleine, aber extrem schlecht einsehbare Straße gefahren. Da war mir dann auch gleich ganz übel. Ich kann mittlerweile nicht mehr wirklich gut rennen und war zu langsam, um sie rechtzeitig zu stoppen. Normalerweise wartet sie.
Hab gerade meinen Text nochmal gelesen und gemerkt, dass man ihn auch falsch verstehen kann.
Also K war mit dem Opa unterwegs. Dann ist K zügig bis zur Strasse vorgefahren. Der Opa konnte K nicht mehr sehen. Als der Opa bei der Strasse ankam, wartete K schon auf der anderen Seite.
Ich hab das erst am Abend mitgekriegt.
Der Opa hat nichts falsch gemacht. K hört normalerweise darauf, wenn man Stop ruft. Und er fährt normalerweise auch nicht ausser Sicht. Oder vielleicht muss ich sagen: bisher.
K dreht gerade total auf. Die letzten Tage waren extrem anstrengend. Alles ist "nein". Ich muss auch erst umpolen und herausfinden, was neu möglich ist und was nicht resp. wo ich neue Grenzen setzen muss, die vorher nicht nötig waren.
Aber vielleicht lag es gestern auch einfach an der Konstellation von Zweieinhalbjährigem Kind, zu Fuss reduziertem Erwachsenen, Laufrad und Sternenkonstellation
Weiß er denn prinzipiell, dass er an der Straße warten soll?
Solange das Kind bei mir fuhr, bin ich extra an jeder Straße stehen geblieben, auch wenn es nervig ist, weil man selber das ja schneller überblickt und weitergehen könnte.
Liebe Grüße von Sommermama mit L. 07/17 und A. 01/21
Wenn das Kind sonst nie vor fährt, muss es ja sonst auch nie an der Straße warten, bis die Begleitung da ist.
Ich könnte mir gut vorstellen (das Reh-Mini ist ja nur wenig älter), dass K. dann an der Straße brav angehalten ist, wie es eben bekannt ist. Schön geschaut hat, alles frei, dann kann ich ja rüber. So machen wir es ja sonst auch, warum sollte ich das nicht allein können, wenn der Opa halt zu langsam ist. Der schafft es doch bestimmt, selber zu schauen, wenn der dann ankommt. Da muss ich ja nicht warten, um ihm zu helfen.
5 * im Herzen, Rehlein 02/18, Rehkitz 07/20, Reh-Mini 03/23
Ich kann Groß- und Kleinschreibung, mein Handy nicht immer...
Ck1 hat auch nie eingesehen, warum sie denn auf mich warten soll, wenn sie doch ganz genauso (so wie ich) guckt. Und das hat sie tatsächlich auch in dem Alter gemacht (und fährt jetzt auch vorausschauender Fahrrad als so mancher Erwachsener. Wenn wir zusammen fahren, fährt sie ja vor mir und wenn schon von weitem ein Kind neben dem Radweg zu sehen ist, bremst sie ab und rechnet damit, dass das auf den Radweg läuft o.ä.).
Das einzige, was geholfen hat, war, ihr zu versichern, dass ich natürlich weiß dass sie das kann und ihr das zutrauen ABER die anderen Verkehrsteilnehmer:innen sich erschrecken, wenn da ein kleines Kind alleine rumläuft, weil andere in dem Alter das nicht können. Und dass sie *deshalb* immer auf mich warten soll.
(Aber, äh, im Nachhinein ist das vermutlich so ein PDA Ding bzw equalizing )
CK-one¹ 10/2014 CK-two¹ 03/2019
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¹ Cryptokind 1 & 2
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Was für andere der Ringsling, ist für mich der Onbuhimo!
Passwörter sind wie Unterhosen: Nie offen rumliegen lassen, regelmäßig wechseln, keinen Fremden ausleihen.
Reh hat geschrieben: 10.12.2025, 09:51
Wenn das Kind sonst nie vor fährt, muss es ja sonst auch nie an der Straße warten, bis die Begleitung da ist.
Ich könnte mir gut vorstellen (das Reh-Mini ist ja nur wenig älter), dass K. dann an der Straße brav angehalten ist, wie es eben bekannt ist. Schön geschaut hat, alles frei, dann kann ich ja rüber. So machen wir es ja sonst auch, warum sollte ich das nicht allein können, wenn der Opa halt zu langsam ist. Der schafft es doch bestimmt, selber zu schauen, wenn der dann ankommt. Da muss ich ja nicht warten, um ihm zu helfen.
Er weiss es, weil wir es ihm eintrichtern, seit er gehen kann. Und er macht es auch super, wenn ich dabei bin. An unserer wenig befahrenen Quartierstrasse fährt er immer ganz weit zur Seite, sobald sich ein Auto nähert.
Ich vermute auch, dass es sich etwa so abgespielt hat: K hat an der Strasse gestoppt, die Autos haben gehalten und er ist dann erst rübergefahren. So machen wir es ja schliesslich auch...
Cryptomon hat geschrieben: 10.12.2025, 13:13
(Aber, äh, im Nachhinein ist das vermutlich so ein PDA Ding bzw equalizing )
Was meinst du damit?
Cryptomon hat geschrieben: 10.12.2025, 13:13
Das einzige, was geholfen hat, war, ihr zu versichern, dass ich natürlich weiß dass sie das kann und ihr das zutrauen ABER die anderen Verkehrsteilnehmer:innen sich erschrecken, wenn da ein kleines Kind alleine rumläuft, weil andere in dem Alter das nicht können. Und dass sie *deshalb* immer auf mich warten soll.
Die Idee ist gut, aber ich glaube, K ist kognitiv noch nicht so weit. Ich weiss nie, was er schon versteht und was nicht. So, wie er redet und sich teilweise verhält, vergesse ich manchmal, wie alt er ist. Dann kommt eine Ansage von mir und er versteht nur Bahnhof, was mich daran erinnert, dass er eben doch erst zweieinhalb ist.
Ich glaube die Frage zielt eher auf „wie wirkt sich das aus/was ist die übergeordnete Bedeutungsebene?“
Und Antwort wäre in meinen Augen in die Richtung, dass das Kind massive Probleme mit Hierarchien hat (erkennen, akzeptieren) und sich als Teilbereich der Kontrolle im Sinne von Plan-/Berechenbarkeit der Umwelt (autistisches Kernproblem) immer und überall als gleichwertig empfindet.