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Re: Ein paar Infos für einen Anfänger?

Verfasst: 13.11.2009, 09:31
von Tanja
Keine Ursache, das gehört doch zu unserem Job als Windelhändler! ;-)
Und keine Angst: Neue Fragen kommen früher oder später sowieso...
LG, Tanja

Re: Ein paar Infos für einen Anfänger?

Verfasst: 13.11.2009, 09:34
von missabonum
huschiwuschi123 hat geschrieben:Also, wenn ich das jetzt richtig verstehe, brauche ich Mullwindeln und Überhosen. Und da kann ich dann frei wählen. Also könnte ich mich jetzt hinsetzen und ein paar strickenwenn ich es schon könnte?
Hier gibt es Schöne Strickaneitungen und hier Fettwolle

Viel Spaß! ist wirklich nicht schwer :lol: :lol: :lol:

Re: Ein paar Infos für einen Anfänger?

Verfasst: 13.11.2009, 10:04
von Amelie
Dem Thema Mullis kann ich mich Tanja nur anschließen!

Ich hab solche von BabyButt und Tchibo bekommen zur Geburt, die saugen heute nach zwei Kindern und unzähligen Wäschen einfach noch nicht!! Die sind irgendwie doof, als Spucktuch ok, aber sonst würd ich auch echt nur welche kaufen, die dafür gemacht sind.

Und bitte NIE Weichspüler, die saugen dann auch gar nicht (macht meine Mama gern und ich wunder mich, warum das Pipi abperlt).

LG

Amelie

Re: Ein paar Infos für einen Anfänger?

Verfasst: 13.11.2009, 10:28
von rolle
Tanja hat geschrieben:So, mal der Reihe nach.
Zum Thema Mullis und Wickeln allgemein:
Ja, das hast Du völlig richtig verstanden: Du brauchst Mullis, und darüber eine Überhose. Oder eben allgemein ausgedrückt: Einen saugenden Windelkern (ob das nun eine gefaltete Mullwindel ist, eine selbstgenähte irgendwas, oder eine gekaufte Höschenwindel, spielt im Prinzip keine Rolle bzw. ist Geschmackssache) und darüber dann einen Nässeschutz, sprich eine Überhose. Sinn der Überhose ist ja nur, dass nicht die ganze Kleidung des Babys nass wird.

(Man kann's natürlich auch so machen wie ich: Ich habe meine ersten Stoffwickelversuche tatsächlich OHNE Überhose gestartet, durfte dann aber meinen Sohn entsprechend häufig komplett umziehen. Da kaufte ich mir dann lieber schnell eine Überhose. Und da ihm die nicht passte, musste schleunigst die nächste her. Und weil die so schön war, gleich nochmal eine. Und dann kam ich irgendwann drauf, dass Wolle ja viel schöner ist als Microfaser. Usw...!)

Eine recht einfach Art zu wickeln ist z.B. auch: Die Mulli einfach zum Rechteck falten und in eine geöffnete Wollkletthose einlegen. AAAAABER: Das ist natürlich nicht zu empfehlen bei flüssigem Mumi-Stuhl!!!

Bei den Mullwindeln gibt es sehr wohl Qualitätsunterschiede. Die herkömmlichen, die's in jeder Drogerie zu kaufen gibt, werden eigentlich hauptsächlich als Spucktücher verwendet. "Richtige" Mullwindeln gibt's in verschiedenen Stärken (Dicken), in verschiedenen Größen, in gebleicht und ungebleicht (saugt besser!), in kbA und nicht kbA.

So, dann zum Fetten.
Klar dient es in erster Linie dem "Imprägnieren" der Wollhose, damit sie dichthält. Aber eine Wollhose will auch gepflegt werden. Es ist ja ein Unterschied, ob man einen Wollpulli hat (da pinkelt normalerweise keiner rein) oder eben eine Windelüberhose, die ständig mit mehr oder weniger "agressivem" Urin in Berührung kommt. Grundsätzlich wirkt ja das enthaltene Lanolin schon selbstreinigend. Deshalb muss man z.B. eine Wollhose gar nicht so oft waschen (wie z.B. PUL oder Fleece), auslüften genügt. Irgendwann fängt sie dann aber doch an zu müffeln, und das ist es Zeit für eine Wäsche (bitte nur mit geeignetem Wollwaschmittel), und anschließend muss das verbrauchte und rausgewaschene Lanolin eben wieder zugeführt werden, mittels Wollkur (gute Wollshampoos enthalten zwar auch schon ein bisschen Lanolin, aber eben nicht so viel.).
Tut man das nicht, dann werden die Fasern mit der Zeit spröde, brüchig, die Hose geht kaputt. Wie lange das nun genau dauert, kann ich nicht so genau sagen, ich hab's nie ausprobiert!

So, ich hoffe, ich habe jetzt nichts Wichtiges vergessen, sonst frag ruhig weiter!
LG, Tanja

Wow das ist ja eine super erklärung woraus man wirklich was lernen kann.
danke...

lg rolle