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Re: Erfahrungsaustausch Ü1-Stillen

Verfasst: 24.02.2023, 12:28
von IrisMads
Ich wurde eletztens auch von einer Mutter doof angeschaut.... waren im Wald und Knuti wollte trinken. Hab ich ihn eben trinken lassen und getragen. Der Blick war herrlich.... mich amüsiert es eher.

Ihre Tochter ist 3 Monate älter als Knuti und hat sich allein abgestillt , schläft im eigenen Bett.... joa so alles was wir anders machen.

Ich denke, solange du ausstrahlst das es ok ist. Wird dein Kind das übernehmen, und auch in der Kita kein Problem damit haben.

Re: Erfahrungsaustausch Ü1-Stillen

Verfasst: 24.02.2023, 14:22
von Valeska
Über den Kiga würde ich mir noch keine Gedanken machen. Vor allem kann ich mir kaum vorstellen, dass Kinder in dem Alter das schon irgendwie werten.
Und die Erwachsenen haben das bis dahin vermutlich vergessen und gehen irgendwann dann sowieso davon aus, dass man selbstverständlich abgestillt hat, solange man nicht vor ihren Augen "die Brust auspackt".
WENN ich die Große in der Öffentlichkeit gestillt habe, hab ich Blicke ignoriert bzw. halt mit Stirnrunzeln erwidert, aber das ist hier kaum vorgekommen. Ich hab allerdings irgendwann auch das Stillen eingeschränkt, weil ich so ab 1,5J. auch keine Lust mehr auf Stillfrequenz von Neugeborenen hatte. Damit gab es dann irgendwann fast keine Gelegenheiten mehr, unterwegs zu stillen, was ich wiederum sehr schade fand, ich hätte ja eigentlich gern öfter nen Statement gesetzt, indem ich öffentlich ein Kleinkind stille 😅

Re: Erfahrungsaustausch Ü1-Stillen

Verfasst: 24.02.2023, 16:07
von acma
Ich habe mich in einer ähnlichen Situation leider von der Spielgruppenleiterin verunsichern lassen, die sich da zu mir gesetzt und mir ausführlich erklärt hat, dass ich Ü1 unbedingt andere Alternativen anbieten müsse, das sei meine Verantwortung, blabla. Ich schreibe deshalb so respektlos "blabla", weil ihr Angebot an Knöpfchen dann ein Hüpfefrosch war, also eine Ablenkung. Und ich mir jetzt im Nachhinein denke: Alternativen zum Trösten vielleicht, aber ablenken doch erst, wenn man getröstet hat. Also zuerst das Gefühl des Kindes ernst- und annehmen, und danach etwas anderes anbieten. Und sowieso muss sie mir das ungefragt nicht sagen, oder?
Aber ja, also ich habe mich leider verunsichern lassen und seither in der Gruppe nicht mehr gestillt. Ich hoffe, du kannst da besser drüber stehen.

Re: Erfahrungsaustausch Ü1-Stillen

Verfasst: 24.02.2023, 16:51
von Sommermama2017
Aber Alternativen anbieten, hieße ja noch nicht Mal unbedingt "nicht stillen". Wenn nämlich die Alternativen nicht ziehen... ;)

Re: Erfahrungsaustausch Ü1-Stillen

Verfasst: 24.02.2023, 21:09
von acma
Sommermama2017 hat geschrieben: 24.02.2023, 16:51 Aber Alternativen anbieten, hieße ja noch nicht Mal unbedingt "nicht stillen". Wenn nämlich die Alternativen nicht ziehen... ;)
Stimmt, so geht es uns oft, wenn ich denke, dass sie Hunger oder Durst hat. Wasser? Neeeiiin! oder Essen? Neeeiiin! Was willst du denn? Taaaa! (=Stillen) :lol:

Re: Erfahrungsaustausch Ü1-Stillen

Verfasst: 24.02.2023, 21:17
von Kaba
Vor allem, warum "muss" man denn Alternativen anbieten, wenn man ein einfaches, funktionierendes Mittel hat...?!

Immortal, das tut mir leid, dass du so blöde Blicke bekommen hast. Dabei ist dein Kind doch echt noch klein. Ich würde weiter dort stillen, sie werden sich schon dran gewöhnen...

Re: Erfahrungsaustausch Ü1-Stillen

Verfasst: 24.02.2023, 23:52
von Kitsune
Mir ist es relativ egal, wenn eine von beiden in der Öffentlichkeit gestillt werden will. Außer ich habe gerade keine Zeit dafür.
Ich versuche zwar diskret zu stillen, aber es geht mir auch darum, anderen zu zeigen, dass Stillen Ü1 und v.a. das Stillen von Zwillingen normal und möglich ist. Wenn mich jemand darauf anspricht, gebe ich auch gerne die WHO-Empfehlung weiter.
Ich hoffe, dass dadurch die Akzeptanz des Stillens über das aktuell typische Abstillalter (~6-12 Monate) hinaus zunimmt und als das angesehen wird, was es sein sollte, Normalität.

Re: Erfahrungsaustausch Ü1-Stillen

Verfasst: 25.02.2023, 00:14
von Glyzinie
So ab etwa 2,5 Jahren war es bei uns gemütliches Ritual, z.B. zum Schlafen gehen. Warum hätte ich ihn da ablenken sollen? Man ist ja froh, wenn das Kind ruhig wird und bald schlafen geht :mrgreen:
Trösten durch Stillen hat er allerdings nie verlangt. Hier war immer mehr auf den Arm und trösten, nicht ablenken. So etwas lehne ich so oder so ab. Ich lenke ihn auch heute nicht ab. Heute ist er 2x in Tränen ausgebrochen wegen Aufräumen, dann ist das eben so. Dazu hat er doch das Recht.

Re: Erfahrungsaustausch Ü1-Stillen

Verfasst: 25.02.2023, 07:38
von Flausch89
An Kommentaren kann ich auch was beitragen, aber gerade nur positives; vielleicht tut das indirekt auch immorta gut nach der blöden Situation:

Der zwerg hatte in den letzten paar Tagen hohes Fieber. Mein Mann hat deshalb sowohl mit der kindernklinik telefoniert als auch in der Apotheke Medikamentennachschub geholt, während ich das fiebernde Kind im Bett gestillt hab. Von Ärzten und Apothekern kam die Anweisung: "schauen, dass er viel trinkt, Wasser oder Tee." Daraufhin hat mein Mann jeweils gesagt, er trinkt gut an der brust. Darauf kam von beiden Seiten: "ja wenn er noch gestillt wird, ist das ja super. Das ist ja das beste überhaupt. Dann also viel stillen!"

Re: Erfahrungsaustausch Ü1-Stillen

Verfasst: 25.02.2023, 11:28
von Serafin
Glyzinie hat geschrieben: 25.02.2023, 00:14 So ab etwa 2,5 Jahren war es bei uns gemütliches Ritual, z.B. zum Schlafen gehen. Warum hätte ich ihn da ablenken sollen? Man ist ja froh, wenn das Kind ruhig wird und bald schlafen geht :mrgreen:
Trösten durch Stillen hat er allerdings nie verlangt. Hier war immer mehr auf den Arm und trösten, nicht ablenken. So etwas lehne ich so oder so ab. Ich lenke ihn auch heute nicht ab. Heute ist er 2x in Tränen ausgebrochen wegen Aufräumen, dann ist das eben so. Dazu hat er doch das Recht.
Warum ist stillen Ablenkung? Das beruhigt und tut gut und wurde hier vom großen immer eingefordert. Der kleine musste erst Schmerz und Wut raus schreien, das fand ich für alle beteiligten viel stressiger.